Streitkräfte Libyens
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| Datei:Libyan National Army.png | |||
| Führung | |||
|---|---|---|---|
| Oberbefehlshaber: | |||
| Militärischer Befehlshaber: | Chalifa Haftar (LNA in Tobruk) Fayiz as-Sarradsch (GNA in Tripolis) | ||
| Sitz des Hauptquartiers: | Tobruk, Tripolis | ||
| Militärische Stärke | |||
| Aktive Soldaten: | |||
| Wehrpflicht: | |||
| Wehrtauglichkeitsalter: | 19. Lebensjahr | ||
| Geschichte | |||
| Gründung: | 1951/2012 | ||
| Faktische Gründung: | unbekannt | ||
| Ablösung: | 2011 | ||
Die Libysch-Nationale Armee (LNA) und das Militär der Regierung der Nationalen Übereinkunft (Government of National Accord – GNA) sind zwei im zweiten libyschen Bürgerkrieg in Opposition zueinander stehende Streitkräfte in Libyen (arabisch القوات المسلحة الليبية, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), die sich nach dem Sturz Muammar al-Gaddafis bildeten. Sie rekrutieren sich beide ursprünglich auch aus den historischen bis zum Bürgerkrieg 2011 bestehenden Libyschen Streitkräften.
Sowohl die teils international anerkannte libysche Übergangsregierung Government of National Accord (GNA) mit Sitz in Tripolis im Westen Libyens als auch der teils international anerkannte Abgeordnetenrat mit Sitz in Tobruk im Osten Libyens verfügen über eine eigene Armee. Dieser Umstand und beider Anspruch die legitime Libyschen Streitkräfte zu sein, erschwert es besonders westliche Beobachtern die jeweiligen Streitkräfte zu identifizieren.
Die Libysch-Nationale Armee (LNA) operierte bis 2019 vor allem in Ost-Libyen, während die GNA-Streitkraft den Westen Libyens kontrollierte.<ref>Presidenten-Garde sichert die Küstenstraße Libya Herald, 15. November 2017 (englisch).</ref> 2019–2020 kämpften die beiden Gruppen mit militärischer Unterstützung ihrer jeweiligen internationalen Verbündeten gegeneinander.<ref>Kämpfe in Libyens Hauptstadt Tripolis: Letzter Flughafen geschlossen. In: Spiegel Online. 8. April 2019 (spiegel.de [abgerufen am 8. April 2019]).</ref><ref>Christoph Sydow: Vormarsch von Warlord Haftar: In Tripolis scheitert Europas Libyen-Politik. In: Spiegel Online. 8. April 2019 (spiegel.de [abgerufen am 8. April 2019]).</ref> Eng verflochten sind die westlibyschen Truppen mit den Türkischen Streitkräften, während die ostlibyschen Streitkräfte eng mit der russischen Gruppe Wagner kooperieren.
Geschichte
Vor 2011
In den 80er Jahren trugen die Streitkräfte Libyens gegen den Tschad den Libysch-Tschadischen Grenzkrieg aus.
Im Jahr 2010 hatten die Streitkräfte der Libysch-Arabischen Dschamahirija unter Machthaber Muammar al-Gaddafi nach dem International Institute for Strategic Studies (IISS) und dem Jaffee Center for Strategic Studies (JCSS) rund 119.000 Mann. Etwa 25.000 Mann davon waren Wehrpflichtige.<ref>Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. März 2011, S. 4.</ref> Das libysche Heer hatte 50.000 Mann, die Luftwaffe 18.000 und die Libysche Marine 8.000. Daneben gab es als Reserve 40.000 Mann der Volksmiliz.<ref>fpc.state.gov (PDF; 494 kB), S. 27.</ref> Der paramilitärischen Libyschen Revolutionsgarde gehörten 3000 Soldaten an, die direkt Muammar al-Gaddafi unterstellt waren.
Seit 2011
Im Bürgerkrieg in Libyen wechselten Anfang 2011 Teile der Streitkräfte auf die Seite der Opposition. Zusammen mit Freiwilligen bildeten sie Revolutionsbrigaden, die als Libysche Nationale Befreiungsarmee gemeinsam kämpften. Nach Ende des Bürgerkrieges arbeitete der neue Verteidigungsminister Usama al-Dschuwaili daran, die Milizen der Befreiungsarmee in die regulären libyschen Streitkräfte, die Polizei und andere Einrichtungen der neuen Regierung zu integrieren.<ref>Libya to include rebels in military from January, Reuters am 26. Dezember 2011 (englisch).</ref> Dies scheiterte. Unter anderem daran, dass al-Dschuwaili, wie verschiedene Politiker, gleichzeitig als Warlord eine eigene Privatarmee aufbaute. Auch seine Nachfolger Mohammed Barghathi und Abdullah Al-Thinni konnten die Ordnung nicht wiederherstellen.<ref>Libya Herald am 6. August 2013 (englisch).</ref> Im Gegenteil eskalierte die Situation schließlich im Sommer 2014 mit einem erneuten Ausbruch eines Bürgerkriegs.
Seit Oktober 2017 wurde in Ägypten über ein Abkommen zur Bildung einer gemeinsamen Armee der beiden Streitkräfte aus West-Libyen und Ost-Libyen beraten.<ref>Can Cairo talks succeed in uniting Libya's divided armed forces? (englisch).</ref> Als Leiter der beiden Delegationen agierten die beiden Generalstabschefs Abdel Razek Nadori (LNA), sowie Abdul Rahman al-Tawil (GNA).<ref>Libyan army factions to meet in Cairo Sunday (englisch).</ref> Vorerst vereinbarte Friedensgespräche scheiterten im Jahr 2019.<ref>Christoph Sydow: Vormarsch von Warlord Haftar: In Tripolis scheitert Europas Libyen-Politik. In: Spiegel Online. 8. April 2019 (spiegel.de [abgerufen am 8. April 2019]).</ref>
Streitkräfte in Libyen seit 2014
In Libyen operieren eine Reihe bewaffneter Gruppen, die sich zum Teil aus ehemaligen Mitgliedern der Libyschen Streitkräfte rekrutieren, jedoch auch von weiteren in- und ausländischen Sympathisanten und Söldnern unterstützt werden. Die beiden größten, auf die historischen Streitkräfte des Landes zurückgehenden und sich gegenüberstehenden Truppen sind:
Die Streitkräfte unter Chalifa Haftar (LNA)
Siehe Libysche Nationalarmee
Der Hauptteil der Streitkräfte folgte seit Mai 2014 General Chalifa Haftar und dessen „Würde“-Milizen (etwa der Großteil Luftwaffe und die Spezialtruppen).<ref>Wohlwollender Diktator oder schlafender Monarch?</ref> Am 2. März 2015 wurde Haftar schließlich auch offiziell vom Parlament zum Oberbefehlshaber der Libysch-Nationalen Armee ernannt.<ref>International anerkanntes Parlament ernennt Armeechef, Neue Zürcher Zeitung, 2. März 2015.</ref>
Als größter Erfolg von Haftar und den LNA-Streitkräften gilt die Befreiung von Bengasi aus der Hand radikal-islamistischer Milizen sowie die weitgehende Stabilisierung des Ostens mit Ausnahme von Derna. Als enge Verbündete gelten die Streitkräfte der Vereinigten Arabischen Emirate im und die Streitkräfte Ägyptens. Beide Staaten unterstützten die LNA mit Luftangriffen und Waffenlieferungen. Die Emirate unterhalten zudem einen Militärstützpunkt östlich von Bengasi.<ref>Covert Emirati support gave East Libyan air power key boost: U.N. report (englisch).</ref><ref>UAE on brink of deploying fighter aircraft to Libya battlefield (englisch).</ref>
Die Streitkräfte unter Fayiz as-Sarradsch (GNA)
Der Teil der Armee, welcher Haftar nicht folgte, schloss sich unter dem Generalstabschef Jedalla al-Obeida im Sommer dem Bündnis Fadschr Libya an und bildete mit den Milizen der dortigen Regierung die „Libysche Armee“, sowie die Gegenregierung Government of National Accord (GNA).<ref>Das neue Terrornest Libyen alarmiert Europa.</ref> Ende 2015 schlossen sich diese Streitkräfte der neuen international anerkannten Regierung unter as-Sarradsch an und wurden so zur 2. international anerkannten Armee Libyens. Zu dieser standen Parlament, Haftar und die LNA-Streitkräfte bis Ende 2017 weiter in Opposition.
2016 bildete sich die „Präsidenten-Garde“, welche in Westlibyen operiert und seit Mai 2017 ihren Sitz im Tripoli International Airport hat.<ref>Presidential Guard moves into Tripoli International Airport, Libya Herald, 28. Mai 2017 (englisch).</ref>
Als größter Erfolg der GNA-Streitkräfte gilt die Befreiung von Sirte im August 2016, wo der sogenannte Islamische Staat ab 2015 ein Terrorregime errichtet hatte. Die dortigen GNA-Verbände nennen sich selbst „Al-Bunyan Al-Marsoos“ („Undurchdringliche Wand“). Sirte markiert seitdem auch die Waffenstillstandslinie zwischen beiden Streitkräften, welche aber immer wieder verletzt wurde.
Am 27. November 2019 unterschrieb die westlibysche Regierung ein Militärabkommen mit der Türkei, dass seitdem zahlreiches Kriegsmaterial in das Land brachte und seitdem verschiedene Stützpunkte unterhält. So nutzen die westlibyschen Streitkräfte von der Türkei gelieferte M60, T-155 Fırtına Panzerhaubitzen, T-122 Sakarya Raketenwerfer, BMC Kirpi Transportpanzer, Bayraktar TB2 und Bayraktar Akıncı Drohnen, TAI Hürkuş Flugzeuge und MIM-23 HAWK Luftabwehrsysteme.
Eng verbündet sind die GNA-Truppen mit der alten Kolonialmacht Italien und den Italienischen Streitkräften, welche in Misrata einen Stützpunkt unterhalten.<ref>Libya army delegation in Rome for talks with Italian military (englisch).</ref><ref>Eastern authority condemns Italy decision to increase troops in Libya (englisch).</ref> Als weiterer enger Verbündeter gelten die Algerische Streitkräfte.<ref>Algeria to train Presidential Guard personnel (englisch).</ref>
Luftfahrzeuge
Folgende Luftfahrzeuge werden von der GNA und der LNA verwendet, der größte Teil ist nicht einsatzfähig (Stand Ende 2020):<ref>World Air Forces 2021. flightglobal.com, abgerufen am 20. April 2021.</ref>
| Typ | Herkunft | Funktion | Version | Aktiv | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|---|
| Kampfflugzeuge | |||||
| Mikojan-Gurewitsch MiG-21 | Datei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion | Abfangjäger | 12 | Die meisten der noch vorhandenen MiG-21 bis und MiG-21UM waren eingemottet. 2004 soll ein Modernisierungsvertrag über 16 Stück mit der Ukraine abgeschlossen worden sein.<ref>Holger Müller: MiG-21 im Einsatz -Teil 2: Naher Osten und Afrika in Fliegerrevue Extra Nr. 23, Möller 2008, ISSN 0941-889X, S. 25.</ref> | |
| Mikojan-Gurewitsch MiG-23 | Datei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion | Abfangjäger
Jagdbomber |
3 | Die meisten waren eingemottet. Eine Maschine wurde am 19. März 2011 über Bengasi abgeschossen.<ref name="SPON-2011-03-192">Fotostrecke - Bild 13 - Krise in Libyen: Neue Gefechte um Bengasi. In: Spiegel Online Fotostrecke. 19. März 2011, abgerufen am 9. Juni 2018.</ref><ref>www.nachrichten.at.</ref> | |
| Dassault Mirage F1 | [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Frankreich | Jagdflugzeug | 2 | Zwei Maschinen wurden im Februar 2011 für eine Flucht nach Malta genutzt. | |
| Suchoi Su-22 | Datei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion | Jagdbomber | 1 | ||
| Suchoi Su-24 | Datei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion | Bomber | 2 | Eine Einheit ging bei einem Brand verloren. | |
| Transportflugzeuge | |||||
| Antonow An-26 | Datei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion | Transportflugzeug | 1 | ||
| Antonow An-72 | Datei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion | Transportflugzeug | 1 | ||
| Lockheed C-130 Hercules | [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Vereinigte Staaten | Transportflugzeug | C-130H
C-130L-100 |
2 | 2 C-130J geplant. |
| Schulflugzeuge | |||||
| Soko Galeb | Datei:Flag of Yugoslavia (1946–1992).svg Jugoslawien | Schulflugzeug | G-2 | 14 | Eine Trainingsmaschine wurde am 24. März 2011 über Misurata abgeschossen. |
| Aero L-39 | [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Tschechoslowakei | Schulflugzeuge | 10 | ||
| Mikojan-Gurewitsch MiG-23 | Datei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion | Kampftrainer | 1 | ||
| Dassault Mirage F1 | [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Frankreich | Kampftrainer | 2 | ||
| Aermacchi SF-260 | [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Italien | Schulflugzeug | 37 | Italienische Piloten, mindestens teils Ex-Militärpiloten, waren auch zur Ausbildung jahrelang in Libyen.<ref name="Nemico2"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nemico, ti insegno a uccidere. L’Europeo 29/21 Luglio 1990 auf stragi80.it ( vom 24. September 2015 im Internet Archive)</ref> | |
| Hubschrauber | |||||
| AgustaWestland AW139 | [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Italien | Mehrzweckhubschrauber | 1 | ||
| Boeing CH-47 Chinook | [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Vereinigte Staaten | Transporthubschrauber | CH-47C | 2 | Lieferung über Italien |
| Mil Mi-2 | Datei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion | Mehrzweckhubschrauber | 6 | ||
| Mil Mi-8 | Datei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion | Mehrzweckhubschrauber | Mi-8
Mi-171 |
7 | |
| Mil Mi-14 | Datei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion | U-Jagd | 3 | ||
| Mil Mi-24 | Datei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion | Kampfhubschrauber | Mi-24
Mi-35 |
7 | |
| Unbemannte Luftfahrzeuge | |||||
| Bayraktar TB2 | Datei:Flag of Turkey.svg Türkei | Kampfdrohne
Aufklärungsdrohne |
? | Wird von der GNA genutzt.<ref name=":drohne">Aishwarya Rakesh: Turkish Drones in Libya, EW Systems in Syria “Game-Changing”: UK Defense Secretary. Defense World, 15. Juli 2020, abgerufen am 20. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":drohne2">From Syria and Iraq to Libya: Turkey repeatedly demonstrates the combat effectiveness of its drones. Offiziere.ch, 8. Juni 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. September 2020; abgerufen am 20. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | |
| TAI Anka | Datei:Flag of Turkey.svg Türkei | Kampfdrohne
Aufklärungsdrohne |
? | Wird von der GNA genutzt.<ref name=":drohne" /> | |
| Chengdu Wing Loong | Kampfdrohne | ? | Wird von den Unterstützern von Chalifa Haftar genutzt; Vermutlich von den VAE geliefert.<ref name=":drohne2" /><ref>Hafssa Fakher el Abiari: How Military Drones Are a Game-Changer in the Libyan Conflict. Marocco World News, 12. April 2020, abgerufen am 20. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | ||
Ehemalige Luftfahrzeuge:
- Soko J-21 Jastreb
- Dassault Falcon 20
- Gulfstream II
- Dassault Falcon 50
- Iljuschin Il-76
- Antonow An-124
- Bell 206
- Bell 212
Historische Teilstreitkräfte
Die Libyschen Streitkräfte waren bis 2011 wie folgt gegliedert und ausgestattet:
Heer
Das 50.000 Mann starke Heer war in 10 Panzerbataillone, 10 motorisierten Infanteriebataillone, 18 Infanteriebataillone, 6 Kommandobataillone, 22 Artilleriebataillone und 7 Luftabwehrbataillone organisiert.
Ausrüstung
Die geschätzte Anzahl an Panzern belief sich im Jahr 2009 auf 3025. Ein Großteil der rund 2000 Kampfpanzer galt als nicht einsatzbereit und wurde zur Ersatzteilgewinnung für andere Einheiten verwendet.<ref name="focus_2011">Vgl. Focus Online: Libysche Armee: Veraltete Waffen und viele Überläufer, Zugriff am 15. April 2011.</ref>
- 200 T-72;<ref>www.bbc.co.uk (englisch).</ref> (115 eingelagert);
- 100 T-62 (70 eingelagert);
- 1500 T-55; (1.040 T-54/T-55 eingelagert).
Es gab gepanzerte Aufklärungsfahrzeuge der Typen BRDM-2 (ca. 50) und EE-9 (ca. 70). Des Weiteren etwa 1000 BMP-1 und weitere BMD für die Infanterie.<ref>IISS 2009.</ref> 2010 wurde gemeldet, dass Russland Libyen bei der Modernisierung von T-72 Panzern unterstützen werde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />en.rian.ru ( vom 25. April 2011 im Internet Archive)(englisch).</ref>
- Radfahrzeuge<ref name="MEMB" >Middle East Military Balance, (2005), <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Libyan Military“ ( vom 14. März 2007 im Internet Archive), Libya, Zugriff am 24. April 2007 (PDF; englisch).</ref>
- Datei:Flag of the Soviet Union.svg 500 BRDM-2
- Datei:Flag of Brazil.svg 70 EE-9 Cascavel
- Datei:Flag of Brazil.svg 100 EE-11 Urutu
- Datei:Flag of the Soviet Union.svg 540 BTR-60 und BTR-50 im Dienst
- [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: OT-64 SKOT
- Artillerie
- [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: 120 DANA
- [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: 160 Palmaria
- Datei:Flag of the Soviet Union.svg 2S1
- Datei:Flag of the Soviet Union.svg 36 2S3
- Datei:Flag of the Soviet Union.svg 330 M-46
- Datei:Flag of the Soviet Union.svg 190 D-30
- Boden-Boden-Raketen
- Datei:Flag of the Soviet Union.svg 9K52 Luna-M
- Datei:Flag of the Soviet Union.svg R-17, (416 Raketen)
- Panzerabwehr
- [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: /Deutschland 400 MILAN
- Datei:Flag of the Soviet Union.svg 620+ AT-3, AT-4, AT-5
- Luftabwehr
- Datei:Flag of the Soviet Union.svg S-200 8 Bataillone
- Datei:Flag of the Soviet Union.svg 9K32 Strela-2
- Datei:Flag of the Soviet Union.svg 20 9K33 Osa
- Datei:Flag of the Soviet Union.svg 60 9K31 Strela-1/9K35 Strela-10
- Luftabwehrwaffen
- Datei:Flag of the Soviet Union.svg 90 57 mm S-60
- Datei:Flag of the Soviet Union.svg 250 23 mm ZSU-23-4
- Datei:Flag of the Soviet Union.svg 23 mm SU-23
- [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: 30 mm M53/59 Praga
- [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: 40-mm-Bofors-Geschütz
- Leichte Waffen
FN F2000- Datei:Flag of the Soviet Union.svg Gorjunow SG-43
- Datei:Flag of the Soviet Union.svg Wladimirow KPW
- Datei:Flag of the Soviet Union.svg AK-47
- Datei:Flag of the Soviet Union.svg RPG-7
Luftstreitkräfte
Nach dem Putsch von 1969 begann Libyen, das bis dahin nur über eine kleine, etwa 400 Mann zählende Luftwaffe verfügte, unverzüglich mit der Beschaffung von Flugzeugen für die LARAF (Libyan Arab Republic Air Force). Ein Großauftrag ging noch im selben Jahr an Frankreich, aber auch in die USA und nach Italien gingen Bestellungen. Insbesondere die aus Frankreich stammenden Mirage-5-Jäger wurden an Ägypten verliehen und nahmen an Kampfhandlungen im Jom-Kippur-Krieg von 1973 teil.<ref>Tom Cooper/Chuck Canyon/AlbertGrandolini: Libyens Luftwaffe – von König Idris bis Oberst Gaddafi in Fliegerrevue Extra Nr. 29, Möller 2010, ISSN 0941-889X, S. 9.</ref> Ab 1973/74 kam es zur Umorientierung auf sowjetische Waffentechnik. Die Pilotenausbildung erfolgte zu großen Teilen im Ausland, so Frankreich, Algerien, Pakistan, Rumänien, Großbritannien und der Sowjetunion.
Die Personalstärke der Luftstreitkräfte lag bei etwa 18.000.<ref name="focus_2011" /> Dennoch herrschte ein Mangel an Piloten, weshalb sich das Land gezwungen sah, Söldner aus Serbien, Pakistan und arabischen Staaten anzuwerben. Zudem sollen viele der Flugzeuge nicht einsatzbereit gewesen sein.<ref>Vgl. Süddeutsche: Libysche Streitkräfte: Piloten aus aller Welt, eingesehen am 15. April 2011.</ref> Nach Angaben des britischen Militärs wurde die libysche Luftwaffe während der Militäreinsätze seit März 2011 weitestgehend zerstört.<ref>Vgl. Deutschlandradio: Britische Armee: Libysche Luftwaffe ist zerstört, eingesehen am 15. April 2011.</ref>
Im Land gibt es 13 militärische Luftwaffenbasen.<ref name="MEMB" /> Auf der Okba Ben Nafi Air Base bei Tripoli waren sowjetische Jäger der Typen MiG-25 und Bomber vom Typ Tu-22 stationiert.
Mehrere Konfliktparteien versuchten ab 2015, Flugzeuge wieder in Betrieb zu nehmen. Acht Suchoi Su-24 Bomber wären demnach in Benghazi für Chalifa Haftar einsatzbereit gewesen, zusammen mit weiteren Flugzeugen der Typen MiG-21, MiG-23 und Aero L-39.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Libya’s Hafter procures fighter-jets to counter Qatar’s Libyan Dawn ( vom 2. April 2015 im Internet Archive)</ref> Diese Flugzeuge würden allenfalls eingesetzt, um den Neuen Allgemeinen Nationalkongress zu bekämpfen, der offensichtlich versuchte, in Misrata MiG-25 einsatzfähig zu machen.<ref>Libyan MiG-25 destroyed in crash, defenceweb.co.za, 8. Mai 2015 (englisch).</ref> Des Weiteren hat die Luftwaffe in Tobruk einige Mil Mi-24 und Mil Mi-8 Hubschrauber in Betrieb.<ref>Further Egyptian MiG-21 deliveries to the Libyan Air Force, März 2015 (englisch).</ref> Die meisten Flugzeuge und Hubschrauber sind auf dem Flughafen Tobruk stationiert.
Genutzte Flugzeuge
| Flugzeugtyp | Herkunft | Nutzung | Anzahl | Notizen |
|---|---|---|---|---|
| Dassault Mirage F1 BD/ED | [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: | Mehrzweckkampfflugzeug | 30 | Zwei Maschinen wurden im Februar 2011 für eine Flucht nach Malta genutzt. |
| Mikojan-Gurewitsch MiG-21 | Datei:Flag of the Soviet Union.svg | Trainingsflugzeug/Abfangjäger | 24 | Die meisten der noch vorhandenen MiG-21 bis und MiG-21UM waren eingemottet. 2004 soll ein Modernisierungsvertrag über 16 Stück mit der Ukraine abgeschlossen worden sein.<ref>Holger Müller: MiG-21 im Einsatz -Teil 2: Naher Osten und Afrika in Fliegerrevue Extra Nr. 23, Möller 2008, ISSN 0941-889X, S. 25.</ref> |
| Mikojan-Gurewitsch MiG-23 BN/MS/ML/UB | Datei:Flag of the Soviet Union.svg | Bodenangriffsflugzeug/Abfangjäger/Trainingsflugzeug | 124 | Die meisten waren eingemottet. Eine Maschine wurde am 19. März 2011 über Bengasi abgeschossen.<ref name="SPON-2011-03-19">Fotostrecke - Bild 13 - Krise in Libyen: Neue Gefechte um Bengasi. In: Spiegel Online Fotostrecke. 19. März 2011, abgerufen am 9. Juni 2018.</ref><ref>www.nachrichten.at.</ref> |
| Suchoi Su-22 M3/UM-3K | Datei:Flag of the Soviet Union.svg | Bodenangriffsflugzeug | 40 | |
| Suchoi Su-24 MK | Datei:Flag of the Soviet Union.svg | Langstreckenbomber | 4 | Eine Einheit ging bei einem Brand verloren. |
| Soko J-21 Jastreb | Datei:Flag of Yugoslavia (1946–1992).svg | leichtes Bodenangriffsflugzeug | 13 | |
| Aero L-39 ZO Albatros | [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: | leichtes Angriffs- und Trainingsflugzeug | 110 | |
| Aermacchi SF-260 WL | [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: | Trainingsflugzeug | 20 von einst 240 bestellten Flugzeugen. Italienische Piloten, mindestens teils Ex-Militärpiloten, waren auch zur Ausbildung jahrelang in Libyen.<ref name ="Nemico"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nemico, ti insegno a uccidere. L’Europeo 29/21 Luglio 1990 auf stragi80.it ( vom 24. September 2015 im Internet Archive)</ref> | |
| Soko G-2 Galeb | Datei:Flag of Yugoslavia (1946–1992).svg | leichtes Angriffs- und Trainingsflugzeug | 116 | Eine Trainingsmaschine wurde am 24. März 2011 über Misurata abgeschossen. |
| Jakowlew Jak-130 | [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: | Trainingsjet | 6 | bestellt (2010) |
| Dassault Falcon 20 | [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: | Leichtes Transportflugzeug | 3 | |
| Antonow An-26 | Datei:Flag of the Soviet Union.svg | Mittleres Transportflugzeug | 10 | |
| Gulfstream II | [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: | Leichtes Transportflugzeug | 1 | |
| Dassault Falcon 50 | [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: | Leichtes Transportflugzeug | 1 | |
| Iljuschin Il-76 | Datei:Flag of the Soviet Union.svg | Schweres Transportflugzeug | 17 | |
| Let L-410 Turbolet | [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: | Leichtes Mehrzwecktransportflugzeug | 15 | |
| Lockheed C-130 H Hercules | [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: | Schweres Transportflugzeug | 10 | |
| Antonow An-124 | Datei:Flag of the Soviet Union.svg | Schweres Transportflugzeug | 2 | |
| Iljuschin Il-76 | Datei:Flag of the Soviet Union.svg | Luftbetankungsflugzeug | 4 | |
| Mil Mi-24 Hind | [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: | Schwerer Kampfhubschrauber | 43 | |
| Mil Mi-14 | [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: | Mittlerer Mehrzweckhubschrauber | 12 | |
| Bell 206 JetRanger | [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: | Trainingshubschrauber | 4 | |
| Bell 212 Twin Huey | [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: | Leichter Transporthubschrauber | 2 | Lieferung über Italien |
| Boeing CH-47 Chinook | [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: | Schwerer Transporthubschrauber | 8 | Lieferung über Italien |
| Mil Mi-8 Hip | [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: | Mittlerer Transporthubschrauber | 25 | |
| Mil Mi-17 | [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: | Mittlerer Transporthubschrauber | ? | Zustand unbekannt |
Marine
Die Marine verfügte einschließlich der Küstenwache über rund 8000 Soldaten und 19 Schiffe.<ref name="focus_2011" /> Bei Luftangriffen der NATO während des Internationalen Militäreinsatzes in Libyen 2011 wurden am 20. Mai laut Angaben des Bündnisses acht Kriegsschiffe der libyschen Marine getroffen. Von libyscher Seite wurden sechs Treffer bestätigt. Die Angriffe in den Häfen von Tripolis, al-Chums und Sirte sollen auf Grund des Einsatzes der Schiffe als Minenleger erfolgt sein.<ref>NATO targets Libyan Navy in Tripoli, Al Khums and Sirte. In: NATO. Abgerufen am 20. Mai 2011.</ref><ref>Nato versenkt mehrere libysche Kriegsschiffe. In: Tages-Anzeiger. Abgerufen am 20. Mai 2011.</ref>
Einheiten
- Fregatten<ref name="Weyer2005">Werner Globke(Hrsg.): Weyers Flottentaschenbuch / Warships of the World – Fleet Handbook, Bernard & Graefe Verlag, Bonn, 66. Jahrgang 2005–2007, ISBN 3-7637-4517-3.</ref>
- Datei:Flag of the Soviet Union.svg Projekt 1159
- Al Ghardabia (Al Qirdabiyah) (ex SKR-195)
- Al Hani (ex SKR-201)
- Datei:Flag of the Soviet Union.svg Projekt 1159
- Flugkörperkorvetten<ref name="Weyer2005" />
- Datei:Flag of the Soviet Union.svg Nanuchka-II-Klasse (Projekt 1234E)
- Tarek Ibn Zayed (ex Ean Mara; ex MRK-9)
- Ean Al Gazala (ex MRK-24)
- Ean Zaara (ex MRK-25)
- Datei:Flag of the Soviet Union.svg Nanuchka-II-Klasse (Projekt 1234E)
- U-Boote<ref name="Weyer2005" />
- Datei:Flag of the Soviet Union.svg Foxtrot-Klasse (Projekt 641) (Die Einheiten sind zurzeit nicht einsatzbereit.)
- Al Ahad
- Al Mitraka
- Al Hunain
- Datei:Flag of the Soviet Union.svg Foxtrot-Klasse (Projekt 641) (Die Einheiten sind zurzeit nicht einsatzbereit.)
- Schnellboote<ref name="Weyer2005" />
- [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Combattante-II-Klasse
- Sharaba
- Shehab
- Shoula
- Whag
- Shafak
- Shouaiai
- Laheeb
- Datei:Flag of the Soviet Union.svg Osa-II-Klasse (Projekt 205)
- Al Zuara
- Al Mathur
- Al Fikar
- Al Bitar
- Al Sadad
- Al Ruha
- [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Combattante-II-Klasse
- Schnelle Patrouillenboote<ref>PV30-LS – Low Signature Patrol Vessel – Adria-Mar (englisch).</ref>
- [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: PV30-LS (Vittoria-Klasse)
- Sidi Bilal
- Al-Mergeb
- Jelyana
- Al-Sadada
- Merseet
- Tagreft
- [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: PV30-LS (Vittoria-Klasse)
- Minensucher<ref name="Weyer2005" />
- Datei:Flag of the Soviet Union.svg Nadja-Klasse (Projekt 266M)
- Al Tiyar
- Al Isar
- Ras Al Fulaijah
- Ras Al Massad
- Ras Al Hani
- Datei:Flag of the Soviet Union.svg Nadja-Klasse (Projekt 266M)
- Landungsfahrzeuge<ref name="Weyer2005" />
- [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: PS-700<ref name="Harpoon HeadQuarters"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Harpoon Head Quarters ( des Vorlage:IconExternal vom 27. August 2019 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
- Ibn Harissa
- Ibn Ouf
- Datei:Flag of Turkey.svg C-107
- Ibn Al Idrissi
- Ibn Marwan
- El Kobayat
- [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: PS-700<ref name="Harpoon HeadQuarters"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Harpoon Head Quarters ( des Vorlage:IconExternal vom 27. August 2019 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
- Hilfsfahrzeuge<ref name="Weyer2005" />
- Begleit- und Werkstattschiffe
- Zeltin
- Al Munjed ([[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: ex Zlatica)
- Frachter
- Garyounis (2410 BRT)
- El Timsah (3100 BRT)
- Schlepper und Bergungsfahrzeuge
- A 33 (150 BRT)
- A 34 (150 BRT)
- A 35 (150 BRT)
- Ras El-Helal (200 BRT)
- Al Ahweirif (200 BRT)
- Al Keriat (200 BRT)
- Al Tabkah (200 BRT)
- Tender
- 723 (90 ts)
- Al Manoud
- Begleit- und Werkstattschiffe
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
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1 Der Sinai wird Asien zugerechnet. 2 Keine eigenen Streitkräfte. 3 Völkerrechtlich nicht anerkannt bzw. umstritten.