Untersulzbach (Lehrberg)
Untersulzbach Markt Lehrberg
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(42)&title=Untersulzbach 49° 23′ N, 10° 27′ O
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dim=10000 | globe= | name=Untersulzbach | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 429 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 42 (31. Dez. 2008)<ref name="archive-is">www.lehrberg.de (4 Dez. 2012 15:28:30 UTC) auf archive.is Die Einwohnerzahl sämtlicher Ortsteile entspricht annähernd dem Einwohnerstand der Gesamtgemeinde für den 31. 12. 2008. Die Differenz von 8 Einwohnern erklärt sich durch die Nichtauflistung der selbstständigen Ortsteile Dauers-, Fritz-, See- und Walkmühle.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91611 | |||||
| Vorwahl: | 09803 | |||||
Untersulzbach (fränkisch: Unda-sultsba<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 187. Dort folgendermaßen transkribiert: „undəsúltsba“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Lehrberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Untersulzbach liegt in der Gemarkung Obersulzbach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Durch das Dorf fließt der Sulzbach, ein rechter Zufluss der Fränkischen Rezat. Unmittelbar östlich mündet der Kümmelbach als linker Zufluss in den Sulzbach. Nordwestlich liegt das Waldgebiet Kleiner Lenker und im Nordosten der Große Lenker mit dem Langen Berg (482 m ü. NHN) und im Süden liegt der Kapellenwald. Die Kreisstraße AN 2 führt nach Obersulzbach (1,7 km westlich) bzw. nach Birkach (0,8 km östlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Berndorf (1,3 km südwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde erstmals 1169 in einer Urkunde zusammen mit Obersulzbach als „in inferiori Sulzbach“ erwähnt. Der Ortsname leitet sich vom gleichlautenden Gewässernamen ab, der seinen Namen aufgrund seines Salzgehaltes bekommen hat.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 187.</ref>
Im 16-Punkte-Bericht des Oberamtes Ansbach von 1684 wurden für Untersulzbach neun Mannschaften verzeichnet. Grundherren waren das Hofkastenamt Ansbach (1 Hof, 1 Gut), das Stiftsamt Ansbach (4 Anwesen), das Herren von Crailsheim zu Rügland (2 Anwesen) und die Pfarrei Burgbernheim (1 Anwesen). Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das brandenburg-ansbachische Vogtamt Birkenfels.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 129, 3637. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 693.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Untersulzbach 10 Anwesen. Das Hochgericht übte weiterhin das Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Vogtamt Birkenfels. Grundherren waren das Fürstentum Ansbach (Hofkastenamt Ansbach: 1 Halbhof, 1 Köblergut; Stiftsamt Ansbach: 2 Halbhöfe, 1 Köblergut, 1 Gütlein, 1 Haus), das brandenburg-bayreuthische Schultheißenamt Markt Bergel (1 Halbhof) und das Rittergut Rügland (2 Köblergüter). Neben den Anwesen gab es noch kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).<ref name="J920">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 920.</ref> Es gab zu dieser Zeit 12 Untertansfamilien, von denen 9 ansbachisch waren.<ref>Johann Bernhard Fischer: Untersulzbach. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 27 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 652.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J1005">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1005.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Untersulzbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Obersulzbach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Obersulzbach zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden zwei Anwesen von 1820 bis 1848 dem Patrimonialgericht Rügland.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 972 und 1005.</ref>
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Untersulzbach am 1. Mai 1978 nach Lehrberg eingemeindet.<ref name="J1005"/><ref>Lehrberg > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 14. März 2025.</ref>
Baudenkmal
- Haus Nr. 3: Eingeschossiges Fachwerk-Wohnstallhaus, Zwerchhaus, um 1840<ref>Denkmalliste für Lehrberg (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Maria (Obersulzbach) gepfarrt.<ref name="J920"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Untersulzbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 652 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 187.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Untersulzbach in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Untersulzbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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