Dornberg (Ansbach)
Dornberg Kreisfreie Stadt Ansbach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(203)&title=Dornberg 49° 18′ N, 10° 30′ O
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dim=10000 | globe= | name=Dornberg | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 431–466 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 203 (2018)<ref name="Dornberg2018"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91522 | |||||
| Vorwahl: | 0981 | |||||
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Dornberg (fränkisch: Dornbärch<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 68. Dort folgendermaßen transkribiert: „dornbęrch“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Dornberg liegt in der Gemarkung Schalkhausen.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Südlich des Dorfes fließt der Höhenmühlbach, ein rechter Zufluss des Onolzbachs. Im Westen erhebt sich der Schloßbuck (498 m ü. NHN). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Neudorf (1 km nördlich), nach Schalkhausen zur Staatsstraße 2246 (1,5 km östlich) und direkt zur St 2246 (0,4 km südlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 21. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1181 als „Dorimberch“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich von einem gleichlautenden Flurnamen ab mit der Bedeutung Berg, der mit dornigem Gestrüpp bewachsenen ist. Das Adelsgeschlecht Dornberg hatte diesen übernommen und danach auch ihren Sitz, die Burg Dornberg, benannt.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 68f.</ref>
Im Geographischen statistisch-topographischen Lexikon von Franken (1799) steht über den Ort Folgendes:
„1232 wurde er von den Grafen von Oettingen erkauft. Auf der dabey befindlichen steilen Anhöhe (lieset man in mehreren Erdbeschreibungen Ansbachs,) endecket man noch die alten Grundmauern der ehemaligen im Bauernkriege 1525 zerstörten weitläufigen Veste gleiches Namens. Im 13 Jahrhunderte bewohnten dieselbe noch die ausgestorbenen Grafen oder Advocaten von Dornberg. Von der Veste Dornberg sind gänzlich keine Ueberbleibsel mehr vorhanden. Die Grundmauern derselben wurden vor einigen Jahren zum Bau neuer Häuser daselbst verbraucht. Nur an dem Wall erkennt man noch die Lage der Veste.“<ref name="B635">J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 635.</ref>
Im 16-Punkte-Bericht des Oberamtes Ansbach von 1684 wurden für Dornberg 14 Mannschaften verzeichnet, die alle das Hofkastenamt Ansbach als Grundherrn hatten. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Als Folge des Dreißigjährigen Krieges waren zu dieser Zeit noch 2 Höfe und 4 Güter öde.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 127, 415. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 681.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Dornberg 16 Anwesen: 5 Halbhöfe, 11 Söldengüter und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht, die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen übte weiterhin das Hofkastenamt Ansbach aus.<ref name="J848">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 848 f.</ref> Es gab zu dieser Zeit 15 Untertansfamilien.<ref name="B635"/><ref>Johann Bernhard Fischer: Dornberg. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 17 (Digitalisat).</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J1008">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1008 f.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Dornberg dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Schalkhausen und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Schalkhausen zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> Diese wurde am 1. Juli 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Ansbach eingegliedert.<ref name="J1008"/><ref>Ansbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 17. März 2025.</ref>
Boden- und Baudenkmäler
- Burgstall einer Höhenburg der Herren von Dornberg nördlich der Ortschaft<ref name="F92">G. P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach, S. 92.</ref>
- mittelalterliches Steinkreuz aus Sandstein im Ostteil des Ortes<ref name="F92"/>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Nikolaus (Schalkhausen) gepfarrt.<ref name="J848"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Vorlage:Biernoth Ansbach
- Johann Kaspar Bundschuh: Dornberg. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 635 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 68–69.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 92.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Vorlage:Landgericht Ansbach 1809
- Gottfried Stieber: Dornberg. In: Historische und topographische Nachricht von dem Fürstenthum Brandenburg-Onolzbach. Johann Jacob Enderes, Schwabach 1761, OCLC 231049377, S. 321–329 (Digitalisat).
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Dornberg in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Dornberg im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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