Sommersdorf (Burgoberbach)
Sommersdorf Gemeinde Burgoberbach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(171)&title=Sommersdorf 49° 12′ N, 10° 35′ O
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| Höhe: | 424 (420–436) m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 1,91 km²<ref name="Gemarkung"/> | |||||
| Einwohner: | 171 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 90 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 91595 | |||||
| Vorwahl: | 09805 | |||||
Sommersdorf ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Burgoberbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Sommersdorf hat eine Fläche von 1,912 km². Sie ist in 294 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6502,99 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Sommersdorf (093221). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 20. September 2024.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 5. Oktober 2024.</ref>
Der Ort ist bekannt für die Mumien im Schloss Sommersdorf.<ref>Konservierte Körper: Rätsel um Kindermumie auf Schloss Sommersdorf. Spiegel Online, 27. Juli 2014, abgerufen am 3. Dezember 2016.</ref><ref>Bayern: Die Mumien von Schloss Sommersdorf. www.burgerbe.de, 15. Oktober 2014, abgerufen am 3. Dezember 2016.</ref>
Geografie
Durch das Pfarrdorf fließt der Irrebach, ein linker Zufluss der Altmühl, etwas weiter südlich fließt der Altbach, ebenfalls ein linker Zufluss der Altmühl. Im Norden liegt das Kappelfeld, im Nordosten das Herrenholz, 0,75 km südwestlich der Mühlbuck.
Die Staatsstraße 2221 führt nach Niederoberbach (1 km nördlich) bzw. nach Kleinried (1,2 km südlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zu einer Gemeindeverbindungsstraße (1,3 km nordwestlich) zwischen Winkel (1 km westlich) und Niederoberbach (1 km nordöstlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße verläuft zur Staatsstraße 2220 (0,9 km südöstlich) zwischen Kleinried (1 km südwestlich) und Irrebach (1 km nordöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 16. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 888 als „Sunnemannesdorf“ erstmals urkundlich erwähnt. In dieser Urkunde gab der Eichstätter Bischof Erchanbald den Besitz der aufgelösten Herriedener Benediktinerabtei St. Salvator, zu dem auch Sommersdorf gehörte, zu Lehen. In der Rauenzeller Stiftungsurkunde von 1208 wurde ein Gerhardus von Sunnemannesdorph erwähnt, ein ortsansässiger Adeliger. 1275 wurde dieses Geschlecht letztmals erwähnt. 1314 hat kurzzeitig ein Chunrat von Nazzenfels Sommersdorf zu Lehen, aber bereits drei Jahre später fällt dieses wieder dem Eichstätter Bischof zu.<ref> </ref> In der Folgezeit war das Adelsgeschlecht von Eyb dort ansässig, das im späten 14. Jahrhundert die heutige Burg Sommersdorf erbaute. 1550 kaufte Wolf von Crailsheim zu Neuhaus diese Burg und das Gut Sommersdorf. Er führte ein Jahr später das lutherische Bekenntnis ein. Das Schloss Sommersdorf ist seither bis heute im Besitz des Adelsgeschlechts von Crailsheim.
Der Ort lag im Fraischbezirk des Oberamtes Ansbach. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Sommersdorf 14 Untertansfamilien. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatten die Herren von Crailsheim.<ref>Johann Bernhard Fischer: Sommersdorf. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 25 (Digitalisat).</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.
1806 kam Sommersdorf an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 der Steuerdistrikt Sommersdorf gebildet, zu dem Niederoberbach, Reisach, Thann und Winkel gehörten. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Sommersdorf, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Herrieden zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Herrieden (1919 in Finanzamt Herrieden umbenannt, seit 1929 Finanzamt Ansbach). Der Ort hatte ursprünglich Marktrecht.<ref>Joseph Anton Eisenmann, Karl Friedrich Hohn (Hrsg.): Topo-geographisch-statistisches Lexicon vom Königreiche Bayern. Band 2: M–Z. Palm und Enke, Erlangen 1832, OCLC 258665698, S. 693 (Digitalisat).</ref><ref name="OV 1846"/> Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurden drei Ruralgemeinden gebildet:
- Niederoberbach mit Reisach;
- Sommersdorf;
- Thann mit Winkel.
Ab 1862 gehörte Sommersdorf zum Bezirksamt Feuchtwangen (1939 in Landkreis Feuchtwangen umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Herrieden (1879 in Amtsgericht Herrieden umbenannt), seit 1931 ist das Amtsgericht Ansbach zuständig. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 1,882 km².<ref name="OV 1961"/>
Am 1. Januar 1972 wurde Sommersdorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Burgoberbach eingemeindet.<ref> </ref><ref>Burgoberbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 22. März 2025.</ref>
Baudenkmäler
- Ehemalige Ganerbenburg und Wasserschloss<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Burgoberbach (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Evangelisch-lutherische Pfarrkirche<ref name="Denkmalliste"/>
- Pfarrhaus<ref name="Denkmalliste"/>
- Ehemaliges Kastenamts- und Schulhaus<ref name="Denkmalliste"/>
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach Sommersdorf gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Laurentius (Großenried) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Pfarrverband Burgheide. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 17. März 2023.</ref>
Söhne des Ortes
- Ludwig von Eyb der Ältere (1417–1502), Ritter, Politiker und Richter
- Anselm von Eyb (1444–1477), Hofbeamter und Jurist
- Ludwig von Eyb der Jüngere (1450–1521), Hofbeamter, Heerführer und Schriftsteller
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Sommersdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 350 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Feuchtwangen (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 21). Deutscher Kunstverlag, München 1964, DNB 453909426, S. 115–118.
Weblinks
- Schloss Sommersdorf
- Zur Geschichte des Schlosses Sommersdorf
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Sommersdorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Sommersdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Burgoberbach | Dierersdorf | Gerersdorf | Neuses | Niederoberbach | Reisach | Sommersdorf
Sonstiger Wohnplatz: Hesselmühle
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Ort im Landkreis Ansbach
- Geographie (Burgoberbach)
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Ansbach)
- Ersterwähnung 888
- Gemeindegründung 1810
- Gemeindeauflösung 1971
- Kirchdorf (Siedlungstyp)
- Gemarkung im Landkreis Ansbach