Zum Inhalt springen

Landkreis Rothenburg ob der Tauber

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wappen Deutschlandkarte
Vorlage:Platzhalterbild
Basisdaten (Stand 1972)
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:adm2nd(19057) 49° 23′ N, 10° 11′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:adm2nd(19057) 49° 23′ N, 10° 11′ O
 {{#coordinates:49,3775|10,178888888889|primary
dim= globe= name= region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=adm2nd
  }}
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Verwaltungssitz: Rothenburg ob der Tauber
Fläche: 451,39 km²
Einwohner: 19.057 (27. Mai 1970)
Bevölkerungsdichte: 42 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: ROT
Kreisschlüssel: 09 5 43
Kreisgliederung: 61 Gemeinden
Lage des Landkreises Rothenburg ob der Tauber in Bayern
<imagemap>

Bild:Rothenburg ob der Tauber in Bavaria 1970-05-27.svg|rahmenlos|300x375px|zentriert|Karte

default Kreisreformen in Bayern desc bottom-right </imagemap>

Datei:Wenng's Spezialkarte von Mittelfranken 1897 Ausschnitt Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber.jpg
Bezirksamt Rothenburg auf Ausschnitt der Wenng's Spezialkarte von Mittelfranken von 1897
Datei:Zusammensetzung des Landkreises Ansbach.png
Lage des Landkreises Rothenburg ob der Tauber im heutigen Landkreis Ansbach

Der Landkreis Rothenburg ob der Tauber (bis zum 1. Januar 1939: Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber) gehörte zum bayerischen Regierungsbezirk Mittelfranken. Vor dem Beginn der bayerischen Gebietsreform am Anfang der 1970er Jahre umfasste der Landkreis 61 Gemeinden.<ref>Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern 1964</ref> Der Landkreis führte kein Wappen.

Geographie

Wichtige Orte

Die größten Orte waren Schillingsfürst, Wörnitz, Dombühl und Neusitz. Vom 1. April 1940 bis zum 31. März 1948<ref>Verordnung Nr. 156 über die Wiederverleihung der Kreisunmittelbarkeit vom 9. April 1948 (Gesetz- und Verordnungsbl. Nr. 9/1948, S. 58)</ref> gehörte auch die zuvor und danach wieder kreisunmittelbare Stadt Rothenburg ob der Tauber zum Landkreis.

Nachbarkreise

Der Landkreis grenzte 1972 im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Uffenheim, Ansbach und Feuchtwangen (alle in Bayern) sowie an die Landkreise Crailsheim und Mergentheim (beide in Baden-Württemberg).

Im Westen grenzte der Landkreis auch an die kreisfreie Stadt Rothenburg ob der Tauber.

Geschichte

Bezirksamt

Das Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber wurde im Jahr 1862 durch den Zusammenschluss der Landgerichte älterer Ordnung Rothenburg und Schillingsfürst gebildet.<ref></ref>

Anlässlich der Reform des Zuschnitts der bayerischen Bezirksämter erhielt das Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber am 1. Januar 1880 vom Bezirksamt Ansbach die Gemeinden Anfelden, Bieg, Binzwangen, Buch am Wald, Ermetzhof, Frommetsfelden, Geslau, Gunzendorf, Oberfelden, Poppenbach, Schwabsroth und Stettberg sowie die Gemeinde Preuntsfelden des Bezirksamtes Uffenheim.<ref>Königlich Allerhöchste Verordnung, die Königlich Allerhöchste Verordnung, die Bestimmung der Gerichtssitze und die Bildung der Gerichtsbezirke betreffend. Vom 2. April 1879 (GVBl. S. 383/384)</ref><ref>Königliche Allerhöchste Verordnung, den Bestand der Regierungsbezirke und Bezirksämter betreffend. Vom 19. Juni 1879 (GVBl. S. 675)</ref>

Landkreis

Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.<ref></ref> So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Rothenburg ob der Tauber.

Am 1. April 1940 wurde die kreisfreie Stadt Rothenburg ob der Tauber in den Landkreis eingegliedert. Dies wurde am 1. April 1948 wieder rückgängig gemacht.

Am 1. Juli 1972 wurde der größte Teil des Landkreises Rothenburg ob der Tauber im Zuge der Gebietsreform in Bayern zusammen mit den Landkreisen Feuchtwangen und Dinkelsbühl und der bis dahin kreisfreien Stadt Rothenburg ob der Tauber in den Landkreis Ansbach eingegliedert. Die Gemeinden Ermetzhof und Steinach an der Ens kamen zum Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim.<ref></ref><ref>Verordnung zur Neugliederung Bayerns in Landkreise und kreisfreie Städte vom 27. Dezember 1971</ref>

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1864 16.356 <ref>Eugen Hartmann: Statistik des Königreiches Bayern. Hrsg.: Königlich bayerisches statistisches Bureau. München 1866, Einwohnerzahlen der Bezirksämter 1864 (Digitalisat).</ref>
1885 20.526 <ref>Königlich bayerisches statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. München 1888, Einwohnerzahlen der Bezirksämter 1885 (Digitalisat).</ref>
1900 19.589 <ref name="gvz">Der Regierungsbezirk Mittelfranken im Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. August 2022; abgerufen am 13. Februar 2026.</ref>
1910 19.728 <ref name="gvz" />
1925 19.313 <ref>Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern, nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925</ref>
1939 26.971 <ref>Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich 1940</ref>
1950 25.300 <ref>Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1952</ref>
1960 19.000 <ref>Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1961</ref>
1971 19.000 <ref>Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1973</ref>

Gemeinden

Kursiv gesetzte Orte sind noch heute selbständige Gemeinden. Bei den Orten, die heute nicht mehr selbständig sind, ist vermerkt, zu welcher Gemeinde der Ort heute gehört. Alle Gemeinden des ehemaligen Landkreises gehören heute zum Landkreis Ansbach, außer Steinach an der Ens und Ermetzhof, die heute zum Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim gehören.

Datei:Gemeindekarte ROT 1961.png
Landkreis Rothenburg ob der Tauber, Gemeindegrenzenkarte von 1961

Stadt

  1. Schillingsfürst

Markt

  1. Dombühl

Weitere Gemeinden

  1. Adelshofen
  2. Anfelden (Gemeinde Oberdachstetten)
  3. Bellershausen (Gemeinde Diebach)
  4. Bettenfeld (Stadt Rothenburg ob der Tauber)
  5. Bettwar (Gemeinde Steinsfeld)
  6. Bieg (Markt Colmberg)
  7. Binzwangen (Markt Colmberg)
  8. Bockenfeld (Gemeinde Gebsattel)
  9. Bottenweiler (Gemeinde Wörnitz)
  10. Brunst (Stadt Leutershausen)
  11. Buch am Wald
  12. Burghausen (Gemeinde Windelsbach)
  13. Cadolzhofen (Gemeinde Windelsbach)
  14. Diebach
  15. Dornhausen (Gemeinde Geslau)
  16. Eckartsweiler (Stadt Leutershausen)
  17. Endsee (Gemeinde Steinsfeld)
  18. Erlach (Stadt Leutershausen)
  19. Ermetzhof (Markt Marktbergel)
  20. Erzberg (Gemeinde Wörnitz)
  21. Faulenberg (Stadt Schillingsfürst)
  22. Frommetsfelden (Stadt Leutershausen)
  23. Gailnau (Gemeinde Wettringen)
  24. Gailroth (Gemeinde Schnelldorf)
  25. Gastenfelden (Gemeinde Buch am Wald)
  26. Gattenhofen (Gemeinde Steinsfeld)
  27. Gebsattel
  28. Geslau
  29. Großharbach (Gemeinde Adelshofen)
  30. Gunzendorf (Gemeinde Geslau)
  31. Habelsee (Gemeinde Ohrenbach)
  32. Hagenau (Gemeinde Buch am Wald)
  33. Hartershofen (Gemeinde Steinsfeld)
  34. Insingen
  35. Kirnberg (Gemeinde Gebsattel)
  36. Leuzenbronn (Stadt Rothenburg ob der Tauber)
  37. Lohr (Gemeinde Insingen)
  38. Neusitz
  39. Neustett (Gemeinde Adelshofen)
  40. Nordenberg (Gemeinde Windelsbach)
  41. Oberfelden (Gemeinde Colmberg)
  42. Oberscheckenbach (Gemeinde Ohrenbach)
  43. Oestheim (Gemeinde Diebach)
  44. Ohrenbach
  45. Poppenbach (Gemeinde Colmberg)
  46. Preuntsfelden (Gemeinde Windelsbach)
  47. Schwabsroth (Gemeinde Geslau)
  48. Schweinsdorf (Gemeinde Neusitz)
  49. Steinach an der Ens (Gemeinde Gallmersgarten)
  50. Steinsfeld
  51. Stettberg (Gemeinde Geslau)
  52. Stilzendorf (Gemeinde Schillingsdorf)
  53. Kloster Sulz (Markt Dombühl)
  54. Tauberscheckenbach (Gemeinde Adelshofen)
  55. Tauberzell (Gemeinde Adelshofen)
  56. Wettringen
  57. Wildenholz (Gemeinde Schnelldorf)
  58. Windelsbach
  59. Wörnitz

Kfz-Kennzeichen

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen ROT zugewiesen. Es wurde bis zum 30. April 1973 ausgegeben. Seit dem 10. Juli 2013 ist es wieder im Landkreis Ansbach erhältlich.

Literatur

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Aichach | Alzenau i.UFr. | Amberg | Bad Aibling | Bad Neustadt a.d.Saale | Bad Tölz | Beilngries | Berchtesgaden | Bogen | Brückenau | Burglengenfeld | Dingolfing | Dinkelsbühl | Donauwörth | Ebermannstadt | Ebern | Eggenfelden | Erlangen | Eschenbach i.d.OPf. | Feuchtwangen | Friedberg | Füssen | Gemünden a.Main | Gerolzhofen | Grafenau | Griesbach i.Rottal | Gunzenhausen | Hammelburg | Haßfurt | Hersbruck | Hilpoltstein | Höchstadt a.d.Aisch | Hofheim i.UFr. | Illertissen | Ingolstadt | Karlstadt | Kaufbeuren | Kemnath | Kempten (Allgäu) | Königshofen i.Grabfeld | Kötzting | Krumbach (Schwaben) | Landau a.d.Isar | Lauf a.d.Pegnitz | Laufen | Lohr a.Main | Mainburg | Mallersdorf | Marktheidenfeld | Marktoberdorf | Mellrichstadt | Memmingen | Mindelheim | Münchberg | Nabburg | Naila | Neuburg a.d.Donau | Neunburg vorm Wald | Neustadt a.d.Aisch | Nördlingen | Nürnberg | Obernburg a.Main | Oberviechtach | Ochsenfurt | Parsberg | Pegnitz | Pfarrkirchen | Rehau | Riedenburg | Roding | Rothenburg ob der Tauber | Rottenburg a.d.Laaber | Scheinfeld | Schongau | Schrobenhausen | Schwabach | Schwabmünchen | Sonthofen | Stadtsteinach | Staffelstein | Straubing | Sulzbach-Rosenberg | Uffenheim | Viechtach | Vilsbiburg | Vilshofen | Vohenstrauß | Waldmünchen | Wasserburg a.Inn | Wegscheid | Weilheim i.OB | Weißenburg i.Bay. | Wertingen | Wolfratshausen | Wolfstein


1939–1945 angegliederte Landkreise: Bergreichenstein | Markt Eisenstein | Prachatitz 

Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein