Seemühle (Lehrberg)
Seemühle Markt Lehrberg
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(2)&title=Seem%C3%BChle 49° 22′ N, 10° 30′ O
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dim=10000 | globe= | name=Seemühle | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 419 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 2 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91611 | |||||
| Vorwahl: | 09820 | |||||
Seemühle (fränkisch: See-mil<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 172. Dort folgendermaßen transkribiert: „sēmíl“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Lehrberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Seemühle liegt in der Gemarkung Lehrberg.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Die Einöde liegt am Seebach. 0,5 km östlich erhebt sich der Kümmelberg (466 m ü. NHN), 0,5 km nördlich im Forst Birkenfels der Hirschberg. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt an der Ziegelhütte vorbei nach Lehrberg (1 km südlich) bzw. an der Walkmühle vorbei nach Ballstadt (1,5 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1732 in den Oberamtsbeschreibungen von Johann Georg Vetter als „Seemühl“ erstmals schriftlich erwähnt. Der Ortsname ist eine Klammerform zu Seebachmühle, ist also nach dem Bach benannt, der nördlich des Ortes aus einem kleinen Weiher herabfließt.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 172.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Seemühle zur Realgemeinde Lehrberg. Die Mühle hatte das Rittergut Rügland der Herren von Crailsheim als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Seemühle die Hausnummer 101 des Ortes Lehrberg.<ref name="J880">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 880f.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Seemühl. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 25 (Digitalisat).</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 998f.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde die Seemühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Lehrberg und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Lehrberg zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstand das Anwesen von 1820 bis 1848 dem Patrimonialgericht Rügland.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 972 und 999.</ref><ref>Lehrberg > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 14. März 2025.</ref>
Baudenkmal
- Wassermühle: einige Bauteile der Mühlanlage wohl 1792, Umbauung völlig erneuert<ref>Denkmalliste für Lehrberg (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
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Einwohnerentwicklung
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Religion
Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Margaretha (Lehrberg) gepfarrt.<ref name="J880"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.
Literatur
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 172.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 140.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Seemühle in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Seemühle im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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