Zum Inhalt springen

Landkreis Hersbruck

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wappen Deutschlandkarte
Datei:Landkreis Hersbruck Vektor.png
Basisdaten (Stand 1972)
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:adm2nd(33000) 49° 30′ N, 11° 26′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:adm2nd(33000) 49° 30′ N, 11° 26′ O
 {{#coordinates:49,508055555556|11,432777777778|primary
dim= globe= name= region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=adm2nd
  }}
Bestandszeitraum: 1862–1972
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Verwaltungssitz: Hersbruck
Fläche: 287,6 km²
Einwohner: 33.000 (31. Dez. 1971)
Bevölkerungsdichte: 115 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: HEB
Kreisschlüssel: 09 5 38
Kreisgliederung: 39 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
8562 Hersbruck
Lage des Landkreises Hersbruck in Bayern
<imagemap>

Bild:Hersbruck in Bavaria 1970-05-27.svg|rahmenlos|300x375px|zentriert|Karte

default Kreisreformen in Bayern desc bottom-right </imagemap>

Der Landkreis Hersbruck gehörte zum bayerischen Regierungsbezirk Mittelfranken. Vor dem Beginn der bayerischen Gebietsreform am Anfang der 1970er Jahre umfasste der Landkreis 39 Gemeinden.<ref>Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern 1964</ref>

Geographie

Wichtige Orte

Die größten Orte waren Hersbruck, Velden, Happurg und Kirchensittenbach.

Nachbarkreise

Der Landkreis grenzte 1972 im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Pegnitz, Eschenbach in der Oberpfalz, Sulzbach-Rosenberg, Neumarkt in der Oberpfalz, Nürnberg, Lauf an der Pegnitz und Forchheim.

Geschichte

Bezirksamt

Das Bezirksamt Hersbruck wurde im Jahr 1862 durch den Zusammenschluss der Landgerichte älterer Ordnung Hersbruck und Lauf an der Pegnitz gebildet.<ref></ref>

Anlässlich der Reform des Zuschnitts der bayerischen Bezirksämter erhielt das Bezirksamt Hersbruck am 1. Januar 1880 die Gemeinden Grünreuth und Hartenstein vom Bezirksamt Eschenbach in der Oberpfalz<ref>Königliche Allerhöchste Verordnung, die Bestimmung der Gerichtssitze und die Bildung der Gerichtsbezirke betreffend. Vom 2. April 1879. Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Bayern, Nr. 19/1879 - S. 355–402</ref><ref>Königliche Allerhöchste Verordnung, den Bestand der Regierungsbezirke und Bezirksämter betreffend. Vom 19. Juni 1879. Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Bayern Nr. 32/1879 - S. 665–679</ref>.

Am 1. Januar 1898 trat das Bezirksamt Nürnberg die Gemeinden Breitenbrunn, Kucha und Offenhausen an das Bezirksamt Hersbruck ab.

Das Bezirksamt Lauf an der Pegnitz wurde 1908 durch Ausgliederung der Gemeinden des Amtsgerichts Lauf an der Pegnitz gebildet.

Am 1. Januar 1911 wurde die Gemeinde Alfeld des Bezirksamtes Sulzbach ins Bezirksamt Hersbruck umgegliedert.

Landkreis

Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.<ref></ref> So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Hersbruck.

Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Hersbruck im Zuge der Gebietsreform in Bayern zusammen mit dem damaligen Landkreis Nürnberg dem Landkreis Lauf an der Pegnitz zugeschlagen.<ref></ref> Die Stadt Nürnberg selbst blieb weiterhin kreisfrei.

Zunächst erhielt der Landkreis die Bezeichnung Lauf an der Pegnitz, am 1. Mai 1973 wurde er in Landkreis Nürnberger Land umbenannt.<ref></ref>

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1864 32.675 <ref>Eugen Hartmann: Statistik des Königreiches Bayern. Hrsg.: Königlich bayerisches statistisches Bureau. München 1866, Einwohnerzahlen der Bezirksämter 1864 (Digitalisat).</ref>
1885 38.172 <ref>Königlich bayerisches statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. München 1888, Einwohnerzahlen der Bezirksämter 1885 (Digitalisat).</ref>
1900 40.471 <ref name="gvz">Der Regierungsbezirk Mittelfranken im Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. August 2022; abgerufen am 13. Februar 2026.</ref>
1910 22.568 <ref name="gvz" />
1925 22.642 <ref>Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern, nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925</ref>
1939 23.576 <ref>Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich 1940</ref>
1950 35.804 <ref>Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1952</ref>
1960 32.000 <ref>Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1961</ref>
1971 33.000 <ref>Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1973</ref>

Gemeinden

Kursiv gesetzte Orte sind noch heute selbständige Gemeinden. Bei den Orten, die heute nicht mehr selbständig sind, ist vermerkt, zu welcher Gemeinde der Ort heute gehört.

Datei:Gemeindekarte HEB 1961.png
Landkreis Hersbruck, Gemeindegrenzenkarte von 1961

 Städte

  1. Hersbruck
  2. Velden

 

Weitere Gemeinden

  1. Alfalter (Gemeinde Vorra)
  2. Alfeld
  3. Algersdorf (Gemeinde Kirchensittenbach)
  4. Altensittenbach (Stadt Hersbruck)
  5. Artelshofen (Gemeinde Vorra)
  6. Arzlohe (Gemeinde Pommelsbrunn)
  7. Aspertshofen (Gemeinde Kirchensittenbach)
  8. Breitenbrunn (Gemeinde Offenhausen)
  9. Ellenbach (Stadt Hersbruck)
  10. Engelthal
  11. Enzendorf (Gemeinde Hartenstein)
  12. Eschenbach (Gemeinde Pommelsbrunn)
  13. Förrenbach (Gemeinde Happurg)
  14. Grünreuth (Gemeinde Hartenstein)
  15. Happurg
  16. Hartenstein
  17. Hartmannshof (Gemeinde Pommelsbrunn)
  18. Heldmannsberg (Gemeinde Pommelsbrunn)
  19. Henfenfeld
  20. Hohenstadt (Gemeinde Pommelsbrunn)
  21. Hubmersberg (Gemeinde Pommelsbrunn)
  22. Kainsbach (Gemeinde Happurg)
  23. Kirchensittenbach
  24. Kleedorf (Gemeinde Kirchensittenbach)
  25. Kruppach (Gemeinde Engelthal)
  26. Kucha (Gemeinde Offenhausen)
  27. Oberkrumbach (Gemeinde Kirchensittenbach)
  28. Offenhausen
  29. Pollanden (Gemeinde Alfeld)
  30. Pommelsbrunn
  31. Reichenschwand
  32. Sendelbach (Gemeinde Engelthal)
  33. Thalheim (Gemeinde Happurg)
  34. Treuf (Gemeinde Kirchensittenbach)
  35. Viehhofen (Gemeinde Velden)
  36. Vorra
  37. Wallsdorf (Gemeinde Kirchensittenbach)

 

Gemeindefreies Gebiet

  1. Hartenstein

Bezirksamtsvorstände und Landräte (ab 1939)

Kfz-Kennzeichen

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen HEB zugewiesen. Es wurde bis zum 18. August 1974 ausgegeben. Seit dem 15. Juli 2013 ist es im Landkreis Nürnberger Land erhältlich (Kennzeichenliberalisierung).

Literatur

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Aichach | Alzenau i.UFr. | Amberg | Bad Aibling | Bad Neustadt a.d.Saale | Bad Tölz | Beilngries | Berchtesgaden | Bogen | Brückenau | Burglengenfeld | Dingolfing | Dinkelsbühl | Donauwörth | Ebermannstadt | Ebern | Eggenfelden | Erlangen | Eschenbach i.d.OPf. | Feuchtwangen | Friedberg | Füssen | Gemünden a.Main | Gerolzhofen | Grafenau | Griesbach i.Rottal | Gunzenhausen | Hammelburg | Haßfurt | Hersbruck | Hilpoltstein | Höchstadt a.d.Aisch | Hofheim i.UFr. | Illertissen | Ingolstadt | Karlstadt | Kaufbeuren | Kemnath | Kempten (Allgäu) | Königshofen i.Grabfeld | Kötzting | Krumbach (Schwaben) | Landau a.d.Isar | Lauf a.d.Pegnitz | Laufen | Lohr a.Main | Mainburg | Mallersdorf | Marktheidenfeld | Marktoberdorf | Mellrichstadt | Memmingen | Mindelheim | Münchberg | Nabburg | Naila | Neuburg a.d.Donau | Neunburg vorm Wald | Neustadt a.d.Aisch | Nördlingen | Nürnberg | Obernburg a.Main | Oberviechtach | Ochsenfurt | Parsberg | Pegnitz | Pfarrkirchen | Rehau | Riedenburg | Roding | Rothenburg ob der Tauber | Rottenburg a.d.Laaber | Scheinfeld | Schongau | Schrobenhausen | Schwabach | Schwabmünchen | Sonthofen | Stadtsteinach | Staffelstein | Straubing | Sulzbach-Rosenberg | Uffenheim | Viechtach | Vilsbiburg | Vilshofen | Vohenstrauß | Waldmünchen | Wasserburg a.Inn | Wegscheid | Weilheim i.OB | Weißenburg i.Bay. | Wertingen | Wolfratshausen | Wolfstein


1939–1945 angegliederte Landkreise: Bergreichenstein | Markt Eisenstein | Prachatitz 

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein