Aumühle (Ansbach)
Aumühle Kreisfreie Stadt Ansbach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(10)&title=Aum%C3%BChle 49° 17′ N, 10° 36′ O
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dim=10000 | globe= | name=Aumühle | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 400 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 10 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91522 | |||||
| Vorwahl: | 0981 | |||||
Aumühle (fränkisch: Ah-miel<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 43. Dort folgendermaßen transkribiert: „āmīl“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Aumühle liegt in der Gemarkung Eyb.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Die Einöde liegt an der Fränkischen Rezat und am Eichenbach, der dort als linker Zufluss in die Rezat mündet. Der Ort liegt an der Staatsstraße 2223, die nach Alberndorf (2,2 km östlich) bzw. nach Eyb führt (0,7 km nordwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 21. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts als „Aumül“ (= die in der Aue gelegene Mühle) erstmals urkundlich erwähnt.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 43.</ref> Von der ursprünglichen Mühle ist nichts erhalten geblieben. 1599 wurde eine neue Mühle erbaut, die aber bereits im Dreißigjährigen Krieg beschädigt wurde. 1661 kaufte Johann Schrenk die Ruine und baute sie wieder auf.<ref> </ref> Ab 1880 wurde sie mit einer Turbine betrieben. Seit 1987 befinden sich die Mühlengebäude im Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim.<ref>Aumühle auf der Website freilandmuseum.de</ref> Übrig geblieben sind die Wohn- und Nutzgebäude.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Aumühle zur Realgemeinde Eyb. Die Mühle hatte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Aumühle die Hausnummer 1 des Ortes Eyb.<ref name="J853">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 853.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Aumühl. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 15 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 202.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J987">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 987 f.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Aumühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Eyb zugeordnet. Es gehörte auch der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Eyb an.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> Diese wurde am 1. Oktober 1970, also noch vor der Gebietsreform in Bayern, in die Stadt Ansbach eingegliedert.<ref name="J987"/><ref>Ansbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 17. März 2025.</ref>
Ehemaliges Baudenkmal
- Wassermühle: Zweigeschossiger Bau vom Ende des 17. Jahrhunderts mit Satteldach und Lade-Erker. Im Erdgeschoss Fenster mit gekehltem Gewände und Rundbogenportal mit Quaderrahmung und schwerer Schlusssteinkonsolvolute mit Wappen in der Art Georg Andreas Böcklers. Im Erdgeschoss sind zum Teil schmiedeeiserne Fenstergitter erhalten. Scheune wohl des 18./19. Jahrhunderts, eingeschossig mit zweigeschossigem Giebel und Satteldach.<ref>G. P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach, S. 82.</ref> Das Bauwerk wurde transloziert und befindet sich seit 1987 im Fränkischen Freilandmuseum in Bad Windsheim.
Einwohnerentwicklung
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Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Lambertus (Eyb) gepfarrt.<ref name="J853"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Aumühl. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 202 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 43.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 82.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Aumühle in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Aumühle im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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