Galgenmühle (Ansbach)
Galgenmühle Kreisfreie Stadt Ansbach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Galgenm%C3%BChle 49° 19′ N, 10° 35′ O
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| Höhe: | 417 m ü. NHN | |||||
| Postleitzahl: | 91522 | |||||
| Vorwahl: | 0981 | |||||
Galgenmühle (fränkisch: Galng-mil<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 79. Dort folgendermaßen transkribiert: „galngmíl“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Galgenmühle liegt in der Gemarkung Hennenbach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Die ehemalige Einöde bildet mit Ansbach im Westen und Süden, Hennenbach im Norden und Kammerforst im Osten eine geschlossene Siedlung. Unmittelbar nördlich fließt der Hennenbach.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 21. Juli 2023.</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1400 als „Galgenmül“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet Zur Mühle unter dem Galgenberg.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 79f.</ref> Ursprünglich war die Galgenmühle ein Würzburger Stiftslehen, 1468 ging sie in den Besitz von Ludwig von Eyb in Sommersdorf über, der sie noch im selben Jahr an das Gumbertusstift verkaufte.<ref>K. H. v. Lang: Landgericht Ansbach, S. 17 f.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Galgenmühle zur Realgemeinde Hennenbach. Die Mühle hatte das brandenburg-ansbachische Stiftsamt Ansbach als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt Galgenmühle die Hausnummern 25 und 26 des Ortes Hennenbach.<ref name="J866">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 866f.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Galgenmühl. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 18 (Digitalisat).</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J994">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 994.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Galgenmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Hennenbach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Hennenbach zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> Diese wurde am 1. Juli 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Ansbach eingegliedert.<ref name="J994"/><ref>Ansbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 17. März 2025.</ref>
Ehemaliges Baudenkmal
- Zweigeschossiges Gebäude 17./18. Jahrhundert<ref>G. P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach, S. 95. Denkmalschutz mittlerweile aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
Einwohnerentwicklung
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Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannis (Ansbach) gepfarrt.<ref name="J866"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Galgenmühl. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 273 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 79–80.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 95.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Vorlage:Landgericht Ansbach 1809
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Galgenmühle in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Galgenmühle im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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