122-mm-Haubitze D-30 (2A18)
| 122-mm-Haubitze D-30 (2A18) | |
|---|---|
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Datei:Хаубица Д-30 122мм.jpg | |
| Allgemeine Angaben | |
| Militärische Bezeichnung | 122-mm-Haubitze D-30, 2A18, M1963 |
| Herstellerbezeichnung | 122-мм гаубица Д-30 |
| Entwickler/Hersteller | OKB-9, Sawod No. 9 (Werk Nr. 9) |
| Produktionsstart | 1963 |
| Modellvarianten | D-30, D-30A |
| Waffenkategorie | Feldhaubitze |
| Mannschaft | 7 |
| Technische Daten | |
| Gesamtlänge | 5,40 m (fahrbereit) |
| Rohrlänge | 4,78 m (mit Mündungsbremse) |
| Kaliber | 122 mm |
| Kaliberlänge | L/38 |
| Anzahl Züge | 36 |
| Gewicht in Feuerstellung |
3.210 kg |
| Kadenz | 6–8 Schuss/min |
| Höhenrichtbereich | −7° bis 70 Winkelgrad |
| Seitenrichtbereich | 360° |
| Ausstattung | |
| Verschlusstyp | Keilverschluss |
| Ladeprinzip | manuell |
| Munitionszufuhr | manuell |
Die 122-mm-Haubitze D-30 (2A18) (russisch: 122-мм гаубица Д-30 (2А18)) ist eine in der Sowjetunion entwickelte Feldhaubitze mit einem Kaliber von 121,92 Millimeter. In den 1950er-Jahren entwickelt ist sie bis heute im Einsatz und zählt zu den weltweit am weitesten verbreiteten Feldhaubitzen.
Entwicklung
Die D-30 wurde als Nachfolgemodell für die 122-mm-Haubitze M1938 (M-30) entworfen. Die Entwicklung begann im Jahr 1954 unter der Leitung von F. F. Petrow im Sawod No. 9 (Werk Nr. 9, russ. Завод № 9) in Swerdlowsk. Die ersten Geschütze wurden im Jahr 1960 an die Sowjetarmee ausgeliefert. Serienfertigung erfolgte in der Maschinenbaufabrik 172 Motowilichinskije sawody. Später wurde die D-30 auch in der Panzerhaubitze 2S1 verbaut. Die Bezeichnung der D-30 gemäß der Hauptverwaltung für Raketen und Artillerie (GRAU) lautet 2A18.<ref name="zaloga">Steven J. Zaloga Andrew W. Hull, David R. Markov: Soviet/Russian Armor and Artillery Design Practices: 1945 to Present. 1999, S. 513–514.</ref><ref name="militaryarms">Militaryarms.ru: Советская гаубица Д-30: история, устройство и ТТХ</ref>
Varianten
Varianten aus der Sowjetunion / Russland
- 2A18: 1. Serienversion aus dem Jahr 1960.
- 2A18M: 2. Serienversion aus dem Jahr 1978. Auch 2A18A oder D-30A bezeichnet. Mit abgeänderter Mündungsbremse und Lafette.
- 2A18M1: Prototyp aus den 1990er-Jahren mit Ladehilfe.
- 2A61: Prototyp aus den 1990er-Jahren mit 152-mm-Haubitze auf gleicher Lafette.
- MTS-15 Clower: Prototyp aus dem Jahr 2024. Installiert auf einem unbemannten Kettenfahrgestell
Varianten außerhalb der Sowjetunion / Russland
- Type 83 / PL96: Lizenzbau aus der Volksrepublik China.
- Type 85: Version auf einem Kettenfahrgestell aus der Volksrepublik China.
- SH2 / PL96: Version auf einem Lastkraftwagen aus der Volksrepublik China.
- SH3 / PCL-09: Version auf einem Lastkraftwagen aus der Volksrepublik China.
- PCL-171: Version auf einem Lastkraftwagen aus der Volksrepublik China.
- VN1 / PLL-09: Version auf einem Lastkraftwagen aus der Volksrepublik China.
- D-30 Zetros: Version auf einem Lastkraftwagen aus Algerien.
- D-30 RH M-94: Version aus Kroatien.
- HM40: Nachbau aus dem Iran, auch D-301 bezeichnet.
- HM41 Zelzal: Version auf einem Lastkraftwagen aus dem Iran.
- Saddam: Nachbau aus dem Irak.
- Khalifa-1: Version auf einem Lastkraftwagen aus dem Sudan.
- Khalifa-1 GHY-02: Version auf einem Lastkraftwagen aus dem Sudan.<ref>Sudan unveils 122 mm self-propelled howitzer, armoured vehicles at IDEX. In: defenceweb.co.za. 26. Februar 2015, abgerufen am 18. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- D-30J: Nachbau aus Serbien.
- Soko SP RR122 Sora: Version auf einem Lastkraftwagen aus Serbien.
- T-122: Version auf einem T-34-Kettenfahrgestell aus Ägypten.
- SP122 SPG: Version auf einem M109-Kettenfahrgestell aus Ägypten.
- M1977 Chuch'e-Po: Version auf einem Kettenfahrgestell aus Nordkorea.
- Semser: Version auf einem Lastkraftwagen aus Israel & Kasachstan.
Technik
Die D-30 ist eine Feldhaubitze mit Kraftzugsystem und wurde sowohl für den Artilleriekampf wie auch zur Panzerbekämpfung konzipiert. Die robuste Konstruktion zeigt das Muster einer zweirädrigen Spreizlafette mit drei Holmen. Das Geschütz wiegt in schussbereiter Stellung 3.210 kg und fahrbereit 3.290 kg. In schussbereiter Stellung ist das Geschütz 7,80 m lang und fahrbereit 5,40 m. Die Höhe variiert zwischen 1,95 m in fahrbereiter und 1,60 m in feuerbereiter Stellung. Die Bodenfreiheit misst 325 mm und die Breite auf der Fahrbahn beträgt 1,95 m. Beim Straßentransport sind die Holme in Fahrrichtung unter dem Geschützrohr zusammengeklappt. Dabei fungiert das Geschützrohr als Deichsel und ruht mit dem unter der Mündungsbremse angebrachten Kupplungsauge auf der Anhängerkupplung am Zugfahrzeug. Zum Straßentransport können z. B. Lastkraftwagen Ural-375, Ural-4320 oder Kettenfahrzeuge MT-LB und verwendet werden. Die maximal zulässige Zuggeschwindigkeit beträgt 80 km/h auf der Straße und 20 km/h im Gelände. Für Luftlandetruppen kann die D-30 auf einer speziellen Transportpalette in ein Transportflugzeug verladen und an einem Fallschirm abgeworfen werden. Weiter kann die D-30 auch mit den Hubschraubern Mi-8 „Hip“ und Mi-26 „Halo“ transportiert werden.<ref name="janes-2011">Christopher F. Foss: Jane’s Armour and Artillery 2011-2012. 2011, S. 979–981.</ref><ref name="MoArt">T. J. O’Malley: Moderne Artilleriesysteme. 1996, S. 22–23.</ref><ref name="army-guide-1">Army-guide.com: D-30A 2A18M</ref><ref name="armyrecognition1">Armyrecognition.com: D-30 2A18</ref>
Geschütz
Die D-30 verwendet ein Geschützrohr mit 38 Kaliberlängen (L/38) mit 36 Zügen und am Geschütz ist ein Schutzschild montiert. Das Kaliber beträgt 121,92 mm was 48 Linien entspricht. Bei der Rohrwiege auf dem Geschützrohr sind die hydropneumatische Rohrbremse und Rohrvorholer montiert. Links daneben befinden sich die Bedienelemente sowie die Visiereinrichtung für den Kanonier. Für Indirektes Feuer wird die PG-1M PANTEL-Visieranlage mit dem K-1-Kollimator verwendet und mit dem OP-4M-Zielfernrohr können Ziele im Direktschuss bekämpft werden. Der Seitenrichtbereich beträgt 360° und der Höhenrichtbereich liegt bei −7° bis 70°. Hinten am Rohr sind der halbautomatische, vertikale Keilverschluss sowie die Ladungskammer angebracht. In entgegengesetzter Richtung ist am Rohrende eine Mehrkammer-Mündungsbremse montiert.<ref name="labirint">Labirint.ru: Первая иллюстрация к книге Советская гаубица Д-30.</ref><ref name="opfor2022">Threat Support Directorate: OPFOR Worldwide Equipment Guide Vol.1 Ground Systems. TRADOC DCSINT, Fort Leavenworth, 2022.</ref><ref name="brasseys">Shelford Bidwell: Brassey’s Artillery of the World. 1981, S. 46.</ref><ref name="militaryrussia">Militaryrussia.ru: 122-мм гаубица Д-30 / 2А18</ref>
Um das Geschütz feuer- oder fahrbereit zu machen, benötigt die 7-köpfige Bedienmannschaft rund 1,5 Minuten. Dabei wird die auf der Unterlafette angebrachte Schießplattform abgesenkt und das Geschütz angehoben. Dies geschieht mit Muskelkraft mit einem an der Lafette montiertem Hydraulikheber. Danach werden die drei Holme der Spreizlafette in 120°-Stellung gebracht und das Geschütz auf die Holme abgesenkt. Am Ende der Holmen befinden sich Erdsporne die sich dabei ins Erdreich bohren und die Rückstoßkraft in das Erdreich ableiten. Um die Stellung wieder zu verlassen, werden 2,5 Minuten benötigt.<ref name="zaloga" /><ref name="janes-2011" /><ref name="army-guide-1" />
Das Geschütz wird von den Kanonieren manuell geladen. Kurzzeitig ist eine Schussfolge von 8 Schuss pro Minute möglich. Danach muss die Schussfolge, infolge der thermischen Beanspruchung des Geschützrohres, auf ein bis zwei Schuss pro Minute reduziert werden. Mit der D-30 können innerhalb einer Stunde rund 75 Schuss abgefeuert werden.<ref name="zaloga" /><ref name="janes-2011" /><ref name="army-guide-1" />
Munition
Die D-30 verwendet halbgetrennte Munition mit Kartuschen aus Messing. Die Kartuschen werden vor dem Ladevorgang mit bis zu drei Treibladungsbeuteln vom Typ 4B9, 4B10 oder 4B11 bestückt. Vor dem Ladevorgang wird die beladene Kartusche auf das Geschoss aufgesteckt. Der beim Abschuss maximal zulässige Gasdruck beträgt 2.500 bar. Nach der Schussabgabe wird die leere Kartusche ausgeworfen und kann neu beladen werden. Mit der D-30 wird folgende Munition verwendet:
| Kompletter Schuss | Geschoss | Geschosstyp | Gewicht | Füllung | <math>v_0</math> | Schussdistanz |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 3WOF5/6/47/48 | 53-OF-462 | Sprenggranate | 21,7 kg | 3,5 kg Amatol | 690 m/s | 15,2 km |
| 3WOF14/15 | 3OF7/8 | Sprenggranate | 21,7 kg | 2,9 kg TNT | 690 m/s | 15,2 km |
| 3WOF29/30 | 3OF24 | Sprenggranate | 21,7 kg | 3,9 kg A-IX-2 | 690 m/s | 15,2 km |
| 3WOF81/82 | 3OF56 | Sprenggranate | 21,8 kg | 4,1 kg A-IX-2 | 690 m/s | 17,3 km |
| 3WOF462 | 3OF20 | Sprenggranate mit Raketenantrieb | unbekannt | A-IX-2 | unbekannt | 21,9 km |
| 3WOF29/30 | 3WSh1/4 | Schrapnellgranate | 21,7 kg | 7.000 Flechettes | 690 m/s | 15,1 km |
| 3WD2/3 | 53-D-462 | Rauch/-Brandgranate | 21,7 kg | 2,1 kg Weißer Phosphor | 690 m/s | 15,2 km |
| 3WS2/3 | 53-S-463 | Leuchtgranate | 21,9 kg | 1 Leuchtkörper | unbekannt | 15,2 km |
| 3WS12/14 | 3S4 | Leuchtgranate | 21,4 kg | 1 Leuchtkörper | 687 m/s | 15,1 km |
| 3WA2/4 | 3A1 | Agitationsgeschoss | 21,5 kg | Flugblätter | 687 m/s | 15,2 km |
| 3WBK3/12 | 3BK6 | Hohlladungsgeschoss | 21,6 kg | 1,6 kg A-IX-1 | 740 m/s | 0,8 km |
| 3WBK9 | 3BK13 | Hohlladungsgeschoss | 18,2 kg | 1,8 kg Hexogen | 726 m/s | 1,3 km |
| unbekannt | unbekannt | EloKa-Geschoss | 21,7 kg | Störsender | 690 m/s | 15 km |
| 3OF69 | Kitolow-2 | Präzisionsgelenkte Artilleriegranate | 28 kg | 5,5 kg TNT | unbekannt | 14 km |
Neben den oben genannten Geschossen kann die D-30 auch die ältere Munition von Vorgängermodellen wie der M-30 verschießen. Während des Kalten Kriegs standen für die D-30 auch Geschosse mit den Chemischen Kampfstoffen Lewisit, Sarin und Soman bereit. Für die D-30 sind auf dem internationalen Markt eine Vielzahl Geschosse erhältlich. So erreichen z. B. die von Norinco entwickelten ERFB-Geschosse Schussdistanzen von über 22 km. Weiter werden auch verschiedene Cargogeschosse mit 18–30 Bomblets für die D-30 produziert. Ebenso stehen für die D-30 Exerzier- und Übungsgeschosse zur Verfügung.<ref name="ra&t-ordnance ">Nikolay Spasskiy: Russia's Arms & Technologies The XXI Century Encyclopedia Vol. 12 - Ordnance and Munitions. 2006, S. 202–203.</ref><ref name="JAH2019">Charles Q. Cutshaw & Leland Ness: Jane’s: Ammunition Handbook 2004–2005. Jane’s Information Group, Vereinigtes Königreich, 2004, S. 319–330.</ref><ref name="soviet-ammo">Soviet-ammo.ucoz.ru: Боеприпасы к 122-мм гаубицам Д-30 (2А18) и 2С1 "Гвоздика"</ref><ref name="life">Life.ru: Секретный выстрел: Какое оружие ВСУ использовали для убийства мирных жителей в Буче</ref>
Gefechtsgliederung
In der Sowjetarmee war jedem mot. Schützenregiment eine Abteilung mit drei Batterien mit jeweils sechs D-30 zugeteilt. Daneben wurde die D-30 auch in der Divisionsartillerie bzw. in der Divisionsartilleriegruppe dieser Truppen eingesetzt. Bei den sowjetischen Luftlandetruppen war jeder Luftlandebrigade eine Artillerieabteilung mit drei Batterien mit jeweils vier D-30 zugeteilt. Daneben fand die D-30 auch bei der Küstenverteidigung Verwendung.<ref name="grau">Lester W. Grau: The Russian Way of War. Foreign Military Studies Office (FSMO) Fort Leavenworth, Vereinigte Staaten, 2017, ISBN 978-1-940370-19-4.</ref><ref name="fm-100-2-3">Fas.org: FM 100-2-3 The Soviet Army - Troops, Organization, and Equipment</ref>
Nutzerstaaten
- Datei:Flag of Afghanistan (2013–2021).svg Afghanistan – 508 (aus russischen und slowakischen Beständen)
- Datei:Flag of Algeria.svg Algerien – 200
- Datei:Flag of Angola.svg Angola – 523 (aus russischen und kasachischen Beständen)
- Datei:Flag of Armenia.svg Armenien – 69 (z. T. aus russischen Beständen)
- Datei:Flag of Azerbaijan.svg Aserbaidschan – 423
- Datei:Flag of Egypt.svg Ägypten – 220
- Datei:Flag of Ethiopia.svg Äthiopien – 309 (aus russischen und kasachischen Beständen)
- Datei:Flag of Bangladesh.svg Bangladesch – 54 (aus China)
- Vorlage:Belarus – 202
- Datei:Flag of Benin.svg Benin – unbekannte Anzahl
- Datei:Flag of Bosnia and Herzegovina.svg Bosnien und Herzegowina – 268
- Datei:Flag of Bulgaria.svg Bulgarien – 282
- Datei:Flag of Burundi.svg Burundi – 18
- Datei:Flag of the People's Republic of China.svg Volksrepublik China – 964
- Datei:Flag of Costa Rica.svg Costa Rica – unbekannte Anzahl
- Datei:Flag of the Democratic Republic of the Congo.svg Demokratische Republik Kongo – unbekannte Anzahl (aus ukrainischen Beständen)
- Datei:Flag of East Germany.svg Deutsche Demokratische Republik – 395
- Datei:Flag of Djibouti.svg Dschibuti – 9
- Datei:Flag of Eritrea.svg Eritrea – 19
- Datei:Flag of Estonia.svg Estland – 42 (aus finnischen Beständen)
- Datei:Flag of Finland icon.svg Finnland – 276 (z. T. aus DDR-Beständen) lokale Bezeichnung H 63
- Datei:Flag of Georgia.svg Georgien – 58 (aus tschechischen Beständen)
- Datei:Flag of Ghana.svg Ghana – 6
- Datei:Flag of Guinea-Bissau.svg Guinea-Bissau – 18 (aus russischen Beständen)
- Datei:Flag of India.svg Indien – 550
- Datei:Flag of Iraq.svg Irak – 576
- Datei:Flag of Iran.svg Iran – 550
- Datei:Flag of Israel.svg Israel – 70 (Beutegeschütze)
- Datei:Flag of Yemen.svg Jemen – 150
- Datei:Flag of Cambodia.svg Kambodscha – 40 (aus russischen Beständen)
- Datei:Flag of Kazakhstan.svg Kasachstan – 400
- Datei:Flag of Kyrgyzstan.svg Kirgisistan – 72
- Datei:Flag of Croatia.svg Kroatien – 52
- Datei:Flag of Cuba.svg Kuba – 150
- Datei:Flag of Laos.svg Laos – 30
- Datei:Flag of Lebanon.svg Libanon – 40
- Datei:Flag of Libya.svg Libyen – 270
- Datei:Flag of Madagascar.svg Madagaskar – 12 (aus russischen Beständen)
- Datei:Flag of Mali.svg Mali – 8 (aus russischen Beständen)
- Datei:Flag of Morocco.svg Marokko – 50
- Datei:Flag of Mauritania.svg Mauretanien – 20
- redirect Vorlage:MKD-1995 – 142
- Datei:Flag of Moldova.svg Moldau – 18 (aus rumänischen Beständen)
- Datei:Flag of Mongolia.svg Mongolei – 120
- Datei:Flag of Montenegro.svg Montenegro – 12
- Datei:Flag of Mozambique.svg Mosambik – 20 (aus russischen Beständen)
- Datei:Flag of Mauritania.svg Mauretanien – 20 (aus ukrainischen Beständen)
- Datei:Flag of Myanmar.svg Myanmar – 100
- Datei:Flag of Nicaragua.svg Nicaragua – 67 (aus russischen Beständen)
- Datei:Flag of Nigeria.svg Nigeria – 48 (aus Serbien und China)
- Datei:Flag of Niger.svg Niger – 20 (aus ukrainischen Beständen)
- Datei:Flag of North Korea.svg Nordkorea – 200
- Datei:Flag of Oman.svg Oman – 30
- Datei:Flag of Pakistan.svg Pakistan – 190 (aus China), lokale Bezeichnung PRC
- Datei:Flag of Peru.svg Peru – 66 (aus russischen und tschechischen Beständen)
- Datei:Flag of Poland.svg Polen – unbekannte Anzahl
- Datei:Flag of the Republic of the Congo.svg Republik Kongo – 100
- Datei:Flag of Rwanda.svg Ruanda – 6 (aus ägyptischen Beständen)
- Datei:Flag of Romania.svg Rumänien – unbekannte Anzahl
- Datei:Flag of Russia.svg Russland – 2.640 (ursprünglich rund 4.600 Stk. in Bestand)
- Datei:Flag of Zambia.svg Sambia – 25
- Datei:Flag of Serbia.svg Serbien – 80
- Datei:Flag of Seychelles.svg Seychellen – 3 (aus russischen Beständen)
- Datei:Flag of Sierra Leone.svg Sierra Leone – 6 (aus China)
- Datei:Flag of Zimbabwe.svg Simbabwe – 4
- Datei:Flag of Slovakia.svg Slowakei – 52
- Datei:Flag of Somalia.svg Somalia – 12
- Datei:Flag of Sudan.svg Sudan – 25 (aus China und aus ukrainischen Beständen)
- Datei:Flag of South Africa.svg Südafrika – 16 (Beutegeschütze)
- Vorlage:SYR-2024 – 500
- Datei:Flag of Tajikistan.svg Tadschikistan – 13 (aus russischen Beständen)
- Datei:Flag of Tanzania.svg Tansania – 20
- Datei:Flag of the Czech Republic.svg Tschechien – 150
- Datei:Flag of Turkmenistan.svg Turkmenistan – 350
- Datei:Flag of Uganda.svg Uganda – 9 (aus slowakischen Beständen)
- Datei:Flag of Ukraine.svg Ukraine – 390
- Datei:Flag of Uzbekistan.svg Usbekistan – 60
- Datei:Flag of Vietnam.svg Vietnam – 50
- Datei:Flag of Zaire (1971–1997).svg Zaire – 20
Quellen:<ref name="janes-2011" /><ref name="sipri">SIPRI Arms Transfers Database. In: sipri.org. Stockholm International Peace Research Institute, abgerufen am 25. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="MB2023">The International Institute for Strategic Studies (IISS): The Military Balance 2023. Routledge, Vereinigtes Königreich, 2023, ISBN 978-1-032-50895-5.</ref><ref>Geschütze aus DDR-Altbeständen: Deutschland genehmigt Estland Waffenlieferung an Ukraine. In: rnd.de. 26. Februar 2022, abgerufen am 18. Dezember 2022.</ref>
Lieferung ehemals deutscher D-30 an die Ukraine
Um die Lieferung von fünf Haubitzen des Typs aus DDR-Beständen entbrannte Anfang 2022 eine Debatte, nachdem Deutschland die Weitergabe an die Ukraine durch Estland verhindert hatte.<ref>Jörg Römer: Russland-Ukraine-Konflikt: Was können die Haubitzen aus DDR-Beständen leisten? In: Spiegel Online. 31. Januar 2022, abgerufen am 18. Dezember 2022.</ref> Als Begründung wurde seitens der Bundesregierung unter anderem angegeben, dass zu prüfen sei, ob es sich bei der Lieferung von Haubitzen um eine Lieferung defensiver Waffen mit letalen Folgen handeln könnte, da eine Lieferung letaler Waffen in Krisengebiete ausgeschlossen sei.<ref>28. Januar 2022 - Regierungspressekonferenz | BPK. Abgerufen am 26. Februar 2022.</ref> Dies wurde insbesondere mit Verweis auf Lieferungen von Panzerabwehrraketen als defensive Waffen an die Peschmerga kritisiert.<ref>Matthias Kolb, Paul-Anton Krüger, Mike Szymanski: Ukraine-Krise: Das Dilemma der Bundesregierung. In: sueddeutsche.de. 25. Januar 2022, abgerufen am 18. Dezember 2022.</ref> Erst im Laufe der russischen Invasion der Ukraine gab die Bundesregierung ihren Widerstand gegen die Lieferung am 26. Februar 2022 auf.<ref>Indirekte Hilfe aus Deutschland: Waffen für die Ukraine freigegeben. In: tagesschau.de. 26. Februar 2022, abgerufen am 18. Dezember 2022.</ref>
Literatur
- Charles Q. Cutshaw & Leland Ness: Jane’s: Ammunition Handbook 2004–2005. Jane’s Information Group, Vereinigtes Königreich, 2019, ISBN 0-7106-2615-0.
- Christopher F. Foss: Towed Artillery. Jane's Pocket Book 18. 1. Auflage. Mac Donald and Janes' Publishers Ltd, London 1977, S. 92.
- Christopher F. Foss: Jane’s Armour and Artillery 2011–2012. Jane’s Information Group, Vereinigtes Königreich, 2011, ISBN 978-0-7106-2960-9.
- Nikolay Spasskiy: Russia's Arms & Technologies The XXI Century Encyclopedia Vol. 12 - Ordnance and Munitions. A & T Publishing House / Oruzhie i tekhnologii, Russland, 2006, ISBN 978-5-93799-023-5.
- Shelford Bidwell: Brassey’s Artillery of the World. Brassey’s, Vereinigtes Königreich 1981, ISBN 978-0-08-027035-7.
- Steven J. Zaloga Andrew W. Hull, David R. Markov: Soviet/Russian Armor and Artillery Design Practices: 1945 to Present. Darlington Productions, Vereinigte Staaten, 1999, ISBN 978-1-892848-01-7.
- T. J. O’Malley: Moderne Artilleriesysteme. Motorbuch Verlag, Stuttgart, Deutschland, 1996, ISBN 3-613-01758-X.
Weblinks
- D-30 bei Military-today.com (englisch)
- D-30 bei Fas.org (englisch)
- D-30 bei Topwar.ru (russisch)
- D-30 bei Victorymuseum.ru (russisch)
- Гаубица Д-30 - Техника Военных Лет auf YouTube (russisch)
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Navigationsleiste Artillerie der Sowjetunion und Russlands nach 1945