Birkach (Lehrberg)
Birkach Markt Lehrberg
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(17)&title=Birkach 49° 22′ N, 10° 28′ O
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dim=10000 | globe= | name=Birkach | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 435 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 17 (31. Dez. 2008)<ref name="archive-is">www.lehrberg.de (4 Dez. 2012 15:28:30 UTC) auf archive.is Die Einwohnerzahl sämtlicher Ortsteile entspricht annähernd dem Einwohnerstand der Gesamtgemeinde für den 31. 12. 2008. Die Differenz von 8 Einwohnern erklärt sich durch die Nichtauflistung der selbstständigen Ortsteile Dauers-, Fritz-, See- und Walkmühle.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91611 | |||||
| Vorwahl: | 09803 | |||||
Birkach (fränkisch: „Birga“<ref name="Fechter">E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 50.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Marktes Lehrberg (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Birkach liegt in der Gemarkung Obersulzbach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Im Weiler entspringt ein namenloser rechter Zufluss des Sulzbachs. Dieser fließt rechts in die Fränkische Rezat. 0,5 km nördlich liegt das Waldgebiet Große Lenker mit dem Langen Berg (482 m ü. NHN), südwestlich erhebt sich der Weinberg, dahinter liegt der Kapellenwald. 0,5 km südlich liegt der Heßbacher Ranken. Die Kreisstraße AN 2 führt nach Gräfenbuch (1 km östlich) bzw. nach Untersulzbach (0,8 km nordwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1380 als „Pyrkich“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich vom gleichnamigen Flurnamen ab. Dieser besteht aus dem Grundwort Birke mit angehängtem Kollektivsuffix –ich und bedeutet Birkenwald. Im Jahre 1579 wurde der Ort „Birkaw“ genannt, wovon sich die umgangssprachliche Form „Birga“ ableitet. Für das Jahr 1732 ist die Form „Bürkach“ belegt. Beide Formen sind Fehldeutungen des ursprünglichen Ortsnamens, weil mit den Suffixen –aw und –ach eigentlich Gewässer bezeichnet werden.<ref name="Fechter"/>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Birkach 4 Anwesen (2 Halbhöfe, 1 Dreiviertelhof, 1 Köblergut), ein Gemeindehirtenhaus und eine Kapelle. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das eichstättische Vogtamt Lehrberg. Alle Anwesen hatten das eichstättische Propsteiamt Herrieden als Grundherrn.<ref name="J840">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 840.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Bürkach. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 16 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 487.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J1005">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1005.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Birkach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Obersulzbach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Obersulzbach zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Mai 1978 nach Lehrberg eingemeindet.<ref name="J1005"/><ref>Lehrberg > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 14. März 2025.</ref>
Baudenkmäler
- Haus Nr. 4: Bauernhof, eingeschossiges, massives Wohnstallhaus, frühes 19. Jahrhundert<ref>Denkmalliste für Lehrberg (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Westlich des Ortes befinden sich auf dem Kapellenbuck die Überreste einer abgegangenen Kapelle.<ref>G. P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach, S. 83.</ref>
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Margaretha (Lehrberg) gepfarrt,<ref name="J840"/> seit 1812 ist die Pfarrei St. Maria (Obersulzbach) zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Birkach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 392 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Bürkach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 487 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 50.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 83.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Birkach in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Birkach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Ballstadt | Berndorf | Birkach | Brünst | Buhlsbach | Dauersmühle | Fritzmühle | Gödersklingen | Gräfenbuch | Hürbel am Rangen | Kohlmühle | Kühndorf | Lehrberg | Oberheßbach | Obersulzbach | Pulvermühle | Röshof | Schmalach | Schmalenbach | Seemühle | Unterheßbach | Untersulzbach | Walkmühle | Wüstendorf | Zailach | Ziegelhütte
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