Hürbel am Rangen
Hürbel am Rangen Markt Lehrberg
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(31)&title=H%C3%BCrbel+am+Rangen 49° 20′ N, 10° 29′ O
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| Höhe: | 422 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 31 (31. Dez. 2008)<ref name="archive-is"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.lehrberg.de ( vom 8. April 2014 im Internet Archive) (4 Dez. 2012 15:28:30 UTC) auf archive.is Die Einwohnerzahl sämtlicher Ortsteile entspricht annähernd dem Einwohnerstand der Gesamtgemeinde für den 31. 12. 2008. Die Differenz von 8 Einwohnern erklärt sich durch die Nichtauflistung der selbstständigen Ortsteile Dauers-, Fritz-, See- und Walkmühle.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91611 | |||||
| Vorwahl: | 09820 | |||||
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Hürbel am Rangen (amtlich: Hürbel a.Rangen; fränkisch: Hiawl<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 102. Dort folgendermaßen transkribiert: „hiʳwl“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Lehrberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Hürbel am Rangen liegt in der Gemarkung Lehrberg.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Im Weiler entspringt der Quellgraben, ein rechter Zufluss des Hürbeler Bachs, der seinerseits ein rechter Zufluss der Fränkischen Rezat ist. Im Norden liegt das Pfannenfeld, im Südwesten liegt der Hürbelrangen mit der Kreuzeiche. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Zailach (1,7 km nordwestlich), nach Schmalenbach (2,5 km östlich) und zur Bundesstraße 13 bei Lehrberg (1,2 km nordöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung, die sich eindeutig auf diesen Ort bezieht, erfolgte 1342 als „Hurbel“. Der Ortsname leitet sich vom althochdeutschen Wort „horwilin“ ab, ein Diminutiv von „horo, horwes“ (= Sumpf, Schmutz, Kot).<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 102. Eine ähnlich abwertende Bezeichnung findet sich im Ortsnamen Suddersdorf.</ref>
Im 16-Punkte-Bericht des Oberamtes Ansbach von 1684 wurden für Hürbel 8 Mannschaften verzeichnet: Alle Anwesen (6 Halbhöfe, 2 Güter) hatten das Hofkastenamt Ansbach als Grundherrn. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Vier Halbhöfe waren infolge des Dreißigjährigen Krieges noch verödet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 127, 1284. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 685.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Hürbel 11 Anwesen (6 Halbhöfe, 1 Viertelhof, 2 Güter, 1 Gütlein, 1 Häuslein). Das Hochgericht, die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen übte weiterhin das Hofkastenamt Ansbach aus.<ref name="J871">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 871.</ref> Es gab zu dieser Zeit 10 Untertansfamilien.<ref>Johann Bernhard Fischer: Hürbel. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 20 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 772.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J1017">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1017.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hürbel dem 1809 gebildeten Steuerdistrikt Neunkirchen bei Leutershausen zugeordnet. Mit der Neubildung des Steuerdistrikts Neuses bei Ansbach am 23. Juni 1810 erfolgte der Wechsel dorthin. Es gehörte auch der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Neuses bei Ansbach an.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> Im Zuge des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde Hürbel nach Lehrberg umgemeindet. Am 16. August 1840 wurde die Bildung der Ruralgemeinde Zailach genehmigt, an die Hürbel überwiesen wurde.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 949.</ref> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1972 nach Lehrberg eingemeindet.<ref name="J1017"/><ref>Lehrberg > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 14. März 2025.</ref>
Bau- und Naturdenkmäler
- Steinkreuz: Sühnekreuz, mittelalterlich, Sandstein; 1,5 Kilometer südlich des Ortes auf den Kreuzwasen<ref>Hürbel am Rangen. In: suehnekreuz.de. Abgerufen am 31. Juli 2023.</ref><ref>Denkmalliste für Lehrberg (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Kreuzeiche, über 500 Jahre alt, südwestlich des Ortes. Der Brusthöhenumfang beträgt 6,45 m (2015).<ref>Eintrag im Verzeichnis Monumentaler Eichen.Vorlage:Abrufdatum</ref>
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Margaretha (Lehrberg) gepfarrt.<ref name="J871"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Hürbel. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 772 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 102.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 114.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Hürbel a.Rangen in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Hürbel a.Rangen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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