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Anfelden (Oberdachstetten)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Anfelden
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(104)&title=Anfelden 49° 25′ N, 10° 24′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(104) 49° 24′ 54″ N, 10° 24′ 5″ O
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Höhe: 453 m ü. NHN
Fläche: 3,33 km²<ref name="Gemarkung"/>
Einwohner: 104 (Dez. 2021)<ref>Zahlen & Fakten. In: oberdachstetten.de. Abgerufen am 18. Juni 2023.</ref>
Bevölkerungsdichte: 31 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 91617
Vorwahl: 09845

Anfelden ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Oberdachstetten im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Anfelden hat eine Fläche von 3,331 km². Sie ist in 386 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 8630,57 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Anfelden (093104). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 20. September 2024.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>

Geografie

Das Dorf befindet sich am südlichen Rand der Frankenhöhe. Durch den Ort fließt der Grundgraben, ein rechter Zufluss des Egelbachs, der wiederum ein rechter Zufluss der Fränkischen Rezat ist. 1 km südlich im Waldgebiet Löchlein erhebt sich der Landsknecht (526 m ü. NHN). 0,5 km westlich liegen die Waldgebiete Kohlbrunnenschlag und Dachsschlag, 0,5 km nördlich der Hartschlag. Zwischen Hartschlag und Kohlbrunnenschlag befindet sich das Naturschutzgebiet Weiherboden.

Die Staatsstraße 2245 führt nach Oberdachstetten zur B 13 (1,3 km östlich) bzw. an Oberhegenau vorbei zur Staatsstraße 2250 bei Unterfelden (5,5 km südlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt ebenfalls zur B 13 (1 km nördlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Geschichte

Der Ort wurde 1291 als „Anevelth“ erstmals urkundlich erwähnt.<ref>R. Krusche: Am Ursprung der Rezat. Historisches von und um Oberdachstetten, S. 194.</ref>

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Anfelden 22 Anwesen (1 Hof, 6 Halbhöfe, 9 Köblergüter, 1 Söldengütlein, 2 halbe Köblergüter, 2 Leerhäuser, 1 Wirtschaft) und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Stiftsamt Ansbach.<ref name="J828">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 828.</ref> Es gab 20 Untertansfamilien.<ref>Johann Bernhard Fischer: Anfelden. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 15 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 86.</ref>

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J976"/>

1806 kam Anfelden an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Anfelden dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Oberdachstetten und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Oberdachstetten zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 964.</ref> Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Anfelden. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Leutershausen zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Colmberg. Von 1862 bis 1879 gehörte Anfelden zum Bezirksamt Ansbach, von 1880 bis 1972 zum Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber (1939 in Landkreis Rothenburg ob der Tauber umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Leutershausen, ab 1880 war das Amtsgericht Rothenburg ob der Tauber zuständig, das seit 1973 eine Zweigstelle des Amtsgerichtes Ansbach ist. Die Finanzverwaltung wurde 1880 vom Rentamt Rothenburg ob der Tauber übernommen (1919 in Finanzamt Rothenburg ob der Tauber umbenannt), das seit 1973 eine Zweigstelle des Finanzamtes Ansbach ist.<ref name="J976">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 976 f.</ref> Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 3,357 km².<ref name="OV 1961"/>

Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Oberdachstetten eingemeindet und kam zugleich an den Landkreis Ansbach.<ref> </ref><ref>Oberdachstetten > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 14. März 2025.</ref>

Baudenkmäler

  • Haus Nr. 8: eingeschossiges Fachwerkwohnstallhaus, Krüppelwalm, 18. Jahrhundert<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Oberdachstetten (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
  • Kelleranlage bei Haus Nr. 30: Quadermauerwerk, Eingänge 18./19. Jahrhundert<ref name="Denkmalliste"/>
  • Zwei Steinkreuze in Richtung Oberfelden und an der Straßenkreuzung Anfelden-Oberfelden-Poppenbach: spätmittelalterlich, Sandstein.<ref name="Denkmalliste"/><ref>Anfelden. In: suehnekreuz.de. Abgerufen am 31. Juli 2023.</ref>

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Bodendenkmäler

In der Gemarkung Anfelden gibt es zwei Bodendenkmäler.<ref name="Denkmalliste"/> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Einwohnerentwicklung

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987 2006 2015 2019
Einwohner 125 115 134 128 112 109 114 121 120 131 119 113 125 124 128 128 122 104 121 183 188 179 113 101 92 97 95 111
Häuser<ref>Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> 27 25 26 25 25 26 24 24 23 24
Quelle <ref>Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 5 (Digitalisat).</ref> <ref>Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 185–186 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV1">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 164, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV1"/> <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 988, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>

Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 152 (Digitalisat). </ref> || <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1151, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1171 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV2">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 181, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> || <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1243 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV2"/> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV2"/> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1281 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV2"/> || <ref name="HGV2"/> || <ref name="HGV2"/> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1108 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV2"/> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 812 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 171 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 330 (Digitalisat).</ref> || || <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.oberdachstetten.de (Memento vom 28. März 2017 im Internet Archive)</ref> || <ref>Anfelden-Gemeinde Oberdachstetten. In: oberdachstetten.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Januar 2021; abgerufen am 11. Februar 2021.</ref>

Religion

Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Oberdachstetten) gepfarrt.<ref name="J828"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannis (Rothenburg ob der Tauber) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>

Literatur

Weblinks

Fußnoten

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