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Reutles

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Kreisfreie Stadt Nürnberg
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Reutles 49° 32′ N, 11° 1′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 49° 32′ 2″ N, 11° 1′ 29″ O
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Höhe: 302 m ü. NHN
Postleitzahl: 90427
Vorwahl: 0911
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Datei:Johann Christoph Claußner 50 Prospecten (Heft 3) 003b Reutles.jpg
Reutles, um 1802
Datei:Nuremberg Reutles St Felicitas 001.JPG
Kapelle St. Felicitas

Reutles (fränkisch „Raidles“<ref name="W78">W. Wiessner: Stadt- und Landkreis Fürth, S. 78f.</ref>) ist ein Stadtteil der kreisfreien Stadt Nürnberg (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Reutles liegt in der Nordwestlichen Außenstadt im statistischen Bezirk 79 und in der Gemarkung Großgründlach<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 7. Oktober 2025.</ref> und im Knoblauchsland.

Geographie

Die Stadtrandsiedlung bildet mit dem südwestlich gelegenen Großgründlach eine geschlossene Siedlung und liegt im Norden der Stadt. Nachbarorte sind (dem Uhrzeigersinn folgend und im Norden beginnend) der Erlanger Stadtteil Tennenlohe sowie die Nürnberger Stadtteile Neunhof und Boxdorf. Im Osten liegen die Waldgebiete Eichenlohe und Neunhofer Forst. Im Westen grenzt das Flurgebiet Bei der Marter an. Über die Reutleser Straße besteht eine Verbindung zur Bundesstraße 4 und über diese zur Anschlussstelle Erlangen-Tennenlohe der Bundesautobahn 3.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 7. Oktober 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Geschichte

Das Dorf entstand im 12. Jahrhundert durch eine Rodung der Herren von Gründlach und wurde 1329 als „Revtleins“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort „riute“ mit Diminutivsuffix ab und bedeutet demnach kleine Rodung.

Die Grundherrschaft lag ab 1329 bei den Patrizierfamilien Ortlieb und Ebner; sie oblag ab 1625 den Pfinzing von Henfenfeld, die gleichzeitig die Burgherren von Großgründlach waren, zu dem es seitdem gehört.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Reutles 16 Anwesen (2 Halbhöfe, 6 Güter, 8 Gütlein). Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, was vom brandenburg-bayreuthischen Oberamt Baiersdorf bestritten wurde. Die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte der Nürnberger Eigenherr von Haller.<ref name="H163">H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 163.</ref>

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Erlangen. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Reutles dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Großgründlach und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Großgründlach zugeordnet. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstand der ganze Ort von 1821 bis 1848 dem Patrimonialgericht Großgründlach.<ref>H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 228.</ref>

Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs es infolge reger Bautätigkeit mit Großgründlach zusammen und wurde am 1. Juli 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Nürnberg eingemeindet.<ref>Nürnberg > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 7. Oktober 2025.</ref>

Baudenkmäler

In Reutles gibt es sechs Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Nürnberg (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>

  • Reutleser Straße 49: Wohnstallhaus, Backofen und Einfriedung
  • Reutleser Straße 51: Wohnstallhaus;
  • Reutleser Straße 53, 63: Wohnstallhaus mit Einfriedung
  • Reutleser Straße 80: Felicitaskapelle von 1379

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ehemalige Baudenkmäler
  • Reutleser Straße 61: Gasthof Höfler. Am zweigeschossigen Neubau dreigeschossiger Giebel mit übernommenen Eckvoluten und Kugelbekrönung; Stein mit Inschrift „MR 1792“.<ref name="F407">G. P. Fehring: Nürnberg, S. 407f. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
  • Reutleser Straße 62: Hofanlage. Zweigeschossiges erneuertes Satteldachhaus. Der zweigeschossige Giebel mit flachem Gesimsband; Ecklisenen, Kugelbekrönung. Am Giebel Sandstein mit Inschrift „17 JS. 21“. Weiter oben Tafel mit Inschrift „J. Kropf 1929“.<ref name="F407"/>
  • Reutleser Straße 65: Erdgeschossiges Wohnstallhaus. Sandstein, getüncht; die Fenster mit Profilumrahmung. Wohl um 1800. 1974 durch Brand beschädigt.<ref name="F407"/>
  • Reutleser Straße 71: Zweigeschossiges, 1932 erneuertes Wohnhaus. Am neuen Giebel eingelassener Sandstein mit Inschrift „18 MH 59“ und klassizistischer Umrahmung. Weiterer Inschriftstein „Konr[ad] Kropf 1932“.<ref name="F407"/>
  • Reutleser Straße 74: Hofanlage. Erdgeschossiges Wohnstallhaus, wohl Mitte des 18. Jahrhunderts; Sandsteinquader, traufseitig verputzt. Straßengiebel mit Eckvoluten, Zierpostament und Kugelaufsatz; flaches Gesims. Fensterwände mit Wulstprofil. Hofmauer aus Sandsteinquadern mit profilierten Decksteinen.<ref name="F407"/>

Einwohnerentwicklung

Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987
Einwohner 108 136 125 122 143 117 136 185 242 258 <templatestyles src="FN/styles.css" /> *
Häuser<ref>Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> 19 20 23 22 24 28 38 <templatestyles src="FN/styles.css" /> *
Quelle <ref>Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 75 (Digitalisat).</ref> <ref>Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 90 (Digitalisat).</ref> <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1028, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1192, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1123 (Digitalisat).</ref> <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1191 (Digitalisat).</ref> <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1229 (Digitalisat).

</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1061 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 780 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 167 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 323 (Digitalisat).</ref>

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* 
Ort wird zu Großgründlach gerechnet.

Religion

Reutles ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Laurentius (Großgründlach) gepfarrt.<ref name="H163"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Hedwig (Großgründlach) gepfarrt.

Verkehr

Im Nahverkehr erschließen die Stadtbuslinien 29 und 290 den Stadtteil.

Literatur

Weblinks

Commons: Reutles (Nürnberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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