Anfelden (Oberdachstetten)
Anfelden Gemeinde Oberdachstetten
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(104)&title=Anfelden 49° 25′ N, 10° 24′ O
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| Höhe: | 453 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 3,33 km²<ref name="Gemarkung"/> | |||||
| Einwohner: | 104 (Dez. 2021)<ref>Zahlen & Fakten. In: oberdachstetten.de. Abgerufen am 18. Juni 2023.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 31 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 91617 | |||||
| Vorwahl: | 09845 | |||||
Anfelden ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Oberdachstetten im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Anfelden hat eine Fläche von 3,331 km². Sie ist in 386 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 8630,57 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Anfelden (093104). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 20. September 2024.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Dorf befindet sich am südlichen Rand der Frankenhöhe. Durch den Ort fließt der Grundgraben, ein rechter Zufluss des Egelbachs, der wiederum ein rechter Zufluss der Fränkischen Rezat ist. 1 km südlich im Waldgebiet Löchlein erhebt sich der Landsknecht (526 m ü. NHN). 0,5 km westlich liegen die Waldgebiete Kohlbrunnenschlag und Dachsschlag, 0,5 km nördlich der Hartschlag. Zwischen Hartschlag und Kohlbrunnenschlag befindet sich das Naturschutzgebiet Weiherboden.
Die Staatsstraße 2245 führt nach Oberdachstetten zur B 13 (1,3 km östlich) bzw. an Oberhegenau vorbei zur Staatsstraße 2250 bei Unterfelden (5,5 km südlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt ebenfalls zur B 13 (1 km nördlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1291 als „Anevelth“ erstmals urkundlich erwähnt.<ref>R. Krusche: Am Ursprung der Rezat. Historisches von und um Oberdachstetten, S. 194.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Anfelden 22 Anwesen (1 Hof, 6 Halbhöfe, 9 Köblergüter, 1 Söldengütlein, 2 halbe Köblergüter, 2 Leerhäuser, 1 Wirtschaft) und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Stiftsamt Ansbach.<ref name="J828">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 828.</ref> Es gab 20 Untertansfamilien.<ref>Johann Bernhard Fischer: Anfelden. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 15 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 86.</ref>
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J976"/>
1806 kam Anfelden an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Anfelden dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Oberdachstetten und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Oberdachstetten zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 964.</ref> Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Anfelden. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Leutershausen zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Colmberg. Von 1862 bis 1879 gehörte Anfelden zum Bezirksamt Ansbach, von 1880 bis 1972 zum Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber (1939 in Landkreis Rothenburg ob der Tauber umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Leutershausen, ab 1880 war das Amtsgericht Rothenburg ob der Tauber zuständig, das seit 1973 eine Zweigstelle des Amtsgerichtes Ansbach ist. Die Finanzverwaltung wurde 1880 vom Rentamt Rothenburg ob der Tauber übernommen (1919 in Finanzamt Rothenburg ob der Tauber umbenannt), das seit 1973 eine Zweigstelle des Finanzamtes Ansbach ist.<ref name="J976">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 976 f.</ref> Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 3,357 km².<ref name="OV 1961"/>
Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Oberdachstetten eingemeindet und kam zugleich an den Landkreis Ansbach.<ref> </ref><ref>Oberdachstetten > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 14. März 2025.</ref>
Baudenkmäler
- Haus Nr. 8: eingeschossiges Fachwerkwohnstallhaus, Krüppelwalm, 18. Jahrhundert<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Oberdachstetten (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Kelleranlage bei Haus Nr. 30: Quadermauerwerk, Eingänge 18./19. Jahrhundert<ref name="Denkmalliste"/>
- Zwei Steinkreuze in Richtung Oberfelden und an der Straßenkreuzung Anfelden-Oberfelden-Poppenbach: spätmittelalterlich, Sandstein.<ref name="Denkmalliste"/><ref>Anfelden. In: suehnekreuz.de. Abgerufen am 31. Juli 2023.</ref>
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Bodendenkmäler
In der Gemarkung Anfelden gibt es zwei Bodendenkmäler.<ref name="Denkmalliste"/> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Oberdachstetten) gepfarrt.<ref name="J828"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannis (Rothenburg ob der Tauber) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Anfelden. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 86 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Robert Krusche: Am Ursprung der Rezat. Historisches von und um Oberdachstetten. 2. überarbeitete und erweiterte Auflage. Oberdachstetten 1988, S. 194–196.
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 25). Deutscher Kunstverlag, München 1967, DNB 457879254, S. 12.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Anfelden in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Anfelden im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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