Zum Inhalt springen

Schottische Rugby-Union-Nationalmannschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Hinweisbaustein

Schottland
Logo
Verband Scottish Rugby Union (SRU)
Nationalstadion Murrayfield Stadium, Edinburgh
Trainer SchottlandDatei:Flag of Scotland.svg Gregor Townsend (seit 2017)
Kapitän Sione Tuipulotu
WR-Kürzel SCO
WR-Rang Vorlage:World-Rugby-Rang (Männer)
Meiste Länderspiele
Ross Ford (110)<ref>Most matches. ESPN, abgerufen am 16. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Meiste erzielte Punkte
Chris Paterson (809)<ref>Most points. ESPN, abgerufen am 16. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Meiste erzielte Versuche
Darcy Graham (37)<ref>Most tries. ESPN, abgerufen am 16. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Erstes Länderspiel
SchottlandDatei:Flag of Scotland.svg Schottland 1:0 England EnglandEngland
(Edinburgh, Schottland; 27. März 1871; erstes Länderspiel weltweit)
Höchster Sieg
SchottlandDatei:Flag of Scotland.svg Schottland 100:8 Japan JapanJapan
(Perth, Schottland; 13. November 2004)
Höchste Niederlage
SchottlandDatei:Flag of Scotland.svg Schottland 10:68 Südafrika SudafrikaDatei:Flag of South Africa.svg
(Edinburgh, Schottland; 6. Dezember 1997)
Weltmeisterschaften
Teilnahmen: 10/10
Bestes Ergebnis: 4. Platz 1991

Die schottische Rugby-Union-Nationalmannschaft ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist die Nationalmannschaft Schottlands in der Sportart Rugby Union und repräsentiert das Land bei allen Länderspielen (Test Matches) der Männer. Die organisatorische Verantwortung trägt die Scottish Rugby Union (SRU). Die Mannschaft nimmt an den jährlichen Six Nations teil, zusammen mit England, Frankreich, Irland, Italien und Wales. Schottland ist auch eines der Länder, dessen Spieler für die British and Irish Lions spielberechtigt sind, eine Auswahlmannschaft der vier britischen Home Nations.

Seine wichtigsten internationalen Auftritte hat das Team bei den alle vier Jahre stattfindenden Weltmeisterschaften. Seit der Einführung der Weltmeisterschaft im Jahr 1987 hat Schottland an allen Turnieren teilgenommen. Das beste Ergebnis erreichte man bei der Weltmeisterschaft 1991, als Schottland das Spiel um Platz 3 gegen die neuseeländischen All Blacks verlor.

Das erste Test Match der Schotten fand 1871 statt, als sie England im weltweit ersten Rugbyländerspiel besiegten. Seit dem Beginn des Vorgängerturniers der Five bzw. Six Nations, dem Home Nations Championship im Jahr 1883, gewann Schottland das Turnier insgesamt 15 Mal und teilte sich weitere neun Mal den Titel. Seit 1999 konnte Schottland das Turnier nicht wieder gewinnen. Von Beginn an bestand eine starke Rivalität zu Nachbar England. Beide Mannschaften spielen jährlich während den Six Nations um den Calcutta Cup, der ältesten Trophäe im Rugbysport.

Schottland spielt traditionell im dunkelblauen Trikot mit weißen Hosen und blauen Socken – also in den Farben der Flagge Schottlands. Heimspiele werden seit 1925 im Murrayfield Stadium in Edinburgh ausgetragen. Vor allem bei Heimspielen schaffen die schottischen Anhänger, zusammen mit den traditionellen Dudelsack eine eigene Atmosphäre, wenn sie Flower of Scotland singen. Der Weltverband World Rugby betrachtet Schottland als eine Rugbynation der ersten Stärkeklasse ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Zehn ehemalige schottische Spieler wurden in die World Rugby Hall of Fame aufgenommen.

Organisation

Datei:Weststandmurrayfield.jpg
Die Westtribüne des Murrayfield Stadium zeigt die Popularität des schottischen Rugby auf internationaler Ebene

Verantwortlich für die Organisation von Rugby Union in Schottland ist die Scottish Rugby Union (SRU). Sie wurde 1873 als Scottish Football Union (SFU) gegründet<ref>History. Scottish Rugby Union, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 31. Oktober 2020; abgerufen am 31. Oktober 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und ist damit nach der englischen Rugby Football Union (RFU) der zweitälteste Rugbyverband der Welt. 1886 gründete die SFU zusammen mit der Irish Rugby Football Union (IRFU) und der Welsh Rugby Union (WRU) das International Rugby Football Board (IRFB; heute World Rugby).<ref>Scotland. World Rugby, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Seit 1924 trägt der Verband seinen heutigen Namen. Außerdem trat die SRU 1999 dem europäischen Kontinentalverband FIRA-AER (heute Rugby Europe) bei.<ref>About us. Rugby Europe, 2020, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die höchste Rugby-Union-Liga für Schottland ist die United Rugby Championship, an der 14 Mannschaften aus Irland, Italien, Schottland, Südafrika und Wales teilnehmen, darunter die zwei schottischen Mannschaften Edinburgh Rugby und Glasgow Warriors. Darunter ist die Scottish Premiership mit zehn Mannschaften angesiedelt. Der nationalen Meisterschaft übergeordnet sind die zusammen mit Mannschaften aus Frankreich, Irland, Italien, Schottland und Wales ausgetragenen internationalen Pokalwettbewerbe European Rugby Champions Cup und EPCR Challenge Cup.

Neben der eigentlichen Nationalmannschaft ruft die SRU weitere Auswahlmannschaften zusammen. Scotland A bildet die zweite Mannschaft von Schottland. Wie andere Rugbynationen verfügt Schottland über eine U-20-Nationalmannschaft, die an den entsprechenden Six Nations und Weltmeisterschaften teilnimmt.<ref>Schottland U20. Six Nations, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 9. Oktober 2023; abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>World Rugby U20 Championship. World Rugby, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Kinder und Jugendliche werden bereits in der Schule an den Rugbysport herangeführt und je nach Interesse und Talent beginnt dann die Ausbildung. Für Schüler gibt es die Nationalmannschaft der Schoolboys, die sich als Vorstufe zur Nationalmannschaft entwickelt hat.

Als größte Ehre für schottische Spieler gilt es, alle paar Jahre mit den British and Irish Lions auf Tour in die Südhemisphäre zu gehen, um gegen die All Blacks aus Neuseeland, die Springboks aus Südafrika oder die Wallabies aus Australien anzutreten.<ref>British & Irish Lions. British and Irish Lions, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geschichte

Einführung von Rugby in Schottland

Datei:Scotland rugbyteam 1871.jpg
Die schottische Mannschaft vor dem ersten Test Match gegen England in Edinburgh, 1871

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden mehrere Privatschulen in Schottland, darunter die Edinburgh Academy (1824), die Loretto School (1827), die Merchiston Castle School (1833), die Glasgow Academy (1845) und das Glenalmond College (1847). Es ist bekannt, dass an diesen Schulen einfache und grobe Formen des Fußballs gespielt wurden. Es war jedoch in Edinburgh, wo die Variante mit Balltragen Wurzeln schlug und sich über den Rest Schottlands auszubreiten begann.

Zwei junge Brüder, Francis und Alexander Crombie, kamen 1854 von der englischen Durham School nach Edinburgh. Francis schrieb sich bei der Glasgow Academy ein, während Alexander seine Schullaufbahn bereits abgeschlossen hatte. Offenbar hatte keiner der Brüder an der Durham School Fußball gespielt, dafür brachten sie ihre Regelkenntnis, wie das Spiel an der Rugby School gespielt wurde, mit nach Schottland. Francis Crombie wurde der erste Kapitän der Fußballmannschaft und Alexander war Mitbegründer des Edinburgh Academical FC. 1858 wurde er der erste Kapitän des Fußballklubs und sollte dies acht Jahre lang bleiben.<ref>Club history. Edinburgh Academical FC, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Januar 2021; abgerufen am 22. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ungefähr zur selben Zeit (1856) schrieb sich ein weiterer Schüler an der Royal High School in Edinburgh ein, nachdem er von einer englischen Privatschule gekommen war und eine Kopie der „Regeln des Fußballs“, wie er den Sport in England kennengelernt hatte, mitgebracht hatte. Dieses Dokument trug wesentlich dazu bei, dass die High School ihr bestehendes Spiel anpasste.<ref>RHSFP Rugby Club History. The Royal High School Club, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 1. November 2020; abgerufen am 1. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Das erste überlieferte Spiel in Schottland fand am 13. Februar 1858 zwischen der Royal High School und der Merchiston Castle School statt. Die Schüler spielten jedoch ohne einheitliche Regeln und Bälle (die Royal High School berichtete von „monströsen aufgeblasenen Kugeln von großem Umfang und von großer Schwerfälligkeit“), was den Spielablauf erschwerte. Im Laufe der Jahre wurden die Regeln der Rugby School übernommen. Bis dahin bestanden verschiedene örtliche Varianten des Spiels, was gezwungenermaßen zu Disputen bei laufenden Spielen führte. Bis in die späten 1870er spielten lediglich die Edinburgh Academy, Merchiston und die Royal High School eine einheitliche Variante des Ballsports.<ref>Allan Massie: A Portrait of Scottish Rugby. Polygon, Edinburgh 1984, ISBN 0-904919-84-6, S. 2.</ref>

Mitte der 1860er Jahre gründeten ehemalige Schüler in Edinburgh und Glasgow die ersten Vereine, die bei Spielen gegeneinander die einheitlichen Regeln anwendeten. In den frühen Vereinsspielen wurde das Spiel regelmäßig unterbrochen, damit Kapitäne und Schiedsrichter Differenzen in den Regeln besprechen konnten; dies war jedoch kein Dauerzustand. Der Edinburgh Academical FC organisierte mehrere Treffen und 1868 stellte der Verein, mit der Zustimmung anderer Schulen und Vereine, ein einheitliches Regelwerk für das Spiel in Schottland zusammen. Das Regelbuch Laws of Football as played by the Principal Clubs in Scotland erlangte als „Grünes Buch“ Bekanntheit. Im Titel des Buches fehlte das Wort „Rugby“.<ref>James G Robertson (1854–1900): The world's first black rugby player. Sky Sports, 17. Oktober 2020, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Herausforderung an England

Datei:First international rugby 1871.jpg
Das erste Test Match überhaupt: England gegen Schottland am 28. März 1871

Im Dezember 1870, nach einer Reihe von Fußballspielen zwischen England und Schottland in London, die alle zugunsten Englands ausgingen, veröffentlichten mehrere Schotten eine Herausforderung in der schottischen Zeitung The Scotsman und in der Londoner Sportzeitung Bell’s Life, in der sie England einluden, eine Mannschaft nach Schottland zu entsenden, um ein Rugbyspiel auszutragen. Die Engländer konnten diese Herausforderung schwerlich ignorieren, was zum ersten internationalen Rugbyspiel führte. Es fand am Montag, dem 27. März 1871 auf dem Cricketfeld der Edinburgh Academy statt. Dieses Spiel auf dem Raeburn Place in Edinburgh war nicht nur die erste Begegnung zwischen beiden Ländern in irgendeiner Sportart, sondern auch das erste Rugby-Länderspiel überhaupt. Die Schotten gewannen vor 4.000 Zuschauern mit einem Tor und einem Versuch gegen einen Versuch der Engländer.<ref>Alex Gordon: The first international rugby match. BBC, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

England revanchierte sich im folgenden Jahr im Londoner Kennington Oval und gewann mit 2:1 Toren. Diese frühen Spiele besaßen noch kein festes Punkteregelwerk; dies sollte erst 1890 eingeführt werden, nachdem ein geeignetes Format für das Bewertungssystem entworfen wurde.<ref>Steve Lewis: One Among Equals: England's International Rugby Captains. Hrsg.: Vertical Editions. 2008, ISBN 978-1-904091-31-8, S. 274.</ref> Bis 1875 wurden – wie im Fußball – Test Matches durch die Anzahl erzielter Tore entschieden (Erhöhungen und Dropgoals), ab 1876 zog man die Anzahl gelegter Versuche heran, wenn ein Spiel Unentschieden verlief.<ref>Statistics explanation. Scrum.com, 1. Oktober 2008, abgerufen am 7. August 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Wie es damals üblich war, umfassten beide Mannschaften je 20 Spieler, da die Anzahl Spieler pro Mannschaft während eines Spieles erst 1877 auf die seither üblichen 15 reduziert wurde.<ref>Irish International Teams: Results, Scorers, Dates and Venues – 1874 to June 1999. Irish Rugby Football Union, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 18. November 2007; abgerufen am 18. November 2007 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Calcutta Cup und Home Nations Championship

Datei:A Football Match.jpg
England gegen Schottland 1893
Datei:Scotland 1896.jpg
Schottische Mannschaft 1896

Vertreter von acht Vereinen trafen sich am 3. März 1873 in Glasgow und gründeten den Verband Scottish Football Union, der sich erst 1924 in Scottish Rugby Union umbenannte. Fünf dieser Vereine waren Mitglieder der englischen Rugby Football Union (RFU), die damals noch nicht auf England beschränkt war.<ref>Scotland. Rugby Football Museum, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 1877 spielte Schottland erstmals gegen Irland und gewann mit sechs Toren zu Null.

Mitglieder des kurzlebigen Calcutta Rugby Club in der indischen Stadt Kalkutta übergaben 1878 der RFU einen Pokal. Nachdem der Verein seine Selbstauflösung beschlossen hatte, war das aus Silberrupien bestehende Vereinsvermögen von der Bank abgehoben und geschmolzen worden. Der auf diese Weise entstandene Pokal ist dahingehend einmalig, dass nur England und Schottland um die Trophäe spielen; es handelt sich um die älteste Trophäe im Rugbysport. Erstmals ausgespielt wurde der Calcutta Cup im Jahr 1879 in Edinburgh (das Spiel endete unentschieden). England eroberte den Pokal erstmals 1880, Schottland zwei Jahre später.<ref>28th February 1880 Whalley Range, Manchester, England. rugbydata.com, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 30. März 2013; abgerufen am 30. März 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

1882 begründeten die Verbände Schottlands, Englands, Wales’ und Irlands die Home Nations Championship, den Vorläufer der heutigen Six Nations. Bei der Home Nations Championship 1883, der ersten Austragung des Turniers, spielte Schottland erstmals gegen Wales und gewann mit 1 zu 0 Toren.<ref name="6nations">6 Nations History. rugbyfootballhistory.com, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 1885 gehörte der schottische Verband zu den Gründungsmitgliedern des International Rugby Football Board (IRFB; heute World Rugby).<ref>Historical Rugby Milestones – 1880s. rugbyfootballhistory.com, abgerufen am 16. Februar 2007 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach drei zweiten Plätzen hintereinander gelang den Schotten bei der Home Nations Championship 1886 der erste Turniersieg (geteilt mit den punktgleichen Engländern). Ein Jahr später folgte bei der Home Nations Championship 1887 der erste alleinige Turniersieg. Bei der Home Nations Championship 1890 teilten sich England und Schottland erneut den Titel.<ref name="RugbyHist6N">6 Nations History. rugbyfootballhistory.com, abgerufen am 2. September 2007.</ref> Im Jahr darauf, bei der Home Nations Championship 1891, schafften die Schotten die erste Triple Crown – also einen Titelgewinn mit Siegen über alle anderen drei Home Nations. 1895 wurde dieser Erfolg wiederholt.<ref name="6nations" /><ref name="rfbh">Scotland. rugbyfootballhistory.com, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als die Engländer die Folgen der Abspaltung von Rugby League verarbeiten mussten, wetteiferten Schottland und Wales um die Dominanz im jährlichen Turnier.<ref name="6nations" /> Schottland entschied die Austragungen der Jahre 1901, 1903 und 1907 jeweils mit Triple Crown für sich, hinzu kam 1904 ein weiterer Turniersieg. Der Erfolg von 1907 sollte jedoch fast zwei Jahrzehnte lang der letzte sein, da England nach einer langen Krise wieder erstarkte.<ref name="6nations" /> Am 18. November 1905 absolvierte Schottland das erste Test Match gegen die All Blacks aus Neuseeland und verlor mit 7:15. Das erste Test Match gegen die Springboks fand am 17. November 1906 statt und wurde mit 6:0 gewonnen.<ref>1906-07 Springboks tour. rugbyrelics.com, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Durch die Einladung Frankreichs erweiterte sich das Turnier im Jahr 1910 zu den Five Nations. Schottland spielte beim Five Nations 1910 erstmals gegen den neuen Teilnehmer und gewann mit 27:0. Ein Jahr später, beim Five Nations 1911, war Schottland auch die erste der Home Nations, die den Franzosen unterlag.<ref name="6nations" />

Die Zeit der Weltkriege

Datei:Eric Liddell.jpg
Eric Liddell, Olympiasieger im 400-Meter-Lauf, spielte 1922 und 1923 für Schottland

Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges musste der Spielbetrieb in Schottland stark reduziert werden, während internationale Spiele für mehrere Jahre ganz zum Erliegen kamen. In den Schlachten des Krieges fielen nicht weniger als 31 aktive oder ehemalige Nationalspieler, mehr als bei allen anderen Nationalmannschaften der Five Nations. Zu den Gefallenen gehören unter anderem David Bedell-Sivright, früherer Kapitän der British Lions, und Eric Milroy, letzter Kapitän der Schotten vor Kriegsausbruch.<ref>Richard Bath: The Scotland Rugby Miscellany. Vision Sports Publishing, Kingston upon Thames 2007, ISBN 1-905326-24-6, S. 109.</ref> Trotz der großen Verluste an talentierten Spielern gewann Schottland das erste Nachkriegsturnier, das Five Nations 1920, geteilt mit Wales und England. Als die All Blacks 1924/25 nach einer Unterbrechung von 19 Jahren wieder durch Europa tourten, weigerten sich die Schotten, gegen sie anzutreten. Die Tour war von der RFU organisiert worden und der für die sehr strikte Einhaltung des Amateurismus bekannte schottische Verband hegte den Verdacht, dass die Neuseeländer für ihr Erscheinen bezahlt würden.<ref>Ron Palenski: Century in Black. Hodder Moa Beckett, Auckland 2003, ISBN 978-1-86958-937-0, S. 42.</ref>

1897 hatte der Verband ein Grundstück im Edinburgher Stadtteil Inverleith erworben, womit er als erster der Home Nations über ein eigenes Spielfeld verfügte. Ab 1899 fanden hier alle Heimspiele der Nationalmannschaft statt, letztmals am 24. Januar 1925 gegen Frankreich. Der damalige 25:4-Sieg bildeten den Auftakt zum sehr erfolgreichen Five Nations 1925, dem Auswärtssiege gegen Wales und Irland folgten. Die Entscheidung um den Turniersieg fiel am 21. März gegen England. Vor 70.000 Zuschauern im neu eröffneten Murrayfield Stadium (seither das Heimstadion der Nationalmannschaft) setzten sich die Schotten nach dreimaligem Führungswechsel mit 14:11 gegen Titelverteidiger England durch und sicherten sich nicht nur die sechste Triple Crown, sondern schafften zum ersten Mal überhaupt auch den Grand Slam, das heißt einen Sieg gegen alle anderen Mannschaften inklusive Frankreich.<ref>Paul MacDonald: First Scottish Grand Slam. BBC, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Beim Five Nations 1926 war Schottland die erste Mannschaft der Five Nations, die England im Londoner Twickenham Stadium besiegte.<ref>On this day in 1926: Scotland beat England at Twickenham for first time. The Reading Chronicle, 20. März 2020, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Sowohl 1926 als auch 1927 teilten sich die Schotten den Turniersieg mit Irland. Am 17. Dezember 1927 empfingen sie erstmals die Wallabies aus Australien und bezwangen die durch Europa tourenden Gäste mit 10:8. Etwas mehr als ein Jahr später, beim Five Nations 1929, gab es erneut einen Turniersieg zu feiern. 1932 waren die Springboks nach zwei Jahrzehnten wieder zu Besuch in Schottland und trugen einen 6:3-Sieg davon. Im selben Jahr war Frankreich wegen angeblichem Professionalismus und mangelhafter Verbandsführung aus dem jährlichen Turnier ausgeschlossen worden, weshalb es vorübergehend wieder auf die Home Nations beschränkt war. Dabei entschied Schottland die Turniere der Jahre 1933 und 1938 für sich.<ref name="6nations" />

Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges im September 1939 unterbrach den Rugbybetrieb in Schottland, wie auch in anderen Ländern. Während die internationalen Spiele erneut zum Erliegen kamen, ermutigte die SRU die Vereine, den Sport soweit möglich fortzusetzen. Einige Vereine lösten sich mangels Spielern auf, andere schlossen sich zusammen und spielten weiterhin gegen andere schottische Vereine. Ab und zu kam es zu Begegnungen mit den Rugbyteams der anwesenden alliierten Truppen.<ref name="rfbh" /> 1945 und 1946 nahmen die Schotten an den Victory Internationals teil. Dabei handelte es sich um eine Serie von Spielen gegen Nationalmannschaften und militärische Auswahlteams, die nicht den vollen Status als Test Matches erhielten.<ref name="rfbh" /> Beispielsweise bezwang Schottland im Januar 1946 eine stark besetzte Mannschaft der Streitkräfte Neuseelands mit 11:6.<ref>2nd New Zealand Expeditionary Force rugby team (1945–46). New Zealand Sports Hall of Fame, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

1940er bis 1970er Jahre

Datei:England vs scotland 1959.jpg
England gegen Schottland während den Five Nations 1959

Das jährliche Turnier wurde ab 1947 wieder ausgetragen und hieß mit der Wiederaufnahme Frankreichs erneut Five Nations. In diesem Jahr verlor Schottland alle Spiele und belegte den letzten Platz.<ref name="rfbh" /> Die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg waren für Schottland allgemein wenig erfolgreich. 1947 unterlag man den tourenden Wallabies, 1951 den Springboks und 1954 den All Blacks. Besonders das Spiel gegen die Springboks zeigte die damalige Schwäche der Mannschaft schonungslos auf: Südafrika legte neun Versuche und fügte Schottland eine 0:44-Niederlage zu; nie zuvor hatten die Schotten derart hoch verloren und nach heutiger Zählweise wäre es sogar eine 0:62-Niederlage gewesen.<ref></ref> Von Februar 1951 bis Januar 1955 erlitt Schottland 17 Niederlagen hintereinander und erzielte lediglich 54 Punkte.<ref>Rugby stats & records – Scotland 1950s. ESPN, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Zwischen 1955 und 1963 erzielte Schottland wieder bessere Ergebnisse. Zwar gelang weiterhin kein Sieg über England, man konnte aber in drei Spielen den Engländern ein Unterschied abringen. Die Schotten feierten während dieser Zeit mehrere Siege über Wales, Irland und Frankreich. Jahrzehntelang waren schottische Nationalspieler nur dann durch die Südhemisphäre getourt, wenn sie von den British Lions aufgeboten worden waren. Dies änderte sich 1960, als die SRU eine Tour nach Südafrika vereinbarte. Am 30. April 1960 traten die Schotten in Port Elizabeth gegen die Springboks an und verloren mit 10:18. Zwar leisteten die Schotten damit Pionierarbeit, was die Home Nations betrifft; bis zur nächsten Tour ließen sie sich aber 15 Jahre Zeit und auch danach war die Zahl ihrer Touren vergleichsweise gering.<ref>On this day: A tour that made history. Scottish Rugby Union, 30. April 2020, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Es folgten einige Jahre mit beachtlichen Erfolgen. 1961, 1962, 1963, 1966 und 1967 platzierten sich die Schotten im Five-Nations-Turnier jeweils auf dem zweiten Platz. 1964 gelang ihnen gar der erste Turniersieg seit 1938 (geteilt mit Wales) und sie konnten erstmals seit 1950 den Engländern den Calcutta Cup abnehmen.<ref>Pringle Fisher. The Herald, 29. April 2009, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ebenfalls 1964 rangen die Schotten den tourenden Neuseeländern ein 0:0-Unentschieden ab; es war dies das letzte Test Match überhaupt, in dem kein einziger Punkt erzielt wurde.<ref>John Griffiths: A rare scoreless rugby draw. ESPN, 8. Juli 2014, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im April 1965 bezwang man die tourenden Springboks daheim in Edinburgh mit 8:5 und im Dezember 1966 die Wallabies mit 11:5. Ein 9:3-Sieg über Australien gelang im August 1968 und ein 6:3-Sieg über die Springboks kam im Dezember 1969 hinzu.<ref>South Africa tour 1969/70. ESPN, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. September 2023; abgerufen am 6. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Besuch der Springboks war von heftigen Anti-Apartheid-Protesten begleitet, zu deren Organisatoren der spätere britische Premierminister Gordon Brown gehörte.<ref>Paul Rees: Protests, politics and a bus hijack: the rugby tour that gave Mandela hope. The Guardian, 23. April 2020, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

In den frühen 1970er Jahren führte die SRU mehrere als revolutionär geltende Neuerungen ein. Bisher hatte sie sich dagegen gesträubt, einen Nationaltrainer anzustellen, da sie sich als Hüterin des reinen Amateurismus sah und fürchtete, eine solche Funktion könnte als erster Schritt zur Professionalisierung gedeutet werden. 1971 verpflichtete sie Bill Dickinson als ersten Nationaltrainer, bezeichnete ihn aber offiziell als „Ratgeber des Mannschaftskapitäns“. Dickinson war für Organisation, Motivation und taktische Schulung zuständig, während Verbandsfunktionäre weiterhin die Mannschaftsaufstellung vornahmen.<ref name="bdc">Bill Leith: Obituary: Bill Dickinson. The Independent, 22. April 1994, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Seit der Saison 1865/66 gab es in Schottland zwar eine Rugby-Meisterschaft, die aber vom Verband über ein Jahrhundert lang nicht anerkannt wurde und deshalb lediglich inoffiziellen Status besaß (Wettbewerbsspiele zwischen Vereinen galten in konservativen Rugbykreisen als Vorstufe zum verachteten Profisport). Auf die Saison 1973/74 hin führte die SRU als erster Verband der Home Nations eine offizielle Meisterschaft ein, die bis heute bestehende Scottish Premiership.<ref>Rugby | Sports Heritage Scotland. sportsheritagescotland.co.uk, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 23. Oktober 2019; abgerufen am 23. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Das Five-Nations-Turnier 1972 musste wegen des Nordirlandkonfliktes vorzeitig beendet werden, sodass es keinen Sieger gab. Nach dem Blutsonntag in Derry war die britische Botschaft in Dublin von einem aufgebrachten Mob niedergebrannt worden und zahlreiche Spieler hatten Briefe mit Todesdrohungen erhalten, vermutlich von der IRA. Schottland und Wales weigerten sich, zu den noch bevorstehenden Auswärtsspielen in Irland anzutreten und begründeten dies mit der mangelnden Sicherheit.<ref>Mark Orders: When the Wales rugby team faced 'death threats' in Ireland. walesonline, 19. Februar 2018, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Five Nations 1973 endeten zwischen allen fünf teilnehmenden Mannschaften gleichauf, ein einmaliges Ergebnis in der Geschichte des Turniers. Am 1. März 1975 besiegte Schottland beim Five Nations 1975 Wales mit 12:10, vor 104.000 Zuschauern im Murrayfield Stadium. Die Zuschauermenge war damals ein neuer Weltrekord für ein Rugbyspiel und ist noch immer der Stadionrekord.<ref>Alasdair Reid: Notorious occasion when record crowd packed Murrayfield. The Herald, 13. Februar 2015, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Rugby stats & records – Record attendances. ESPN, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 20. November 2018; abgerufen am 20. November 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Dieser Sieg war Teil einer Serie von neun aufeinanderfolgenden Siegen für die schottische Nationalmannschaft im Murrayfield Mitte der 1970er Jahre; dem gegenüber steht lediglich ein einziger Auswärtssieg in diesem Zeitraum.<ref>Huw Richards: A Game for Hooligans: The History of Rugby Union. Hrsg.: Mainstream Publishing. 2007, ISBN 978-1-84596-255-5 (google.de [abgerufen am 19. März 2023]).</ref>

Ab 1977 war Nairn MacEwan als Nationaltrainer tätig. In seiner dreijährigen Amtszeit verbuchten die Schotten nur einen Sieg.<ref>Richard Bath: The Scotland Rugby Miscellany. Hrsg.: Vision Sports Publishing. 2007, ISBN 978-1-905326-24-2, S. 133.</ref> Dennoch verzeichnete der Rugbysport in Schottland eine deutliche Aufwärtsentwicklung. Die Einführung der Vereinsligen begann allmählich Früchte abzuwerfen; das Niveau des Spiels auf Vereins- und Distriktebene war höher als je zuvor und die Spieler waren es gewohnt, in Spielen, in denen das Ergebnis wirklich wichtig war, Druck zu erfahren. Es mussten weniger Spieler aus englischen Vereinen für die Nationalmannschaft nominiert werden, da die lokalen Vereine erstmals seit dem Ersten Weltkrieg eine ausreichende Anzahl von Spielern hervorbrachten, die für internationale Begegnungen geeignet waren.<ref name="telfer">The age of Telfer. The Scotsman, 28. Januar 2003, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die letzten Jahre der Amateurära

Jim Telfer übernahm 1980 als neuer Nationaltrainer eine Mannschaft mit großem Potenzial.<ref name="jtc">John Eunson: Sporting Scots: How Scotland Brought Sport to the World (And the World Wouldn't Let Us Win). Hrsg.: Black & White Publishing. 2012, ISBN 978-1-84502-414-7 (google.de [abgerufen am 19. März 2023]).</ref> Im März 1982 gewann Schottland zum ersten Mal nach zwanzig Jahren ein Spiel in Wales. Vier Monate später tourte Schottland durch Australien und gewann das erste von zwei Test Matches: es war dies ihr erster Auswärtssieg über eine der drei großen Mannschaften der Südhemisphäre.<ref>Steve Jones: Rothmans Rugby Yearbook 1983–84. 1983, ISBN 978-0-356-09731-2, S. 55.</ref><ref>Rugby stats & records – Scotland 1982. ESPN, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Saison 1983 verlief zunächst enttäuschend, als Schottland die ersten drei Spiele der Five Nations 1983 verlor. Dann folgte zum Abschluss des Turniers der erste Auswärtssieg über England seit 1938. Im November 1983 spielte Schottland gegen die All Blacks und erreichte ein hart umkämpftes 25:25-Unentschieden.<ref>Rugby stats & records – Scotland 1983. ESPN, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Unter Mannschaftskapitän Jim Aitken siegte Schottland in allen vier Spielen des Five Nations 1984 und erzielte den zweiten Grand Slam, den ersten seit 1925.<ref name="jtc" /> Als ausschlaggebend erwies sich die konsequente Auswahl der Spieler; zwölf von ihnen standen in allen vier Begegnungen im Einsatz und unter den insgesamt 20 eingesetzten Spielern waren lediglich zwei, die für Vereine außerhalb Schottlands tätig waren. Telfer trat nach dem großen Erfolg zurück, um sich auf seine berufliche Laufbahn zu konzentrieren. Sein Assistent, der mit ihm nicht verwandte Colin Telfer, folgte ihm als Nationaltrainer.<ref name="telfer" /><ref>David Ferguson: Watch Telfer Talk as Scotland legend insists we CAN claim first Twickenham win in 32 years. Daily Record, 10. März 2015, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Dessen Amtszeit dauerte nur ein Jahr und brachte sechs Niederlagen in Folge. Unter anderem unterlag Schottland den tourenden Wallabies, die Ende 1984 ihrerseits einen Grand Slam schafften (in diesem Falle Siege gegen alle vier Home Nations während derselben Tour). Telfers Platz nahm Derrick Grant ein.<ref>Bill McMurtiel: Can Derrick swing it for Scotland? The Herald, 7. Oktober 1985, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Anfang Januar 1986 führte Grant ein Sichtungsspiel zwischen „Blau“ (Spieler die im Laufe des Jahres wahrscheinlich für die Nationalmannschaft spielen würden) und „Rot“ (Nachwuchsspieler mit potenzieller internationaler Laufbahn) durch, das mit einem überraschenden 41:10-Sieg für „Rot“ endete.<ref>Bill McLaren: My Autobiography. Hrsg.: Bantam. 2005, ISBN 978-0-553-81558-0, S. 309 (google.de [abgerufen am 19. März 2023]).</ref> Das rote Team umfasste Spieler wie Gavin und Scott Hastings, Finlay Calder und David Sole, die alle noch im selben Jahr beim Five Nations 1986 debütieren und in den folgenden Jahren wichtige Rollen in der Nationalmannschaft übernahmen.<ref>Interview: Scott Hastings, Scottish rugby legend. The Scotsman, 4. Februar 2011, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Schottland teilte sich mit Frankreich den Titel der Five Nations 1986, nachdem beide Mannschaften jeweils drei Spiele gewannen. Während des Turniers bezwang Schottland England mit 33:6 im Murrayfield Stadium; es war dies der höchste Sieg Schottlands über England sowie Englands deutlichste Niederlage in mehr als hundert Jahren.<ref>Bill McMurtie: Records tumble as Scots triumph. The Herald, 17. Februar 1986, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Schottland nahm 1987 an der ersten Weltmeisterschaft in Australien und Neuseeland teil. John Rutherford, Dreh- und Angelpunkt der Mannschaft, hatte sich kurz zuvor während eines nicht genehmigten Spiels auf Bermuda eine Knieverletzung zugezogen. Er brach innerhalb der ersten 15 Minuten im ersten Spiel gegen Frankreich zusammen und sollte nie wieder für Schottland antreten. Das erste Spiel endete 20:20 unentschieden. Es folgten deutliche Siege über Simbabwe und Rumänien, was die Qualifikation für das Viertelfinale bedeutete. In diesem blieb Schottland chancenlos und unterlag den Neuseeländern mit 3:30.<ref>Rugby World Cup 1987: Overview. rugbyworldcup.com, 2019, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Datei:Gavin Hastings.jpg
Gavin Hastings spielte eine wichtige Rolle beim Grand Slam 1990 und im Halbfinale der WM 1991

Im Juni 1988 folgte Ian McGeechan auf Grant, der nach dem enttäuschend verlaufenen Five Nations 1988 zurückgetreten war.<ref>Bill McMurtie: Ian is a natural to tackle coaching post. The Herald, 28. Juni 1988, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 1990 gilt als das erfolgreichste Jahr der Schotten in der modernen Ära.<ref>Grand Slam 1990. BBC, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im letzten Spiel des Five Nations 1990 standen sie im Murrayfield Stadium ihrem „alten Rivalen“ England gegenüber. Bis dahin hatten beide Mannschaften alle Spiele des Turniers gewonnen und die Medien betrachteten England als Favoriten, obwohl es die Gastmannschaft war. Entgegen den Erwartungen gewann Schottland mit 13:7 und entschied das Turnier mit dem dritten Grand Slam für sich.<ref>Nick Metcalfe: SIX NATIONS SPECIAL: A trip down rugby's memory lane with England and Scotland. Daily Mail, 20. März 2009, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das Spiel gegen England war das erste, bei dem Flower of Scotland im Murrayfield Stadium als schottische Nationalhymne gespielt wurde.<ref name="anthem">Steffan Rhys: The perfect rugby anthem – Flower of Scotland! Wales Online, 7. Februar 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 13. Februar 2009; abgerufen am 13. Februar 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Juni 1990 unterlagen die Schotten den All Blacks auswärts in Auckland sehr knapp mit 18:21. Fünf Monate später standen sie erstmals den Pumas aus Argentinien gegenüber und besiegten sie mit 49:3.

1991 fanden die Spiele der zweiten Weltmeisterschaft in verschiedenen Stadien der damaligen Five-Nations-Länder statt, wobei die Schotten fast alle ihre Partien im Murrayfield Stadium bestritten. Mit drei Siegen gegen Japan, Simbabwe und Irland beendeten sie ihre Vorrunde auf dem ersten Platz. Anschließend bezwangen sie im Viertelfinale Westsamoa mit 28:6. Nach einer knappen 6:9-Halbfinalniederlage gegen England standen die Schotten im kleinen Finale Neuseeland gegenüber und belegten nach einer 6:13-Niederlage den vierten Platz.<ref>Rugby World Cup 1991: Overview. rugbyworldcup.com, 2019, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="wc1991">Scotland's Rugby World Cup 1991. BBC, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Daraufhin folgte wieder eine kürzere Schwächephase. So errang Schottland im Jahr 1994 keinen einzigen Sieg. Das Team knüpfte 1995 wieder an alte Leistungen an und gewann die ersten drei Spiele der Five Nations 1995. Unter anderem siegte es auswärts 23:21 gegen Frankreich, dank eines Versuchs in der letzten Minute und dessen Erhöhung durch Gavin Hastings; dies war zugleich Schottlands erster Sieg in Paris seit 1969. Das letzte Spiel des Turniers gegen England war wieder entscheidend für den Grand Slam: Diesmal hatte England mit 24:12 das bessere Ende für sich.<ref>Hastings carries Scotland to victory. ESPN, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Gavin Hastings. Sporting Heroes, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bei der Weltmeisterschaft 1995 in Südafrika siegte Schottland zunächst problemlos über die Elfenbeinküste und Tonga. Im dritten Gruppenspiel gegen Frankreich kassierte das Team in der Nachspielzeit einen Versuch und musste mit dem zweiten Gruppenrang vorlieb nehmen. Im Viertelfinale wurde Schottland von Neuseeland mit 30:48 besiegt.<ref>Rugby World Cup 1995: Overview. rugbyworldcup.com, 2019, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>South Africa's triumphant homecoming. ESPN, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Professionalisierung und schwierige Zeiten

Datei:France Ecosse 6-02-2004.jpg
Schottland gegen Frankreich beim Six Nations 2004
Datei:Scotland Romania Lineout.jpg
Gasse beim Spiel Schottland gegen Rumänien (November 2006)
Datei:Six Nations 2009 - Scotland vs Ireland 9.jpg
Schottland gegen Irland beim Six Nations 2009

Das International Rugby Football Board (IRFB; heute World Rugby) hob im August 1995 sämtliche Beschränkungen bezüglich Bezahlung der Spieler auf und läutete so die professionelle Ära von Rugby Union ein. Die SRU schuf daraufhin vier professionelle Auswahlteams auf regionaler Basis, die in den neu eingeführten europäischen Pokalwettbewerben konkurrenzfähig sein sollten. Finanzielle Probleme führten 1998 zu einer Reduzierung auf drei und 2007 auf zwei Teams (Glasgow Warriors und Edinburgh Rugby). Diesen gehören die meisten schottischen Nationalspieler an.<ref>James Maclean: Can Scottish Rugby afford a new pro team? Scotland Rugby News, 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 13. April 2021; abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Dezember 1996 spielte Schottland erstmals gegen Italien und man gewann daheim mit 29:22, die erste Niederlage gegen die Italiener folgte im Januar 1998 auswärts in Treviso. Nachdem die Five-Nations-Turniere 1997 und 1998 mit nur je einem Sieg über Irland enttäuschend verlaufen waren, entschied Schottland das Five Nations 1999 in überzeugender Manier für sich; nur gegen England resultierte eine knappe Niederlage. Dies war zugleich die letzte Austragung im alten Format, denn im darauf folgenden Jahr wurde das Turnier mit der Aufnahme Italiens zu den heutigen Six Nations erweitert.<ref>Wales snatch glory from England. BBC, 11. April 1999, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die Weltmeisterschaft 1999 fand erneut in den Five-Nations-Ländern statt und wieder besaß Schottland Heimvorteil im Murrayfield Stadium. Nach der Startniederlage gegen Südafrika folgten Siege über Uruguay und Spanien. Als Gruppenzweite mussten die Schotten daraufhin die Hoffnungsrunde bestreiten, in der sie sich mit 35:20 gegen Samoa durchsetzten. Wie schon vier Jahre zuvor scheiterten sie im Viertelfinale an den Neuseeländern, denen sie 18:30 unterlagen.<ref>Rugby World Cup 1999: Overview. rugbyworldcup.com, 2019, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>All Blacks end it for gutsy Scots. BBC, 24. Oktober 1999, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Beim Six Nations 2000, der Erstaustragung des erweiterten jährlichen Turniers, konnten die Titelverteidiger nicht überzeugen. Sie verloren die ersten vier Spiele, einschließlich des Eröffnungsspieles gegen die erstmals teilnehmenden Italiener. Andererseits verhinderten sie im letzten Spiel den sicher geglaubten Grand Slam der Engländer.<ref>Brave Scots defeat England. BBC, 2. April 2000, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Rahmen der End-of-year Internationals 2002 gelang ein überraschend deutlicher 21:6-Heimsieg über Südafrika.<ref>Robert Kitson: England earn credit but Springboks only contempt. The Guardian, 25. November 2002, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Der Australier Matt Williams wurde 2003 als erster ausländischer Nationaltrainer Schottlands verpflichtet. Allerdings war seine Amtszeit umstritten und wird als erfolglos angesehen. Sie blieb vor allem durch eine Serie schwacher Leistungen und Wortgefechte mit den Spielern in Erinnerung.<ref name="mwb">Gregor Paul: Top 10 of Everything Rugby. Hrsg.: Exisle Publishing. Neuseeland 2012, ISBN 978-1-927147-52-8, S. 185 (google.de [abgerufen am 19. März 2023]).</ref><ref name="row">Scotland players say sack Matt Williams now. Edinburgh Evening News, 20. April 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. April 2016; abgerufen am 12. April 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Während der Weltmeisterschaft 2003 in Australien belegte Schottland nach Siegen über Japan, die USA und Fidschi den zweiten Gruppenplatz hinter Frankreich. Gastgeber Australien bedeutete im Viertelfinale Endstation.<ref>Rugby World Cup 2003: Overview. rugbyworldcup.com, 2019, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2004 versuchte Williams eine umstrittene Regel einzuführen, nach der nur in den heimischen Ligen tätige Spieler für die Nationalmannschaft spielen durften.<ref>Scotland tread dangerous path to 2007. The Sunday Times, 4. April 2004, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Währenddessen arbeitete der neue SRU-Vorsitzende Phil Anderton daran, den finanziell angeschlagenen Verband zurück zur Zahlungsfähigkeit zu bringen. Er leitete Reformen ein, die den drohenden Niedergang des Rugby in Schottland verhindern sollten, wurde aber im Januar 2005 nach verbandsinternen Streitigkeiten entlassen.<ref>Alasdair Reid: Anderton adds to SRU turmoil. The Daily Telegraph, 13. Januar 2005, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bis April 2005 gewann Schottland nur drei von 17 Spielen unter Williams.<ref name="mwb" /> Nach einer Überprüfung durch die SRU und öffentlicher Kritik seitens mehrerer Spieler<ref name="row" /> folgte im April 2005 Williams’ Entlassung.<ref>Williams sacked as Scotland coach. BBC, 25. April 2005, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Frank Hadden wurde als Interimstrainer für die Mid-year Internationals 2005 gegen die Barbarians und Rumänien ernannt<ref>Hadden to lead Scots over summer. BBC, 29. April 2005, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und gewann beide Spiele. Daraufhin folgte im September 2005 die offizielle Ernennung zum Nationaltrainer.<ref>Scotland appoint Hadden as coach. BBC, 15. September 2005, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im ersten Spiel von Six Nations 2006 wurde Frankreich mit 20:16 bezwungen, gleichbedeutend mit dem ersten Sieg seit 1999 über diese Mannschaft.<ref>Mike Averis: Lamont launches Scotland into orbit as favourites fall flat at the first. The Guardian, 6. Februar 2006, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Schottland besiegte daraufhin England und holte sich den Calcutta Cup zurück,<ref>Scotland 18–12 England. BBC, 25. Februar 2006, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> mussten diesen aber ein Jahr später wieder abgeben.<ref>Phil Harlow: England 42–20 Scotland. BBC, 3. Februar 2007, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Februar 2006 war Schottland die erste Six-Nations-Mannschaft, die zuhause gegen Italien verlor. Bei der Weltmeisterschaft 2007 in Frankreich gelang den Schotten mit Siegen über Portugal, Rumänien und Italien sowie einer Niederlage gegen Neuseeland die Qualifikation für das Viertelfinale. In diesem scheiterten sie mit 13:19 an Argentinien.<ref>Clive Lindsay: Rugby World Cup 2007: Overview. rugbyworldcup.com, 2019, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Schottland startete mit einer 6:27-Niederlage gegen Frankreich ins Six Nations 2008. Als die Mannschaft daraufhin auch gegen Irland und Wales verlor, nahm der Druck auf Hadden zu.<ref>There’s no Robinson pressure, insists Hadden. Wales Online, 18. Februar 2008, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zwar holten die Schotten mit einem 15:9-Sieg über England den Calcutta Cup zurück, unterlagen aber daraufhin Italien mit 20:23 und belegten den vorletzten Platz. Den „Wooden spoon“ verhinderten sie nur aufgrund der besseren Punktedifferenz.<ref>Nabil Hassan: Italy 23–20 Scotland. BBC, 15. März 2008, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ebenso enttäuschend verlief das Six Nations 2009 (lediglich ein Sieg über Italien), worauf Hadden im April 2009 zurücktrat.<ref>Scotland coach Frank Hadden resigns. Daily Mirror, 3. April 2009, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Drei Monate später trat der frühere englische Nationaltrainer Andy Robinson dessen Nachfolge an.<ref>Scots name Robinson as head coach. BBC, 4. Juni 2009, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bei den End-of-year Internationals 2009 gelang den Schotten zuhause ein denkwürdiger 9:8-Sieg über Australien, der erste Erfolg über die Wallabies nach 27 Jahren.<ref>James Standley: Scotland 9–8 Australia. BBC, 21. November 2009, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Aufwärtstendenz

Datei:Ecosse-France 2010.JPG
Gedränge beim Spiel Schottland gegen Frankreich beim Six Nations 2010
Datei:2012-03-17 ITA - SCO Lineout.jpg
Gasse beim Spiel Schottland gegen Italien beim Six Nations 2012
Datei:Italia vs scotland Six Nations 2016.jpg
Schottland gegen Italien beim Six Nations 2016

Beim Six Nations 2010 resultierte ein Unentschieden gegen England und ein Sieg im letzten Spiel gegen Irland im Dubliner Croke Park. Durch einen Straftritt von Dan Parks in der letzten Minute gewannen die Schotten mit 23:20, wodurch sie den „Wooden spoon“ vermieden und die Iren die Triple Crown verpassten.<ref>Richard Petrie: Ireland 20–23 Scotland. BBC, 20. März 2010, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Juni gewannen die Schotten beide Test Matches in Argentinien und setzten sich somit erstmals in einer Serie gegen die Pumas durch.<ref>Andy Campbell: Argentina 9–13 Scotland. BBC, 19. Juni 2010, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im November 2010 folgte ein weiterer Heimsieg über Südafrika.<ref>Boks' Grand Slam hopes end. Sport24, 20. November 2010, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Beim Six Nations 2011 schaffte Schottland lediglich einen Sieg über Italien und entging erneut knapp dem letzten Tabellenrang. Ebenfalls wenig überzeugend präsentierte sich die Mannschaft bei der Weltmeisterschaft 2011 in Neuseeland und hatte erhebliche Mühe, sich gegen Rumänien und Georgien durchzusetzen. Als die Schotten daraufhin Argentinien mit 12:13 unterlagen, mussten sie im letzten Gruppenspiel unbedingt England bezwingen, um sich für das Viertelfinale zu qualifizieren. Nach einer Stunde führten sie scheinbar komfortabel mit 12:3, gaben das Spiel aber noch aus der Hand und verloren mit 12:16.<ref>Rugby World Cup 2011: Overview. rugbyworldcup.com, 2019, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zum ersten Mal schied Schottland somit bereits in der Gruppenphase einer Weltmeisterschaft aus.<ref>Robinson determined to lead Scotland fightback after early World Cup exit. Daily Mail, 2. Oktober 2011, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Beim Six Nations 2012 landete Schottland trotz vielversprechender Momente mit fünf Niederlagen am Tabellenende<ref>Stuart McAllister: Scotland pick up Six Nations wooden spoon after losing to Italy. The Guardian, 17. März 2012, abgerufen am 5. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und rutschte auf den zwölften Platz der Weltrangliste ab, der schlechtesten Platzierung bisher.<ref>Alasdair Reid: Scotland stick with Andy Robinson. The Daily Telegraph, 29. März 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 14. Oktober 2018; abgerufen am 14. Oktober 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Angesichts dieser Umstände überraschend kam im Juni 2012 der 9:6-Auswärtssieg über Australien. Dies war seit 1982 der erste Sieg dort und das erste Mal seit 30 Jahren, dass Schottland die Wallabies zweimal in Folge bezwingen konnte.<ref>Colin Moffat: Australia 6–9 Scotland. BBC, 5. Juni 2012, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach einer Niederlage gegen Tonga trat Andy Robinson im November 2012 zurück, auf ihn folgte Scott Johnson als Interimstrainer.<ref>Andy Robinson quits as Scotland's rugby coach. BBC, 25. November 2012, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Alasdair Reid: Scotland appoint Scott Johnson as interim head coach for 6 Nations and South Africa tour. The Daily Telegraph, 20. Dezember 2012, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der dritte Platz beim Six Nations 2013 war Schottlands beste Leistung seit 2006. Im Mai 2013 stellte die SRU Johnson als ersten Director of Rugby an und beauftragte ihn mit der Aufsicht über den gesamten schottischen Rugbysport.<ref>Phil Goodlad: Interim head coach Scott Johnson named director of rugby. BBC, 3. Mai 2013, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zwar war bereits seit Mai 2013 bekannt, dass Vern Cotter neuer Nationaltrainer werden würde, doch die SRU musste bis 2014 warten, bis er von seinem Vertrag bei einem französischen Verein entbunden wurde.<ref>Cotter confirmed as new Scotland coach. ESPN, 16. Mai 2013, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Das Six Nations 2014 verlief enttäuschend, nachdem Schottland lediglich einen Sieg in Italien erzielte und Wales mit 3:51 unterlag.<ref>Finlay Morrison: More Six Nations despair for Scotland but new era under Vern Cotter looms. STV Sport, 17. März 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 3. März 2016; abgerufen am 3. März 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Cotter trat schließlich sein Amt an und bei den Mid-year Internationals 2014 gelangen den Schotten drei Siege über die besten Nationalmannschaften Amerikas, ehe man Südafrika mit 6:55 unterlag.<ref>South Africa 55–6 Scotland. BBC, 28. Juni 2014, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Partie gegen Tonga am 22. November 2014 im Rugby Park in Kilmarnock war das erste Länderspiel weltweit auf Kunstrasen.<ref>Andy Burke: Scotland 37-12 Tonga. BBC, 22. November 2014, abgerufen am 5. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Trotz des Optimismus unter Spielern und Fans verloren die Schotten beim Six Nations 2015 gegen alle anderen Teams.<ref>Mike Blair: Six Nations: Scotland must adapt after whitewash. BBC, 23. März 2015, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bei der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft 2015 in England zeigten sie bessere Leistungen und gingen einigermaßen zuversichtlich ins Turnier. In der Vorrunde siegten sie über Japan, die USA und Samoa; hinzu kam eine Niederlage gegen Südafrika. Im Viertelfinale trafen die Schotten auf Australien und lagen bis 30 Sekunden vor dem Schlusspfiff mit 34:32 in Führung, ehe Schiedsrichter Craig Joubert den Australiern einen umstrittenen Straftritt zuerkannte, den Bernard Foley zum knappen 34:35-Endstand verwertete.<ref>Rugby World Cup 2015: Overview. rugbyworldcup.com, 2019, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Rugby World Cup 2015: 'Craig Joubert wrong to award penalty'. BBC, 19. Oktober 2015, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Beim Six Nations 2016 verlor Schottland die ersten beiden Spiele. Die längste Niederlagenserie seit den 1950er Jahren im jährlichen Turnier erstreckte sich somit auf neun Spiele und konnte schließlich mit einem Auswärtssieg in Italien beendet werden.<ref>Tom English: Six Nations 2016: Italy 20–36 Scotland. BBC, 27. Februar 2016, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Anschließend folgte ein Heimsieg gegen die Franzosen; Schottlands erster Erfolg über Frankreich seit 2006 beendete auch eine zehn Spiele andauernde Niederlagenserie gegen diese Mannschaft.<ref>Scotland 29–18 France. Six Nations Guide, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ende des Jahres feierten die Schotten den dritten aufeinanderfolgenden Sieg über Argentinien.<ref>Scotland vs Argentina – Report – Friendly 2016 – 19 Nov, 2016 – ESPN. ESPN, 19. November 2016, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Beim Six Nations 2017 zeigte Schottland deutlich bessere Leistungen und errang drei Heimsiege. Dem gegenüber stand eine 21:61-Rekordniederlage gegen England.<ref name="gubbed17">Tom Fordyce: Six Nations 2017: England 61–21 Scotland. BBC, 11. März 2017, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Cotter trat vereinbarungsgemäß zurück und wurde im Juni 2017 durch Gregor Townsend ersetzt, wobei dieser Wechsel bereits zehn Monate früher festgestanden hatte.<ref>Gregor Townsend to succeed Vern Cotter as Scotland coach in 2017. The Guardian, 17. August 2016, abgerufen am 5. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im weiteren Verlauf des Jahres gelangen je ein Auswärts- und Heimsieg über Australien. Denkwürdig war vor allem das Heimspiel am 25. November, das die Schotten mit 53:24 gewannen; der höchste Sieg über die Wallabies überhaupt.<ref>Tom English: Autumn international: Scotland 53-24 Australia. BBC, 25. November 2017, abgerufen am 5. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Eine Woche zuvor waren die Schotten sehr knapp den Neuseeländern unterlegen und hätten beinahe ihren ersten Sieg gegen diese Mannschaft feiern können.<ref>Michael Aylwin: Stuart Hogg and Scotland denied at the last as New Zealand hold on. The Guardian, 18. November 2017, abgerufen am 5. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die Schotten bezwangen beim Six Nations 2018 zuhause England mit 25:13 und durften erstmals seit 2008 den Calcutta Cup in Empfang nehmen.<ref>Rampant Scots bring auld rivals crashing down to earth to claim Calcutta Cup. The Daily Telegraph, 24. Februar 2018, abgerufen am 5. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Rahmen dieses Turniers spielten Schottland und Frankreich erstmals um die Auld-Alliance-Trophäe, die in Erinnerung an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Rugby-Nationalspieler beider Länder gestiftet worden war.<ref>Auld Alliance Trophy unveiled. Scottish Rugby Union, 2. Februar 2018, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im letzten Spiel der Six Nations 2019 gelang den Schotten auswärts in Twickenham die Verteidigung des Calcutta Cup; sie rangen den Engländern ein 38:38-Unentschieden ab, nachdem sie zur Pause noch scheinbar aussichtslos mit 7:31 zurücklagen.<ref>Mike Henson: England and Scotland draw astonishing Test 38-38 in Six Nations. BBC, 16. März 2019, abgerufen am 5. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Enttäuschend verlief die Weltmeisterschaft 2019 in Japan. Zwar wurden in der Vorrunde Samoa und Russland jeweils ohne Gegenpunkte bezwungen, doch Niederlagen gegen Irland und den Gastgeber führten zum vorzeitigen Ausscheiden.<ref>Richard Bath: Rugby World Cup 2019: Scotland accuse All Blacks of 'undue influence' in cancellation decision. Stuff, 13. Oktober 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. Dezember 2019; abgerufen am 7. Dezember 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Wegen der Auswirkungen des Taifuns Hagibis war eine Zeitlang nicht klar, ob die Partie gegen Japan überhaupt stattfinden würde. Für Empörung sorgten Aussagen des CEO der Scottish Rugby Union, dass er rechtliche Schritte einleiten werde, sollte das Spiel abgesagt werden. World Rugby sprach daraufhin eine Geldstrafe von 70.000 Pfund gegen den Verband aus, da die Begegnung in Misskredit gebracht worden sei.<ref>Scottish Rugby Union fined £70,000 by World Rugby over Typhoon Hagibis comments. Sky Sports, 7. November 2019, abgerufen am 5. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Beim Six Nations 2020 mussten die Schotten nach einer Heimniederlage den Calcutta Cup wieder den Engländern übergeben, worauf ihnen Heimsiege gegen die Franzosen und Waliser gelangen. Schottland holte sich mit dem insgesamt fünften Sieg in Twickenham beim Six Nations 2021 den Calcutta Cup zurück und legte mit einem Auswärtssieg gegen Frankreich noch einen drauf; letztmalig gelang ihnen dies 1926. Während den End-of-year Internationals 2021 gelangen ihnen Siege gegen Australien und Japan, sie unterlagen jedoch Südafrika. Während der Mid-year Internationals 2022 verlor Schottland seine Auswärtsserie gegen Argentinien mit 1:2.<ref>Argentina 34–31 Scotland: Tourists undone as Pumas fight back for series win. BBC, 16. Juli 2022, abgerufen am 26. September 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Sowohl bei den Six Nations 2022 als auch bei den Six Nations 2023 besiegten die Schotten die Engländer. Bei den End-of-year Internationals 2022 gewannen sie gegen Fidschi und Argentinien, unterlagen aber Australien und Neuseeland. Bei der Weltmeisterschaft 2023 in Frankreich kam Schottland trotz deutlicher Siege gegen Tonga (45:17) und Rumänien (84:0) aufgrund von Niederlagen gegen die Favoriten Südafrika (3:18) und Irland (14:36) nicht über die Vorrunde hinaus.<ref>Scotland: Rugby World Cup 2023 review. rugbyworldcup.com, 9. Oktober 2023, abgerufen am 11. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Beim Six Nations 2024 gelang den Schotten der vierte aufeinanderfolgende Sieg über die Engländer.<ref>Bryn Palmer: How Scotland have cast Calcutta Cup inferiority complex to the winds. The Guardian, 23. Februar 2024, abgerufen am 18. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zwei Jahre später hatte Schottland bis zum letzten Spieltag die Chance, erstmals seit deren Gründung die Six Nations zu gewinnen, unterlag jedoch Irland.<ref>Alastair Telfer: A finale worthy of the greatest Six Nations in history. BBC, 15. März 2026, abgerufen am 16. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Trikot, Symbol und Hymne

Datei:Cirsium vulgare 6214.jpg
Die Distel, das Symbol Schottlands und der schottischen Nationalmannschaft

Die Distel ist die Nationalpflanze Schottlands und das Symbol der schottischen Nationalmannschaft. Einer Legende zufolge spielte die „beschützende Distel“ eine entscheidende Rolle bei der Verteidigung Schottlands gegen nächtlich angreifende Wikinger, als einer von ihnen barfuß auf eine Distel trat und sein Schmerzensschrei die schottischen Verteidiger warnte. Die lateinische Losung Nemo me impune lacessit (dt.: „Niemand reizt mich ungestraft“) war der Wahlspruch der schottischen Monarchen und er ist dies immer noch des Distelordens und der Scots Guards.<ref>The Scottish Thistle – Beautifully Bold! Scottish at Heart, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Das Lied Flower of Scotland dient als inoffizielle Hymne Schottlands. Es wurde 1967 von Roy Williamson, einem Gründungsmitglied der Band The Corries, komponiert und 1990 von der SRU als Ersatz für God Save the Queen angenommen. Im ersten Jahr mit Flower of Scotland als Hymne traf Schottland im entscheidenden Spiel der Five Nations 1990 auf England. Diese Kombination sorgte für eine explosive Stimmung und Schottland bezwang England mit 13:7, wodurch man sowohl das Turnier gewann als auch den Grand Slam schaffte. Bei Heimspielen im Murrayfield Stadium wird das Abspielen von Flower of Scotland für gewöhnlich von Dudelsäcken begleitet, wodurch eine eigene Atmosphäre geschaffen wird.<ref name="anthem" />

Schottland spielt traditionell in dunkelblauen Trikots, mit weißen Hosen und blauen Socken, nach den Farben der Flagge Schottlands. Wenn Schottland die Heimmannschaft ist und die Gastmannschaft für gewöhnlich in dunkleren Farben spielt – wie beispielsweise Argentinien, Frankreich und Italien – bestreitet Schottland das Spiel im Auswärtstrikot. Dieses besteht traditionell aus einem weißen Trikot mit dunkelblauen Hosen und Socken. Für eine kurze Zeit, als Cotton Oxford der Trikotsponsor war, ersetzte man das weiße Trikot durch ein helleres Orange mit blauen Ringen um die Ärmel. Dieses Trikot wurde am 14. November 1998 erstmals gegen die New Zealand Māori getragen.<ref>Rugby fans' anger over Scotland's red and yellow kit. The Scotsman, 15. Juni 2006, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Dieses alternative Trikot wich bereits zwei Jahre später dem traditionellen Weiß. In diesen zwei Jahren wurde dem traditionellen blauen Trikot außerdem lila hinzugefügt. Dies war eine bedeutende Abweichung von den traditionellen Farben Blau und Weiß, obwohl Lila von der Distelblume entlehnt war.

Im September 1993 stellte die SRU die Marke The Famous Grouse der Whiskybrennerei Glenturret als Sponsor vor, und erstmals wurde dem Trikot neben dem Namen des Ausrüsters der Name eines Sponsors hinzugefügt.<ref>Cap that for a benefit after new sponsorship package. The Herald, 1. September 1993, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach Abschluss eines neuen Vertrages 1997 erschien das Logo von The Famous Grouse auf dem schottischen Trikot.<ref>All Blacks wrap up sale of the century. Sponsors' massive #30m shirt deal puts all the others in the shade. The Herald, 21. Oktober 1997, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bei Test Matches in Frankreich musste das Logo wegen des Évin-Gesetzes, das dort jegliche Werbung für Alkohol verbietet (einschließlich bei Sportereignissen), durch die Initialen TFG ersetzt werden.<ref>Firm have grouse about French. BBC, 18. Januar 2001, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Mai 2007 beendete Glenturret nach 17 Jahren das Sponsoring.<ref>Rob Robertson: Famous Grouse ends sponsor deal with Scots rugby team. The Herald, 4. Mai 2007, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Danach blieb The Famous Grouse weiterhin mit der SRU verbunden und war von 2013 bis 2016 die „offizielle Spirituose des schottischen Rugby“. Diese Übereinkunft war vermutlich ein Zehntel der ursprünglichen Kosten wert und verbot der SRU, Verträge mit einem anderen Whiskyhersteller abzuschließen.<ref>The Famous Grouse to sponsor Scottish Rugby again. SportsPro, 17. Januar 2013, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im September 2007 gab die SRU bekannt, dass nach der Unterzeichnung eines Vertrages im Wert von 2,7 Millionen Pfund die Firma des damaligen Glasgow-Rangers-Vorsitzenden David E. Murray für drei Jahre der neue Trikotsponsor sein wird.<ref>David Ferguson: Rangers owner says rugby is in his heart as he puts £2.7m into the SRU. The Scotsman, 4. September 2007, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im August 2011 übernahm die Royal Bank of Scotland die Funktion als Hauptsponsor des schottischen Rugby, nachdem Murrays Unternehmen beschlossen hatte, das Sponsoring zu beenden. BT wurde im Rahmen des 2014 unterzeichneten Vertrags über 20 Millionen Pfund der primäre Trikotsponsor.<ref>BT completes Scottish Rugby portfolio as Scotland's front of shirt sponsor. Scottish Rugby Union, 1. April 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 13. November 2018; abgerufen am 13. November 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Trikotausrüster und -sponsoren

Datei:England-Scotland-3-2-07-CC-4.jpg
Die schottische Nationalmannschaft während der Nationalhymne in den traditionellen dunkelblauen Trikots, 2007

Seit den 1990er Jahren traten die folgenden Trikotausrüster und -sponsoren in Erscheinung:

Zeitraum Ausrüster Sponsor
1991–1994 Umbro
1994–1998 Pringle The Famous Grouse
1998–2000 Cotton Oxford
2000–2008 Canterbury
2008–2011 Murray
2011–2013 RBS
2013–2015 Macron
2015–21 BT
2021–23 Peter Vardy Group
seit 2024 Arnold Clark Automobiles

Heimstadion

Datei:Murrayfield Stadium 2005-05-13.jpg
Das Murrayfield Stadium in Edinburgh
Datei:Memorial Arche Murrayfield Stadium ZOOM Remembrance Eric Milroy and marcel Burgun - Auld Alliance Trophy.jpg
Denkmal zur Erinnerung an Rugbyspieler, die in den beiden Weltkriegen starben

Das erste Länderspiel zwischen zwei Rugby-Nationalmannschaften fand im Raeburn Place in Edinburgh statt. Von 1871 bis 1925 bestritt die schottische Mannschaft ihre Heimspiele dort und in mehreren anderen Stadien, bevor sie das Murrayfield Stadium bezog. Die damalige Scottish Football Union war zunächst gezwungen, verschiedene Cricketfelder für die Nationalmannschaft zu mieten, weshalb sie ein eigenes Stadion plante. Ihre Suche dauerte sieben Jahre, denn keine Gemeinde war bereit, die Mannschaft zu beherbergen – mit dem Vorwand, dass die Fans an Spieltagen wie wilde Horden auftauchen würden. 1897 erwarb der Verband schließlich ein Grundstück in Inverleith im Wert von 3.800 Pfund und Schottland war damit die erste der vier Home Nations, die über ein eigenes Spielfeld verfügte.<ref name="raeburn-stadium">From Raeburn Place to Murrayfield: a Past with a Future. (PDF; 515 kB) Scottish Rugby Union, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 24. September 2015; abgerufen am 24. September 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das erste Spiel fand am 18. Februar 1899 gegen Irland statt. Inverleith beherbergte bis zum 25. Januar 1925 die schottischen Heimspiele.

Die SRU hatte im Jahr 1920 ein Grundstück vom Edinburgh Polo Club erworben und daraufhin mit der Errichtung des ersten Murrayfield Stadium begonnen, das am 21. März 1925 eingeweiht wurde. Das erste Spiel dort war Schottland gegen England vor etwa 70.000 Zuschauern, das die Schotten gewannen und ihnen gleichzeitig den ersten Grand Slam bescherte.<ref name="raeburn-stadium" /> Während des Zweiten Weltkrieges nutzte die Royal Air Force das Murrayfield Stadium als Lager. Der Verband wich dann zwei Jahre lang nach Inverleith aus, bis die Royal Air Force das Stadion 1944 zurückgab. 1975 konnte es bis zu 104.000 Zuschauer beherbergen; aus Sicherheitsgründen musste die Kapazität jedoch reduziert werden. Ein Feldheizsystem wurde Anfang der 1990er Jahre installiert und während der Weltmeisterschaft 1991 eingesetzt. Es erleichtert Spiele in den Wintermonaten. Auf der Südostseite des Stadions, in der Nähe der Eisenbahnbrücke, wurde ein Denkmal zur Erinnerung an die schottische Rugbyspieler errichtet, die während des Zweiten Burenkrieges und den beiden Weltkriegen starben.<ref>The Scottish War Memorials. warmemscot.s4.bizhat.com, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. Dezember 2019; abgerufen am 6. Dezember 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Seit 2004 werden Länderspiele gegen so genannte „kleine“ Nationalmannschaften sporadisch auch in Aberdeen, Glasgow, Kilmarnock und Perth ausgetragen.

Test Matches

Datei:Scotland IRB World Rankings.png
Schottland auf der Weltrangliste von World Rugby seit dem 10. Oktober 2003

Schottland hat 341 seiner bisher 771 Test Matches gewonnen, was einer Gewinnquote von 44,23 % entspricht. Schottlands Statistik der Test Matches gegen alle Nationen, alphabetisch geordnet, ist wie folgt (Stand: 16. März 2026):<ref>International Rugby Union Statistics – Scotland. ESPN, abgerufen am 16. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Land Spiele Gewonnen Unent-
schieden
Verloren % Siege
ArgentinienDatei:Flag of Argentina.svg Argentinien 23 11 0 12 47,83
AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Australien 35 13 0 22 37,14
ChileDatei:Flag of Chile.svg Chile 1 1 0 0 100,00
ElfenbeinküsteDatei:Flag of Côte d'Ivoire.svg Elfenbeinküste 1 1 0 0 100,00
EnglandDatei:Flag of England.svg England 144 48 19 77 33,33
FidschiDatei:Flag of Fiji.svg Fidschi 12 9 0 3 75,00
FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich 105 41 3 61 39,05
GeorgienDatei:Flag of Georgia.svg Georgien 6 6 0 0 100,00
IrlandIrland Irland 144 65 6 73 45,14
ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien 39 29 0 10 74,36
KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Kanada 6 5 0 1 83,33
JapanDatei:Flag of Japan.svg Japan 9 8 0 1 88,89
NeuseelandDatei:Flag of New Zealand.svg Neuseeland 33 0 2 31 0,00
Vorlage:PIrugby 1 1 0 0 100,00
PortugalDatei:Flag of Portugal.svg Portugal 2 2 0 0 100,00
RumänienDatei:Flag of Romania.svg Rumänien 14 12 0 2 85,71
RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland 1 1 0 0 100,00
SamoaDatei:Flag of Samoa.svg Samoa 13 11 1 1 84,62
SimbabweDatei:Flag of Zimbabwe.svg Simbabwe 2 2 0 0 100,00
SpanienDatei:Flag of Spain.svg Spanien 1 1 0 0 100,00
SudafrikaDatei:Flag of South Africa.svg Südafrika 30 5 0 25 16,67
TongaDatei:Flag of Tonga.svg Tonga 7 6 0 1 85,71
UruguayDatei:Flag of Uruguay.svg Uruguay 2 2 0 0 100,00
Wales Wales 132 54 3 75 40,91
Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 8 7 0 1 87,50
Gesamt 771 341 34 396 44,23

Nicht inbegriffen sind Spiele gegen diverse Auswahlmannschaften im Rahmen der Überseetouren der Amateur-Ära sowie die von der Scottish Rugby Union (SRU) nicht offiziell anerkannten Begegnungen mit Nichtmitgliedern, denen lange Zeit nicht der volle Status als Test Matches zugestanden wurde – auch rückwirkend nicht. Die Spiele im Rahmen der Victory Internationals gelten nicht als Test Matches, ebenso wenig Begegnungen mit den Barbarians.

Rivalitäten mit anderen Nationalmannschaften

Datei:Calcutta Cup, England vs Scotland.jpg
Der Calcutta Cup ist eine der ältesten Trophäen im internationalen Rugby und wird seit 1879 zwischen Schottland und England ausgespielt

Insbesondere mit den Nationalmannschaften der benachbarten britischen Home Nations pflegen die Schotten eine große Rivalität, wobei das Duell mit England besonders hervorzuheben ist. Das erste Test Match überhaupt fand 1871 gegen England statt und seit 1879 spielen beide Mannschaften um den Calcutta Cup, der ältesten Trophäe im internationalen Sport. Von den 144 bisherigen Begegnungen gewann England 77 und Schottland 48, hinzu kommen 19 Unentschieden. Bei Weltmeisterschaften trafen die Mannschaften bisher zweimal aufeinander (1991 und 2011), wobei England beide Spiele für sich entschied. Erwähnenswert ist auch das Test Match um den Calcutta Cup 1938. Es war das erste im Fernsehen übertragene Rugbyspiel überhaupt und wurde von der BBC ausgestrahlt.<ref>TELEVISION – Monday, March 14 to Saturday, March 19. (PDF; 36 MB) RadioTimes, 11. März 1938, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Neben England ist auch Irland ein großer Rivale.<ref>Tom English: Six Nations 2019: Scotland v Ireland – Five reasons behind the 'narkiness' between two nations. BBC, 7. Februar 2019, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Diese Rivalität zwischen den beiden “keltischen Nationen” ist geprägt durch viele besondere Vorfälle im Lauf der Jahrzehnte; zusätzlich gewinnt die Rivalität eine besondere Note durch die wechselseitige Einwanderung, die im 19. und auch im 20. Jahrhundert stattfand. Von den 144 bisherigen Begegnungen gewann Irland 73 und Schottland 65, zuzüglich 6 Unentschieden. Bei Weltmeisterschaften trafen die Mannschaften bisher dreimal aufeinander (Gruppenspiele 1991, 2019 und 2023), wobei Schottland 1991 gewann und Irland 2019 sowie 2023.

Wie die anderen etablierten Rugbynationen der nördlichen Hemisphäre pflegt auch Schottland eine gewisse Rivalität mit den „großen“ Nationalmannschaften der südlichen Hemisphäre. So traf Schottland bisher fünfmal bei Weltmeisterschaften auf die All Blacks, verlor jedoch alle Spiele (Viertelfinale 1987, Spiel um Platz drei 1991, Viertelfinale 1995, Viertelfinale 1999 und Gruppenspiel 2007). Gegen die Springboks ist die Bilanz bei Weltmeisterschaften ebenfalls negativ: Alle drei bisherigen Gruppenspiele gingen verloren (1999, 2015 und 2023). Gegen die Wallabies erzielte Schottland eine ähnliche Bilanz: Sowohl das Viertelfinale 2003 als auch das Viertelfinale 2015 gingen verloren.

Erfolge

Weltmeisterschaften

Datei:Rugby World Cup 2007 - Scotland v Romania 177.jpg
Schottische Rugby-Anhänger während des Spieles gegen Rumänien bei der Weltmeisterschaft 2007 im Murrayfield Stadium in Edinburgh

Schottland hat bisher an jeder Weltmeisterschaft teilgenommen und erreichte bisher einmal den vierten Platz (1991), das bisher beste Ergebnis für die Schotten, nachdem man das Halbfinale gegen England und das Spiel um Platz 3 gegen Neuseeland verlor. Außerdem erreichte Schottland bisher sechsmal das Viertelfinale, verlor aber jeweils gegen Neuseeland (1987, 1995, 1999) und Australien (2003 und 2015) sowie Argentinien (2007). Bei drei weiteren Weltmeisterschaftsteilnahmen (2011, 2019 und 2023) kam Schottland nach jeweils zwei gewonnenen und zwei verlorenen Spielen nicht über die Gruppenphase hinaus.

Jahr Resultat Spiele Siege Unent. Ndlg. +/- Punkte
1987 Viertelfinale 4 2 1 1 138:99 5
1991 4. Platz 6 4 0 2 162:64 9
1995 Viertelfinale 4 2 0 2 179:75 7
1999 Viertelfinale 5 3 0 2 173:108 4
2003 Viertelfinale 5 3 0 2 118:130 14
2007 Viertelfinale 5 3 0 2 129:85 14
2011 Vorrunde 4 2 0 2 73:59 11
2015 Viertelfinale 5 3 0 2 170:128 14
2019 Vorrunde 4 2 0 2 119:55 11
2023 Vorrunde 4 2 0 2 146:71 10
2027 qualifiziert
2031 noch ausstehend

Home Nations / Five Nations / Six Nations

Datei:AAT Murrayfield.jpg
Die Auld-Alliance-Trophäe

Schottlands einziges jährliches Turnier sind die Six Nations, wo man gegen fünf andere europäische Mannschaften antritt: England, Frankreich, Irland, Italien und Wales. Die Six Nations begannen 1883 als Home Nations Championship, und Schottland teilte sich 1886 erstmals den Titel mit England, bevor man den Titel ein Jahr später alleine gewann. Schottland gewann das Turnier bisher 15 Mal, dazu kamen neun geteilte Titel.<ref>Ryan Dabbs: Six Nations Winners List. Rugby World, 16. März 2025, abgerufen am 16. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Schottland erzielte drei Mal den Grand Slam (einschließlich der Triple Crown): 1925, 1984 und 1990, sowie sieben weitere Triple Crowns. Seit 2000 gelang Schottland jedoch kein Titelgewinn mehr. Während den Six Nations spielt Schottland gegen England um den Calcutta Cup, den Schottland 1882 erstmals gewann. Seit 1989 spielt Schottland während den Six Nations den Centenary Quaich gegen Irland aus, seit 2018 die Auld-Alliance-Trophäe gegen Frankreich sowie den Doddie Weir Cup gegen Wales, und seit 2022 den Cuttitta Cup gegen Italien.<ref>The Cuttitta Cup is unveiled. Scottish Rugby Union, 7. März 2022, abgerufen am 5. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

  • 15 alleinige Siege (1887, 1889, 1891, 1895, 1901, 1903, 1904, 1907, 1925, 1929, 1933, 1938, 1984, 1990, 1999)
  • 9 geteilte Siege (1886, 1888, 1890, 1920, 1926, 1927, 1964, 1973, 1986)
  • 3 Grand Slams (1925, 1984, 1990)
  • 10 Triple Crowns (1891, 1895, 1901, 1903, 1907, 1925, 1933, 1938, 1984, 1990)

Weitere Test Matches

Datei:Hopetoun Cup.jpg
Der Hopetoun Cup

Während der Amateur-Ära tourte Schottland zum Teil monatelang ins Ausland, um gegen andere Nationalteams sowie gegen Regionalauswahlen und Vereinsmannschaften anzutreten. Ebenso empfing man in Schottland tourende Nationalteams. Die Touren nach alter Tradition kamen um das Jahr 2000 zum Erliegen. Heute stehen für Test Matches gegen Teams der südlichen Hemisphäre jedes Jahr zwei Zeitfenster zur Verfügung. Bei den Mid-year Internationals im Juni reist Schottland in die Südhemisphäre, bei den End-of-year Internationals im November empfängt man Mannschaften aus der Südhemisphäre in Schottland. Dabei spielt Schottland seit 1998 gegen Australien um den Hopetoun Cup und seit 2008 gegen Kanada um die Douglas Horn Trophy.

Spieler

Aktueller Kader

Die folgenden Spieler bildeten den Kader während der Six Nations 2026:<ref>Townsend names Scotland squad for 2026 Guinness Six Nations. Scottish Rugby Union, 20. Januar 2026, abgerufen am 16. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Hintermannschaft (backs)
Spieler Position Mannschaft Länderspiele
Jamie Dobie Gedrängehalb Glasgow Warriors 17
George Horne Gedrängehalb Glasgow Warriors 40
Gus Warr Gedrängehalb Sale Sharks 02
Ben White Gedrängehalb Toulon 31
Fergus Burke Verbinder Saracens 03
Adam Hastings Verbinder Glasgow Warriors 35
Finn Russell Verbinder Bath 89
Rory Hutchinson Innendreiviertel Northampton Saints 11
Huw Jones Innendreiviertel Glasgow Warriors 58
Tom Jordan Innendreiviertel Bristol Bears 12
Stafford McDowall Innendreiviertel Glasgow Warriors 16
Sione Tuipulotu (C)ein weißes C in blauem Kreis Innendreiviertel Glasgow Warriors 33
Darcy Graham Außendreiviertel Edinburgh 50
Kyle Rowe Außendreiviertel Glasgow Warriors 17
Kyle Steyn Außendreiviertel Glasgow Warriors 28
Duhan van der Merwe Außendreiviertel Edinburgh 52
Blair Kinghorn Schlussmann Toulouse 62
Ollie Smith Schlussmann Glasgow Warriors 12
Stürmer (forwards)
Spieler Position Mannschaft Länderspiele
Ewan Ashman Hakler Edinburgh 32
Dave Cherry Hakler Vannes 16
Gregor Hiddleston Hakler Glasgow Warriors 00
George Turner Hakler Harlequins 50
Zander Fagerson Pfeiler Glasgow Warriors 76
Nathan McBeth Pfeiler Glasgow Warriors 05
Elliot Millar Mills Pfeiler Northampton Saints 11
D’Arcy Rae Pfeiler Edinburgh 05
Pierre Schoeman Pfeiler Edinburgh 44
Rory Sutherland Pfeiler Glasgow Warriors 46
Gregor Brown Zweite-Reihe-Stürmer Glasgow Warriors 12
Alex Craig Zweite-Reihe-Stürmer Glasgow Warriors 06
Scott Cummings Zweite-Reihe-Stürmer Glasgow Warriors 45
Grant Gilchrist Zweite-Reihe-Stürmer Edinburgh 83
Jonny Gray Zweite-Reihe-Stürmer Bordeaux Bègles 81
Max Williamson Zweite-Reihe-Stürmer Glasgow Warriors 09
Josh Bayliss Flügelstürmer Bath 14
Magnus Bradbury Flügelstürmer Edinburgh 21
Rory Darge Flügelstürmer Glasgow Warriors 34
Jack Dempsey Flügelstürmer Glasgow Warriors 29
Freddy Douglas Flügelstürmer Edinburgh 01
Matt Fagerson Flügelstürmer Glasgow Warriors 59
Liam McConnell Flügelstürmer Edinburgh 01
Jamie Ritchie Flügelstürmer Perpignan 61

Bekannte Spieler

Datei:Bill-Maclagan.jpeg
Bill Maclagan (ca. 1878–1890)
Datei:David Bedell-Sivright 2.jpg
David Bedell-Sivright (vor 1915)

Zehn ehemalige schottische Spieler wurden aufgrund ihrer herausragenden Leistungen in die World Rugby Hall of Fame aufgenommen:<ref>Inductees. In: World Rugby Hall of Fame. World Rugby, abgerufen am 16. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Spieler Position Aufnahme
Ned Haig Erfinder des 7er-Rugby 2008
Bill Maclagan Dreiviertelreihe 2009
Ian McGeechan Verbinder, Innendreiviertel 2009
David Bedell-Sivright Stürmer 2013
Gavin Hastings Schlussmann 2013
Jim Greenwood Nummer Acht, Flügelstürmer 2014
Andy Irvine Schlussmann 2015
Gordon Brown Zweite-Reihe-Stürmer 2015
Phil Macpherson Innendreiviertel 2016
Jim Telfer Nummer Acht 2021

Ebenfalls in die Hall of Fame aufgenommen wurde der Melrose RFC (für die Erfindung des Siebener-Rugbys) und der Sportkommentator Bill McLaren (für seinen Einfluss auf den Sport).<ref>Melrose RFC. In: World Rugby Hall of Fame. World Rugby, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Bill McLaren. In: World Rugby Hall of Fame. World Rugby, abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Spielerstatistiken

Datei:Jason White 03.jpg
Jason White (2010)
Datei:USO-Gloucester Rugby - 20141025 - Greig Laidlaw 1.jpg
Greig Laidlaw (2014)
Datei:2017.06.17.15.04.43-AUSvSCO anthems-0001 (34651888233) (Ross Ford cropped).jpg
Ross Ford (2017)

Nachfolgend sind die wichtigsten Statistiken aufgelistet, die Spieler Schottlands betreffen. Die mit * markierten Spieler sind noch aktiv und können sich weiter verbessern.

(Stand: März 2025)

Meiste Spiele im Nationalteam<ref>Total matches played (descending). ESPN, abgerufen am 16. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Rang Name Zeitraum Spiele
01 Ross Ford 2004–2017 110
02 Chris Paterson 1999–2011 109
03 Sean Lamont 2004–2016 105
04 Stuart Hogg 2012–2023 100
05 Finn Russell * 2014–2026 093
06 Scott Murray 1997–2007 087
07 Grant Gilchrist * 2013–2026 086
08 Mike Blair 2002–2012 085
09 Gregor Townsend 1993–2003 082
10 Jonny Gray * 2013–2026 081
Meiste Spiele als Kapitän<ref>Total matches played as captain (descending). ESPN, abgerufen am 16. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Rang Name Zeitraum Spiele
01 Greig Laidlaw 2013–2019 40
02 David Sole 1989–1992 25
03 Stuart Hogg 2020–2022 22
04 Bryan Redpath 1998–2003 21
05 Gavin Hastings 1993–1995 20
06 Ian McLauchlan 1973–1979 19
07 Jason White 2005–2008 19
08 Rob Wainwright 1995–1998 16
09 John Barclay 2017–2019 15
10 Andy Irvine 1980–1982 15
Meiste erzielte Punkte<ref>Total points scored (descending). ESPN, abgerufen am 16. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Rang Name Zeitraum Punkte
01 Chris Paterson 1999–2011 809
02 Greig Laidlaw 2010–2019 714
03 Gavin Hastings 1986–1995 667
04 Finn Russell * 2014–2026 494
05 Andy Irvine 1972–1982 269
06 Dan Parks 2004–2012 266
07 Kenny Logan 1992–2003 220
08 Peter Dods 1983–1991 210
09 Darcy Graham * 2018–2026 195
10 Duhan van der Merwe * 2020–2026 175
Meiste erzielte Versuche<ref>Total tries scored (descending). ESPN, abgerufen am 16. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Rang Name Zeitraum Versuche
01 Darcy Graham * 2018–2026 37
02 Duhan van der Merwe * 2020–2026 35
03 Stuart Hogg 2012–2023 27
04 Huw Jones * 2016–2026 25
05 Ian Smith 1924–1933 24
06 Tony Stanger 1989–1993 24
07 Chris Paterson 1999–2011 22
08 Tommy Seymour 2013–2019 20
09 Kyle Steyn * 2020–2026 18
10 Drei Spieler mit je 17 Versuchen

Trainer

Datei:Vern Cotter.jpg
Vern Cotter (2010)

Schottland ernannte 1971 erstmals einen Nationaltrainer: Bill Dickinson. Sein Posten wurde offiziell „Ratgeber des Mannschaftskapitäns“ genannt. Vorher kam dem Mannschaftskapitän diese Rolle zu.<ref name="bdc" /> Aktuell ist Gregor Townsend schottischer Nationaltrainer, nachdem er 2017 angestellt wurde.

Name Jahre Siege in %
SchottlandDatei:Flag of Scotland.svg Bill Dickinson 1971–1977 51,85
SchottlandDatei:Flag of Scotland.svg Nairn McEwan 1977–1980 7,14
SchottlandDatei:Flag of Scotland.svg Jim Telfer 1980–1984 48,15
SchottlandDatei:Flag of Scotland.svg Colin Telfer 1984–1985 0,00
SchottlandDatei:Flag of Scotland.svg Derrick Grant 1985–1988 50,00
SchottlandDatei:Flag of Scotland.svg Ian McGeechan 1988–1993 57,58
SchottlandDatei:Flag of Scotland.svg Jim Telfer 1994–1999 39,62
SchottlandDatei:Flag of Scotland.svg Ian McGeechan 2000–2003 41,86
AustralienAustralien Matt Williams 2003–2005 17,65
SchottlandDatei:Flag of Scotland.svg Frank Hadden 2005–2009 39,02
EnglandEngland Andy Robinson 2009–2012 42,86
AustralienAustralien Scott Johnson (interim) 2012–2014 31,25
NeuseelandDatei:Flag of New Zealand.svg Vern Cotter 2014–2017 52,78
SchottlandDatei:Flag of Scotland.svg Gregor Townsend seit 2017 54,93

Literatur

  • Richard Bath: The Complete Book of Rugby. Hrsg.: Seven Oaks Ltd. 1997, ISBN 1-86200-013-1.
  • Huw Richards: A Game for Hooligans. Hrsg.: Mainstream Publishing. Edinburgh 2007, ISBN 978-1-84596-255-5.

Weblinks

Commons: Schottische Rugby-Union-Nationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references responsive />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

1. Stärkeklasse (Tier 1)
Argentinien | Australien | England | Frankreich | Irland | Italien | Japan | Neuseeland | Schottland | Südafrika | Wales

2. Stärkeklasse (Tier 2)
Fidschi | Georgien | Kanada | Namibia | Portugal | Rumänien | Russland | Samoa | Spanien | Tonga | Vereinigte Staaten | Uruguay

3. Stärkeklasse (Tier 3 – Development One)
Belgien | Brasilien | Chile | Deutschland | Hongkong | Elfenbeinküste | Kenia | Simbabwe | Südkorea

4. Stärkeklasse (Tier 3 – Development Two)
Afghanistan | Algerien | Amerikanisch-Samoa | Andorra | Armenien | Aserbaidschan | Bahamas | Barbados | Benin | Bermuda | Bosnien und Herzegowina | Botswana | Britische Jungferninseln | Brunei | Bulgarien | Burundi | China | Cookinseln | Costa Rica | Dänemark | Eswatini | Finnland | Ghana | Griechenland | Gudadeloupe | Guam | Guyana | Indien | Indonesien | Iran | Israel | Jamaika | Kaimaninseln | Kambodscha | Kamerun | Kasachstan | Kirgisistan | Kolumbien | Rep. Kongo | Kroatien | Laos | Lettland | Litauen | Luxemburg | Madagaskar | Malaysia | Mali | Malta | Marokko | Martinique | Mauretanien | Mauritius | Mayotte | Mexiko | Moldau | Monaco | Mongolei | Neukaledonien | Niederlande | Nigeria | Niue | Norwegen | Österreich | Pakistan | Panama | Papua-Neuguinea | Paraguay | Peru | Philippinen | Polen | Réunion | Ruanda | Salomonen | Sambia | Schweden | Schweiz | Senegal | Serbien | Singapur | Slowenien | Sri Lanka | St. Lucia | St. Vincent und die Grenadinen | Tahiti | Taiwan | Tansania | Thailand | Togo | Trinidad und Tobago | Tschechien | Tunesien | Turkmenistan | Uganda | Ukraine | Ungarn | Usbekistan | Vanuatu | Venezuela | Wallis und Futuna | Zypern

Nicht mit World Rugby verbunden:
Ägypten | Algerien | Baskenland | Benin | Burkina Faso | Curaçao | Dominikanische Republik | Ecuador | El Salvador | Estland | Gabun | Galizien | Gibraltar | Guatemala | Jordanien | Katalonien | Katar | Demokratische Republik Kongo | Republik Kongo | Libanon | Libyen | Macao | Montenegro | Niger | San Marino | Slowakei | St. Kitts und Nevis | Tschad | Türkei | Turks- und Caicosinseln | Tuvalu | Zentralafrika

Sonstige Mannschaften
African Leopards | British and Irish Lions | Junior All Blacks | Māori All Blacks | Pacific Islanders | Sudamérica XV

Aufgelöste Mannschaften
Arabien | DDR | Jugoslawien | Sowjetunion | Ostafrika | Tschechoslowakei

Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein