Zum Inhalt springen

Privatbrennerei Sonnenschein

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Witten Heven - Privatbrennerei Sonnenschein 08 ies.jpg
Alt- und Neubau am Alten Fährweg
Datei:Witten Heven - Privatbrennerei Sonnenschein 05 ies.jpg
Im Umbau befindlicher Altbau von 1828
Datei:Witten Privatbrennerei Sonnenschein Schild RdI.jpg
Infotafel der Route der Industriekultur

Die Privatbrennerei Sonnenschein ist ein ehemaliges Spirituosenunternehmen in Witten-Heven und Teil kulturhistorischer Themenrouten.

Standort

Um 1800 gründete der Brennmeister Wilhelm Dönhoff den ersten Brennereibetrieb in Heven nahe der Ruhr, er ließ den heute noch vorhandenen Backsteinbau mit verziertem Torbogen errichten. Im 19. Jahrhundert übernahm August Lohmann die Brennerei und baute sie weiter aus. 1937 übernahm Wittenborg die Firma. Im Zweiten Weltkrieg war die deutsche Wehrmacht der Hauptabnehmer, was die Produktionsmengen steigerte. 1957 wurde die Firma an die B. Schmücking GmbH verkauft. 1978 übernahm schließlich die Privatbrennerei Sonnenschein GmbH den Standort, sie modernisierte den Brennereibetrieb, erweiterte die Produktpalette und errichtete den modernen Neubau auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Im Jahr 2000 wurde, nach Auflösung des Branntweinmonopols, die eigentliche Brennerei geschlossen. 2007 wurde das historische Gebäude zu einer Wohnanlage umgebaut.

Familienunternehmen

Die Privatbrennerei Sonnenschein stammt ursprünglich aus Witten-Herbede. Sie wurde 1875 von Richard Sonnenschein gegründet und wurde bis 2016 in vierter Familiengeneration vom Urenkel Rainer Mönks geführt. Die Räumlichkeiten in Heven hatte die Firma gekauft, weil es an ihrem alteingesessenen Standort keine Erweiterungsmöglichkeiten gab.

Nach eigenen Angaben bot die Firma zirka 1000 Produkte aus den Bereichen Wein, Öle, Getreide- und Obstbrände, Likörspezialitäten, Whisky, Wodka und Cognac an. Dazu kamen Präsente, Wein- und Whiskeyseminare und -proben. Außer der Spirituosenhandlung wurde ein Weinkontor und seit 2008 eine kleine Brauerei als Fortsetzung der 1920 geschlossenen „Ruhrtal-Brauerei“ betrieben.<ref>Rudolf Kellerhoff: Helles aus Herbede. WAZ, 3. September 2008, abgerufen am 26. Dezember 2016.</ref>

Verkauf und Insolvenz

Im Jahr 2016 verkaufte Rainer Mönks die Firma nach über 40 Jahren als Geschäftsführer, da sich in der Familie kein Nachfolger fand. Fortan führte Marcus Schoebel die Geschäfte als neuer Eigentümer.<ref>Bernd Richter: Marcus Schoebel wieder unter den Bierbrauern. 20. Juni 2016, abgerufen am 14. August 2025.</ref> Die Firma wurde in Sonnenscheiner umbenannt.

Im Jahr 2025, 150 Jahre nach der Gründung als Privatbrennerei Sonnenschein, musste die Sonnenscheiner GmbH Insolvenz anmelden. Das Rezept und die Markenrechte für ihr bekanntestes Produkt, den „Herbeder Tropfen“ hat Schoebel zuvor an die Firma Krugmann aus Meinerzhagen verkauft, die den Kräuterlikör weiter produziert und vertreibt.<ref>Jürgen Overkott: Insolvenz trifft Wittener Brennerei: Ausverkauf bei Sonnenschein. 18. Juli 2025, abgerufen am 14. August 2025.</ref>

Literatur

  • August Kikuth: Von den Anfängen und der Entwicklung der Industrie in Heven. In: Ernst Stepperfenne (Hrsg.): Heven durch 11 Jahrhunderte. Ein Beitrag zur Wittener Geschichte. Meinerzhagener Druck- und Verlagshaus Walther Kämper, Witten 1990, ISBN 3-88913-134-4, S. 230–234 (Inhaltsverzeichnis [abgerufen am 22. Juni 2014]).

Weblinks

Commons: Privatbrennerei Sonnenschein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Besucherzentrum und Ankerpunkte (von West nach Ost): | Zechenpark Friedrich Heinrich | Museum der Deutschen Binnenschifffahrt | Innenhafen Duisburg | LVR-Industriemuseum Oberhausen | Landschaftspark Duisburg-Nord | Gasometer Oberhausen | Aquarius-Wassermuseum | St.-Antony-Hütte | Villa Hügel | Nordsternpark | Welterbe Zeche Zollverein und Kokerei Zollverein | Zeche Ewald | Chemiepark Marl | Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen | Henrichshütte | Jahrhunderthalle Bochum | Umspannwerk Recklinghausen | Deutsches Bergbau-Museum | Zeche Nachtigall | Schiffshebewerk Henrichenburg | DASA | Kokerei Hansa | Zeche Zollern II/IV | Hohenhof | Freilichtmuseum Hagen | Lindenbrauerei Unna | Maximilianpark Hamm

Themenrouten (aufsteigend nach Nummern): 1. Duisburg: Stadt und Hafen | 2. Industrielle Kulturlandschaft Zollverein | 3. Duisburg: Industriekultur am Rhein | 4. Oberhausen: Industrie macht Stadt | 5. Krupp und die Stadt Essen | 6. Dortmund: Dreiklang Kohle, Stahl und Bier | 7. Industriekultur an der Lippe | 8. Erzbahn-Emscherbruch | 9. Industriekultur an Volme und Ennepe | 10. Sole, Dampf und Kohle | 11. Frühe Industrialisierung | 12. Geschichte und Gegenwart der Ruhr | 13. Auf dem Weg zur blauen Emscher | 14. Kanäle und Schifffahrt | 15. Bahnen im Revier | 16. Westfälische Bergbauroute | 17. Rheinische Bergbauroute | 18. Chemie, Glas und Energie | 19. Arbeitersiedlungen | 20. Unternehmervillen | 21. Brot, Korn und Bier | 22. Mythos Ruhrgebiet | 23. Parks und Gärten | 24. Industrienatur | 25. Panoramen und Landmarken | 26. Sakralbauten | 27. Eisen & Stahl | 28. Wasser: Werke, Türme und Turbinen | 29. Bochum – Industriekultur im Herzen des Reviers | 30. Gelsenkirchen | 31. Route Industriekultur und Bauhaus | per Rad

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Ruhrquelle | Besucherbergwerk Ramsbeck | Hennetalsperre | Biggetalsperre | Möhnetalsperre | Sorpetalsperre | Laufwasserkraftwerk Wickede | Laufwasserkraftwerk Warmen | Laufwasserkraftwerk Schwitten | Wasserwerk Warmen | Obere Ruhrtalbahn | Kettenschmiedemuseum | Informationszentrum aqua publik | Rohrmeisterei Schwerte | Ruhrflutbrücke Schwerte-Ergste | Pumpwerk Westhofen | Buschmühle | Hohensyburg Datei:RouteIndustriekultur Panorama Symbol.svg | Pumpspeicherkraftwerk Koepchenwerk | Hengsteysee | Energiewirtschaftlicher Wanderweg Herdecke | Ruhrviadukt Herdecke | Burg Wetter | Kraftwerk Harkort | Gemeinschaftswasserwerk Volmarstein | Villa Bönnhoff | Haus Schede | Schlebuscher Erbstollen | Wasserturm Bommerholz | Bergerdenkmal auf dem Hohenstein Datei:RouteIndustriekultur Panorama Symbol.svg | Wasserkraftwerk Hohenstein | Ruhrviadukt Witten | Stahlhammer Bommern | Deutsches Gruben- und Feldbahnmuseum | Zeche Nachtigall Datei:RouteIndustriekultur Ankerpunkt Symbol.svg | Kohlenniederlage Nachtigall und Nachtigallbrücke | Villa Friedrich Lohmann sen. | Villa Gustav Lohmann | Villa Friedrich Lohmann jun. | Villa Albert Lohmann | Haus Berger | Verbund-Wasserwerk Witten | Edelstahlwerk Witten | Ruhrschleuse Herbede mit Königlichem Schleusenwärterhaus)| Privatbrennerei Sonnenschein | Edelstahlfabrik Lohmann | Kemnader See | Brückenwärterhaus und Lake-Brücke | Schleuse Blankenstein und Wasserwerk Stiepel | Stanzwerk | Stadtmuseum Hattingen | Henrichshütte Datei:RouteIndustriekultur Ankerpunkt Symbol.svg | Ruhrtalbahn | Birschel-Mühle | Haus Weile und Gahlener Kohlenweg | Leinpfad unterhalb des Isenbergs | Schwimmbrücke Dahlhausen | Schleuse Dahlhausen | Bergbauwanderweg Dahlhausen | Eisenbahnmuseum Bochum Datei:RouteIndustriekultur Ankerpunkt Symbol.svg | Bahnhof Dahlhausen | Villa Vogelsang | Horster Mühle | Schleuse Horst | Zeche Wohlverwahrt | Holteyer Hafen | Dinnendahlsche Fabrik | Historische Kläranlage Rellinghausen | Zeche Heinrich | Bahnhof Kupferdreh und Museumsbahn Hespertalbahn | Kulturlandschaft Deilbachtal mit Kupferhammer, Geologischem Aufschluss an der Nierenhofer Straße, Eisenhammer, Deilmannschem Bauernhof, Deiler Mühle, Hundebrücke, Prinz-Wilhelm-Bahn, Ringofenziegelei, Betriebsgebäude Zeche Victoria | Baldeneysee | Zeche Carl Funke | Villa Hügel Datei:RouteIndustriekultur Ankerpunkt Symbol.svg | Villa Werden | Neukircher Schleuse | Abtei Werden | Papiermühlenschleuse | Kettwiger Stausee | Laufwasserkraftwerk und Schleuse Kettwig | Scheidt‘sche Hallen | Eisenbahnbrücke Kettwig | Schloss Landsberg | Kloster Saarn | Leder- und Gerbermuseum in der Lederfabrik Abel | Villa Joseph Thyssen | Textilfabrik J. Caspar Troost | Ruhrschleuse Mülheim und Wasserbahnhof Mülheim | Laufwasserkraftwerk Kahlenberg | RWW-Hauptverwaltung | Stadt-Viadukt und Ruhrbrücke Mülheim | Ringlokschuppen Mülheim und Camera Obscura | Mannesmannröhren-Werke | Friedrich Wilhelms-Hütte | Aquarius-Wassermuseum Datei:RouteIndustriekultur Ankerpunkt Symbol.svg | Rhein-Ruhr-Hafen Mülheim | Wasserkraftwerk Raffelberg | Solbad Raffelberg | Ruhrschleuse Duisburg und Ruhrwehr | Innenhafen Duisburg Datei:RouteIndustriekultur Ankerpunkt Symbol.svg | Museum der Deutschen Binnenschifffahrt Datei:RouteIndustriekultur Ankerpunkt Symbol.svg | Haniel Museum | Rheinorange

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Koordinaten: 51° 25′ 33,8″ N, 7° 17′ 29,2″ O

 {{#coordinates:51,426043|7,291431|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=DE-NW
   |type=landmark
  }}