Endsee (Steinsfeld)
Endsee Gemeinde Steinsfeld
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(103)&title=Endsee 49° 27′ N, 10° 14′ O
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| Höhe: | 411 (408–428) m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 103 (Jan. 2023)<ref name="Steinsfeld"/> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Mai 1978 | |||||
| Postleitzahl: | 91628 | |||||
| Vorwahl: | 09843 | |||||
Endsee ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Steinsfeld im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Endsee hat eine Fläche von 7,071 km². Sie ist in 543 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 13.022,21 m² haben.<ref>Gemarkung Endsee (092938). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 26. September 2024.</ref> In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Gypshütte.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 3. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Etwa einen halben Kilometer südlich des Dorfes befindet sich der Endseer Berg (471 m ü. NHN). In der Gemarkung liegen der Endsee und der Neue See.<ref name="BayernAtlas">Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 23. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref> Südöstlich von Endsee befindet sich der Gipsbruch Endsee. Der als Geotop ausgewiesene ehemalige Steinbruch gehört zu den 100 schönsten Geotopen in Bayern.<ref name="Endsee">Endsee auf der Website steinsfeld.de</ref>
Die Staatsstraße 2416 führt nach Reichelshofen zur St 2419 (2 km westlich) bzw. zur Anschlussstelle 107 der A 7 (0,9 km östlich). Die Staatsstraße wird nach der Anschlussstelle als B 470 fortgeführt, über die man nach Steinach an der Ens (1,1 km östlich) gelangt. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Kreisstraße AN 32 bei Habelsee (1,8 km nördlich), eine weitere ebenfalls zur AN 32 bei Ohrenbach (3,5 km nordwestlich).<ref name="BayernAtlas"/>
Geschichte
Der Ort wurde 798 als „Entse“ erstmals urkundlich erwähnt.<ref name="Endsee"/>
Beim Ort gab es ursprünglich ein Schloss (Altes Schloss), das den Herren von Banner gehörte<ref name="B18">J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 18f.</ref> und um 1100 erbaut wurde.<ref name="Endsee"/> Nachdem diese ausgestorben waren, kam es in den Besitz des Hauses Hohenlohe. 1367 verkauften Gerlach und Gottfried von Hohenlohe das Schloss samt Ort an die Reichsstadt Rothenburg. 1407 wurde auf kaiserlichen Befehl das Endseer Schloss abgebrochen und geschleift. Vorausgegangen war ein Streit des Burggrafen Friedrich von Nürnberg mit der Reichsstadt Rothenburg.<ref name="B18"/>
Unter Führung des französischen Generals Ezéchiel de Mélac sollen im November 1688 französische Mordbrenner 35 Häuser angezündet und erheblichen Schaden angerichtet haben.<ref name="B18"/>
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Endsee dem Steuerdistrikt Steinach zugeordnet.<ref name="OV 1818"/> Wenig später entstand die Ruralgemeinde Endsee. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Rothenburg zugeordnet<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 66 (Digitalisat).</ref> und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Rothenburg ob der Tauber (1919 in Finanzamt Rothenburg ob der Tauber umbenannt). Spätestens 1840 wurde Gypshütte von Hartershofen umgemeindet.<ref name="OV 1846"/> Ab 1862 übernahm das Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber die Verwaltung (1939 in Landkreis Rothenburg ob der Tauber umbenannt) und das Stadt- und Landgericht Rothenburg ob der Tauber die Gerichtsbarkeit (1879 in Amtsgericht Rothenburg ob der Tauber umbenannt). Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 7,108 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Mai 1978 nach Steinsfeld eingemeindet.<ref> </ref><ref>Steinsfeld > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 29. April 2025.</ref>
Bis 1975 hatte der Ort einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Steinach bei Rothenburg–Dombühl.
Baudenkmäler
In Endsee gibt es drei Baudenkmäler:<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Steinsfeld (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Haus Nr. 3: Eingeschossiges Wohnstallhaus mit Fachwerkgiebel, 17. Jahrhundert.<ref>Ursprüngliche Hausnummer 1.</ref>
- Haus Nr. 37: Zugehörig Fachwerkscheune, 1807.<ref>Ursprüngliche Hausnummer 16.</ref>
- Haus Nr. 46: Eingeschossiges Fachwerkwohnstallhaus, erste Hälfte 19. Jahrhundert.<ref>Ursprüngliche Hausnummer 12.</ref>
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- ehemalige Baudenkmäler
- Haus Nr. 3: Schlichtes zweigeschossiges Fachwerkwohnstallhaus aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts<ref name="Ramisch">H. K. Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber, S. 29. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Ursprüngliche Hausnummerierung.</ref>
- Haus Nr. 15: Ehemalige Schafscheune. Kleines Fachwerkwohnstallhaus des frühen 19. Jahrhunderts in bedenklichen Bauzustand.<ref name="Ramisch"/>
Bodendenkmäler
In der Gemarkung Endsee gibt es 16 Bodendenkmäler, darunter:<ref name="Denkmalliste"/>
- Burgstall Endsee: Umfangreiche Wall-Grabenanlage, Brunnenschacht aus Hausteinen, Fundamente des ehemaligen Bergfrieds, Buckelquaderwerk 12./13. Jahrhundert.
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Einwohnerentwicklung
Gemeinde Endsee
Ort Endsee
| Jahr | 1818 | 1840 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2009 | 2015 | 2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 150 | 166 | 164 | 158 | 179 | 177 | 158 | 300 | 180 | 166 | 145 | 121 | 111 | 103 |
| Häuser<ref name="Häuser"/> | 23 | 25 | 29 | 30 | 29 | 36 | 32 | 37 | ||||||
| Quelle | <ref name="OV 1818"/> | <ref name="OV 1846"/> | <ref name="OV 1861"/> | <ref name="OV 1875"/> | <ref name="OV 1885"/> | <ref name="OV 1900"/> | <ref name="OV 1925"/> | <ref name="OV 1950"/> | <ref name="OV 1961"/> | <ref name="OV 1970"/> | <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 331 (Digitalisat).</ref> | <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. auf: steinsfeld.de</ref> |
<ref name="Steinsfeld">Gemeindedaten. In: steinsfeld.de. Abgerufen am 27. Juni 2023.</ref> |
Religion
Endsee ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Maria (Steinach an der Ens) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannis (Rothenburg ob der Tauber) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Endsee. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 18–19 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 25). Deutscher Kunstverlag, München 1967, DNB 457879254, S. 27–29.
- Vorlage:Stumpf Bayern 2. Teil 1853
Weblinks
- Endsee. In: steinsfeld.de. Abgerufen am 27. Juni 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Endsee in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Endsee im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
- Klapphocker
Einzelnachweise
<references responsive />
Bettwar | Chausseehaus | Ellwingshofen | Endsee | Gattenhofen | Gypshütte | Hartershofen | Possenmühle | Reichelshofen | Steinsfeld | Urphershofen
- Seiten mit Skriptfehlern
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- Ort im Landkreis Ansbach
- Ortsteil von Steinsfeld
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Ansbach)
- Ersterwähnung 798
- Gemeindeauflösung 1978
- Gemarkung im Landkreis Ansbach