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Höfles

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Kreisfreie Stadt Nürnberg
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(313)&title=H%C3%B6fles 49° 29′ N, 11° 2′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(313) 49° 29′ 23″ N, 11° 1′ 54″ O
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Höhe: 307 m ü. NHN
Fläche: 1,67 km²
Einwohner: 313 (31. Dez. 2005)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. April 1928
Postleitzahl: 90427
Vorwahl: 0911
Datei:Nürnberg Gemarkung 3433.svg
Karte
Lage der Gemarkung 3433 Höfles in Nürnberg

Höfles (nürnbergisch: Häjflas<ref>D. Fastnacht: Nürnberg, S. 161. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: hęivlɐs.</ref>) ist ein Stadtteil der kreisfreien Stadt Nürnberg und bildet zusammen mit Buch und Schnepfenreuth den Statistischen Bezirk 73.

Geographie

Höfles liegt im Norden der Stadt im Knoblauchsland. Nachbarorte sind (dem Uhrzeigersinn folgend und im Norden beginnend) der Fürther Stadtteil Braunsbach, die Nürnberger Stadtteile Buch, Schnepfenreuth und Kriegsopfersiedlung sowie der Fürther Stadtteil Poppenreuth. 0,5 km westlich befindet sich der Lerchenbühl. Südlich des Ortes fließt der Poppenreuther Landgraben, ein rechter Zufluss der Pegnitz.<ref name="BayernAtlas">Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 30. Juli 2025.</ref>

Geschichte

Entstanden ist das Dorf durch eine Rodung der Herren von Stein und zum ersten Mal unter der Bezeichnung „Houelines“ mit der Übergabe des Ortes an die Nürnberger Burggrafschaft 1281 durch König Rudolf I. urkundlich erwähnt worden. Unter dem Namen „Höfleins“ wurde das Dorf 1427 von Markgraf Friedrich I. an die Reichsstadt Nürnberg verkauft.<ref>G. Voit: Höfles, in: Stadtlexikon Nürnberg, S. 454.</ref> Im Ersten Markgrafenkrieg wurde das Dorf zerstört.<ref>D. Fastnacht: Nürnberg, S. 160f.</ref>

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Höfles aus 22 Anwesen. Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, was vom brandenburg-bayreuthischen Oberamt Baiersdorf bestritten wurde. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Amt der Vesten. Alleiniger Grundherr war die Reichsstadt Nürnberg: Amt der Vesten (10 Halbhöfe, 5 Gütlein, Hirtenhaus), Landesalmosenamt (2 Halbhöfe, 2 Güter) und Spitalamt (1 Hof, 1 Gut).<ref name="H127">H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 127.</ref>

1796 wurde Höfles wie das gesamte Knoblauchsland unter die Verwaltung Preußens gestellt. Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Erlangen. 1810 kam Höfles an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Höfles dem 1813 gebildeten Steuerdistrikt und der im selben Jahr gebildeten Ruralgemeinde Buch zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Höfles. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Erlangen zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Erlangen. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden 2 Anwesen von 1821 bis 1848 dem Patrimonialgericht Buchschwabach. Ab 1862 gehörte Höfles zum Bezirksamt Fürth und zum Landgericht Fürth (ab 1876 Stadt- und Landgericht Fürth, 1879 in Amtsgericht Fürth umbenannt). Die Finanzverwaltung wurde 1871 vom Rentamt Fürth übernommen (1919 in Finanzamt Fürth umbenannt).<ref name="H240">H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 240. Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 31 (Digitalisat).</ref> Die Gemeinde hatte 1904 eine Gebietsfläche von 1,754 km².<ref name="OV 1900"/> Am 1. April 1928 wurde Höfles nach Nürnberg eingemeindet.<ref></ref><ref>Nürnberg > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 30. Juli 2025.</ref> Seitdem ist das Amtsgericht und Finanzamt Nürnberg zuständig.<ref name="H240"/>

Baudenkmäler

Datei:Gasthaus Jägerhaus von Heinrich Ermann in Höfles Ansichtskarte um 1900 Ausschnitt.jpg
So sah das ehemalige Gasthaus in der Hauptstraße 61 um das Jahr 1900 aus. Die Eingangstür fehlt.

In Höfles gibt es vier Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Nürnberg (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>

  • Höfleser Hauptstr. 61: Ehemaliges Gasthaus
  • Höfleser Hauptstr. 66: Bauernhaus
  • Höfleser Hauptstr. 74: Herrensitz von 1762, heute Gasthof „Altes Schloss“
  • Höfleser Hauptstr. 82: Grundstücksummauerung

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ehemalige Baudenkmäler
  • Breitenäckerweg 2 und 6: Eingeschossige verputzte Bauernhäuser des 18./19. Jahrhunderts, mit Scheunen.<ref name="F356">G. P. Fehring u. a.: Die Stadt Nürnberg, S. 356. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
  • Höfleser Hauptstr. 62, 78, 84: Schlichte eingeschossige Giebelhäuser des 18./19. Jahrhunderts; Haus Nr. 62 mit Fachwerkscheune.<ref name="F356"/>
  • Höfleser Hauptstr. 65: Eingeschossiger Sandsteinbau der Mitte des 19. Jahrhunderts; mit dreigeschossigem Giebel, in diesem Rundfenster mit Fischblase.<ref name="F356"/>
  • Höfleser Hauptstr. 69: Sandsteinmauer mit barocker Bekrönung 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts.<ref name="F356"/>
  • Höfleser Hauptstr. 71: Sandsteinmauer; Torpfosten mit klassizistischer Bekrönung, bezeichnet „Wilhelm Haller / 1862“.<ref name="F356"/>
  • Höfleser Hauptstr. 73: Eingeschossiges Bauernhaus mit zweigeschossigem Mäandervolutengiebel und Vasenaufsätzen, bezeichnet „1825“. Hoftor mit Sandsteinpfeilern.<ref name="F356"/>

Einwohnerentwicklung

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925
Einwohner 121 150 162 178 182 161 169 161 194 215 193 203 198 190 188 176 196
Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, von 1871 bis 1925 als Wohngebäude.</ref> 22 22 22 44 26 27
Quelle <ref>Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 42 (Digitalisat).</ref> <ref>Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 90 (Digitalisat). Laut Historischem Gemeindeverzeichnis hatte die Gemeinde 153 Einwohner.</ref> <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 172, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV"/> <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1028, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>

Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 161 (Digitalisat). </ref> || <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1192, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1123 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1191 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/>

Religion

Höfles ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Peter und Paul (Poppenreuth) gepfarrt,<ref name="H127"/> gegenwärtig ist die Versöhnungskirche (Nürnberg) zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Thomas (Boxdorf) gepfarrt.<ref>D. Fastnacht: Nürnberg, S. 160.</ref>

Verkehr

Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft zu einer Gemeindeverbindungsstraße bei Poppenreuth und Ronhof (1,1 km südwestlich) bzw. an Buch vorbei zur Bundesstraße 4 (1,6 km östlich). Zwei Gemeindeverbindungsstraßen verlaufen zur Kriegsopfersiedlung (1,8 km südlich).<ref name="BayernAtlas"/>

Die beiden Haltestellen der Stadtbuslinie 33 befinden sich zentral gelegen am östlichen und westlichen Ende des Ortskerns. Des Weiteren ist die Haltestelle Höfles West sowohl Start als auch Endpunkt der Stadtbuslinie 99.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

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