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Lockheed Martin F-35 – Wikipedia Zum Inhalt springen

Lockheed Martin F-35

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(Weitergeleitet von F-35 Joint Strike Fighter)

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Lockheed Martin F-35 Lightning II
Datei:F-35A flight (cropped).jpg
Eine F-35A im Flug
Typ Mehrzweckkampfflugzeug
Entwurfsland
Hersteller Lockheed Martin Aeronautics
Erstflug 15. Dezember 2006
Indienststellung 31. Juli 2015<ref name="ReadyForCombat">James Drew: First operational F-35 squadron declared ready for combat. In: flightglobal.com. DVV Media International Limited, 31. Juli 2015, abgerufen am 28. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Produktionszeit

seit 2011 in Serienproduktion

Stückzahl 1300 (Stand: Februar 2026)<ref>F-35 Lightning II Fast Facts. (PDF; 1,2 MB) In: f-35.com. Lockheed Martin, 2. Februar 2026, abgerufen am 18. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die Lockheed Martin F-35 Lightning II ist ein Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeug der fünften Generation, das aus dem Joint-Strike-Fighter-Programm (JSF) des US-Verteidigungsministeriums hervorgegangen ist. Es soll in den Luftstreitkräften vieler westlicher Staaten die F-16 Fighting Falcon oder noch ältere Flugzeuge ersetzen, wobei die US Air Force weiterhin der mit Abstand größte Abnehmer bleibt. Es ist das vierte von der US Air Force beschaffte Muster eines Kampfflugzeuges mit Stealth-Technik – nach Indienststellung von F-117 Nighthawk (1983), B-2 Spirit (1993), F-22 Raptor (2005) – und das erste, das auch in Partnerländer exportiert wird.

Definition

Die F-35 ist ein Mehrzweckkampfflugzeug, das je nach Land die General Dynamics F-16, McDonnell Douglas F/A-18, General Dynamics F-111 und die AV-8B-Harrier-II-Jets ersetzen soll. Ziel des Projektes ist es, ein Kampfflugzeug mit Stealth-Technik und moderner Avionik zur Verfügung zu stellen, dessen Stealth-Fähigkeiten gegenüber der F-22 zwar verringert sind, das aber aufgrund des daraus resultierenden niedrigeren Preises die Anschaffung großer Stückzahlen ermöglicht. Die F-35 schließt damit die Lücke zwischen dem Luftüberlegenheitsjäger F-22 Raptor der US-amerikanischen Luftwaffe und der F/A-18E/F Super Hornet der US Navy, die nur über beschränkte Stealth-Fähigkeiten verfügt.

Produktionsvarianten

Datei:Sailors prepare to taxi an F-35C Lightning II on aircraft carrier USS Carl Vinson (March 30, 2023).webp
F-35C-Variante auf USS Carl Vinson (CVN 70) mit eingeklappten Flügeln (31. März 2023)

Die F-35 (JSF) wird in drei Hauptvarianten gefertigt, die auf die Bedürfnisse der jeweiligen Abnehmer abgestimmt sind. Alle drei Typen verfügen über Tarnkappenfähigkeiten, solange keine Waffen an Außenpositionen mitgeführt werden.

Geschichte

Datei:X-35A 2.jpg
X-35A, fotografiert aus einer KC-135 Stratotanker

X-35 JSF

Die Anforderungen für den JSF entstanden im Joint-Advanced-Strike-Technology-Programm (JAST) ab 1993. Im Rahmen des Programms baute Boeing die X-32, wohingegen Lockheed Martin mit der X-35 antrat. Es wurden zwei X-35-Maschinen gebaut, mit denen bewiesen werden sollte, dass die Anforderungen an den JSF erfüllt werden können. Besonders die Einsatzfähigkeit der VTOL-Technik musste demonstriert werden.

Die Basisversion des JSF, die X-35A, absolvierte ihren Erstflug am 24. Oktober 2000 in Palmdale (Kalifornien/Vereinigte Staaten). Bereits im November war das Testprogramm abgeschlossen, woraufhin mit den Umbauarbeiten zur X-35B begonnen werden konnte. Die X-35B ist ein Flugzeug, das senkrecht starten und landen kann (VTOL), wobei aber hauptsächlich die STOVL-Variante genutzt wird. Der erste Schwebeflug über einem Gitterrost fand am 22. Februar 2001 statt. Der erste Übergang vom Schwebe- zum Horizontalflug gelang am 3. Juli auf der Edwards AFB (USA), der Übergang vom Horizontalflug zur Senkrechtlandung war am 16. Juli 2001 erfolgreich. Die letzte Variante des JSF, die X-35C, ist für den Einsatz auf herkömmlichen (Katapult-)Flugzeugträgern (CV) ausgelegt. Die Hauptunterscheidungsmerkmale sind die vergrößerten Tragflächen, das verstärkte Fahrwerk und der Fanghaken am Heck. Der Erstflug fand am 16. Dezember 2000 in Palmdale (Kalifornien/USA) statt; zwischen dem 3. Januar 2001 und dem 10. März 2001 wurden 250 simulierte Flugzeugträger-Landungen durchgeführt.

Alle drei Varianten haben die Überschallfähigkeit nachgewiesen. Aufgrund der zahlreichen Änderungen am Flugzeug gehen beide X-35 an Museen. Die X-35C wurde am 16. Juli 2003 an das Patuxent River Naval Air Museum übergeben, die X-35A/B am 26. September 2003 an das Smithsonian Udvar-Hazy National Air and Space Museum.

Weiterentwicklung zur F-35

Datei:F35A Prototyp AA1 3.jpg
F-35A Prototyp AA-1
Datei:US Navy 111003-N-ZZ999-003 An F-35B Lightning II makes the first vertical landing on a flight deck at sea aboard the amphibious assault ship USS W.jpg
Senkrechtlandung des F-35B-Prototyps BF-2
Datei:LeBourget F35A.jpg
Aufdruck der beteiligten Staaten am Rumpf

Am 26. Oktober 2001 wurde entschieden, den Konstruktionsvertrag für den zukünftigen Joint Strike Fighter an Lockheed Martin zu vergeben. Für die weitere Entwicklung und Produktion schloss sich Lockheed Martin mit BAE Systems und Northrop Grumman zum Lockheed Martin F-35 JSF Team zusammen. Mit der Entwicklung des Antriebssystems wurden sowohl Pratt & Whitney als auch ein Konsortium aus Rolls-Royce und General Electric beauftragt. Die Regierung unter George W. Bush beschloss jedoch, den 2,4 Milliarden Euro schweren Vertrag mit Rolls-Royce aufzulösen, wodurch Pratt & Whitney alleiniger Hersteller der F-35-Triebwerke wurde. Am 13. Juli 2004 begann der Produktionsstart für die Testflugzeuge.

Israel äußerte Anfang 2010 Interesse an einer zweisitzigen Variante F-35D.<ref>Stephen Trimble: Israel sets sights on two-seater F-35. In: flightglobal.com. DVV Media International Limited, 22. Januar 2010, abgerufen am 26. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 13. Juli 2004 begann die Produktion der 22 neuen Prototypen (davon 14 flugfähig) mit dem Triebwerk Pratt & Whitney F135. Die Schubvektordüse und die Vertikalflugsteuerung war unter Zukauf von Daten aus der Entwicklung der Jak-141 entwickelt worden.<ref>John Hayles: Yakovlev Yak-41 ‘Freestyle’. In: aeroflight.co.uk. 28. März 2005, abgerufen am 24. Mai 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Joint Strike Fighter (JSF). In: janes.com. Jane’s, 3. Januar 2001, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 26. Februar 2009; abgerufen am 3. Juli 2008 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Dazu hatte Lockheed Martin 1991 mit Jakowlew eine Zusammenarbeit vereinbart, die bis 1997 dauerte.<ref>Experts explained the similarity of the American F-35 with the Soviet Yak-141. In: archyworldys.com. 28. April 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 25. Mai 2018; abgerufen am 24. Mai 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Lockheed/Yakovlev discuss ASTOVL. In: flightglobal.com. DVV Media International Limited, 21. Juni 1995, abgerufen am 22. Mai 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Florian Ion Petrescu, Relly Victoria Petrescu: Lockheed Martin. Germany 2013. Books on Demand, ISBN 978-3-8482-6053-9, S. 85 Google Books (englisch).</ref>

Am 15. März 2006 berichtete Spiegel Online, die Tarnkappentechnik könne laut US-Verteidigungsministerium wahrscheinlich nicht den ursprünglichen Versprechen gerecht werden.<ref>Spiegel.online: Neuer US-Kampfjet sorgt für Ärger. In: Spiegel Online, 15. März 2006.</ref> Australiens Verteidigungsminister Brendan Nelson äußerte daraufhin Bedenken bezüglich des Flugzeugs; die britische Regierung (3. Kabinett Blair) drohte (aus anderen Gründen) sogar mit dem Ausstieg aus der Entwicklung.<ref>Stephen Fidler: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. In: ft.com, Financial Times, 26. Mai 2006, abgerufen am 27. März 2025 (englisch).</ref>

Am 7. Juli 2006 verkündete der Generalstabschef der US-Luftwaffe, General T. Michael Moseley, am Lockheed Martins Standort Fort Worth (Texas) den Namen der F-35: Sie heißt nun Lightning II und steht damit in der Tradition der ebenfalls von Lockheed gebauten P-38 Lightning, eines Jagdflugzeugs des Zweiten Weltkriegs, und der English Electric Lightning, eines britischen Abfangjägers der 1960er Jahre.

Am 12. Dezember 2006 unterzeichnete Brendan Nelson in Washington D.C. eine Absichtserklärung zur Beteiligung Australiens am Joint-Strike-Fighter-Programm (JSF). Für das Jahr 2007 waren dem US-Verteidigungsministerium nur Mittel für zwei F-35A genehmigt worden, für 2008 waren 6,1 Mrd. US-Dollar für die Produktion von zwölf Maschinen eingeplant, davon sechs F-35A und sechs F-35B. Für das Finanzjahr 2009 waren vom US-Verteidigungsministerium 16 Maschinen eingeplant.

Mit einem Volumen von knapp 400 Milliarden US-Dollar allein für die US-Streitkräfte<ref>Colin Clark: DoD Acquisition Starting To Turn Corner? F-35 Costs Down 2 %. In: breakingdefense.com. 19. März 2015, abgerufen am 27. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und einer geplanten Produktion von mehr als 2700 Maschinen gilt es (Stand Ende 2018) als teuerstes Rüstungsprogramm der Welt. Die Entwicklung und Endfertigung der Maschinen findet zwar in den Vereinigten Staaten, die Herstellung vieler Baugruppen und Subsysteme jedoch im Rahmen von industrieller Teilhabe auch in mehreren Partnerländern statt.

Entwicklungspartner

Insgesamt sind neun Staaten an der Entwicklung der F-35 beteiligt, elf planen die Anschaffung dieses Typs, davon zwei nur mehr als Option. Ausgehend von den Vereinigten Staaten als Hauptentwickler sind die anderen Staaten in sogenannte Partnerlevel unterteilt. Dies gibt unter anderem an, welchen Einfluss ein Staat auf die Entwicklung und wie viel Einblick er in die Technik des Flugzeuges hat. Die prozentualen Anteile am Programm richten sich vor allem nach den Investitionen der jeweiligen Staaten.

Im Dezember 2010 plante Lockheed Martin mit einer Gesamtanzahl von bis zu 3156 Maschinen:<ref>Craig Hoyle: Can Lockheed deliver on the Joint Strike Fighter dream? In: flightglobal.com. DVV Media International Limited, 14. Dezember 2010, abgerufen am 1. März 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Level Anteil
[%]
Staat F-35A F-35B F-35C
Level 0 88,8 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 1.763 353 347
Level 1 05,1 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich 12 126
Level 2 02,5 ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien 60 030
02,0 NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Niederlande 46<ref>Sebastian Sprenger: The Netherlands to buy nine more F-35s for $1.1 billion. In: defensenews.com. DefenseNews, 8. Oktober 2019, abgerufen am 5. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Level 3 00,4 TurkeiDatei:Flag of Turkey.svg Türkei 0–100 (+16 Option)<ref name="haber.sol.org.tr">Türkiye F-35 alımını erteledi. In: haber.sol.org.tr. 7. November 2014, abgerufen am 22. Februar 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
2019 storniert
00,4 AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Australien 72
00,3 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Norwegen 52
00,3 DanemarkDatei:Flag of Denmark.svg Dänemark 27
00,1 KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Kanada 0 (65–88 Option)<ref>Wolfgang Greber: Kanada storniert F-35: Superkampfjet in Turbulenzen. In: diepresse.com. 14. Dezember 2012, abgerufen am 1. März 2016.</ref>
00,1 JapanDatei:Flag of Japan.svg Japan 107 040
SCP IsraelDatei:Flag of Israel.svg Israel 50<ref>Barbara Opall-Rome: Israel to Acquire 17 More F-35s. In: defensenews.com. Defense News, Sightline Media Group, 27. November 2016, abgerufen am 28. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Alternativlink unter aerotechnews.com).</ref>
SingapurDatei:Flag of Singapore.svg Singapur<ref>Singapore Signs Letter of Intent for Joint Strike Fighter Programme. (PDF; 340 kB) News Release. In: nas.gov.sg. Singapore Air Force (SAF), Ministry of Defense, Singapore (MINDEF), 22. Februar 2003, abgerufen am 28. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Belgien 45
Gesamt 100,0 Gesamt 2.217–2.413 549 347

Anmerkungen: Die Zahlen für Italien stammen vom Juni 2012, die für das Vereinigte Königreich und Belgien vom Juli 2025, die für Australien vom April 2014.

Erprobungsprogramm

Die F-35A startete am 15. Dezember 2006 in Fort Worth zu ihrem Erstflug, der jedoch wegen technischer Probleme schon nach 32 Minuten beendet werden musste. Nachdem es Anfang Mai 2007 durch ein kurzzeitiges Versagen der Bordstromversorgung beinahe zu einem Absturz kam, ruhte der Testflugbetrieb der F-35<ref>Gerhard Hegmann: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Dossier: Zwangspause für US-Kampfflieger. (Memento vom 11. Dezember 2007 im Internet Archive) In: ftd.de, Financial Times Deutschland Online, 28. November 2007.</ref> bis zum 7. Dezember 2007.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Lockheed Martin F-35 marks 20th flight. (Memento vom 5. Januar 2008 im Internet Archive) In: lockheedmartin.com, Lockheed Martin 2007 (englisch).</ref> Die erste dem Serienstand entsprechende F-35A (AF-1) hatte am 19. Dezember 2008, die erste F-35B am 21. Januar 2009 ihren Rollout.<ref>Flug Revue, März 2009, F-35 macht Fortschritte. ISSN 0015-4547, S. 47.</ref> Die AF-1 absolvierte ihren Jungfernflug am 14. November 2009.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />FliegerWeb – Weitere Meilenstein im F-35 Lightning-II-Programm. (Memento vom 29. Dezember 2007 im Internet Archive) In: fliegerweb.com, 17. November 2009, abgerufen am 27. März 2025.</ref> Am 25. Februar 2011 hob die erste F-35A (AF-06) aus der Serienproduktion ab.<ref name="Fliegerweb7217">Robert Kühni: Weiterer Meilenstein im F-35-Programm. In: fliegerweb.com. Hobby Verlag AG, 8. August 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 24. September 2015; abgerufen am 28. September 2023.</ref> Am 5. Mai 2011 wurde die erste F-35A (AF-07) an die U.S. Air Force ausgeliefert.<ref name="Fliegerweb7217" />

Am 11. Juni 2008 flog der F-35B-Prototyp erstmals, allerdings ohne dabei die STOVL-Eigenschaften zu testen. Die Maschine wurde von BAE-Testpilot Graham Tomlinson geflogen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Lockheed Martin F-35B STOVL Stealth Fighter Achieves Successful First Flight. (Memento vom 26. Juli 2008 im Internet Archive) In: lockheedmartin.com, Lockheed Martin (englisch).</ref> Die Annäherung an den Schwebeflug war ursprünglich für Anfang 2009 vorgesehen,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />F-35B Begins In-Flight STOVL Operations. (Memento vom 17. Januar 2010 im Internet Archive) In: lockheedmartin.com, Lockheed Martin (englisch).</ref> der erste STOVL-Testflug fand am 7. Januar 2010 statt. Während dieses Testfluges wurde erstmals im Horizontalflug der Liftfan während etwa 14 Minuten getestet. Die erste Senkrechtlandung fand am 18. März 2010 mit dem Prototyp BF-1 statt. Die vorgegebene Landefläche war 30 mal 30 Meter groß.<ref>Lockheed Martin F-35. In: Flug-Revue. Juni 2010, ISSN 0015-4547, S. 32–37.</ref> Am 3. Oktober 2011 erfolgte die erste vertikale Landung des F-35B-Prototyps BF-2b auf der Wasp.<ref>Stephen Trimble: PICTURES & VIDEO: F-35B starts critical tests in comeback attempt. In: flightglobal.com. DVV Media International Limited, 5. Oktober 2011, abgerufen am 27. Januar 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 28. Juli 2009 fand der Rollout des ersten F-35C-Prototyps (CF-1) statt.<ref>Stephen Trimble: Lockheed rolls out F-35C as US Navy interest grows. In: flightglobal.com. DVV Media International Limited, 30. Juli 2009, abgerufen am 1. März 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Erstflug folgte am 6. Juni 2010.<ref name="LockheedOnTrack">Stephen Trimble: First flight for F-35C keeps Lockheed on track. In: flightglobal.com. DVV Media International Limited, 8. Juni 2010, abgerufen am 1. März 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Rahmen der Erprobung erfolgte die erste Trägerlandung der F-35C am 3. November 2014 auf der Nimitz vor der Küste San Diegos.

Niederländische und italienische Exemplare wurden im Partnerwerk von Leonardo S.p.A. und Lockheed Martin bei Cameri montiert, wo bis November 2021 zudem bereits 180 Flügelpaare auch für in den USA hergestellte Flugzeuge gebaut wurden, pro Monat gut 6 Stück. Komponenten wie Triebwerke und Fahrgestelle wurden aus den USA und Großbritannien zugeliefert, 32 fertige Flugzeuge verließen bis November 2021 das Werk.<ref></ref> Erste Rumpfteile waren im Juni 2013 aus den USA in Italien eingetroffen und am 12. März 2015 hatte die erste F-35 für Italien ihren Rollout.<ref>FLUG REVUE – Aktuelles aus der Luftfahrt-Branche. In: flugrevue.de. Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, 14. November 2018, abgerufen am 15. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Seit dem 18. Mai 2015 erprobte das US Marine Corps auf der Wasp den Einsatz des Flugzeugs von einem Träger aus mit sechs Maschinen.<ref>Beth Stevenson: USMC F-35B lands on USS Wasp for operational testing. In: Flightglobal.com. DVV Media International Limited, 21. Mai 2015, abgerufen am 22. Mai 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Six US Marine Corps Lockheed Martin F-35B Lightning II aircraft landed on board the USS Wasp amphibious assault ship on 18 May, where they will begin the first phase of shipboard operational testing for the force’s Joint Strike Fighters.“</ref> Im Juni und Juli 2015 folgten erste Luftkampftests gegen F-16D. Dabei stellte sich heraus, dass die F-35 der F-16 teilweise im Kurvenkampf unterlegen ist. Ein Testpilot sagte, die F-35 sei “{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)” (deutsch: „der F-15E deutlich unterlegen“)Vorlage:": Ungültiger Wert: ref=, was er der geringeren Flügelfläche gegenüber der F-15E sowie dem geringeren Nachbrennerschub bei ungefähr gleichem Gewicht zuschrieb.

Im Oktober 2020 warfen zwei F-35A Übungsmodelle der B61-12-Atombombe ab und schlossen damit ihren technischen Zertifizierungsprozesses für die taktische Atombombe ab.<ref>Karl Schwarz: Zwei Abwürfe in Nevada durchgeführt: Atombombentests mit F-35A. In: flugrevue.de. Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, 5. Oktober 2021, abgerufen am 15. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Testflugzeuge
Kennung Erstflug Beschreibung<ref>Lockheed Martin F-35: Mehr Prototypen fliegen. In: Flug Revue. Juni 2010, ISSN 0015-4547, S. 32–37.</ref><ref>Flieger Revue März 2011, F-35 nimmt nächste Hürden. ISSN 0941-889X, S. 26–30.</ref>
AA-01 15. Dezember 2006 Erstes Flugzeug der System-Entwicklungs-Phase (SDD) und erste A-Version. 91 Flüge bis zum 17. Dezember 2009. Wird seitdem für Beschussversuche verwendet.
AF-01 14. November 2009 Erste seriennahe Version mit deutlicher Masseeinsparung gegenüber der AA-01.
AF-02 20. April 2010 Mit AF-01 auf der Edwards AFB. Hauptsächlich für Waffenerprobung vorgesehen.
AF-03 7. Juli 2010 Zweites SDD-Flugzeug mit voller Avionikausrüstung.
AF-04 30. Dezember 2010
AG-01 Zelle für statische Tests am Boden. Juli 2009 fertiggestellt und Testbeginn.
AJ-01 Zelle für statische Tests am Boden. Mitte 2010 fertiggestellt und Testbeginn.
BF-01 11. Juni 2008 Erstes Flugzeug der B-Version. Seit 15. November 2009 in Patuxent River. Erste senkrechte Landung am 18. März 2010.
BF-02 25. Februar 2009 Luftbetankungsversuche im August 2009. Probte als erste F-35 die interne Mitnahme von GBU-12-Bomben und AIM-120-AMRAAM-Raketen. Seit 29. Dezember 2009 in Patuxent River.
BF-03 2. Februar 2010 Nutzte als erste Maschine ein Helmvisier der 2. Generation und diente später hauptsächlich der Bewertung der Aerodynamik, Belastbarkeit und der Systeme. Seit 17. Februar 2010 in Patuxent River.
BF-04 7. April 2010 Erstes SDD-Flugzeug mit voller Missionsavionik. Heute in Patuxent River.
BF-05 27. Januar 2011<ref>F-35B BF-05 Prototyp abgehoben. In: fliegerweb.com. Abgerufen am 9. Juni 2015.</ref> letztes STOVL-Testflugzeug in der SDD-Phase.
BG-01 Zelle für statische Tests am Boden. Im Frühjahr 2008 fertiggestellt und Testbeginn.
BH-01 Zelle für statische Tests am Boden. 2010 fertiggestellt und Testbeginn. Im November 2010 zeigten sich Risse im hinteren Rumpfbereich.
CF-01 6. Juni 2010<ref name="LockheedOnTrack" /> Erstes Flugzeug der C-Variante. Seit November 2010 in Patuxent River.
CF-02 29. April 2011<ref>Zweiter F-35C abgehoben. In: fliegerweb.com. Abgerufen am 9. Juni 2015.</ref> Soll noch 2011 den Testbetrieb in Patuxent River aufnehmen.
CF-03 Erste Trägerlandung einer F-35C am 3. November 2014 auf der Nimitz.<ref>F-35C Completes First Arrested Landing aboard Aircraft Carrier. 3. November 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 1. Dezember 2014; abgerufen am 8. Juni 2023.</ref>
CG-01 Zelle für statische Tests am Boden. Im März 2010 fertiggestellt und Testbeginn. Fallversuche bei Vought Aircraft in Dallas.
CJ-01 Zelle für statische Tests am Boden. Testbeginn für Anfang 2012 vorgesehen.

Auslieferung

Lockheed lieferte Mitte 2015 drei Flugzeuge pro Monat aus, diese Rate sollte im Jahr 2016 auf 20 Maschinen pro Monat erhöht werden, Lockheed gab allerdings später in 2015 bekannt, mit einer Produktionsrate von 17 Flugzeugen pro Monat in den 2020er Jahren zu rechnen, wegen Sparmaßnahmen und anderer Verzögerungen des Programms.<ref>Stephen Trimble: Lockheed reaffirms F-35 production target despite supplier statement. In: Flightglobal.com. 10. Oktober 2015, abgerufen am 8. Oktober 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Lockheed Martin has re-affirmed the full-rate production goal for the F-35 programme remains 17 aircraft per month, despite a supplier’s statement on 7 October that it is significantly less.“</ref>

Am 2. August 2016 erhielt die F-35A den Status der Initial Operating Capability.<ref>AF declares the F-35A 'combat ready’. In: af.mil. Abgerufen am 3. August 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Einsätze

Überblick

Der erste Kampfeinsatz der F-35 erfolgte im Mai 2018 im Rahmen der israelischen Militäreinsätze im Bürgerkrieg in Syrien. Dabei griffen israelische F-35 Bodenziele in Syrien an.<ref name="iaf_180522">Carmel Stern, Eitam Almadon: The first F-35 operational strike. In: iaf.org.il. Israeli Air Force, 22. Mai 2018, abgerufen am 28. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="iaf_180522" /><ref>Israels Luftwaffe – Weltweit erstmals F-35-Flugzeuge im Kampfeinsatz. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). 1. April 2003, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 28. September 2023]).</ref>

Am 27. September 2018 flogen erstmals US-amerikanische F-35B der 13. Marine-Expeditionseinheit (MEU) von der Essex zu Angriffen in Afghanistan.<ref name="flugrevue.de">Karl Schwarz: US Marine Corps – F-35B fliegt ersten Kampfeinsatz. In: flugrevue.de. Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, 28. September 2018, abgerufen am 28. September 2023.</ref>

Die United States Air Force stationierte wegen des am 24. Februar 2022 von Russland begonnenen Angriffskrieges gegen die Ukraine des Weiteren vermehrt F-35 im europäischen Raum. Die Verlegung begann bereits vor dem Einmarsch, mit dessen Beginn die Vereinigten Staaten bereits im Vorfeld gerechnet und vor dem sie gewarnt hatten.<ref></ref> Die eingesetzten Maschinen sollten das westliche Grenzgebiet der Ukraine zu Polen, der Slowakei, Ungarn und Rumänien sichern sowie die Verteidigungskraft der in Bereitschaft stehenden NATO-Truppen verstärken. Stratotanker vom Typ Boeing KC-135R aus der US-Ramstein Air Base sorgten für ein vergrößertes Wirkungsgebiet.<ref>Live Flight Tracker – Real-Time Flight Tracker Map. In: flightradar24.com. Flightradar24, abgerufen am 6. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 4. März 2026 schoss zum ersten Mal eine F-35 eine gegnerische Maschine im direkten Luftkampf ab. Hierbei wurde eine iranische Jakowlew Jak-130 von einer israelischen F-35 über Teheran während des Iran-Krieges abgeschossen.<ref>Israel F-35 downs Iranian YAK-130 in first dogfight of war | The Jerusalem Post. 4. März 2026, abgerufen am 4. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Zwischenfälle

Am 28. September 2018 stürzte eine F-35B des USMC nahe der Marine Corps Air Station Beaufort in South Carolina ab. Der Pilot konnte sich mit seinem Schleudersitz retten.<ref>Gerhard Hegmann: Tarnkappenjets: Neuer US-Superkampfjet F-35 erstmals abgestürzt. In: welt.de. 28. September 2018, abgerufen am 29. September 2018.</ref>

Am 9. April 2019 ging der Kontakt zu einer japanischen F-35A 135 km östlich von Misawa verloren. Bei einer anschließenden Suchaktion wurden Trümmerteile der Maschine aus dem Meer geborgen, der Pilot galt als vermisst. Am 7. Juni gab der japanische Verteidigungsminister auf einer Pressekonferenz bekannt, daß zwischen den Trümmern gefundene Körperteile dem Piloten zugeordnet werden konnten.<ref>https://mainichi.jp/english/articles/20190607/p2a/00m/0na/011000c</ref><ref>Wreckage of crashed Japanese F-35 fighter jet found. In: bbc.com. BBC News, 10. April 2019, abgerufen am 28. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Gerhard Hegmann: Tarnkappentechnik: Kampfjet-Absturz macht das Pentagon nervös. In: Die Welt. 26. April 2019, ISSN 0173-8437 (welt.de [abgerufen am 26. April 2019]).</ref>

Eine F-35B des Marine Corps kollidierte am 29. September 2020 bei einem Luftbetankungsmanöver über Kalifornien mit einer KC-130J und stürzte anschließend ab. Der Pilot konnte sich herauskatapultieren und überlebte den Absturz. Den Piloten des Tankflugzeugs, das beide Steuerbordpropeller verlor und Beschädigungen an der Steuerbord-Betankungssonde erlitt, gelang eine Bauchlandung auf einem Acker. Alle acht Besatzungsmitglieder blieben unverletzt.<ref>Patrick Zwerger: F-35 kollidiert mit Hercules und stürzt ab. In: Flugrevue.de. 30. September 2020, abgerufen am 2. Oktober 2020.</ref>

Am 17. November 2021 versuchte eine F-35B der Royal Navy, von der Queen Elizabeth zu starten, und fiel dabei ins Mittelmeer. Der Grund war eine viel zu niedrige Startgeschwindigkeit. Möglicherweise saugte das Triebwerk eine Triebwerksabdeckung<ref>Diese schützt das Triebwerk vor salzhaltiger Luft und Niederschlägen, während das Flugzeug parkt.</ref> an, die versehentlich nicht entfernt worden war, und entwickelte deshalb nicht genug Leistung. Der Pilot betätigte unmittelbar über dem Bug bzw. der Kante des Schanzentisches den Schleudersitz und wurde unverletzt gerettet.<ref>SDA: Britischer F-35-Kampfjet bei Routineflug über Mittelmeer abgestürzt. Abgerufen am 17. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Sam LaGrone: U.K. F-35B from Carrier HMS Queen Elizabeth Crashes in Mediterranean, Pilot Recovered. United States Naval Institute (usni.org), 17. November 2021 (englisch).</ref>

Die Royal Navy und verbündete Nationen bargen die F-35B vollständig aus dem Meer, um zu verhindern, dass einer anderen Nation die Technologien der F-35B in die Hände fallen.<ref>Die abgestürzte F-35B der RAF wurde aus dem Meer geborgen.</ref>

Am 24. Januar 2022 hatte eine F-35C der US Navy einen Landezwischenfall auf dem Flugzeugträger Carl Vinson im südchinesischen Meer. Dabei wurden mehrere auf dem Flugdeck befindliche Soldaten verletzt. Der Pilot rettete sich mit dem Schleudersitz.<ref>Lockheed Martin F-35C: Landeunfall auf der USS „Carl Vinson“. In: flugrevue.de. Abgerufen am 27. Januar 2022.</ref> Einige Tage nach dem Unfall wurden Video- und Bildaufnahmen öffentlich, die den Landeanflug und das auf dem Wasser treibende Flugzeug zeigen.<ref>Isabel van Brugen: Video Showing U.S. F-35 Jet Crash in South China Sea Circulates Online. In: newsweek.com. 28. Januar 2022, abgerufen am 28. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Februar 2022 wurde die Aufnahme der Flugdeck-Überwachungskamera geleakt, die zeigt, wie die F-35 steil hereinkommend auf das Flugdeck aufprallt, die Fahrwerke abbrechen und sie anschließend über das Deck schlittert und ins Meer fällt. Gegen die Matrosen, die die verschiedenen Foto- und Videoaufnahmen veröffentlicht haben, wurde ein internes Verfahren eingeleitet.<ref>Youtube-Video des Aufpralls.</ref><ref>Sam LaGrone: UPDATED: Four Chiefs, Ensign Facing Charges Over Release of USS Carl Vinson F-35C Crash Video. news.usni.org, 17. Februar 2022, abgerufen am 19. Februar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 3. März 2022 gab die US Navy bekannt, dass das Wrack aus 12.400 ft (3.780 m) Tiefe geborgen wurde.<ref>US Navy successfully retrieves its F-35C in the South China Sea. In: navyrecognition.com. 8. März 2022, abgerufen am 10. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 19. Oktober 2022 stürzte eine F-35A der US Air Force beim Landeanflug auf die Hill Air Force Base in Utah ab. Laut einem Untersuchungsbericht der United States Air Force flog die F-35A mit zu geringem zeitlichen und räumlichen Abstand hinter einer anderen Maschine des gleichen Typs. Die Tragflächen jedes Flugzeugs verursachen Wirbelschleppen.<ref>während des gesamten Fluges; auch bei der Landung.</ref> Die Luftverwirbelungen des ersten Flugzeugs verwirrten die Avionik der nachfolgenden, im weiteren Verlauf abgestürzten F-35A: Sie registrierte dadurch falsche Flugdaten und die Flugsteuerung reagierte nicht mehr auf Steuerbefehle des Piloten. Der Pilot rettete sich mit dem Schleudersitz.<ref>Rachel Cohen: Software glitch during turbulence caused Air Force F-35 crash in Utah. 27. Juli 2023, abgerufen am 22. August 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 15. Dezember 2022 kam es zu einem Zwischenfall bei einer vertikalen Landung einer F-35B in der Naval Air Station Joint Reserve Base Fort Worth in Texas. Das Flugzeug, das damals noch im Besitz von Lockheed Martin war, prallte beim Landeversuch vom Boden ab, begann, sich in der Luft stark nach vorn zu neigen, und kam dann mit dem Bugfahrwerk hart auf der Piste auf. Dieses brach ab, und das Flugzeug drehte sich unkontrolliert auf einer Flügelspitze und dem Bug. Der Pilot betätigte den Schleudersitz und kam ohne schwere Verletzungen davon. Nach diesem Zwischenfall strich Lockheed Martin sämtliche Flüge von neu produzierten F-35, und das US-Militär verhängte für eine unbekannte Anzahl an Maschinen ein vorübergehendes Flugverbot. Der Zwischenfall sei auf eine Vibration, genauer eine Oberschwingung, des F-135-Triebwerks von Pratt & Whitney zurückzuführen. Das US-Militär gab am 2. März 2023 bekannt, die gesamte F-35-Flotte mit einer Triebwerksmodifikation nachzurüsten. Am 6. März 2023 wurde der Flugbetrieb von Lockheed Martin wieder regulär aufgenommen.<ref>Jon Hemmerdinger2023-03-06T19:07:00+00:00: Lockheed resumes F-35 flights following December crash caused by ‘harmonic resonance’. Abgerufen am 22. August 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Frank Heinz: Video Shows Pilot Ejecting From Fighter Jet During Failed Landing at NAS JRB Fort Worth. In: NBC 5 Dallas-Fort Worth. 15. Dezember 2022, abgerufen am 22. August 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Raw Video: F-35 crashes during test flight at Naval Air Station Joint Reserve Base Fort Worth. In: YouTube. Abgerufen am 22. August 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 17. September 2023 katapultierte sich der Pilot einer F-35B des U.S. Marine Corps per Schleudersitz aus seinem Flugzeug.<ref>Andrea Vacchiano: Search for missing F-35 Lightning II fighter jet continues after pilot ejects during 'mishap'. In: Fox News, 17. September 2023 (englisch).</ref> Trümmerteile wurden am 19. September nordöstlich der Joint Base Charleston gefunden.<ref>Suche dauerte einen ganzen Tag – Endlich Trümmer des vermissten Stealth-Jets gefunden. In: Focus Online, 19. September 2023.</ref>

Am 28. Januar 2025 verunglückte eine F-35A des 354th Fighter Wing der US Air Force bei einem Übungsflug nahe der Eielson Air Force Base in Alaska. Der US-Pilot dieser F-35A und Ingenieure hatten zuvor 50 Minuten lang in einer Telefonkonferenz vergeblich versucht, ein technisches Problem der Maschine zu lösen. Kurz darauf betätigte der Pilot den Schleudersitz; sein Flugzeug stürzte ab.<ref name=telko>F-35-Jet stürzt ab – nach 50-Minuten-Call mit Kundenservice.</ref> Der Pilot wurde leicht verletzt in das Bassett Army Hospital in Fairbanks gebracht und konnte es nach einer kurzen Untersuchung wieder verlassen.<ref>Press Release: F-35 aircraft crash update. 29. Januar 2025, abgerufen am 30. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Vereiste Hydraulikleitungen im Bug- und im Hauptfahrwerk der F-35A hatten den Unfall verursacht. Nach dem Start hatte der Pilot versucht, das Fahrwerk einzuziehen, was nicht komplett gelang. Das Fahrwerk blockierte beim Ausfahren.<ref name="telko" />

Technik

Besondere Merkmale und Einsatzanforderungen

Das technisch auffälligste Merkmal der F-35 sind ihre ausgeprägten Tarnkappeneigenschaften, welche im Vergleich zu konventionellen Mehrzweckkampfflugzeugen (z. B. F-15E oder Su-30) die Reichweite feindlicher Aufklärungstechnik auf einen Bruchteil reduziert. Auf diese Weise soll die Bedrohung durch immer weiter reichende Lenkwaffen und Sensoren bestmöglich neutralisiert werden. Während die Fachzeitschrift Aviation Week den Radarquerschnitt (RCS) mit 0,001 m² beziffert<ref>David A. Fulghum: JSF Reflection Is Golf Ball-Sized. In: Aviation Week. Februar 1999, 15. Februar 1999, S. 27: „The overall goal of the JSF program is to produce an aircraft with a slightly larger radar signature than that of the new F-22 Raptor at a fraction of the cost. Its radar cross section (RCS) is to be only -30 dB. when looking at the front quarter of the aircraft. That means the overall radar visibility of the aircraft has been reduced to 0.001 sq. meter through the use of shaping, construction materials and skin coatings. An equivalent signature is the radar reflection from a perfectly electrically conducting metal sphere the size of a golf ball.“</ref>, betonten mehrere US-Militärs, dass die F-35 einen geringeren RCS-Wert habe (d. h. besser getarnt sei) als die F-22<ref>Colin Clark: Gen. Mike Hostage On The F-35; No Growlers Needed When War Starts. In: Breaking Defense. 6. Juni 2014, abgerufen am 18. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „But stealth is not invisibility, especially for fighters that must have tails for maneuverability (rather than the B-2 stealth bomber’s tailless “flying wing” design). Both F-22s and F-35s will be spotted at range by low frequency radar. The F-35’s cross section is much smaller than the F-22’s, but that does not mean, Hostage concedes, that the F-35 is necessarily superior to the F-22 when we go to war. In fact, Hostage says that it takes eight F-35s to do what two F-22s can handle.“</ref><ref>The F-35 on Final Approach | Air & Space Forces Magazine. In: Air & Space Forces Magazine. (airandspaceforces.com [abgerufen am 18. August 2025]): „[Gen. Gilmary Michael Hostage III] caused a stir in late spring when, in press interviews, he said the F-35 would be stealthier than the F-22, its larger USAF stablemate. Conventional wisdom had pegged the F-22, with its angled, vectored-thrust engines, as a stealthier machine than the F-35. […] “I would say that General Hostage … is accurate in his statement about the simple stealthiness of the F-35 (with regard) to other airplanes,” [F-35 Program Executive Officer Lt. Gen. Christopher C.] Bogdan said in the interview. The statement was accurate for radar cross section, as measured in decibels, and range of detectability, he said, and he scoffed at the notion that anyone can tell how stealthy an aircraft is just by looking at it.“</ref><ref>David Tulis: F-35 Lightning public debut shows the right stuff. 8. April 2015, abgerufen am 18. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „[Col. Chris] Niemi has eight years in the cockpit of an F-22 and is one of the few Air Force pilots who is qualified in both the Raptor and the F-35 Lightning II. He said he wanted to set the record straight on the Lightning II, once and for all. “Many have compared the F-22 to the F-35 but that comparison is unfair. With the F-35 Lightning, this fighter sees better, has more range, and is stealthier than any of its predecessors. This airplane, with its fly by wire technology, is super easy to fly and it has a very linear response.” […]

[Maj. Nash] Vickers pointed out some of the F-35’s advanced technology including reduced signature jet inlets and nozzles, and fixed array radar enabling the Lightning II to carry air superiority toward the twenty-second century.“</ref>, deren Radarsignatur auf 0,0002 m² geschätzt wird<ref>Measuring Stealth Technology’s Performance. Aviation Week, 29. Juni 2016, abgerufen am 1. Juli 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>.

Darüber hinaus wurde ein starker Fokus auf vernetzte Kriegsführung und Situationsbewusstsein gelegt, sodass die Maschine über mehrere leistungsfähige Sensoren, Datenlinks und Benutzerschnittstellen verfügt. Durch das Zusammenwirken dieser Techniken sollen feindliche Kräfte bereits auf große Distanz geortet und bekämpft werden, noch bevor diese die F-35 selbst erfassen können. Aus diesem Grund wurde auch im Gegensatz zu anderen aktuellen Mustern (z. B. Eurofighter oder Su-35) kein gesteigerter Wert auf Wendigkeit gelegt, um so die Kosten und Tarnkappeneigenschaften optimieren zu können. Erstmals wurde auch einer einfachen und kostengünstigen Wartung der Tarnkappeneigenschaften hohe Priorität beigemessen, da sich diese bei den vorherigen Tarnkappen-Mustern als sehr aufwendig herausstellte, was die Betriebskosten bei gleichzeitiger Reduzierung der Einsatzbereitschaft massiv steigen ließ.

Aufgrund der enormen technischen und finanziellen Dimensionen des Programms weist es ein großes politisches Profil auf und wird umfassend auf allen Ebenen diskutiert. Auf der technischen Seite werden häufig Zweifel an den Tarnkappeneigenschaften geäußert und die relativ geringe Wendigkeit kritisiert, wodurch die Überlebensfähigkeit erheblich geringer als beworben sein soll. Durch die nur sehr begrenzte Kapazität der internen Waffenschächte mangele es der Maschine außerdem an Feuerkraft und Ausdauer. Kritisch wird auch das Vorhaben gesehen, die auf Luftnahunterstützung spezialisierte und preisgünstige A-10 Thunderbolt II durch die teurere und beträchtlich höher fliegende F-35 zu ersetzen. Auf der finanziellen Seite werden neben den generell hohen Programmkosten besonders oft die zahlreichen Verzögerungen und Kostenüberschreitungen kritisiert, welche zumeist auf Probleme in der komplexen Softwareentwicklung zurückzuführen sind. Auch die geplanten Einsparungen in der Wartung und Logistik werden häufig skeptisch betrachtet, da diese erheblich komplexer aufgebaut ist als bei konventionellen Mustern.

Cockpit

Datei:Lockheed Martin F-35 Lightning II mock-up instrument panel.JPG
Cockpit-Attrappe einer F-35

Im Gegensatz zum Cockpit der F-22, das hauptsächlich aus vier großen Multifunktionsdisplays besteht, kommt in der F-35 ein einzelnes sogenanntes Panorama-Cockpit-Display (PCD) zum Einsatz. Dieses ist ungefähr 50 cm breit und 20 cm hoch. Durch die eine primäre Anzeige soll die Übersicht für den Piloten verbessert werden, genau wie die Touch-Screen-Auslegung, die diesen entlasten soll (siehe Abschnitt Avionik). Ebenfalls zur Entlastung soll die Voice-Control (Sprachsteuerung) beitragen, die bei der F-35 sowohl die Spracherkennung als auch die Sprachausgabe (Direct Voice Input) umfasst. Die F-35 wird das erste US-Kampfflugzeug sein, das als Serienmaschine über eine Sprachsteuerung verfügt, nachdem bereits auf der F-16 VISTA und der AV-8B Harrier Testläufe damit unternommen worden waren. Europäische Maschinen wie der Eurofighter oder die schwedische Saab JAS 39 Gripen verwenden dagegen Voice-Control bereits jetzt serienmäßig. Als weitere erhebliche Entlastung des Piloten gilt ein neuer Landemodus Delta Flight Path (DFP) für die F-35C, der die kritische Phase, also die letzten Sekunden einer Landung auf einem Flugzeugträger, teilweise automatisiert. DFP ist eine Art Autopilot, der den Gleitweg zum Träger verfolgt und dabei Wind und den Geschwindigkeitsvektor vom Schiff mit in die Berechnung einbezieht. DFP verwendet ein Steuerungssystem (Integrated Direct Lift Control), welches den Auftrieb mittels der Steuerklappen beeinflusst anstatt durch den Schub. Dies sorgt für eine schnellere Reaktion, und damit ist die Steuerung direkter.<ref>US Navy makes F-35C carrier qualification push. Flightglobal, 17. August 2016, abgerufen am 11. April 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Gegensatz zur F-22 wird die Cockpithaube nicht aus einem einzigen Stück gefertigt. Identisch mit der F-22 ist im Cockpit der F-35 auf der linken Seite der Schubhebel zu finden, auf der rechten Seite der Sidestick. Damit entspricht auch die F-35 dem HOTAS-Design.

Als Schleudersitz wird in allen F-35-Varianten der Martin-Baker US16E verwendet.

Triebwerk und Entwicklungsmuster

Überblick

Datei:LeBourget F35A Antrieb.jpg
F135-600-Triebwerk der F-35B mit Abtriebswelle zum Rolls-Royce-Lift-Fan
Datei:Arnoldafb-2.jpg
F135-Triebwerk auf dem Prüfstand
Datei:Salon du Bourget 20090619 218.jpg
F135-600-Triebwerk mit Abtriebswelle (links) in Le Bourget 2009

Die einmotorige Auslegung der F-35 machte ein leistungsfähiges Triebwerk notwendig, um auch die gestellten Anforderungen im Luftkampf zu erfüllen. Als Möglichkeiten standen zunächst das Pratt & Whitney-F135- und das General-Electric-/Rolls-Royce-F136-Mantelstromtriebwerk zur Verfügung, wobei letzteres nicht mehr entwickelt wird. Daher werden alle F-35-Maschinen mit dem F135-Triebwerk ausgestattet. Dabei handelt es sich um das Stand 2016 leistungsstärkste Triebwerk, das für Jagdflugzeuge gebaut wird. Die STOVL-fähige F-35B ist zusätzlich mit dem Rolls-Royce-Lift-System ausgestattet.<ref name="NeedLift">Need a lift? Rolls-Royce, abgerufen am 1. März 2016.</ref>

Pratt & Whitney F135

Der Pratt & Whitney F135-Turbofan ist das primär verwendete Triebwerk für die F-35. Es wird in drei Varianten gefertigt: das F135-100 für die F-35A, das F135-400 für die F-35C und das F135-600 für die F-35B. Die F135-100 und -400 sind dabei weitgehend baugleich (beim F135-400 wurden für die maritimen Bedingungen alle salzkorrosiven Legierungen ersetzt), wohingegen das F135-600 mit dem Rolls-Royce-Lift-System ausgestattet ist.<ref name="NeedLift" />

Das F135 wurde aus dem F119-Triebwerk der F-22 entwickelt und erzeugt in allen Varianten 191,3 kN Schub mit Nachbrenner oder 128,1 kN ohne Nachbrenner. Laut Pratt & Whitney wurden die Wartbarkeit des F135 gegenüber den Triebwerken der F-16 (Pratt & Whitney F100 und General Electric F110) und die Zuverlässigkeit verbessert. Dazu trage bei, dass das Triebwerk etwa 40 % weniger Teile als die Vorgänger besitzt. Für einen Triebwerkwechsel werde weniger Personal benötigt.

Ursprünglich war geplant, das F135 mit der gleichen zweidimensionalen Schubvektorsteuerung auszurüsten, die bereits die F-22 verwendet. Zwar wäre es durch die einmotorige Auslegung nicht möglich gewesen, damit die Rollbewegungen der F-35 zu verbessern, allerdings wäre es zu Leistungssteigerungen bei Kippbewegungen gekommen. Außerdem war die ebenfalls von der F-22 stammende rechteckige Form der Düse vorgesehen, um die Infrarot- und Radarsignatur zu reduzieren. Warum man sich schließlich gegen die 2D-Schubvektorsteuerung und für konventionelle runde Düsen entschied, ist unklar.

Schallmessungen mit dem F-35A-Prototyp AA-1 ergaben, dass die F-35 10 dB bis 18 dB lauter als eine F-15 ist. In lineare Verhältnisse übersetzt ist dies eine Steigerung des Schalldrucks um das Drei- bis Achtfache.<ref>JSF Flight training – affected environment and environmental consequences. (PDF; 5 MB) In: eglin.af.mil. The Official Web Site of Eglin Air Force Base, S. 13, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Juli 2011; abgerufen am 1. März 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

General Electric/Rolls-Royce F136

Das F136 ist eine Weiterentwicklung des YF120-Triebwerkes. Dieses war ursprünglich für den Advanced Tactical Fighter entwickelt und in der YF-22 und YF-23 eingebaut worden. Im Auswahlverfahren unterlag das YF120 dann aber dem YF119 und wurde nie in Serie gefertigt. Für den JSF griff General Electric auf das YF120 zurück und gründete ein Konsortium mit Rolls-Royce, wobei GE 60 % und RR 40 % beisteuerte. Aus diesem ging schließlich das F136 hervor, das seinen ersten Testlauf am 21. Juli 2004 auf der Testanlage in Evendale (Ohio) absolvierte. Dabei erreichte der Prototyp eine maximale Schubkraft von etwa 178 kN und 106 kN Trockenschub.

Im August 2005 erhielt General Electric einen Entwicklungsvertrag im Wert von 2,4 Mrd. US-Dollar. Dieser sah die Fertigstellung des F136 bis 2013 vor. Am 6. Februar 2006 löste die US-Regierung den Entwicklungsvertrag mit dem Konsortium um General Electric und Rolls-Royce wieder auf und setzte Konkurrent Pratt & Whitney als alleinigen Triebwerkslieferanten für die F-35 ein. Grund dafür war, dass das F135 eine Weiterentwicklung des F119-Triebwerks ist, das bei der F-22 eingesetzt wird. Da eine hohe Komponentenübereinstimmung existiert, erhoffte sich die US-Luftwaffe von der alleinigen Verwendung des F135 Kostenersparnisse von etwa 30 %. Aufgrund von wirtschaftspolitischen Interessen traf die Entscheidung in Großbritannien auf Kritik. Da der US-Kongress Ende 2006 noch Entwicklungsgelder für das Fiskaljahr 2007 bereitstellte, konnte General Electric das F136 dennoch weiterentwickeln.

2009 erreichte das F136 auf dem Prüfstand eine Schubkraft von über 190 kN.<ref>Stephen Trimble: PARIS AIR SHOW: F136 revs up thrust setting. In: flightglobal.com. DVV Media International Limited, 16. Juni 2009, abgerufen am 1. März 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Als im Sommer 2009 Pratt & Whitney Kostensteigerungen beim F135 bekannt gab,<ref>Stephen Trimble: Pratt & Whitney faces new pressure on F135 costs. In: flightglobal.com. DVV Media International Limited, 1. Juli 2009, abgerufen am 1. März 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> mehrten sich die Stimmen im US-Senat, wieder Gelder für das F136 freizugeben.<ref>Stephen Trimble: US Senate axes F-35 alternate engine. In: flightglobal.com. 23. Juli 2009, abgerufen am 1. März 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="NewVote">Craig Hoyle: New vote backs competitive engine strategy for F-35. In: flightglobal.com. DVV Media International Limited, 31. Juli 2009, abgerufen am 1. März 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Gerade im Export sollte die Marktposition der F-35 mit der Auswahl aus zwei Triebwerken verbessert werden. Gegen den Willen von Verteidigungsminister Gates und Präsident Obama stimmte am 30. Juli 2009 das Repräsentantenhaus für die Serienfinanzierung des F136-Triebwerks.<ref name="NewVote" /><ref>Stephen Trimble: Obama threatens vetoes on F-22, F136 decisions. In: flightglobal.com. DVV Media International Limited, 25. Juni 2009, abgerufen am 1. März 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Allerdings wurde Anfang September 2009 die Serienfinanzierung zu Gunsten von zehn weiteren C17-Transportmaschinen wieder aus dem Budget gestrichen.<ref>FliegerWeb.com: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. 14. September 2009, abgerufen am 27. März 2025.</ref> Mitte 2011 wies das US-Verteidigungsministerium GE und Rolls-Royce an, die Arbeiten am Triebwerk endgültig zu beenden. Die Hersteller wollten ein Kernentwicklerteam mit eigenen finanziellen Mitteln aufrechterhalten und eine Wiederaufnahme des Triebwerks in den Verteidigungshaushalt in den kommenden Jahren erreichen,<ref>Flug Revue, Juni 2011, Aus für das F136-Triebwerk. ISSN 0015-4547, S. 16.</ref> gaben dieses Vorhaben aber Ende 2011 auf.<ref>Guy Norris: GE, Rolls Give Up on F136 JSF Alternate Engine. In: aviationweek.com. Aviation Week Network, 2. Dezember 2011, abgerufen am 1. März 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Rolls-Royce-Lift-System

Datei:F-35B Joint Strike Fighter (thrust vectoring nozzle and lift fan).PNG
Abbildung des Zusammenspiels zwischen schwenkbarer STOVL-Düse und Hubgebläse beim Senkrechtstart

Das Rolls-Royce-Lift-System<ref name="NeedLift" /> besteht aus einem Mantelpropeller, der mit dem Haupttriebwerk über eine Getriebewelle verbunden ist, dem 3-Drehgelenk-Lager-Modul (3BSM -Bearing Swivel Module) und Ausgleichsdüsen für die Rollsteuerung.<ref>Rolls-Royce LiftSystem. (PDF; 616 kB) Delivering game-changing vertical lift technology. In: rolls-royce.com. Rolls-Royce, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. Dezember 2013; abgerufen am 1. März 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Der hinter dem Cockpit eingebaute, aus zwei gegenläufigen Stufen bestehende Mantelpropeller wird über eine auskuppelbare Antriebswelle von einer zweistufigen Niederdruckturbine des Haupttriebwerks angetrieben (SDLF – Shaft Driven Lift Fan).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Shaft Driven Lift Fan (SDLF) (Memento vom 16. September 2008 im Internet Archive) F-35 Joint Strike Fighter Program Office-website. Abgerufen am 8. Juni 2023 (englisch).</ref> Er hat 1,25 m Durchmesser und kann einen etwa 80 kN (20.000 lbf) großen Anteil des Vertikalschubes erzeugen.

Das 3BSM ist ein dreiteiliges, durch diagonal geschnittene Flansche in sich drehbares Strahlrohr, das zur Umlenkung des Schubs des Haupttriebwerkes nach unten dient. Es kann in 2,5 Sekunden über 95 Grad drehen und liefert etwa 100 kN Schub. Damit stehen der F-35B insgesamt etwa 180 kN Schub für die Senkrechtlandung zur Verfügung, da dabei der Nachbrenner des F135-600 nicht verwendet werden kann. Für das 3BSM und den Ein- und Auslass des Mantelpropellers öffnen sich dabei Klappen in der Rumpfverkleidung.

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F-35B im Schwebeflug mit nach unten gedrehter Heckdüse und geöffneten Klappen für den Fan

Ausgleichsdüsen für die Rollsteuerung in den Tragflächen, die jeweils etwa 9 kN (1950 lbf) Schub liefern, werden durch Zapfluft aus dem Verdichter des Haupttriebwerkes gespeist.

Rolls-Royce entwickelte zusammen mit Pratt & Whitney das F135-STOVL-Antriebssystem für den F-35B Joint Strike Fighter, um die Austauschbarkeit mit dem GE-Rolls-Royce-F136-Triebwerk sicherzustellen. Rolls-Royce leitete von seinem Standort im englischen Bristol das umfassende Entwicklungs- und Integrationsprogramm und war verantwortlich für die Strömungsmaschinerie des LiftFan, 3BSM und das Design der Ausgleichsdüsen für die Rollsteuerung. Das Team in Indianapolis in den USA lieferte Getriebe, Kupplung, Gelenkwelle und Düse des Systems und leitete den Einbau und die Prüfung des Mantelpropellers.<ref name="NeedLift" />

Bewaffnung

Da die F-35 als Mehrzweckkampfflugzeug ausgelegt ist, steht ihr eine große Auswahl an Raketen und Bomben zur Verfügung (siehe unten).

Als Rohrbewaffnung ist bei der F-35A eine eingebaute vierläufige Gatling-Kanone vom Typ GAU-22/A (Kaliber 25 mm) vorgesehen, für die 180 Schuss Munition mitgeführt werden. Die Versionen B und C der F-35 haben diese Bewaffnung nicht, können aber mit dieser Waffe in einem externen Waffenbehälter mit 220 Schuss Munition ausgerüstet werden. Während man bei der B-Variante wegen des Lift-Systems hinter dem Cockpit auf eine interne Kanone verzichten musste, war der Wegfall bei der F-35C innerhalb der US Navy nicht unumstritten. Das Konzept, bei einem Jagdflugzeug auf eine interne Kanonenbewaffnung zu Gunsten eines Waffenbehälters zu verzichten, wurde zuletzt mit der F-4 Phantom während des Vietnamkrieges angewendet, was sich im Luftkampf aber als Nachteil erwies. Deshalb hatte die Navy (wie auch die anderen US-Teilstreitkräfte) bei ihren nachfolgenden Jagdflugzeugen, F-14 und F-18, wieder eine fest installierte Bordkanone eingebaut. Als Munition werden neuartige FAPDS-Geschosse von Rheinmetall eingesetzt. Diese panzerbrechende Munition zerfällt nach dem Durchdringen der Zieloberfläche in viele kleine hochenergetische Bruchstücke, die im Inneren des Ziels größeren Schaden anrichten als konventionelle, nicht zerfallende Wuchtgeschosse. Hierdurch ist die Munition auch für die Bekämpfung von leicht gepanzerten Zielen wie beispielsweise Schützenpanzern geeignet.<ref>Rheinmetall to supply ammunition for the F-35 stealth multirole fighter. In: rheinmetall.com, 6. März 2017, abgerufen am 8. März 2017 (englisch).</ref>

Ihre primäre Bewaffnung führt die F-35 in zwei internen Waffenschächten mit, in denen sich insgesamt vier Laststationen befinden. Die interne Waffenführung war, wie bereits bei der F-22, notwendig, um die Tarnkappenanforderungen zu erfüllen. Die äußeren der beiden internen Lastenträger können schwere Waffen, wie zum Beispiel 2.000-lb-Mark-84-Bomben, JDAMs, JSOWs, Paveways oder Brimstones, mitführen; die anderen beiden Stationen sind für leichtere Waffen ausgelegt, in der Regel Luft-Luft-Raketen. Da bei der F-35B die interne Waffenlast konstruktionsbedingt geringer ist, kann diese intern maximal die 1.000-lb-Mark-83-Bombe tragen. Um die Anzahl der internen Luft-Luft-Lenkwaffen auf sechs Stück zu erhöhen, wird von Lockheed Martin das Sidekick-Programm verfolgt, wobei sich diese mögliche Modifikation aus Platzgründen auf die A- und C-Variante beschränkt.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig F-35 Closer To Carrying Six AIM-120 Missiles Internally.] In: The War Zone. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 29. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Die Luft-Luft-Bewaffnung soll langfristig auch durch die modernere AIM-260 JATM ergänzt werden. Neben Lockheed arbeiten auch andere Hersteller daran, ihre Flugkörper an den Waffenschacht der F-35 anzupassen. So entwickelt MBDA gegenwärtig eine Variante der Meteor für die Royal Navy mit kleineren Heckflossen, damit diese vier solcher Flugkörper in den Waffenschächten unterbringen kann.

Unter den Tragflächen der F-35 befinden sich insgesamt sechs Außenlastträger zur Waffenmitführung (acht bei der F-35C), deren Verwendung zu Lasten der Tarnkappeneigenschaften geht. Deshalb wird in der Regel auf die Außenlastträger verzichtet. Es gibt Einsatzprofile, bei denen die Außenlasten trotz der negativen Auswirkungen auf die Tarnkappeneigenschaften verwendet werden. Da die F-35 extern mehr Waffen mitführen kann als intern, wird darauf zurückgegriffen, sobald die Tarnkappeneigenschaften aufgrund geringer feindlicher Luftabwehr nur eine untergeordnete Rolle spielen. Nicht alle Waffentypen der F-35 können in den internen Waffenschächten montiert werden. Dabei kann es sich um Marschflugkörper vom Typ Storm Shadow oder JASSM handeln (der einzige Marschflugkörper, den die F-35 auch intern mitführen kann, ist derzeit der Joint Strike Missile, der aber nur von Norwegen und Australien eingesetzt wird). Auch die Luft-Boden-Raketen AGM-65 und AGM-88 (außer der angepassten AGM-88G AARGM-ER) können von der F-35 nur extern mitgeführt werden, genauso wie die schwersten Bomben der Paveway-Serie. Bei der Notwendigkeit von hohen Einsatzreichweiten können auch Zusatztanks mitgeführt werden. Die beiden äußeren Träger in der Nähe der Flügelspitzen sind nur für leichte Kurzstrecken-Luft-Luft-Raketen vom Typ AIM-9 Sidewinder oder AIM-132 ASRAAM ausgelegt.

Datei:F-35A with 2 B61-12 bombs.jpg
F-35A mit 2 B61-Übungsbomben und 2 AIM-120 AMRAAM

Gegenwärtig planen die US-Streitkräfte, die F-35 auch als Träger für Atomwaffen zu verwenden. Dafür sollte ursprünglich die B61-Atombombe ab 2017 modifiziert werden. 2024 wurde die F-35 für den Einsatz der B61 zertifiziert.<ref>Michael Marrow: Exclusive: F-35A officially certified to carry nuclear bomb. In: breakingdefense.com, 8. März 2024 (englisch).</ref>

Ende Oktober 2013 fanden mit einer F-35B die ersten Testabwürfe und -schüsse mit scharfen Waffen statt. Dabei wurde eine Bombe des Typs GBU-12 abgeworfen und ein Lenkflugkörper AIM-120 AMRAAM gestartet.<ref>Jon Hemmerdinger: F-35B strikes tank with guided bomb in test. In: Flightglobal.com. DVV Media International Limited, 30. Oktober 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. November 2013; abgerufen am 28. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „A Lockheed Martin F-35B has completed its first guided weapons delivery test, striking a tank with a GBU-12 Paveway II weapon, according to Lockheed Martin. The test happened 29 October at the Edwards Air Force Base Precision Impact Range Area in California, Lockheed says in a media release.“</ref><ref>Jon Hemmerdinger: F-35A launches air-to-air missile in test. In: Flightglobal.com. DVV Media International Limited, 31. Oktober 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. November 2013; abgerufen am 28. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Lockheed Martin’s F-35A Joint Strike Fighter has conducted its first live-fire test of an air-to-air missile, the company reports. An aircraft piloted by Air Force Capt. Logan Lamping launched an AIM-120 advance medium range air-to-air missile (AMRAAM) against an aerial drone while flying in a military test range off the California coast, says Lockheed in a media release.“</ref>

Avionik

Die F-35 verfügt über eine hochintegrierte modulare Avionik gemäß der Pave-Pace-Architektur. Hierbei werden alle Daten der Sensoren und Systeme sehr früh in einem zentralen Rechensystem zusammengeführt, sodass diese sehr flexibel und umfassend miteinander in Verbindung gebracht werden können. Dies ermöglicht im Gegensatz zu früheren Architekturen eine sehr hochwertige Sensorfusion und die flexible Implementierung von neuen, zuweilen unkonventionellen Funktionen (z. B. elektronische Kampfführung über das Radar oder Cyberkrieg-Anwendungen).<ref>‘A God’s Eye View Of The Battlefield:’ Gen. Hostage On The F-35, abgerufen am 8. Januar 2017.</ref> Das primäre Ziel ist hierbei ein bestmögliches Situationsbewusstsein für den Piloten, der möglichst wenig Zeit mit Dateninterpretation und Systembedienung verbringen soll, um sich so auf die Analyse der taktischen Situation und die Entscheidungsfindung konzentrieren zu können.

Die F-35 ist bei ihrer Indienststellung erst das zweite Kampfflugzeug, das über eine hochintegrierte Avionik verfügt. Das erste Mal kam dieses Konzept bei der F-22 in Form der Pave-Pillar-Architektur zum Einsatz. Die Pave-Pace-Architektur stellt damit die zweite Generation US-amerikanischer hochintegrierter Avionik dar. Die wesentlichste Verbesserung ist die Einführung des Konzeptes von gemeinsam verwendeten Antennen und Analog-Komponenten.<ref name="mas" /> Zuvor verwendete jedes Subsystem (z. B. IFF, Radar oder EloKa) seine eigenen Antennen exklusiv. Dadurch benötigen die hochentwickelten Systeme der F-22 insgesamt noch 64 separate Antennen.<ref name="mas"></ref> Demgegenüber benötigt die F-35 nur 22 Stück, da sich mehrere Subsysteme eine jeweils passende Antenne teilen.<ref name="mas" /> Darüber hinaus werden die Signale nicht mehr von spezialisierter Hardware verarbeitet, sondern lediglich digitalisiert und dann in die generischen Integrated Common Processors (ICPs) eingespeist.<ref name="mas" />

Diese ICPs, von denen insgesamt 31 Stück in zwei Racks verbaut sind, stellen das „Herz“ der Avionik dar.<ref name="mas" /> Auf diesen Steckkarten findet die komplette Daten- und Signalverarbeitung statt, was bei konventionellen Architekturen sonst isoliert in den einzelnen Subsystemen stattfinden würde. Um die Kosten zu reduzieren und um die ICPs an neuere Entwicklungen anpassen zu können, werden auf diesen COTS-Prozessoren eingesetzt. Bei der Indienststellung wurden modifizierte PowerPC-G4-CPUs verwendet, wodurch bei der Signalverarbeitung eine Gesamtrechenleistung von 75.000 MIPS bereitstehen.<ref name="mas" /> Die Software ist überwiegend in C++ geschrieben, wobei auch einige Ada-Module aus der F-22 übernommen wurden.<ref name="mas" /> Als Betriebssystem kommt Integrity-178B RTOS von Green Hills Software zum Einsatz.<ref>Green Hills Software – Customers. Abgerufen am 8. Januar 2017 (englisch).</ref> Durch das hohe Integrationsniveau und die Digitalisierung der Antennenanlage ergeben sich sehr hohe Anforderungen an die Datenverbindungen zwischen den Komponenten und ICPs. Daher stehen insgesamt 64 Fibre-Channel-Kanäle mit einer Bandbreite von je 2 Gbit/s zur Verfügung.<ref>Fiber Optic Communication within the F-35 Mission Systems. Abgerufen am 8. Januar 2017 (englisch).</ref> Die internen Systeme zur Flugsteuerung und Waffenkontrolle sind mit dem ebenfalls kommerziell verwendeten FireWire-Datenbus angebunden, der bis zu 800 Mbit/s transferieren kann.<ref>IEEE 1394b Playing Pivotal Role in F-35 Lightning II Joint Strike Fighter, abgerufen am 8. Januar 2017 (englisch).</ref> Um auch ältere Ausrüstung an den Laststationen mitführen zu können, sind diese auch mit dem MIL-STD-1553 ausgerüstet, der jedoch nur über 1 Mbit/s Bandbreite verfügt.

Radar: AN/APG-81

Datei:AN-APG-81 Antenna, 2005 - National Electronics Museum - DSC00393.JPG
Antennenanlage des APG-81
Datei:F-35 SAR.jpg
Ein SAR-Bild des APG-81

Das APG-81 ist das Bordradar der F-35. Das AESA-Radar wurde auf Basis der Erfahrungen mit dem APG-77 und APG-80 entwickelt.<ref name="air-special" /> Gegenüber mechanischen Radaren bietet eine AESA-Radar viele Vorteile, insbesondere bei Zuverlässigkeit, Störresistenz und Reichweite. Es kann sehr schnell zwischen unterschiedlichen Betriebsmodi umschalten und dank der Pave-Pace-Architektur auch bisher ungewöhnliche Aufgaben übernehmen, zum Beispiel elektronische Kampfführung gegen andere Radare (Details siehe unten).

Wie die meisten aktuellen Multifunktionsradare für Kampfflugzeuge arbeitet auch das APG-81 im X-Band (8–12 GHz), da dieser Frequenzbereich einen guten Kompromiss aus Reichweite und Genauigkeit darstellt. Die Antenne besteht aus etwa 1600 einzelnen Transmittern,<ref>Visuelle Zählung (siehe Bild).</ref> die eine oder mehrere Radarkeulen mit sehr schnell wechselnden Eigenschaften formen können. Dies ist besonders vorteilhaft, um unterschiedliche Ziele (z. B. Schiffe und Flugzeuge) ohne Zeitverzug verfolgen zu können. Insgesamt verfügt das APG-81 über 32 verschiedene Betriebsmodi: je 12 für Luft-Luft- und Luft-Boden-Operationen, 4 für elektronische Kampfführung und je 2 für Navigation und Wetter.<ref name="air-special" /> Die hohe Agilität macht es feindlichen Radarwarnanlagen und SIGINT-Systemen schwer, dessen Emissionen zu erfassen, wenn es sich im LPI-Modus befindet.<ref name="air-special" /> Sollte das APG-81 dennoch erfasst und gestört werden, wirkt sich die Agilität positiv auf die EloSM-Fähigkeiten aus. Dies wurde bei der Übung Northern Edge 2009 operativ bestätigt, ein Jahr später erhielt das Design-Team außerdem den „David Packard Excellence in Acquisition Award“ für die ausgezeichnete Störresistenz des APG-81.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />APG-81 Radar Validated during Northern Edge 2009. (Memento vom 14. Juni 2020 im Internet Archive) In: deagel.com, 3. Juli 2009, abgerufen am 27. März 2025 (englisch).</ref><ref>Northrop Grumman Awarded DOD Honor for Electronic Protection Achievements. Abgerufen am 5. März 2017 (englisch).</ref>

Künftig soll das APG-81 durch das APG-85 ersetzt werden.<ref>Northrop Grumman developing new AESA radar for F-35. In: janes.com. Jane’s Information Group, abgerufen am 14. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Bob Fischer: Northrop Grumman entwickelt ein neues Radar für die F-35 Lightning II. In: aerobuzz.de. 16. Januar 2023, abgerufen am 14. Februar 2023.</ref>

Elektronische Kampfführung: AN/ASQ-239

Das ASQ-239 ist für die Elektronische Kampfführung der F-35 zuständig. Es handelt sich um eine Weiterentwicklung des ALR-94 der F-22, die jedoch aufgrund der Pave-Pace-Architektur mit deutlich weniger Antennen auskommt. Der Funktionsumfang umfasst alle modernen SIGINT-Anwendungen: erfassen und bestimmen von Radaremissionen, Warnung vor anfliegenden Raketen, genaue Ortsbestimmung von bodengebundenen Radaren und die Richtungsmessung luftgestützter Radare. Die Empfänger des ASQ-239 sind hochempfindlich und können auch schwer zu erfassende LPI-Radare wie das APG-77 entdecken.<ref>Aviation Week – China’s Stealth Aircraft Program Will Face Advanced Defenses. Abgerufen am 8. Januar 2017 (englisch).</ref> Ein Novum ist die Fähigkeit des Systems, offensive elektronische Gegenmaßnahmen durchzuführen, vorherige Tarnkappen-Muster hatten sich bis dato ganz auf den passiven Schutz der Tarnkappentechnik verlassen.<ref name="air-special">F-35 Lightning II: An Air Warfare Revolution – Air International Special. Key Publishing, 2014, S. 21, 24–30 (englisch).</ref><ref name="bae-ecm"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />BAE Systems – AN/ASQ-239 Electronic warfare/countermeasure system (Memento vom 22. Januar 2017 im Internet Archive; PDF; 1,6 MB) In: baesystems.com, abgerufen am 8. Januar 2017 (englisch).</ref> Das System umfasst neben den üblichen Infrarot- und Radar-Täuschkörpern auch geschleppte Radar-Störkörper vom Typ AN/ALE-70, die nach dem Ausstoßen die vom ASQ-239 generierten Störsignale in einiger Distanz hinter der Maschine aussenden.<ref name="armada">Armada International 06/2013, Key Publishing, S. 12–14 (englisch).</ref> Hierdurch können zum einen Lenkwaffen mit Home-on-jam-Technik getäuscht werden; zum anderen ist auch der Betrieb als Köder möglich, der gegenüber einem feindlichen Radar-Sucher ein attraktiveres Ziel anbietet als die F-35 selbst. Deren sehr geringer Radarquerschnitt (RCS) vereinfacht darüber hinaus die Anwendung jeglicher offensiver Störmaßnahmen erheblich, da viel weniger elektrische Leistung zum Selbstschutz notwendig ist als bei konventionellen Mustern mit größerem RCS.<ref name="air-special" />

Durch die voll integrierte Avionik der F-35 ist das ASQ-239 nicht nur auf seine eigenen Komponenten begrenzt wie viele andere EloKa-Systeme. Neben dem ALE-70 kann es auch auf das APG-81-Radar zugreifen und es gemäß der Pave-Pace-Architektur sowohl für passive Aufklärung als auch für aktive Gegenmaßnahmen nutzen.<ref name="air-special" /><ref name="armada" /> Durch dessen AESA-Antenne ist es so möglich, Störsignale in einer Stärke und Qualität zu erzeugen, wie sie sonst nur mit spezialisierten EloKa-Systemen wie dem AN/ALQ-99 möglich sind. Somit kann eine F-35 auch andere Maschinen in der Formation oder aus der Distanz vor radarbasierten Bedrohungen schützen.<ref name="air-special" /> Durch das Antennen-Design ergeben sich jedoch zwei fundamentale Einschränkungen gegenüber konventionellen Lösungen oder dedizierten EloKa-Mustern wie der EA-18 Growler: Zum einen kann nur der vordere 120°-Sektor abgedeckt werden, zum anderen ist der Frequenzbereich auf das X-Band (8–12 GHz) beschränkt.<ref>Stealth Vs. Electronic Attack. In: news.usni.org, 21. April 2014. Abgerufen am 22. Januar 2017 (englisch).</ref> Somit eignet sich das APG-81 primär für die Störung feindlicher SAM-Feuerleitradare oder luftgestützter Multifunktionsradare, da diese heutzutage fast ausschließlich im X-Band arbeiten, um die nötige Präzision für den Einsatz von Lenkwaffen zu erreichen. Die Begrenzung auf den vorderen Sektor beschränkt die Hochleistungs-Störung auf die Phase des Anflugs, Angriffe beim Rückflug müssen dann mit dem ALE-70 gekontert werden. Darüber hinaus wäre Abstandsstörung mit zwei F-35 möglich, die auf einer Kreisbahn fliegen und sich so beim Stören abwechseln. Ein weiterer Vorteil der hochintegrierten Avionik ist der Datenaustausch mit dem eigenen Radar und mit anderen F-35 in der Formation über den gesicherten MADL-Datenlink.<ref name="air-special" /> Hierdurch können die Elektronischen Gegenmaßnahmen präzise ohne Zutun des Piloten koordiniert werden, sodass die eigenen Radarimpulse nicht gestört und die Radarwarn-Funktion nicht beeinträchtigt werden, wie es bei vielen älteren EloKa-Systemen der Fall ist.<ref name="air-special" /><ref name="bae-ecm" /> Darüber hinaus können so auch Zieldaten der verschiedenen ASQ-239-Systeme innerhalb der Formation ausgetauscht werden.<ref name="air-special" />

Über die Spezifikationen des ASQ-239 ist außer dem Gewicht (ca. 90 kg) nichts Weiteres veröffentlicht worden.<ref name="bae-ecm" /> Auch ist zu den Fähigkeiten der Cyberkriegs-Komponente, außer ihrem Vorhandensein, wenig bekannt.<ref name="armada" /><ref>Colin Clark: ‘A God’s Eye View Of The Battlefield:’ Gen. Hostage On The F-35. In: breakingdefense.com, 6. Juni 2014. Abgerufen am 27. März 2025 (englisch).</ref> Ein General der US-Marines (James F. Amos) schätzte das EloKa-Potenzial der F-35 jedoch auf etwa 85 % dessen ein, wozu eine EA-6 Prowler mit dem ICAP-III-Upgrade in der Lage ist.<ref>Sydney J. Freedberg Jr.: Beyond F-35: Rep. Forbes & Adm. Greenert on Cyber, Drones & Carriers. In: breakingdefense.com, 29. April 2013. Abgerufen am 27. März 2025 (englisch).</ref>

Infrarot-Zielsystem: AN/AAQ-40 EOTS

Datei:F-35 EOTS 12-5054.jpg
Die Infrarotdetektoren des EOTS
Datei:F-35 EOTS1.jpg
Wärmebild des EOTS-Sensors

Das EOTS (Electro-Optical Targeting System) ist ein Infrarot-Zielsystem, das von Lockheed Martin entwickelt wurde und auf dem des Sniper-ATP-Pod basiert. Das System verfügt über einen diodenbasierten Entfernungs- und Zielbeleuchtungslaser und einen abbildenden Infrarot-Sensor. Dieser arbeitet im Bereich des mittleren Infrarotspektrums und besitzt eine Auflösung von 1024 × 1024 Pixeln.<ref name="eots_pdf">F-35 Mission Systems Design, Development, and Verification. (PDF; 1,6 MB) In: lockheedmartin.com. Lockheed Martin Aeronautics Company, 25. Juni 2018, abgerufen am 26. Mai 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das optische System verfügt über eine Tele- und Weitwinkel-Einstellung, um entweder große Bereiche nach Zielen abzusuchen oder bereits entdeckte Kontakte genauer untersuchen zu können.<ref name="eots_pdf" />

Somit kann das EOTS zum einen als klassisches FLIR-System für Luft-Boden-Operationen genutzt werden.<ref name="eots_pdf" /> Der mittlere Infrarotbereich bietet hier eine gute Detailschärfe und kann auch Rauch und Dunst gut durchdringen.<ref name="eots_pdf" /> Darüber hinaus können für Zielpunkte auch Geodaten ermittelt und mit einem Ziellaser beleuchtet werden.<ref name="eots_pdf" /> Zum anderen kann das EOTS auch im Luft-Luft-Modus als IRST-System betrieben werden, um Luftziele anhand ihrer Infrarotemissionen (insbesondere der Triebwerksauslässe und Abgase) zu erfassen und zu verfolgen.<ref name="eots_pdf" />

Das Bild wird zu jeder Zeit gegenüber Flugbewegungen und Vibrationen optisch stabilisiert. Starke Bewegungen werden mittels mehrerer kardanischer Aufhängungen ausgeglichen, kleinere Vibrationen durch einen speziellen hochbeweglichen Spiegel.<ref name="eots_pdf" /> Das EOTS ist anders als viele andere aktuelle Lösungen intern eingebaut (statt als externer FLIR-Behälter) und bietet ein großes Blickfeld nach unten (statt IRST-typisch nach oben). Der interne Einbau reduziert den Luftwiderstand und ermöglicht vor allem eine Tarnkappenkonstruktion, welche aus facettierten und metallbedampften Saphirglas-Scheiben besteht und den Radarquerschnitt nur minimal vergrößert.<ref name="eots_web">F-35 Lightning II Electro-Optical Targeting System (EOTS). In: lockheedmartin.com. Lockheed Martin, abgerufen am 26. Mai 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das gewählte Blickfeld von etwa +10° bis -130° gegenüber der Horizontalen ermöglicht eine sehr gute Sicht auf Bodenziele, zum Teil auch hinter der Maschine. Luftziele können hierbei allerdings nur dann erfasst werden, wenn sie auf gleicher oder nur geringfügig höherer Flughöhe fliegen, da sie sonst vom Rumpf der F-35 verdeckt werden. Solche Ziele können zwar auch durch das AAQ-37 DAS entdeckt werden, jedoch erst auf geringere Distanzen. Die Anbindung an die Avionik erfolgt über Fibre Channel-Leitungen.<ref name="eots_web" />

Da das EOTS auf dem Sniper ATP basiert, bewegt es sich auf dem technischen Niveau der frühen 2000er Jahre und gilt nicht mehr als top-aktuell.<ref>James Drew: Lockheed reveals Advanced EOTS targeting sensor for F-35 Block 4. In: FlightGlobal.com. DVV Media International Limited, 10. September 2015, abgerufen am 26. Mai 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Daher möchte Lockheed Martin im Rahmen der Block 4-Modernisierungen ein Advanced EOTS entwickeln. Dieses soll zusätzlich über eine hochauflösende Videokamera und einen weiteren Infrarotsensor für das nahe Infrarotspektrum verfügen.<ref name="eots_web" /> Zusammen mit einer Steigerung der Auflösung im mittleren Infrarot und einer vergrößerten Optik soll so eine höhere Aufklärungsreichweite und eine bessere Zielabbildung gewährleistet werden.<ref name="eots_web" /> Darüber hinaus soll auch ein weiterer Laser zur Zielbeleuchtung integriert werden, welcher auch auf Infrarot-Nachtsichtgeräten zu erkennen ist.<ref name="eots_web" /> Auf diesem Wege kann der Pilot den eigenen Bodentruppen signalisieren, welches Ziel er angreifen möchte, was Missverständnisse bei der Zieleinweisung besonders in dicht bebauten Gebieten verhindern soll.<ref>Eric Tegler: International F-35 Customers, Your Airplanes Will Be Delayed. In: forbes.com. 19. Dezember 2023, abgerufen am 16. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Rundumüberwachung: AN/AAQ-37 DAS

Datei:F-35 DAS.jpg
Aufnahme des DAS-Sensors (automatisch zusammengesetzt aus mehreren Bildern)
Datei:F-35 Helmet Mounted Display System.jpg
Im oder vor dem Jahr 2010 designtes Helmsystem „Helmet Mounted Display System“ der F-35
Datei:U.S. Air Force Capt. Brad Matherne, a pilot with the 422nd Test and Evaluation Squadron, taxis an F-35A Lightning II aircraft before its first operational training mission April 4, 2013, at Nellis Air Force 130404-F-KX404-037.jpg
Pilot der F-35 mit Helm im Jahr 2013

Bei dem AN/AAQ-37, auch als DAS (Distributed Aperture System) bezeichnet, handelt es sich um ein infrarotgestütztes Sensorsystem. Es besteht aus sechs separaten IR-Kameras, die so auf der Flugzeugzelle angeordnet sind, dass der gesamte Luftraum überwacht werden kann.<ref name="n_video">Northrop Grumman: F-35 DAS auf YouTube, 13. Mai 2010, abgerufen am 28. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value); Laufzeit: 5 min 34 s).Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)</ref> Es ist primär als Raketenwarngerät konzipiert, hat aber auch weitere Funktionen. So können feuernde SAM- und Flak-Stellungen automatisch erkannt und mit an Bord verfügbaren Waffen (zum Beispiel JDAM) umgehend bekämpft werden,<ref name="n_video" /> während gleichzeitig geeignete Gegenmaßnahmen (Flares, Chaff und EloGM) zielgerichtet eingesetzt werden. Auch sich aus beliebiger Richtung nähernde Kampfflugzeuge können erfasst und anschließend mit Fire-and-Forget-Waffen (wie AIM-9X oder AIM-120) angegriffen werden, ohne dass die F-35 sich durch Flugmanöver in Abschussposition bringen muss.<ref name="n_video" /> Während eines Luftnahkampfes mit einer Vielzahl von beteiligten eigenen und gegnerischen Maschinen identifiziert und verfolgt das AAQ-37 alle Flugzeuge, damit der Pilot auch bei ähnlich aussehenden Maschinen stets zwischen Freund und Feind unterscheiden kann.<ref name="n_video" /> Bei Nachtmissionen dient das System als Ersatz für konventionelle Nachtsichtgeräte. In Kombination mit dem HMDS-Helm kann der Pilot in jeder beliebigen Richtung auf ein Nachtsichtbild von hoher Qualität zurückgreifen, wobei die Schärfe in etwa der des menschlichen Auges entspricht.<ref name="n_video" /> Dies ist ein deutlicher Fortschritt gegenüber den üblichen auf dem Helm montierten Nachtsichtgeräten, da diese durch ihre Konstruktion und die Cockpitkanzel nur ein verhältnismäßig kleines Blickfeld abdecken können. Kombiniert mit dem Bordcomputer, können auch Fahrzeuge am Boden sicher verfolgt werden.

Das AAQ-37 wird von Northrop Grumman entwickelt und zurzeit auf einigen F-16 und QF-4-Drohnen der Edwards Air Force Base getestet. Bis Februar 2008 wurde das System 4700 Stunden getestet, wobei 83 Stunden auf Flugtests entfallen.

Kommunikation: CNI

Das CNI (Communication, Navigation & Identification) ist ein zentrales Computersystem zur Navigation, Kommunikation und Zielidentifizierung. Es wird von Northrop Grumman entwickelt und ähnelt dem Avioniksystem der F-22. Es ist mit nahezu allen militärischen Kommunikationsprotokollen kompatibel (zum Beispiel Link 16, JTRS und UHF/VHF). Des Weiteren sind folgende Merkmale integriert: GPS, TACAN, IFF, Joint Precision Approach and Landing System (JPALS). Auch Breitbandkommunikation mittels des AN/APG-81-Radars soll unterstützt werden. Zur Kommunikation innerhalb eines F-35-Verbandes kommt bevorzugt der Multifunction Advanced Data Link (MADL) zum Einsatz.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Harris – Multifunction Advanced Data Link (MADL) (Memento vom 26. Juni 2009 im Internet Archive), abgerufen am 25. Juni 2009 (englisch).</ref><ref>Henry S. Kenyon: Programmable System Guides Jet to New Heights. In: afcea.org. SIGNAL Magazine, AFCEA, abgerufen am 1. März 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Dieses System besteht aus sechs Phased-Array-Antennengruppen, die so angeordnet sind, dass sie den gesamten Luftraum abdecken. Im Gegensatz zu konventionellen Antennen strahlt der MADL-Komplex nur in einem sehr kleinen Sektor (starke Richtwirkung) mit geringen Nebenkeulen Signale ab. Hierdurch wird die Datenrate bei gleicher Sendeleistung stark erhöht und die Wahrscheinlichkeit der Entdeckung durch feindliche ELINT-Sensoren massiv reduziert. Bis Februar 2008 wurde das CNI-System 4400 Stunden getestet, wobei über 65 Stunden auf Flugtests entfallen. Die EloKa-Systeme wurden 11.255 Stunden getestet (über 70 Stunden Flugtest).

Technische Daten

Daten aus der Lockheed-Martin-Broschüre von der Aero India 2011<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />F-35 Lightning II Defining the Future. (Memento vom 13. Januar 2012 im Internet Archive; PDF; 1,8 MB) In: lockheedmartin.com (englisch).</ref> und F-35 JSF Statistics<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />F-35 Joint Strike Fighter Media Kit Statistics. (Memento vom 26. Juni 2019 im Internet Archive; ZIP; 100 kB) In: jsf.mil, abgerufen am 8. Juni 2023 (englisch).</ref>
Kenngröße F-35A CTOL (konventionell) F-35B STOVL (Senkrechtstarter) F-35C CV (Flugzeugträger)
Länge 15,67 m 15,61 m 15,67 m
Spannweite 10,67 m 13,11 m
Flügelfläche 42,70 m² 62,06 m²
Flügelstreckung 2,67 2,77
Tragflächenbelastung
  • minimal (Leermasse): 308 kg/m²
  • nominal (normale Startmasse): 522 kg/m²
  • maximal (max. Startmasse): 744 kg/m²
  • minimal (Leermasse): 341 kg/m²
     
  • maximal (max. Startmasse): 637 kg/m²
  • minimal (Leermasse): 234 kg/m²
     
  • maximal (max. Startmasse): 512 kg/m²
Höhe 4,57 m 4,72 m
Leermasse 13.170 kg 14.588 kg 14.547 kg
normale Startmasse 22.280 kg k. A. k. A.
max. Startmasse 31.751 kg 27.216 kg 31.751 kg
interne Tankkapazität 8.278 kg 6.124 kg 8.959 kg
Treibstoffmassenanteil 0,385 0,295 0,381
maximale Lastvielfache 9g<ref name="Specifications">F-35 Joint Strike Fighter (JSF) Lightning II, Specifications. In: globalsecurity.org. Global Security, abgerufen am 21. April 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 7g<ref name="Specifications" /> 7,5g<ref name="Specifications" />
Höchstgeschwindigkeit offiziell Mach 1,6
Dienstgipfelhöhe 15.240 m
Einsatzradius 1.080 km<ref>Pentagon agrees to F-35A combat radius reduction. In: Flightglobal.com. DVV Media International Limited, 8. März 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Juni 2012; abgerufen am 28. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 833 km 1.111 km
Reichweite 2.222 km 1.667 km 2.593 km
Waffenlast 8.165 kg 6.804 kg 8.165 kg
Triebwerk 1 × Pratt-&-Whitney-F135-100-Turbofan
 
  • 1 × Pratt-&-Whitney-F135-600-Turbofan
  • 1 × Rolls-Royce-Lift-System

1 × Pratt-&-Whitney-F135-400-Turbofan
 

Schubkraft<ref>F135 Specs Charts. (PDF; 45 kB) In: pw.utc.com. Pratt & Whitney, September 2012, abgerufen am 1. März 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • mit Nachbrenner: 191,3 kN
  • ohne Nachbrenner: 128,1 kN
     
     
  • mit Nachbrenner: 191,3 kN
  • ohne Nachbrenner: 128,1 kN
  • STOVL-Schub: ca. 80 kN
  • Steuerdüsen: ca. 12 kN
  • mit Nachbrenner: 191,3 kN
  • ohne Nachbrenner: 128,1 kN
     
     
Schub-Gewicht-Verhältnis
  • maximal (Leermasse): 1,48
  • nominal (normale Startmasse): 0,88
  • minimal (max. Startmasse): 0,61
  • maximal (Leermasse): 1,34
     
  • minimal (max. Startmasse): 0,72
  • maximal (Leermasse): 1,34
     
  • minimal (max. Startmasse): 0,61

Bewaffnungsoptionen

Datei:190116-F-BQ566-003.jpg
F-35A mit geöffneten Waffenschächten

Eine F-35 soll mit folgenden Waffensystemen ausgerüstet werden können, wobei eine Gesamtlast von 8.165 kg (davon 6.805 kg extern) nicht überschritten werden darf:<ref>F-35 Lightning II – Norway – 15. January 2008. (PDF; 10,0 MB) F-35 Program Team. In: photos.state.gov. U. S. Government, 6. März 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 23. Oktober 2011; abgerufen am 28. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), F-35 Program Brief).</ref>

Gelenkte Bomben Luft-Boden-Raketen Luft-Luft-Raketen

<templatestyles src="FN/styles.css" />

<templatestyles src="FN/styles.css" />
1 
Kann nicht intern mitgeführt werden
<templatestyles src="FN/styles.css" />
2 
Kann von der F-35B nicht intern mitgeführt werden

Bewaffnungslayout

Datei:F-35 weapon layout.jpg

Anmerkung: Bei den Nummern 4, 5, 7 und 8 handelt es sich um interne Waffenstationen

Begriffserläuterung

  • Station: Nummer der Waffenstation
  • Store: mögliche Bewaffnungstypen
  • Capacity C: maximale Zuladung der entsprechenden Waffenstation (Angaben in Pfund)

Kritik und Probleme

Kritik

Datei:F35A Prototyp AA1 2.jpg
F-35A im Landeanflug auf die Edwards AFB

Kritiker des Programms nennen unter anderem folgende Punkte:

  • Der JSF leide unter falsch definierten Entwicklungszielen.
  • Er führe zu wenig internen Treibstoff und Waffen mit und könne daher kein Ersatz für Bodenangriffsflugzeuge sein.
    • Die F-35 verfüge lediglich über vier interne Waffenpositionen, die nur Luft-Luft-Raketen und Bomben mit maximal 2 × 900 kg aufnehmen könnten.
    • Um das Angriffspotential zu erweitern, müssten zusätzliche Außenlasten an den Tragflächen angebracht werden, wodurch die Tarneigenschaften reduziert würden.
  • Die Unfähigkeit zu langen Überschallflügen (Supercruise) mache die F-35 als Luftverteidigungsplattform weniger brauchbar.
    • Die geringe Höchstgeschwindigkeit (Mach 1,6) schränke die Einsatzpalette zudem erheblich ein.
  • Die Kosten eines Flugzeuges seien zu hoch.<ref name="ThadeuszSpiegel">Frank Thadeusz: (S+) Versunkener US-Kampfjet im südchinesischen Meer: Jagd auf F-35. In: Der Spiegel. 28. Januar 2022, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 29. Januar 2022]).</ref>
  • Die Technik der F-35 ist fehlerhaft und unzuverlässig.<ref name="ThadeuszSpiegel" />
  • Die F-35 ist wartungsintensiv.<ref name="ThadeuszSpiegel" />

Trotz dieser Bedenken haben mehrere Länder Vertrauen in das JSF-Design ausgedrückt und wurden zu Minderheits-Partnern im JSF-Herstellerkonsortium.

Die Fürsprecher des Programms sehen den JSF als Möglichkeit, aus dem jahrzehntealten Muster der US-Flugzeugbeschaffung auszubrechen: Anstatt traditionell drei Flugzeuge, für jede Waffengattung eines, zu entwickeln, ist der JSF ein Gemeinschaftsprojekt der drei US-Teilstreitkräfte Luftwaffe, Navy und Marine Corps. Dies erlaubt, dass die verschiedenen JSF-Varianten zu 80 % identisch sind und senkt so die Flugzeug- und Wartungskosten. Das Projekt folgt dabei zum Teil der Philosophie der Europäer, deren Panavia Tornado von Anfang an als Mehrzweckkampfflugzeug geplant wurde. Der JSF ist außerdem das erste US-Flugzeugprogramm, bei dem die Kosten als unabhängige Variable angesehen werden. In früheren Programmen waren die Flugzeugkosten eine abhängige Variable – zusätzliche Fähigkeiten haben immer die Stückkosten erhöht. Solche Design-Änderungen werden während der JSF-Entwicklung nicht erlaubt. Das bedeutet, dass der Budgetrahmen begrenzt bleibt.

Ursprünglich wollte die US Air Force eine Fertigungsrate von 110 Maschinen pro Jahr für die F-35A erreichen. Diese Fertigungsrate wurde benötigt, um die im Laufe der Zeit außer Dienst gestellten F-16 rechtzeitig zu ersetzen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Let those geezers go; Up front on C-17s; F-15 options … (Memento vom 11. Oktober 2008 im Internet Archive) In: afa.org (englisch).</ref> Jedoch war nur noch eine Produktionsrate von jährlich 48 Maschinen ab 2012 möglich. Dadurch stieg der Stückpreis pro Maschine deutlich an. Einige Analysten sahen die Marke von 100 Millionen US-Dollar je Flugzeug überschritten.<ref>Martin Rosenkranz, Georg Mader: USAF & JSF: 30° nose-low and 90°bank – all we see is ground… – Finanzierung des „War on Terror“ erschüttert JSF-Programm in Grundfesten. In: airpower.at.</ref> Im April 2007 gab das Verteidigungsministerium der USA bekannt, dass der Preis einer F-35 sich auf 121,97 Millionen US-Dollar erhöht.<ref>defense-aerospace.com: US Developing Separate JSF for Foreign Partners. (englisch).</ref> Laut einem Bericht des Rechnungshofs des Kongresses vom März 2008 soll das gesamte Programm die US-Streitkräfte in den nächsten Jahrzehnten fast eine Billion US-Dollar kosten. Davon entfallen auf die Entwicklung und Anschaffung von 2.458 Flugzeugen 300 Milliarden, auf Betrieb und Unterhalt in den nächsten Jahrzehnten weitere 650 Milliarden US-Dollar.<ref>F-35 Lightning: Neuer US-Kampfjet kostet Unsummen. In: Spiegel Online. Abgerufen am 1. März 2016.</ref>

Im April 2009 kam es gemäß einem Bericht des Wall Street Journal zu einem Hackerangriff auf Daten des F-35-Projekts. Dabei wurden größere Mengen Daten aus Rechnern des US-Verteidigungsministeriums gestohlen. Laut Pentagon wurden dabei jedoch keine weitreichend sensiblen Daten kopiert.<ref>Hacker knacken Pentagon-Waffenprojekt. In: tagesschau.de. 21. April 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. März 2010; abgerufen am 1. März 2016.</ref>

Anfang 2013 erschienen Berichte, in denen das Pentagon sowie Piloten die F-35 massiv kritisierten. Neben Kritik an mehreren Systemen, der Zuverlässigkeit und der Wartbarkeit wurde auch das Design der F-35 kritisiert: So sei die Sicht aus der Pilotenkanzel vor allem nach hinten sehr viel schlechter als in anderen Flugzeugen, was dazu führe, dass der Pilot während eines Luftkampfes nicht sehe, was hinter ihm passiert. Dieser Umstand schränke die Überlebenschancen der F-35 im Luftkampf sowie bei Bodenangriffen massiv ein. Das Helm-Display wurde von den Piloten ebenfalls stark kritisiert, da der eingeblendete künstliche Horizont nicht mit dem echten Horizont übereinstimmte und die Anzeige häufig flackerte, verschwommen, unscharf oder ganz defekt war.<ref>spiegel.de: F-35-Kampfflugzeug: Pentagon empört über Tarnkappen-Jet.</ref> Auch im Jahresbericht 2012 übte die Testabteilung Kritik an der F-35.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />FY2012 Annual Report for the Office of the Director, Operational Test & Evaluation (Memento vom 13. November 2013 im Internet Archive), abgerufen am 8. Juni 2023<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Memo vom 15. Februar 2013 (Memento vom 13. November 2013 im Internet Archive)</ref>

Diskussion über Scheitern des Programms

Im Februar 2021 wurden in US-amerikanischen Medien Äußerungen von Vertretern der Air Force und der Regierung zitiert, welche vom Forbes Magazin als Eingeständnis des Scheiterns des F-35-Projekts gewertet werden.<ref>David Axe: The U.S. Air Force Just Admitted The F-35 Stealth Fighter Has Failed. In: forbes.com. Forbes, abgerufen am 4. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Kritisiert wurden die hohen Kosten für die Anschaffung und den Betrieb sowie die Unzuverlässigkeit der Maschinen. Das Flugzeug, welches als kostengünstiger Ersatz für die F-16 gedacht war, sei durch die lange Entwicklungsphase hindurch immer komplexer und teurer geworden. Letztendlich weise die F-35 all jene Probleme auf, zu deren Lösung sie entwickelt worden sei.

Laut Air Force Chief of Staff Gen. Charles Brown sei die F-35 ein Ferrari, mit dem man nicht jeden Tag zur Arbeit fahre, sondern den man nur sonntags nutze. Brown verglich die F-35 mit der F-22, deren Bau nach 195 Exemplaren aus Kostengründen eingestellt worden ist. Er legte die Entwicklung eines von Grund auf neuentwickelten Flugzeugs nahe.

Laut Regierungsberater Dan Grazier habe die F-35 „zu viel können sollen“. Denkbar sei laut Grazier, den Bau der F-35 (analog zur F-22) nach einigen hundert Exemplaren einzustellen und mehrere Milliarden Dollar in ein neues Entwicklungsprogramm umzuleiten.

Technische Probleme

Am 3. Mai 2007 trat ein elektrischer Kurzschluss innerhalb der Hydraulik-Kontrollbox einer F-35 AA-1 auf, woraufhin der Pilot notlanden musste.

Im August 2007 kam es zu einem Schaufelbruch im Niederdruckverdichter bei einem F135-Prüfstandstriebwerk. Bei der anschließenden Überprüfung des Triebwerkes der AA-1 wurden Risse am fraglichen Teil festgestellt. Am 7. Dezember 2007 wurde das Testflugprogramm mit der F-35 AA-1 wiederaufgenommen.

Am 4. Februar 2008 ereignete sich während des Triebwerkabnahmelaufs für die erste F-35B wiederum ein Schaufelbruch in der Niederdruckverdichterstufe des F135-Triebwerks.<ref>Graham Warwick: Blade failure will delay STOVL F-35B JSF first flight. In: flightglobal.com. DVV Media International Limited, 8. Februar 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. März 2016; abgerufen am 28. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Hierdurch verzögerte sich der Erstflug der F-35B BF-1. Am 11. August 2008 wurde bekannt, dass die F-35 AA-1 wegen Problemen mit den Kühlluftgebläsen den Testflugbetrieb unterbrechen musste. Die F-35 soll lauter sein als eine F-16, was einigen Exportbetreibern Probleme bereitet. So forderte Australien zusätzlich Schallmessungen der F-35. Der Stickoxidausstoß des F135-Triebwerks ist wegen der höheren Verbrennungstemperaturen höher als bei allen anderen vergleichbaren Triebwerken.<ref>Bill Sweetman: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. In: aviationweek.com, 11. August 2008 (englisch).</ref><ref>Component Failures Impact F-35 Flight Testing. In: aviationweek.com. Aviation Week Network, 11. August 2008, abgerufen am 1. März 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im August 2007 wurde bekannt, dass durch einen Fehler in der Ausschreibung der elektrische Generator des F-35C nur 65 % der geforderten Leistung liefern kann, was bei der F-35 mit ihren elektrisch betriebenen – und besonders bei der F-35C mit ihren vergrößerten – Steuerflächen die Manövrierfähigkeit einschränkt. Ein leistungsverstärkter Generator werde Ende 2009 verfügbar sein. Dieser Fehler betrifft das in der F-35A und F-35C eingebaute Standardtriebwerk, was eine Verstärkung des Nebenaggregatgetriebes notwendig macht.<ref>Fliegerrevue: JSF – zum Erfolg verdammt. Oktober 2008, ISSN 0941-889X, S. 26–30.</ref><ref>www.defenseindustrydaily.com: F-35 JSF Hit by Serious Design Problems. In: defenseindustrydaily.com (englisch).</ref>

Am 17. November 2010 veröffentlichte Lockheed Martin, dass bei Belastungstests der Bodentestzelle der F-35B Ermüdungsbrüche des hintersten Bulkheads (Rumpfspant) entdeckt wurden. Das Design dieser Bulkheads war bei der F-35B zwecks Gewichtseinsparung stark verändert worden; so wird anders als bei F-35A, F-35C und F-22 nicht Titan, sondern Aluminium verwendet. Bei bereits gefertigten F-35B konnten keine Belastungsbrüche festgestellt werden.<ref>Martin Rosenkranz: F-35 Joint ‚Massive Cost Overrun' Fighter. In: airpower.at. Abgerufen am 27. März 2025.</ref>

Im August 2011 erhielt die F-35-Flotte vorläufiges Startverbot, nachdem eine Hilfsturbine zur Stromversorgung bei einer Testmaschine am Boden versagt hatte.<ref>Gerhard Hegmann: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Doppel-Blamage für US-Rüstung – Flugverbot für Amerikas Super-Kampfjets. (Memento vom 8. August 2011 im Internet Archive) In: ftd.de, Financial Times Deutschland Online, 5. August 2011.</ref> Am 22. Februar 2013 verhängte das Pentagon erneut ein Flugverbot für alle 51 F-35, nachdem ein Turbinenblatt einen Riss aufgewiesen hatte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Reuters vom 22. Februar 2013: Pentagon suspends F-35 flights due to engine blade crack (Memento vom 23. Februar 2013 im Internet Archive) abgerufen am 8. Juni 2023 (englisch).</ref> Ein weiteres Grounding der Flotte erfolgte am 3. Juli 2014.<ref>US grounds entire F-35 fighter jet fleet after unexplained fire. In: The Guardian. 4. Juli 2014 (englisch).</ref> Am 15. Juli 2014 wurde das Flugverbot wieder aufgehoben.<ref>F-35 darf wieder fliegen. In: Flugrevue. 15. Juli 2014, abgerufen am 22. Juli 2014.</ref> Eine defekte Isolierung führte zudem 2016 zu einer Unterbrechung des Flugbetriebs bei der USAF, es waren nur Maschinen der A-Version betroffen, unter anderem auch die auf der Luke Air Force Base stationierten norwegischen Maschinen.<ref>Leigh Giangreco: Norwegian F-35 returns to flight following faulty insulation issue. In: Flightglobal.com. DVV Media International Limited, 3. November 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. November 2016; abgerufen am 28. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 12. Juni 2017 wurde eine Flotte von F-35A der Luke Air Force Base auf unbestimmte Zeit stillgelegt, da Probleme mit der Sauerstoffversorgung auftraten. Die anderen F-35A setzten ihren Betrieb planmäßig fort.<ref>Dutzende F-35-Kampfjets müssen in den USA am Boden bleiben. In: diepresse.com. 13. Juni 2017, abgerufen am 13. Juni 2017.</ref><ref>Gerhard Hegmann: F-35: Flugstopp für den US-Kampfjet wegen Piloten-Atemnot. In: welt.de. 12. Juni 2017, abgerufen am 13. Juni 2017.</ref> Der Flugbetrieb wurde am 20. Juni 2017 fortgesetzt, ohne dass der Fehler bis dahin gefunden worden war.<ref>Perry Vandell: F-35 flight suspension at Luke AFB ends; cause of hypoxia not found. In: eu.azcentral.com. 21. Juni 2017, abgerufen am 24. Juni 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Laut Presseberichten vom August 2018 sind 19 erhebliche Fehler am Flugzeug in eine minder schwerwiegende Kategorie eingeordnet worden, um Probleme zu verschleiern.<ref>Travis J. Tritten: The Pentagon is downplaying serious problems with the F-35, watchdog says. In: Washington Examiner. 29. August 2018 (englisch).</ref>

Die Director, Operational Test and Evaluation (DOT&E), die interne Revisionsbehörde im Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten, welche die Einhaltung der vertraglich festgelegten technischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen für Waffensysteme überwacht, kritisiert in ihren Prüfberichten wiederholt die F-35.<ref name="näbigBlogpost">Roger Näbig: F-35: Hightech Kampfjet oder 1,5 Billionen US$ Desaster? Blogpost. In: swissint.ch. 16. September 2018, abgerufen am 17. September 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Ursprungsquelle: Twitter/Facebook, Offiziere.ch).</ref>

Unter anderem wurde das Autonomic Logistics Information System (ALIS) kritisiert, das autonome Logistik-Informationssystem der F-35. ALIS ist Eigentum der Herstellerfirma Lockheed Martin. Dabei handelt es sich um ein Computersystem, das fortlaufend Flugzeugdaten sammelt und analysiert. Diese Daten dienen für die Einsatzplanung, Bedrohungsanalysen, Wartungsdiagnosen und für die Bestellung von Ersatzteilen. Alle Betreiber der F-35, auch die außerhalb der USA, müssen ihre Missionsdateien nebst ALIS-Profilen vor und nach jedem Flug auf den neuesten Stand bringen. Hierfür müssen die Daten aus jeder F-35 ausgelesen und über eine Internetverbindung an den ALIS-Hauptrechner in Texas gesendet werden. Die Prüfberichte des DOT&E bemängeln die unzureichende Cybersicherheit der ALIS-Soft- und Hardware gegenüber Cyberattacken.<ref name="näbigBlogpost" /> Weiter werden nach Auffassung einiger F-35-Betreiber zu viele operative Daten der F-35 an die U.S. Army sowie an nichtstaatliche Firmen übermittelt.<ref name="näbigBlogpost" />

Ein Großteil der Fähigkeiten der F-35 werden durch ihre technische Ausstattung und die verbaute Elektronik bestimmt (u. a. 31 PowerPC-Prozessoren von IBM mit 75.000 MIPS). Die interne Programmierung der F-35 umfasst über 8 Millionen Zeilen Softwarecode (mehr als vier Mal so viel wie bei der Lockheed Martin F-22). In den Jahren 2016 und 2017 wurden in den Prüfberichten der DOT&E 213 Programmfehler festgestellt, von denen 88 als gravierend eingestuft wurden.<ref name="näbigBlogpost" />

Geostrategische Abhängigkeit von den USA

Mit der zweiten Amtszeit Donald Trumps und seiner dabei betriebenen teilweisen Abkehr von jahrzehntelangen außenpolitischen Grundsätzen und Verbündeten rückten geostrategische Überlegungen in den Fokus mehrerer Käuferstaaten. Befürchtet wird, dass in der F-35 ein sog. Kill Switch verbaut sein könnte, mit dem die USA das Flugzeug ganz lahmlegen oder zumindest teilweise gefechtsunfähig machen könnten.<ref>Erste Nato-Länder stellen Kauf von F-35-Jets infrage. In: T-Online.de, 16. März 2025. Abgerufen am 16. März 2025.</ref> Angeführt wurden auch weitere Abhängigkeiten von den USA hinsichtlich Software, Ersatzteilbeschaffung, Wartung usw., wodurch das Flugzeug ohne Unterstützung der USA binnen kurzer Zeit nicht mehr einsetzbar sein könnte. Aufgrund zu großer Abhängigkeiten von den USA erklärte Portugal im März 2025, keine F-35 beschaffen zu wollen.<ref>Nein, die F-35 braucht gar keinen „Kill-Switch“. In: Der Standard, 15. März 2025. Abgerufen am 16. März 2025.</ref>

Lärmbelästigung

An Stützpunkten, an denen die F-35 ältere Modelle ersetzt, äußern Anwohner vielfach Beschwerden über den Lautstärkezuwachs durch die F-35. Betreiber von Stützpunkten finanzieren z. B. in den Niederlanden stärker schalldämmende Fenster und ähnliche Maßnahmen für Anwohner.<ref>Lärm um neuen Kampfjet, Gerölllawine bedroht Kandersteg, Österreichs käufliche Presse, Treibjagd auf Delfine. (MP4; 1,4 GB) SRF Rundschau. In: srf.ch. Schweizer Radio und Fernsehen, 20. Oktober 2021, abgerufen am 28. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Videoclip zum Herunterladen: 48 min).</ref>

Nutzer

Beschaffung angelaufen

Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht der bisher bestellten Einheiten. Die Details können dem Text weiter unten entnommen werden.

Staat F-35A F-35B F-35C Gesamt
Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 1.763 353 340 2.456
JapanDatei:Flag of Japan.svg Japan 105 42 147
ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien 60 30 90
KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Kanada 88 88
IsraelDatei:Flag of Israel.svg Israel 75 75
AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Australien 72 72
Korea SudDatei:Flag of South Korea.svg Südkorea 65 65
FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Finnland 64 64
NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Norwegen 52 52
Vereinigte Arabische EmirateDatei:Flag of the United Arab Emirates.svg Vereinigte Arabische Emirate 50 50
Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich 48 48
NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Niederlande 52 52
SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz ≈ 30 ≈ 30
DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland 35 35
BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Belgien 45 45
PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen 32 32
DanemarkDatei:Flag of Denmark.svg Dänemark 27 27
TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg Tschechien 24 24
GriechenlandDatei:Flag of Greece.svg Griechenland 40 40
SingapurDatei:Flag of Singapore.svg Singapur 12 12
Gesamt ≈ 2.468 485 340 ≈ 3.417

USA

Im Februar 2008 erwartete die US Air Force folgende Beschaffungen und Kosten für das F-35A-Programm.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />United States Air Force – Committee Staff Procurement Backup Book – FY 2009 Budget Estimates. (Memento vom 3. Oktober 2008 im Internet Archive; PDF; 2,1 MB) In: saffm.hq.af.mil, Februar 2008, S. 43 (englisch).</ref>

Alle Angaben in Millionen US-Dollar.

Position FY 2007 FY 2008 FY 2009 FY 2010 FY 2011 FY 2012 FY 2013 Ab 2014 Gesamt
Anzahl der Beschaffungen 2 6 8 12 24 42 48 1.621 1.763
Basiskosten 478 1.289 1.674 2.084 2.930 4.151 4.337 129.302 146.244
Vorschusszahlungen 94 123 137 232 358 366 469 11.202 12.980
Waffensystemkosten 572 1.412 1.811 2.316 3.288 4.517 4.805 140.504 159.224
1. Tranche Ersatzteile 76 37 86 122 227 355 373 11.240 12.515
Stückkosten („Flyaway“) 247 215 199 159 125 102 91 80 83
Stückkosten (komplettes Waffensystem) 286 235 226 193 137 108 100 87 90

Etwa 2030 sollten sämtliche 1.200 F-16 der US-Luftwaffe durch F-35 ersetzt sein. 2025 wollte die US-Marine ihren Jagdflugzeugbestand komplett auf die F-35 umgestellt haben. Das US-Verteidigungsministerium rechnete mit Gesamtkosten von 396 Milliarden Dollar für die Beschaffung von insgesamt 2.456 Flugzeugen bis über das Jahr 2030 hinaus.<ref>Christopher Drew: Pentagon Orders F-35 Jets Grounded. In: New York Times, 22. Februar 2013, abgerufen am 28. Oktober 2013 (englisch): „The Pentagon estimates that it could spend as much as $396 billion to buy 2,456 of the jets by the late 2030s“.</ref>

Das 33rd Fighter Wing (33rd FW) der US Air Force, stationiert auf der Eglin Air Force Base in Florida, wurde die verantwortliche Einheit für die Schulung der F-35-Piloten der US Air Force, der US Navy und des US Marine Corps. Hierzu wechselte am 1. Oktober 2009 die bisherige Unterstellung vom Air Combat Command zum Air Education and Training Command. Unter dem Kommando eines US-Air-Force-Offiziers stehen drei Squadrons (Staffeln), die jeweils spezifisch für die Schulung auf einer Version der F-35 zuständig sind.

Die 58th Fighter Squadron (58th FS) der USAF sollte 24 F-35A betreiben. 20 F-35B würden das Marine Fighter Attack Training Squadron 501 (VMFAT-501), das am 2. April 2010 aufgestellt wurde, ausrüsten. Weitere 15 F-35C gelangten an die Strike Fighter Squadron 101 (VFA-101), die am 1. Mai 2012 aufgestellt wurde.<ref>M. Ayton & D. Majumdar: Nomadic Lightnings. In: AIR International, September 2011, S. 50–59 (englisch).</ref> Als Ergebnis einer Umweltverträglichkeitsanalyse, die den Flugbetrieb in Eglin begrenzte, verließen die VMFAT-501 und VFA-101 die Basis 2014 bzw. 2019. Dafür wurde 2021 die 60th FS neu aufgestellt.

United States Air Force und Air National Guard

Als zweiter USAF-Stützpunkt erhielt die Force Development Evaluation and Weapons School auf der Nellis Air Force Base in Nevada im März 2013 die ersten drei von bis zu 36 F-35A. Das 56th Fighter Wing (56th FW) der Luke Air Force Base in Arizona erhielt im März 2014 die erste von 72 F-35A. Das ebenfalls in Luke stationierte, assoziierte und zur Air Force Reserve gehörende 944th Fighter Wing (944th FW) schult Besatzungen von Exportkunden.<ref>Beth Stevenson: Pictures: Japan receives first F-35. In: Flightglobal.com. DVV Media International Limited, 30. November 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. Dezember 2016; abgerufen am 28. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Mitte Januar 2016 war die dortige Flottengröße für die Ausbildung auf 34 Maschinen angewachsen.<ref>James Drew: F-35 training at Luke AFB gathers pace with 34 jets. In: Flightglobal.com. DVV Media International Limited, 13. Januar 2016, abgerufen am 15. Januar 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Auf Grund weiterer Exporterfolge wurde es ab 2023 erforderlich einen zweiten Ausbildungsstandort zu errichten, der sich auf der Ebbings Air National Guard Base befindet.<ref>Air Force makes it official: Ebbing Air National Guard Base in Arkansas will host F-35 training center. In: stripes.com, 15. März 2023 (englisch).</ref>

Die erste Einsatzbasis der USAF auf dem amerikanischen Kontinent wurde 2015 die Hill Air Force Base (Utah), später könnten noch Jacksonville Air Guard Station (Florida), Mountain Home Air Force Base (Idaho) und Shaw Air Force Base/McEntire Joint National Guard Base (South Carolina) für die USAF hinzu kommen. Die erste Einsatzstaffel war die 34th Fighter Squadron des 388th Fighter Wing in Hill, die Anfang September 2015 ihre ersten F-35A erhielt und die ihre vorläufige Einsatztauglichkeit „Initial Operating Capability“ (IOC) im August 2016 erlangte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />USAF says F-35A combat-ready. (Memento vom 3. August 2016 im Internet Archive) In: janes.com, Jane’s, 3. August 2016 (englisch).</ref>

Die ersten drei Basen der Air National Guard (ANG) auf dem amerikanischen Kontinent wurden 2019 die Burlington Air Guard Station (Vermont),<ref>US Air National Guard gets first Lockheed Martin F-35s. Flightglobal, 20. September 2019 (englisch).</ref> 2023 das Truax Field (Wisconsin).<ref>Wisconsin's Badger Air Militia complete first F-35 training deployment. Scramble.nl, 27. Februar 2024 (englisch).</ref> und 2025 Jacksonville (Florida).<ref>First Lightnings with Florida ANG markings sighted. Scramble.nl, 11. Juli 2025 (englisch).</ref> Die vierte ANG-Basis soll 2026 Barnes (Massachusetts) werden.<ref>Air National Guard's new fighter basings announced. In: scramble.nl. Scramble Magazine, 20. April 2023, abgerufen am 28. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die USAF-Basen beheimaten je drei, die ANG-Basen je eine Staffel.

Im Bereich der Übersee-Kommandos ist für den Bereich Europa/Afrika (USAFE-AFAFRICA) die britische Basis RAF Lakenheath seit Dezember 2021 erster europäischer F-35-Stützpunkt der USAF und wird mit zwei Staffeln ausgerüstet<ref>UK parliament questions US threat to cancel F-35 deployments. In: Janes, 6. Mai 2020 (englisch).</ref>; später könnte Aviano in Italien hinzukommen. Für den Bereich des Pazifik-Kommandos (PACAF) ist seit April 2020 die Eielson Air Force Base Heimat der ersten F-35A.<ref>How the US Air Force is assembling its northernmost F-35 squadron amid a pandemic. In: defensenews.com, Defense News, 12. Mai 2020 (englisch).</ref>

United States Marine Corps

Beim USMC ersetzen die F-35B die AV-8B Harrier und die F/A-18C/D Hornet werden durch einen Mix von F-35B und F-35C ersetzt. Die entsprechenden Standorte sind Beaufort und Cherry Point im Osten (VMA und VMFA-Staffeln des 2nd Marine Aircraft Wing) sowie Yuma und die frühere Top-Gun-Heimat Miramar im Westen (3rd Marine Aircraft Wing).

Als erstes rüstete seit November 2012 die VMFA-121 in Yuma auf die F-35B um und erreichte ihre vorläufige Einsatztauglichkeit Initial Operating Capability (IOC) im Juli 2015.<ref name="ReadyForCombat" /> Die erste Überseebasis der F-35B war die Iwakuni in Japan, wo die ersten Maschinen eben jener aus Yuma hierher verlegten VMFA-121 Anfang 2017 eintrafen.<ref>First F-35B Fighter Jets Arrive in Japan. Defense News, 18. Januar 2017 (englisch).</ref> Der Zulauf der 280 F-35B für den Einsatz von Land und von den amphibischen Angriffsschiffen der Navy verzögerte sich aufgrund technischer Probleme. Am 27. September 2018 flogen erstmals F-35B der 13. Marine-Expeditionseinheit (MEU) von der Essex Angriffe in Afghanistan.<ref name="flugrevue.de" /> Die erste an der amerikanischen Ostküste stationierte Staffel war schließlich die VMFA-542 in Cherry Point, die Ende Mai 2023 ihre erste F-35B erhielt.<ref>First East Coast USMC F-35B unit achieves IOC. Scramble.nl, 13. Februar 2024 (englisch).</ref> Der zweite Ostküsten-Standort Beaufort erhielt im Herbst 2024 seine ersten F-35B, die erste Staffel dort war die VMFA-533.<ref>US Marine Corps famous America's Squadron welcomes first F-35B Block 4 stealth fighter. armyrecognition.com, 14. Oktober 2024 (englisch).</ref><ref name="AVPLAN">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig 2025 Marine Aviation Plan.] US Marine Corps Aviation, , S. 9, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 3. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Die Marines erhalten außerdem 140 Exemplare der Version F-35C. Diese sind für den Einsatz auf Flugzeugträgern zusammen mit den Maschinen der Navy vorgesehen. Auch der Beginn des Zulaufs dieser Variante verzögerte sich, von 2016 auf 2020. Die erste Einsatzstaffel VMFA-314 in Miramar erhielt im Januar jenes Jahres ihre erste F-35C<ref>First USMC operational unit receives F-35C. Defense News, 24. Januar 2020 (englisch).</ref>; die zweite Staffel in Miramar ist die VMFA-311.<ref>Marines hit operational status with second carrier-capable F35-C unit. Defense News, 31. Juli 2024 (englisch).</ref> An der Ostküste traf im September 2024 die erste F-35C in Cherry Point bei der VMFA-251 ein.<ref>First Thunderbolts F-35C delivered. Scramble.nl, 19. September 2024 (englisch).</ref><ref name="AVPLAN" />

United States Navy
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F-35C der United States Navy

Die erste Trainingsstaffel, VF-101, wurde am 2. Oktober 2013 in Eglin offiziell mit zwei F-35C in Dienst gestellt (siehe oben)<ref>Zach Rosenberg: US Navy activates first F-35C squadron. In: Flightglobal.com. DVV Media International Limited, 2. Oktober 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. November 2013; abgerufen am 28. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „The squadron, VF-101, has been formed using two F-35s, and more will be delivered. Four additional F-35Cs are at NAS Patuxent River for aircraft testing.“</ref> und im November 2014 fanden erste Tests der F-35C auf Flugzeugträgern statt.<ref>Craig Hoyle: F-35 on track to meet IOC targets, official says. In: Flightglobal.com. DVV Media International Limited, 14. November 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 15. November 2013; abgerufen am 28. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „[…] the Joint Program Office representative said flight testing involving a new tailhook design for the carrier variant F-35C should be completed at the US Navy’s Lakehurst site in New Jersey “next month”. The type should begin its first carrier-based trials “late next summer”, he adds, on the way to a first active duty deployment in the fourth quarter of 2018.“</ref> Die Ausbildung erfolgt auf der Naval Air Station Lemoore, wo im Januar 2017 mit dreijähriger Verzögerung die ersten F-35C bei einer weiteren Ausbildungsstaffel (Fleet Replacement Squadron), der VFA-125, eintrafen. Neben der Ausbildungsstaffel sollen hier sieben Einsatzstaffeln der Pazifikflotte stationiert werden,<ref>First Lightnings for NAS Lemoore. airheadsfly.com, 26. Januar 2017 (englisch).</ref> deren erste, die VFA-147, 2018 auf die F-35C umgerüstet wurde. Die Anfangseinsatztauglichkeit erreichte die F-35C im Februar 2019.<ref>The US Navy’s new stealth fighter just hit a major milestone. Defense News, 28. Februar 2019 (englisch).</ref> Der operationelle Einsatz erfolgt seit 2021 durch die Strike Fighter Squadron 147 (VFA-147) von der Carl Vinson.<ref>Carl Vinson Carrier Strike Group Departs on Deployment. Press Office – News Stories. In: navy.mil. 3. August 2021, abgerufen am 14. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Australien

Australien wollte als Ersatz für die F/A-18A/B Hornet 100 F-35A beschaffen, um teilweise auch das Aufgabenspektrum der bereits ausgemusterten F-111C Pig zu übernehmen. Nach den auftretenden Verzögerungen der F-35 kaufte Australien als Übergangslösung F/A-18E/F Super Hornet, was eine Kontroverse über den Sinn der F-35-Beteiligung auslöste. Dennoch bestellte Australien im November 2009 die ersten 14 Maschinen, die laut Planung 2017 in Dienst gestellt werden sollten. Aufgrund der Beschaffung von zwei amphibischen Angriffsschiffen der Canberra-Klasse wird Australien auch langfristig als Kandidat für die F-35B gehandelt.<ref>Felix Seidler: Australien als neue indo-pazifische Ordnungsmacht. In: MarineForum, 09/2012, S. 14.</ref> Am 23. April 2014 bestellte Australien weitere 58 Maschinen für $AUS 12,4 Mrd. (US $ 11,5 Mrd.), was US$ 198,27 Mio. pro Flugzeug entspricht. Die Gesamtzahl an bestellten F-35 für Australien belief sich damit auf 72 Flugzeuge.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. In: defensenews.com, Defense News vom 23. April 2014, abgerufen am 8. Juni 2023 (englisch).</ref> Ein Entscheid über einige F-35B stand im Mai 2015 noch aus.<ref>Julian Kerr: Australia could buy F-35B. In: IHS Jane’s Defence Weekly. 17. Juli 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. Mai 2015; abgerufen am 1. März 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die ersten beiden F-35A der RAAF trafen im Dezember 2014 auf ihrer vorläufigen Trainingsbasis Luke Air Force Base ein,<ref>Beth Stevenson: USMC receives first F-35C. In: Flightglobal.com. DVV Media International Limited, 23. Dezember 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 31. Dezember 2014; abgerufen am 28. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> auf der die Ausbildung bis Ende 2019 stattfand.<ref>RAAF transfers F-35 training to Australia. In: janes.com., Jane’s, abgerufen am 21. Januar 2020 (englisch).</ref>

In Australien trafen Ende 2018 die ersten Exemplare auf der RAAF Base Williamtown bei der dortigen Jet-Umschuleinheit, der 2. Operational Conversion Unit ein.<ref>First F-35As arrive in Australia. In: janes.com, Jane’s, 9. Dezember 2018 (englisch).</ref> Die letzten der 72 Exemplare trafen Ende 2024 in Williamtown ein.<ref>RAAF F-35A fleet complete with arrival of 72nd aircraft. In: janes.com, Jane’s, 19. Dezember 2024 (englisch).</ref> Die Einsatzstaffeln sind die 3., 75. und 77. Squadron.

Belgien

Am 25. Oktober 2018 kündigte Belgien als letzter Staat der ursprünglichen vier F-16-Nutzer in Nordwesteuropa an, 34 F-35-Maschinen als Ersatz für ihre F-16AM/BM anzuschaffen.<ref>Greg Waldron: F-35A wins Belgian fighter competition. FlightGlobal.com, 26. Oktober 2018, abgerufen am 26. Oktober 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Vertrag für Belgien war festgeschrieben, dass die jeweils modernste verfügbare Version geliefert werden soll. Im November 2022 wurde schließlich an der ersten F-35A für Belgien gebaut, welche sich im Sommer 2023 bereits in der Endmontage befand, als die belgische Regierung bekannt gab, dass sie vorerst die Abnahme der beiden ersten Maschine verweigern würde. Die beiden Maschinen seien „technisch unbefriedigend“, da sich seitens Lockheed Martin die Zertifizierung des neuesten Block-4-Standard mit besserer Rechenleistung deutlich verzögerte.<ref>Patrick Zwerger: Belgien will seine ersten F-35A vorerst nicht annehmen. In: flugrevue.de. 3. August 2023, abgerufen am 4. August 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Auslieferung begann schließlich Anfang Dezember 2024.<ref>First Belgian F-35A delivered. In: scramble.nl. 3. Dezember 2024, abgerufen am 10. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach dem NATO-Gipfel in Den Haag 2025, bei dem das belgische Fähigkeitsziel über 69 Kampfjets vereinbart wurde, wurden zunächst 11 Exemplare nachbestellt, die im Unterschied zu den 34 vorherigen Maschinen in Cameri endmontiert werden.<ref>Belgium to finally order 11 additional F-35 fighter jets from the US after new coalition agreement. In: armyrecognition.com. 4. Juli 2025, abgerufen am 7. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die Umschulung erfolgt zunächst bei der Belgian F-35 Conversion Unit (BEL F-35 CU), die in die 312th Fighter Squadron der USAF auf der Luke AFB integriert ist.<ref>Gareth Jennings: Belgium sets up US-based F-35 conversion unit. In: Janes. 24. November 2023, abgerufen am 24. November 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die 1. Staffel, Teil des 2. Geschwaders in Florennes, erhielt im Oktober 2025 ihre ersten Jets.<ref>Neue F-35-Kampfflugzeuge sind da – allerdings nur drei von vier. In: Belgischer Rundfunk – BRF. 13. Oktober 2025, abgerufen am 13. Oktober 2025.</ref>

Dänemark

Dänemark plante als Level-3-Partner zunächst die Anschaffung von 48 und später von noch 24 bis 30 Maschinen als Ersatz für die F-16 und investierte zunächst 200 Millionen US-Dollar in die F-35. Aufgrund einer Ausschreibung über 30 Maschinen, bei der die F-35A mit der US-amerikanischen F/A-18F Super Hornet und dem europäischen Eurofighter Typhoon konkurrierte, kündigte die dänische Regierung am 12. Mai 2016 an, 27 F-35A Lightning II für umgerechnet 2,7 Milliarden Euro zu kaufen. Nach Plan sollte das erste Kampfflugzeug 2020 geliefert werden und 2024 sollten die F-16 vollständig ersetzt sein.<ref>Nordschleswiger: Jetzt ist es offiziell: F-35 wird Dänemarks neuer Kampfjet. 11. Mai 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 11. Mai 2016; abgerufen am 11. Mai 2016.</ref> Der Konkurrent Boeing focht die Entscheidung im September 2016 folgenlos an.<ref>Stephen Trimble: Boeing protests Denmark’s F-35A decision. In: Flightglobal.com. DVV Media International Limited, 15. September 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. Oktober 2016; abgerufen am 28. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Als Folge der auf dem NATO-Gipfel in Den Haag 2025 vereinbarten neuen Fähigkeitsziele sollen 16 Jets nachbestellt werden, womit die Flotte auf 43 F-35A anwächst.<ref>Denmark commits $4.5 billion for additional F-35 jets, invests in Arctic defense spending plan. In: Breaking Defense. 10. Oktober 2025, abgerufen am 13. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die ersten Exemplare für die beiden in Skrydstrup beheimateten Kampfstaffeln trafen 2023 im Land ein.<ref>Karl Schwarz: Dänemark – Erste F-35 in Skrydstrup. Die ersten vier im Land stationierten Lockheed Martin F-35A landeten am Donnerstag auf der Basis Skrydstrup. In: flugrevue.de. Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, 14. September 2023, abgerufen am 28. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Finnland

Im Rahmen einer Ausschreibung beschloss die finnische Luftwaffe am 10. Dezember 2021, 64 neue F-35A Block 4 als Ersatz für ihre F/A-18 Hornet zu beschaffen. In der Ausschreibung setzte sich die F-35 gegen die Konkurrenten Boeing F/A-18 Super Hornet, Dassault Rafale, Eurofighter Typhoon und Saab Gripen durch. Die Auslieferung soll ab 2026 beginnen, mit einer geplanten Indienststellung im Zeitraum von 2028 bis 2030.<ref>Finnland kauft F-35A in den USA. In: Europäische Sicherheit & Technik (ES&T). 10. Dezember 2021, ISSN 2193-746X (esut.de [abgerufen am 28. September 2023]).</ref> Der Vertrag zur Beschaffung der 64 F-35A und den dazugehörigen Wartungsservices wurde am 11. Februar 2022 geschlossen.<ref>Verträge für Beschaffung finnischer F-35 (HX-Kampfflugzeugprogramm) unterzeichnet. In: hardthoehenkurier.de. Mittler Report Verlag GmbH, 11. Februar 2022, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 17. April 2023; abgerufen am 28. September 2023.</ref> Die industrielle Beteiligung des Landes umfasst insbesondere ein Patria-Werk zur Montage und späteren Instandhaltung von Triebwerken.<ref>Finland’s New F-35 Engine Hub Could Transform Arctic Air Readiness. In: armyrecognition.com. 14. Oktober 2025, abgerufen am 15. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Erstflug einer finnischen Maschine fand am 8. Dezember 2025 statt.<ref>First flight Ilmavoimat F-35A. In: scramble.nl. 9. Dezember 2025, abgerufen am 10. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Auslieferung der Jets begann Anfang 2026, wobei die Ausbildung zunächst auf der Ebbing ANGB startete.<ref>First U.S. F-35A Fighter Delivered to Finland as FA-18 CD jet Phase-Out Begins. In: armyrecognition.com. 22. Januar 2026, abgerufen am 22. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die Flugzeuge werden in Rovaniemi und Kuopio/Rissala stationiert werden.<ref>Ilmavoimat's Lightning IIs. In: scramble.nl. Scramble Magazine, 10. Januar 2022, abgerufen am 12. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Israel

Datei:IAF-F-35I-2016-12-13-nf.jpg
F-35I „Adir“ der israelischen Luftstreitkräfte im Dezember 2016

Am 15. August 2010 gab der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak sein Einverständnis für den Kauf von 19 F-35I Adir<ref>„Adir“ (hebräisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>, die auf der F-35A basieren. Die Investitionen samt Wartungsverträgen und Ersatzteilen beliefen sich auf 4 Mrd. US-Dollar. Die Bestellung von 14 weiteren F-35I erfolgte 2014 und die Bestellung der restlichen 17 von insgesamt 50 geplanten Adir für zwei Staffeln a 24 Jets plus Reserve erfolgte Ende 2016.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Israel adds 17 F-35s to its order. (Memento vom 29. November 2016 im Internet Archive) In: janes.com, Jane’s, 29. November 2016 (englisch).</ref>

Israel hat bei dem F-35-Projekt eine Sonderstellung. Als einziger Betreiber außerhalb der USA darf es die F-35 mit eigener Avionik und Software ausrüsten und auch die Wartung selber übernehmen.<ref name="näbigBlogpost" /> Diese Leitlinie der israelischen Verteidigungspolitik, die vor allem von der F-16I Sufa bekannt ist, soll die israelische Dominanz in der Luft sichern, sollten die Vereinigten Staaten sich zur Belieferung arabischer Staaten mit demselben Modell entschließen.<ref>Arie Egozi: Israel stands firm on demand for domestic JSF content. In: flightglobal.com. DVV Media International Limited, 6. März 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. März 2016; abgerufen am 28. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Erstflug der F-35I fand am 25. Juli 2016 statt.<ref>Craig Hoyle: Picture: First flight for Israel’s F-35A Adir. In: flightglobal.com. DVV Media International Limited, 28. Juli 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 18. August 2016; abgerufen am 28. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die israelischen F-35I können außer den Waffen US-amerikanischer Herkunft auch israelische Waffen einsetzen, die F-35I sind zudem zusätzlich mit israelischer Stör- und Kommunikationsausrüstung ausgerüstet (z. B. ECM, rein israelischer Datenlink).<ref>Israelis To Boost F-35 Fleet’s Electronic Warfare. In: breakingdefense.com (englisch).</ref><ref>Patrik Zwerger: Israel entwickelt die F-35 jetzt auch selbst weiter. Testflugzeug eingetroffen. In: flugrevue.de. Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, 13. November 2020, abgerufen am 28. September 2023.</ref>

Im Dezember 2016 waren nach der Lieferung der ersten 2 Flugzeuge an Israel erstmals F-35 außerhalb der USA stationiert.<ref>F-35 Kampfflugzeuge in Israel eingetroffen. In: israelheute.com. Israel Heute, 13. Dezember 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 21. Dezember 2016; abgerufen am 28. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 12. Dezember trafen diese F-35I auf ihrem neuen Heimatstützpunkt Nevatim im Negev ein und nach zwölf Monaten erklärte Israel die anfängliche Einsatzbereitschaft der ersten Staffel mit neun bisher erhaltenen Maschinen.<ref>Gareth Jennings: Israel declares F-35 to be operational. In: Janes.com. Jane’s Information Group, 6. Dezember 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. Dezember 2017; abgerufen am 2. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Mai 2018 hat der Kommandeur der IAF, Generalmajor Amikam Norkin, bekannt gegeben, dass Israel mit Jets dieses Typs weltweit die ersten scharfen Einsätze geflogen ist, wahrscheinlich gegen iranische Stellungen in Syrien.<ref>Israel hat die F-35I Adir im scharfen Einsatz geflogen. In: aerobuzz.de.</ref>

Im Sommer 2021 waren drei Staffeln in Nevatim mit der F-35I ausgerüstet, die 116., 117. und 140. Staffel.<ref>Israel stands up new ‘Adir' squadron. In: Janes, 5. Juli 2021 (englisch).</ref> Im Sommer 2023 waren ein Großteil der bisher bestellten 50 F-35I Adir ausgeliefert, als die Regierung Israels bekannt gab, weitere 25 Stück zu bestellen;<ref>Patrick Zwerger: Bei Lockheed Martin stapeln sich neue F-35-Aufträge. In: flugrevue.de. Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, 3. Juli 2023, abgerufen am 3. Juli 2023.</ref> die Bestellung erfolgte 2024.<ref>Amidst Gaza tensions, Israel signs F-35 deal with US for 25 more warplanes. In: breakingdefense.com. Scramble Magazine, 6. Juni 2024, abgerufen am 6. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Diese werden der 117. Staffel unterstellt, die für die Pilotenschulung zunächst Flugzeuge der anderen beiden Einheiten mitnutzte.<ref>Israel buys a third squadron of F-35I Adir. In: scramble.nl. Scramble Magazine, 3. Juli 2023, abgerufen am 28. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Bis Januar 2026 wurden 48 Maschinen an Israel ausgeliefert.<ref>Arie Egozie: F-35 „Adir“: Drei neue Flugzeuge für Israels Luftwaffe. In: defence-network.com, 20. Januar 2026. Abgerufen am 22. Januar 2026.</ref>

Italien

Datei:Il primo F-35B della Marina Militare in volo.jpg
F-35B der italienischen Marine

Ursprünglich plante das italienische Verteidigungsministerium im April 2009 mit Beschaffungskosten von 12,09 Milliarden US-Dollar für 131 Maschinen.<ref>Aviation Week & Space Technology 13. April 2009, Vol. 170 Issue 15, S. 30.</ref> Die Bestellung enthielt 22 F-35B für die Marine sowie weitere 40 F-35B und 69 F-35A für die Luftwaffe. Der Stückpreis pro Maschine (A- und B-Variante verrechnet) sollte bei 92,3 Mio. US-Dollar liegen, wobei weitere 4,5 Milliarden US-Dollar für Logistik und Support eingeplant waren. Die F-35 sollen die Jagdbomber der Typen Tornado und AMX ablösen, wobei für die Luftwaffe zunächst nur die Version F-35A vorgesehen war. Die Marine benötigt die F-35B als Ersatz für die trägergestützten AV-8B Harrier II.

Als Folge der Schuldenkrise reduzierte Italien Anfang 2012 seine Bestellung von 131 auf 90 F-35.<ref>Difesa: Di Paola, F35 acquisiti scenderanno da 131 a 90. In: corriere.it. Corriere, 15. Februar 2012, abgerufen am 16. Februar 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bereits am 7. Oktober 2008 gab Italien bekannt, dass es aus dem Evaluations- und Testprogramm aussteigen und keine Testmaschinen der F-35 erwerben werde.<ref>Italy Pulls Out of JSF’s Initial Operational Test and Evaluation. Letter to Parliament (excerpt). In: defense-aerospace.com. Defense Editions, Giovanni de Briganti EIRL, 9. Oktober 2008, abgerufen am 28. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die erste Serienmaschine, eine F-35A, produziert auf der Endmontagelinie von Alenia Aermacchi, hob am 8. September 2015 erstmals vom Militärflugplatz Cameri ab<ref>F-35 Soars Over Italy, First Time Outside the US. In: Defense News, 8. September 2015 (englisch).</ref> und wurde am 3. Dezember 2015 an die Luftstreitkräfte übergeben.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. In: defensenews.com, Defense News, 3. Dezember 2015 (englisch).</ref> Die ersten F-35A trafen Ende 2016 in Amendola (Luftwaffe/AM) ein.<ref>First F-35s now based in Europe. airheadsfly.com, 16. Dezember 2016 (englisch).</ref> Als weiterer F-35A-Stützpunkt ist Ghedi vorgesehen.<ref>Ghedi: Arrivano i nuovi 'caccia' da combattimento: super-restyling da 91 milioni di euro. bresciatoday.it, 17. Dezember 2019 (italienisch).</ref>

Die erste in Italien montierte F-35B absolvierte im Oktober 2017 ihren Erstflug und wurde im Januar 2018 ausgeliefert.<ref>Leonardo plant delivers first F-35B assembled in Italy. Janes, 25. Januar 2018 (englisch).</ref> Zwei Staffeln mit insgesamt 30 F-35B sind geplant, eine der Luftwaffe und die einzige Staffel der Marine/MM. Ob die beiden Staffeln zusammen in Amendola stationiert werden oder die Staffel der Marine weiter in Grottaglie bleibt, ist offen. Italien beschafft laut Beschluss von 2024 weitere 15 F-35A und 10 F-35B.<ref>Italy boosts combat air fleet, auf aerospaceglobalnews.com (englisch).</ref>

Japan

Datei:USMC F-35B conducting a vertical landing aboard the JS Izumo.jpg
Am 3. Oktober 2021 führten die ersten F-35B Landungen und Starts von der JS Izumo aus durch

Im April 2011 schrieb die japanische Luftwaffe den F-X-Wettbewerb aus, in dem ein Nachfolger für deren etwa 70 F-4EJ Kai Phantom II gefunden werden sollte. Die Frist zum Einreichen der Angebote endete im November 2011, am 20. Dezember wählte das japanische Verteidigungsministerium dann die F-35A Lightning II aus. Die 42 Maschinen sollten ab 2016 in der Version Block 3 der Flotte zulaufen.<ref>Amy Butler: Lightning II Strikes in Tokyo. In: aviationweek.com. Aviation Week Network, 19. Dezember 2011, abgerufen am 1. März 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Vertrag im Wert von acht Milliarden US-Dollar sah ursprünglich vor, dass die ersten vier Exemplare bereits im japanischen Fiskaljahr 2012 (das am 1. April beginnt) geliefert werden,<ref>Combat Aircraft Monthly, Februar 2012, S. 6 f.</ref> die erste Maschine hatte letztendlich am 23. September 2016 ihren Rollout. Die ersten vier Exemplare sollten bei Lockheed in Fort Worth vom Band laufen, die verbleibenden 38 Maschinen von Mitsubishi Heavy Industries in Japan hergestellt werden.<ref>Leigh Giangreco: Japan rolls out first F-35A. In: Flightglobal.com. 23. September 2016, abgerufen am 23. September 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Ausbildung der Mechaniker begann bereits Anfang 2016, die der Piloten wurde ab November 2016 aufgenommen.

Im Dezember 2018 beschloss das japanische Kabinett, die geplante F-35-Flottengröße von 42 auf 147 Maschinen aufzustocken.<ref name="fg20181218">Greg Waldron: Tokyo set to become second biggest F-35 operator. In: Flightglobal.com. 18. Dezember 2018, abgerufen am 18. Dezember 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die 105 Maschinen unterteilen sich in 65 F-35A und 40 F-35B. Mit den zusätzlichen F-35A-Maschinen sollen rund 100 ältere F-15J ersetzt werden, die nicht mehr ertüchtigt bzw. aufgerüstet werden können, wohingegen die F-35B auf den Hubschrauberträgern der Izumo-Klasse eingesetzt werden sollen, womit diese zu Flugzeugträgern werden. Mit der Nachbestellung wird Japan zum zweitgrößten F-35-Nutzer.<ref name="fg20181218" />

Der Zulauf der F-35A beim 3. Geschwader in Misawa hatte bereits Ende Januar 2018 begonnen.<ref>Japan base welcomes 1st deployed F-35A, but industry hiccups delay fighter’s supplies. In: Defense News, 30. Januar 2018 (englisch).</ref> Die erste Einsatzstaffel, die 302., wurde im März 2019 in Misawa aufgestellt.<ref>Japan stands-up first operational F-35A unit. In: Janes, 29. März 2019 (englisch).</ref> Die zweite F-35A Einheit, das 6. Geschwader in Komatsu, erhielt 2025 ihre ersten Exemplare.<ref>Akhil Kadida: Japan ramps up F-35 force posture. In: Janes. Jane’s Information Group, 30. Mai 2025, abgerufen am 4. Juni 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die Version F-35B ist seit August 2025 auf dem Flugplatz Nyutabaru bei Miyazaki auf der südlichsten der vier Hauptinseln Japans, Kyūshū, stationiert.<ref>First F-35Bs delivered to Japan. In: FlightGlobal, 7. August 2025 (englisch).</ref>

Südkorea

Südkorea gab im November 2013 seine Entscheidung bekannt, im Rahmen seines F-X III 40 Exemplare der F-35A zu beschaffen, die ab 2018 ausgeliefert werden sollten. Die ersten beiden Exemplare der südkoreanischen Luftwaffe trafen Ende März 2019 auf der Cheongju Air Base, der Heimat des 17. Geschwaders, ein.<ref>First two F-35As arrive in South Korea. In: Janes, 2. April 2019 (englisch).</ref> Weitere 25 Maschinen wurden im September 2023 bestellt.<ref>Mike Yeo: US State Department approves South Korea to buy 25 more F-35A jets. 14. September 2023, abgerufen am 17. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Niederlande

Die Niederlande planten anfangs, insgesamt 85 F-35A als Ersatz für die F-16AM anzuschaffen. Dabei beteiligten sich die Niederlande als Level-2-Partner auch bei der Entwicklung der F-35 und finanzierten zunächst zwei Testmuster. Als dem niederländischen Parlament der Finanzierungsplan des F-35-Programms vorgelegt wurde (5,5 Mrd. Euro Anschaffungskosten sowie 9,1 Mrd. Euro Betriebskosten über 30 Jahre), löste dieser eine heftige Kontroverse aus. Diese führte dazu, dass das Parlament am 20. Mai 2010 entschied, dass die Risiken des F-35-Programms zu groß seien, und deshalb beschloss, die Regierung aufzufordern, das Engagement zu beenden. Damit wäre die 2009 erworbene Testmaschine abgeschrieben und ein zweites geplantes Muster nicht mehr finanziert worden.<ref>FliegerWeb: F-35: Holland steigt aus. Nachricht vom 21. Mai 2010, abgerufen am 21. Mai 2010.</ref> Letztendlich entschied man sich am 21. April 2011 für das F-35-Programm und genehmigte die Anschaffung einer zweiten Testmaschine.<ref>The Netherlands to buy second test Joint Strike Fighter jet. DutchNews.nl, abgerufen am 1. März 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Allerdings wurde erst im September 2013 die Beschaffung von 37 Exemplaren bestätigt.<ref>Nicola Clark: Dutch Pick F-35 Jets to Expand Aging Fleet. In: New York Times. 17. September 2013, abgerufen am 2. Oktober 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „The Dutch defense ministry said on Tuesday that it had selected the F-35 fighter jet from Lockheed Martin to replace its aging fleet of F-16s, bringing an end to years of uncertainty over the Netherlands’ commitment to a program that has been plagued by technical delays and mounting development costs. […] the purchase of 37 F-35s – far fewer than the 85 planes initially envisioned before […].“</ref> Nach 2019 wurden dann in mehreren Schritten 21 weitere Exemplare nachbestellt. Die niederländischen F-35A werden nach dem Vorbild der F-35A der norwegischen Luftwaffe mit Bremsschirmbehältern auf dem Rumpfrücken nachgerüstet.<ref name="SkyNews 09/2021">Printausgabe SkyNews. 09/2021.</ref>

Als Erprobungseinheit dient seit November 2014, zunächst stationiert in den USA, die 323. Squadron, während die 322. Squadron die erste Einsatzstaffel ist. Die erste Landung einer niederländischen F-35 in den Niederlanden erfolgte am 23. Mai 2016, die beiden beteiligten Luftfahrzeuge wurden zu Testzwecken über den Atlantik und wieder zurück in die Staaten überführt, wo die Testkampagne fortgesetzt wurde.<ref>LIVE: Two Dutch F-35s arriving at Leeuwarden Air Base. In: Flightglobal.com. 23. Mai 2016, abgerufen am 23. Mai 2016.</ref> Am 31. Oktober 2019 wurde in einer feierlichen Zeremonie die erste Einsatzmaschine (F-009) bei der 322. Squadron in Empfang genommen. Dabei wurde die Maschine von der Flughafenfeuerwehr versehentlich anstatt mit Wasser mit aggressivem Feuerlöschschaum besprüht, was möglicherweise zu Schäden an der Stealth-Beschichtung und dem Triebwerk geführt hat.<ref>Tom Demerly: OOOPS! First Dutch F-35A Accidentally Gets Foam Party Instead of Water Salute. theaviationist.com, 1. November 2019, abgerufen am 2. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Nick Enoch: F-35A stealth jet is accidentally covered in foam on arrival in Netherlands. www.dailymail.co.uk, 1. November 2019, abgerufen am 2. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Joseph Trevithick: Whoops! First F-35A Based In The Netherlands Got A Foam Bath By Mistake. www.thedrive.com, 31. Oktober 2019, abgerufen am 2. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die zweite Einsatzstaffel, die 313. Squadron in Volkel, erhielt Anfang 2022 ihre ersten F-35A.<ref>Netherlands begins populating second F-35 squadron. In: Janes, 14. Januar 2022 (englisch).</ref>

Die Niederlande waren im Sommer 2024 das erste Land, in dem die F-35A im Rahmen der Nuklearen Teilhabe die Rolle des Atombombenträgers übernahm<ref>Netherlands first to declare F-35s performing nuclear role. In: Janes, 31. Mai 2024 (englisch).</ref>, die vollumfängliche Tauglichkeit (Full Operational Capability) wurde mit Außerdienststellung der F-16 Ende September 2024 erklärt.<ref>Netherlands declares FOC for F-35, retires F-16. In: Janes, 27. September 2024 (englisch).</ref>

Norwegen

Datei:Testflyging av første norske F-35 - 22492943335 11.jpg
F-35A der norwegischen Luftstreitkräfte

Norwegen betreibt eine Flotte von 52 Maschinen.<ref name="fg20151009">Beth Stevenson: Norway reconfirms plans to acquire 52 F-35s. In: Flightglobal.com. 5. Oktober 2015, abgerufen am 9. Oktober 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Of the 52 required, 28 will be operational by 2020 and the other 34 by 2024 – the first F-35A for Norway, which will be based in the USA for training, was unveiled on 23 September.“</ref> Es bestellte zu Beginn 46 Maschinen fest und erwarb eine Option auf sechs weitere; diese Option wurde im Oktober 2013 eingelöst mit geplanter Auslieferung 2018.<ref>Dave Majumdar: Norway to purchase six additional F-35's. In: Flightglobal.com. 16. Oktober 2013, abgerufen am 16. Oktober 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Norway is seeking to purchase six additional Lockheed Martin F-35 Joint Strike Fighters for its air force in the country’s fiscal year 2014 defence budget request.“</ref> Im Jahre 2008 war für 48 Exemplare ein Gesamtpreis von 2,5 Milliarden US-Dollar, pro Maschine 52 Millionen US-Dollar, angesetzt. Dieser Preis war ein wesentlicher Faktor für den Entscheidungsprozess der Streitkräfte zugunsten der F-35 und gegen die Saab „Gripen NG“.<ref>Bill Sweetman: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gripen’s Norwegian Blues. (Memento vom 11. Januar 2012 im Internet Archive) In: aviationweek.com. Aviation Week (englisch), abgerufen am 8. Juni 2023.</ref>

Lockheed Martin übergab am 22. September 2015 die erste F-35 an die norwegischen Streitkräfte für das Flugtraining in Luke.<ref>F35 Day for Norway. In: airheadsfly.com. AirheadsFly, 22. September 2015, abgerufen am 22. September 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Norway’s first F-35 rolled out in regjeringen.no – offizielle Presseerklärung der norwegischen Regierung.</ref> Die Überführung der ersten Einsatzexemplare auf die norwegische Haupteinsatzbasis Ørland erfolgte am 3. November 2017. Die letzten beiden von 52 F-35A trafen im Frühjahr 2025 im Land ein.<ref>Peter Felstead: Norway becomes first F-35 nation to complete its programme of record. 2. April 2025, abgerufen am 8. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die norwegischen F-35A waren die ersten F-35, die über Bremsschirme verfügen. Der Bremsschirm befindet sich in einem Behälter auf dem hinteren Rumpfrücken. Daher wird diese F-35A-Version auch als F-35N bezeichnet.<ref>Bob Fischer: Norwegische F-35A erhalten Bremsschirme. Lockheed Martin testet das System in Kalifornien und in Alaska. In: Aerobuzz.de, 17. Mai 2017.</ref><ref>Bremsschirm für Norwegens F-35A. In: Fliegerweb.com, 22. Februar 2018.</ref>

Norwegen plante eine Zusammenarbeit mit Großbritannien in Fragen der Wartung und der Ausbildung des technischen Personals sowie der Piloten. Eine Absichtserklärung wurde von beiden Ländern Anfang September 2013 unterzeichnet.<ref>Anthony Osborne: Norway And U.K. To Collaborate On F-35 Operations. In: aviationweek.com. Aviationweek, 6. September 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. Oktober 2013; abgerufen am 2. Oktober 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Ministers from the two countries signed an agreement on the initiative in London on Sept. 5 with the aim of exploring closer partnerships in maintenance and sustainment as well as the training of pilots and technical personnel.“</ref>

Die Maschinen sind auf ihrer Haupteinsatzbasis Ørland stationiert. Daneben gibt es mit Evenes eine vorgeschobene Basis im Norden des Landes und mit Rygge eine weitere Einsatzbasis im Süden des Landes. Hier befindet sich auch das nationale Wartungszentrum.<ref>Norwegian F-35 fleet ‘ready for operations’. In: ukdefencejournal.org.uk, UK Defence Journal, 18. November 2019 (englisch).</ref>

Vereinigtes Königreich

Datei:F-35B taking off from a ramp on the HMS Queen Elizabeth.jpg
F-35B startet von einer Rampe der Queen Elizabeth.

Großbritannien plante ursprünglich, seine frühere Harrier-Flotte durch 138 F-35B Lightning II (britischer Projektname: Joint Combat Aircraft) zu ersetzen. Diese sollten von Royal Navy und Royal Air Force gemeinsam betrieben werden, wobei sie bei der RN auf den beiden Trägern der Queen-Elizabeth-Klasse eingesetzt werden, während die RAF sie als senkrechtstartende Ergänzung zu Eurofightern und Tornados genutzt hätte.

Im Rahmen des Sparpaketes der britischen Regierung und der Strategic Defence and Security Review (SDSR) 2010 wurde die Planung korrigiert. Damit sollten konventionell startende C-Varianten der F-35 beschafft werden, die aufgrund des entfallenen komplexen Senkrechtstartsystems sowohl günstiger als auch leistungsstärker (43 % größere Treibstoffkapazität) wären. Es sollten auch nur noch 12 Flugzeuge je Träger (von ursprünglich 36) sowie 50 Flugzeuge insgesamt beschafft werden; eine exakte Stückzahl sollte aber erst im Rahmen des nächsten Defence Reviews im Jahr 2015 bestimmt werden.

Die erste für Großbritannien bestimmte F-35B (BK-1) hatte am 22. November 2011 in Fort Worth ihren Roll-out. Dies war eine von zwei Maschinen, die bereits vor der früheren Auftragsänderung zur F-35C bezahlt wurden. Der Erstflug erfolgte im Frühjahr 2012. Das dritte britische Exemplar sollte mit der CK-1 eine F-35C sein.<ref>Combat Aircraft Monthly, Februar 2012, S. 8 f.</ref>

Im Mai 2012 wurde die Entscheidung für die F-35C revidiert. Der Grund war die Verdreifachung der geschätzten Kosten für die Umkonstruktion der Flugzeugträger der Queen-Elizabeth-Klasse auf nunmehr zwei Milliarden Pfund je Schiff.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.defensenews.comOfficial: U.K. To Switch Back to STOVL F-35. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive ) In: Defense News, 10. Mai 2012, abgerufen am selben Tag.</ref> Es wurden daher letztendlich vier F-35B-Vorserienmaschinen BK-1 bis BK-4 hergestellt und die Stückzahlreduzierung der Einsatzflugzeuge wurde mit dem SDSR 2015 revidiert.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />UK receives final F-35 test aircraft, Janes, 12. April 2016 (Memento vom 31. Mai 2016 im Internet Archive)</ref> Laut der Review von 2015 bleibt das Ziel von 138 Flugzeugen in drei Tranchen bestehen.<ref></ref> Beabsichtigt wurde zunächst der Kauf von 74 Flugzeugen einer ersten (48) und zweiten Tranche (27 inklusive einem Ersatzflugzeug für das 2021 abgestürzte).<ref>Gerhard Hegmann: Amerikas F-35 Super-Kampfjet im Mittelmeer abgestürzt. In: Die Welt. 18. November 2021, ISSN 0173-8437 (welt.de [abgerufen am 30. Oktober 2023]).</ref><ref>Defence Committee (House of Commons) of the United Kingdom: Aviation Procurement: Winging it? Tenth Report of Session 2022–23. The Parliament of the United Kingdom, 10. September 2023, abgerufen am 30. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am Rande des NATO-Gipfels in Den Haag 2025 gab die britische Regierung bekannt, im Rahmen der nächsten Festbestellung auch 12 F-35A zu bestellen, um damit Mitglied der Nuklearen Teilhabe zu werden.<ref>Waldemar Geiger: Kernwaffenträger – Großbritannien beschafft F-35A für Nukleare Teilhabe. In: hartpunkt.de. Hartpunkt, 25. Juni 2025, abgerufen am 29. Juni 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die kostengünstigeren F-35A sind auch für das Flugtraining vorgesehen. Daneben wird die zweite Tranche noch 15 F-35B umfassen.<ref>George Allison: New British nuclear strike jet can’t be refuelled by RAF. In: ukdefencejournal.org.uk. UK Defence Journal, 26. Juni 2025, abgerufen am 1. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Als Erprobungseinheit dient seit Februar 2015 die 17.(R) Squadron auf der Edwards AFB und die erste Einsatzstaffel, die No. 617 Squadron (RAF),<ref>Gareth Jennings: 'Dambusters' named as UK’s first F-35 squadron. In: IHS Jane’s Defence Weekly. 17. Juli 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 30. Januar 2014; abgerufen am 16. September 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> fungierte, bis April 2018 zunächst noch als Designate Squadron, von 2016 bis 2018 auf der MCAS Beaufort als Umschuleinheit. Ihre Verlegung nach RAF Marham erfolgte Mitte 2018. Nachdem diese die erste beschränkte Einsatzbereitschaft erlangte, verlegten die ersten der bis zu diesem Zeitpunkt in den USA zur Schulung eingesetzten F-35B Mitte 2019 nach England und die 207.(R) Squadron wurde als Umschuleinheit reaktiviert.<ref>UK’s second F-35B squadron arrives at Marham home, Janes, 17. Juli 2019. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 17. Juli 2019; abgerufen am 2. Oktober 2019.</ref> Die zweite Einsatzstaffel wird ab April 2023 die 809. Naval Air Squadron (RN).<ref>Nicholas de Larrinaga: UK Royal Navy F-35s to be flown by Immortal pilots. In: IHS Jane’s Defence Weekly. 9. September 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 31. Januar 2014; abgerufen am 16. September 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Flugzeuge bestellt

Singapur

Singapur plante ab 2003, genau wie Israel, im Rahmen des sogenannten Security Cooperative Participants (SCP)<ref>Lockheed sees increased Singapore interest in F-35 fighter. In: reuters.com (englisch).</ref> die Anschaffung der F-35 und will damit seine F-15SG-Flotte ergänzen. Obwohl Singapur keine direkten Entwicklungskosten trägt, kann es durch das SCP-Abkommen die F-35 akquirieren und Nutzen aus der technischen Entwicklung für ihre bisher eingesetzten Flugzeuge ziehen. Anfang 2019 wurden zunächst vier F-35B bestellt und weitere acht Exemplare dieser Variante wurden drei Jahre später beauftragt.<ref>Singapore to acquire eight additional F-35Bs. In: Janes, 24. Februar 2023 (englisch).</ref> Im Jahr 2024 wurden zusätzlich acht F-35A bestellt.<ref>Singapur kauft die F-35 im Kombi-Paket. In: Flug Revue, 29. Februar 2024, ISSN 0015-4547.</ref>

Schweiz

Die Schweizer Luftwaffe plante, bis 2030 36 neue Kampfflugzeuge in Dienst zu stellen. Zu diesem Zweck wurden im Laufe des Jahres 2019 vier verschiedene Modelle getestet.<ref name="SkyNews 09/2021" />

Verteidigungsministerin Viola Amherd empfahl im Juni 2021 den F-35A zum Kauf.<ref>Der F-35 für die Schweiz? SRF, 21. Juni 2021, abgerufen am 22. Juni 2021.</ref> Der Bundesrat entschied am 30. Juni 2021, dem Parlament die Beschaffung von 36 F-35A zu einem Gesamtpreis von 5,068 Milliarden Franken zu beantragen.<ref>Endspurt Kampfjetbeschaffung – Amherd will den «Ferrari der Lüfte» kaufen. 21. Juni 2021, abgerufen am 1. Juli 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der F-35A erzielte in der technischen Evaluation den höchsten Gesamtnutzen und gleichzeitig die tiefsten Gesamtkosten (bestehend aus den Beschaffungs- und Betriebskosten).<ref>Air2030: Bundesrat beschliesst Beschaffung von 36 Kampfflugzeugen des Typs F-35A. VBS, 30. Juni 2021, abgerufen am 30. Juni 2021.</ref>

Der Kaufvertrag wurde am 19. September 2022 unterzeichnet. Kurz darauf wurde die Stop-F35-Initiative zurückgezogen, da eine Abstimmung nach Abschluss der Verträge sinnlos gewesen wäre.<ref>Initiative gegen F-35-Kampfflugzeuge wird zurückgezogen! 20. September 2022, abgerufen am 15. November 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Innerhalb von 30 Jahren sollen laut den Schweizer Behörden Gesamtkosten von 15,5 Milliarden Franken (inklusive Kaufpreis) entstehen. Für den Betrieb einer F-35A werden 9,66 Millionen Franken pro Jahr kalkuliert.<ref>F-35 First. In: Flug Revue Nr. 9/2021, S. 46–50.</ref> Schon zuvor waren Zusatzkosten für ein Triebwerks-Update bekannt geworden.<ref>Schweiz muss Mehrkosten für Triebwerke der F-35-Kampfjets tragen. In: srf.ch.</ref>

Die ersten acht Flugzeuge sollen bei Lockheed Martin in den USA gefertigt und ab 2027 ausgeliefert werden. Sie sollen in den USA für die Ausbildung der Schweizer Piloten genutzt werden. Mindestens 24 Flugzeuge sollen bei Leonardo in Italien gefertigt werden. Vier Flugzeuge sollen bei RUAG als Teil der vereinbarten Gegengeschäfte in der Schweiz endmontiert werden.<ref>Dominik Meier: Nach langen Verhandlungen – Ruag übernimmt Teilmontage von vier F-35-Jets. In: srf.ch. Schweizer Radio und Fernsehen – SRF, 25. Juni 2024, abgerufen am 26. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Juni 2025 wurde bekannt, dass der Bundesrat mit massiven Mehrkosten des F-35-Kaufs konfrontiert ist.<ref>srf.ch vom 20. Juni 2025: Schweiz drohen Mehrkosten von über einer Milliarde Franken.</ref> In Medien war der tiefe Preis als Fixpreis schon drei Jahre zuvor angezweifelt worden.<ref>Priscilla Imboden (Text) und Alexander Glandien (Animation): Die Kampfjet-Saga – Teil 3: Getarnte Kosten. In: Republik. 14. Januar 2022, abgerufen am 13. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Das bewilligte Finanzvolumen beträgt höchstens 6 Milliarden Franken auf Basis des Landesindex der Konsumentenpreise per Januar 2018. Der Bundesrat beantragt einen Zusatzkredit von 394 Millionen Franken, um die Mehrkosten auszugleichen. Mit Stand vom 6. März 2026 geht das VBS davon aus, dass mit diesem Zusatzkredit 30 F‑35A-Kampfflugzeuge beschafft werden können. Die genaue Anzahl kann erst bestimmt werden, wenn die US-Regierung die Verträge mit den Herstellern über die verbleibenden Flugzeuge und Triebwerke für die nächsten Produktionslose ausgehandelt hat.<ref>F-35A: Der Bundesrat verzichtet auf die ursprüngliche Anzahl von 36 Flugzeugen. In: news.admin.ch. 6. März 2026, abgerufen am 7. März 2026.</ref>

Polen

Polen plant, 32 F-35A Block 4 anzuschaffen, um seine in die Jahre gekommenen MiG-29 und Su-22 zu ersetzen. Im September 2019 gab die US-Regierung dafür grünes Licht, und am 31. Januar 2020 wurde der entsprechende Vertrag unterzeichnet.<ref>Polen kauft 32 amerikanische Kampfjets vom Typ F-35. In: Spiegel Online.</ref> Der Kaufpreis soll sich auf 6,5 Milliarden Dollar belaufen.<ref>Poland cleared to buy F-35 fleet, defensenews.com, 11. September 2019 (englisch).</ref> Polen hatte für seine Luftwaffe bereits 48 F-16C/D-Jets von Lockheed Martin erworben. Der Erstflug einer polnischen Husarz, so der Name in Polen, erfolgte am 2. Dezember 2024.<ref>First 'Husarz' takes to the air, scramble.nl, 3. Dezember 2024 (englisch).</ref>

Deutschland

Datei:F-35 Full Scale Mock-Up, ILA 2024, Schoenefeld (ILA45495).jpg
Mock-up einer F-35A für die Deutsche Luftwaffe mit fiktiver Registrierung 35+01

Nach erstmals im Mai 2017 veröffentlichten Medienberichten erwog die Bundesrepublik Deutschland zu diesem Zeitpunkt die Beschaffung von F-35-Flugzeugen für die Luftwaffe. Dazu wurden vom Hersteller weitere, z. T. geheime Informationen über Sensorik, Informationsmanagement und Kampffähigkeiten der F-35 angefordert.<ref>Infos über F35 angefordert: Bundeswehr prüft Kauf von US-Tarnkappenjets. In: t-online.de. Abgerufen am 17. Mai 2017.</ref><ref>Germany requests classified data from US military on F-35 fighter jet. In: Defence News. Abgerufen am 20. Mai 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die damalige Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen erklärte 2018 laut Handelsblatt, dass sie „eine Prä“ für den Eurofighter Typhoon habe. Somit war die F-35 als Tornado-Nachfolger unwahrscheinlich geworden.<ref>Donata Riedel: Internationale Luftfahrtausstellung: Ministerin von der Leyen bevorzugt den Eurofighter als Tornado-Nachfolger. In: Handelsblatt. 26. April 2018 (handelsblatt.com [abgerufen am 11. August 2018]).</ref>

Im Januar 2022 wurden mehrere Prüfaufträge erteilt. So sollte nochmals geklärt werden, ob ein Kauf der F-35 eine Alternative für die Beschaffung der Boeing EA-18 sein könnte, oder ob der Eurofighter auch für den elektronischen Kampf infrage kommen würde, den bisher der Tornado übernahm.<ref>Thomas Wiegold: Neuer Anlauf für die Tornado-Nachfolge: F-35 wieder in der Debatte? In: Augen geradeaus! 8. Januar 2022, abgerufen am 8. Januar 2022.</ref>

Am 27. Februar 2022 erklärte Bundeskanzler Olaf Scholz in einer Rede im Bundestag zum Krieg in der Ukraine, dass Deutschland zusammen mit Frankreich und weiteren Partnern einen eigenen Nachfolger für den Panavia Tornado entwickeln wollte, dass aber in der Zwischenzeit die F-35 in Betracht komme, um Deutschlands Fähigkeiten im Bereich der nuklearen Teilhabe weiterhin zu ermöglichen.<ref>So reagiert Scholz auf den Ukraine-Krieg: Rede im Bundestag. In: zdf.de. Abgerufen am 1. März 2022.</ref> Am 14. März 2022 gab das Bundesverteidigungsministerium die Beschaffung der F-35 bekannt.<ref>Ulrich Friese, Roland Lindner: Neuer Goldstandard für die Luftwaffe. In: faz.net, 16. März 2022.</ref> Geplant sei der Kauf von insgesamt 35 Flugzeugen der Variante F-35A neben 15 Eurofightern des Typs ECR.<ref>Tornado-Nachfolger: Neue Kampfflugzeuge für die Truppe. In: bmvg.de. Bundesministerium der Verteidigung, abgerufen am 14. März 2022.</ref> Am 14. Dezember 2022 billigte der Bundestag den Kauf von 35 F-35 für zehn Milliarden Euro. Am selben Tag noch wurde der Kaufvertrag zwischen dem BAAINBw und der USAF unterzeichnet und die Flugzeuge bestellt.<ref>U. S. Mission Germany: Pressemitteilung der US-Botschaft: F35-Kauf durch Deutschland. 14. Dezember 2022, abgerufen am 14. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die ersten Maschinen sollen im Jahr 2026 in Dienst gestellt werden, die ersten F-35 im Jahr 2027 am Standort Büchel eintreffen.<ref>Dorothee Frank: Nukleare Teilhabe: Ab 2027 vom Tornado zur F-35. In: Defence-Network.com. CPM Verlag, 18. Juli 2024, abgerufen am 18. Juli 2024.</ref> Die F-35A-Rumpfmittelteile werden ab Juli 2025 von Rheinmetall in einem neuen Werk in Weeze nicht nur für Deutschland gefertigt, so sollen auf zirka 60.000 Quadratmetern mit dereinst über 400 neuen Mitarbeitern zirka 400 Rumpfmittelteile produziert werden. Der Spatenstich für das neue Werk erfolgte im Sommer 2023.<ref>Rheinmetall in Weeze: Spatenstich für Kampfflugzeug-Fabrik. In: /www1.wdr.de. Westdeutscher Rundfunk Köln, 1. August 2023, abgerufen am 2. August 2023.</ref><ref>Karl Schwarz: Erster Spatenstich in Weeze. In: flugrevue.de. Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, 1. August 2023, abgerufen am 4. August 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Rheinmetall: Neues Werk für F-35 Tarnkappenbomber in Weeze eröffnet. In: Der Spiegel. 1. Juli 2025, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 1. Juli 2025]).</ref>

Der offizielle Baubeginn des ersten deutschen Luftfahrzeugs erfolgte Anfang Dezember 2024.

Kanada

Kanada plante zunächst, 65 in Kanada hergestellte CF-35A<ref>Defense Industry Daily: Canada Preparing to Replace its CF-18 Hornets. In: defenseindustrydaily.com, 23. Januar 2014, (englisch).</ref> für das Canadian Forces Air Command zu bestellen, die ab 2016 zulaufen sollten. Als Einsatzbasen waren Bagotville in Québec und Cold Lake in Alberta vorgesehen, wobei beide Geschwader, das 3. und das 4. Wing, mindestens je 24 Einsatzmuster erhalten sollten. Am 6. Dezember 2012 gab Kanada bekannt, dass es aus dem F-35-Projekt aussteigt, teils wegen Verzögerung im Projekt, teils wegen der steigenden Kosten für die kanadischen Steuerzahler in Höhe von zuletzt voraussichtlich über 30 Milliarden Dollar.<ref>Michael Den Tandt: Federal government cancels F-35 fighter purchase: source. In: canada.com. Postmedia Network Inc, 6. Dezember 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. Juni 2013; abgerufen am 8. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 28. März 2022 entschied die kanadische Regierung 88 Flugzeuge für 19 Mrd. US-Dollar zu beschaffen.<ref>Karl Schwarz: Weiterer Kunde für Stealth-Fighter: Kanada wählt F-35. In: flugrevue.de. Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, 28. März 2022, abgerufen am 28. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Vertrag wurde Anfang 2023 geschlossen, der Zulauf der Jets soll 2026 beginnen.<ref>Canada strikes C$19 bln deal for Lockheed's F-35 fighter jets. In: reuters.com. Thomson Reuters, 9. Januar 2023, abgerufen am 9. Januar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bis Februar 2026 gab es nur eine feste Absicht 16 Flugzeuge abzunehmen. Dann wurde die Finanzierung von Schlüsselteilen der nächsten 14 Flugzeuge begonnen.<ref>https://simpleflying.com/why-canada-moving-forward-order-f-35-fighter-jets/</ref>

Rumänien

Am 27. September 2023 wurde bekannt, dass die rumänische Regierung 32 F-35 für 6,1 Milliarden Euro kaufen will. Später sollen weitere 16 F-35 gekauft werden. Das Verteidigungsministerium Rumäniens schrieb, im Preis enthalten seien auch logistische Unterstützung, Pilotentrainings und Munition.<ref>Rüstung – Rumänien will fast 50 moderne F-35-Kampfjets kaufen. In: deutschlandfunk.de. Deutschlandradio, 27. September 2023, abgerufen am 28. September 2023.</ref> Am 13. September 2024 billigte das US-Außenministerium deren Lieferung und der Letter Of Acceptance erfolgte zwei Monate später.<ref>Romania makes formal commitment to acquire 32 F-35As. In: FlightGlobal. DVV Media International, 21. November 2024, abgerufen am 22. November 2024.</ref>

Tschechien

Im Juli 2022 gab das tschechische Verteidigungsministerium bekannt, mit den USA über 24 Flugzeuge verhandeln zu wollen. Der Letter of Offer and Acceptance (LOA) im Rahmen des FMS-Verfahrens wurde im Januar 2024 unterzeichnet.<ref>Ricardo Meier: Czech Republic makes official order for 24 F-35 Lightning II fighters. In: airdatanews.com. Air Data News, 29. Januar 2024, abgerufen am 30. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Kampfjets sollen zwei Staffeln ausrüsten und von 2031 bis 2035 ausgeliefert werden.

Griechenland

Am 27. Januar 2024 begrüßte der griechische Premierminister Mitsotakis die schriftliche Bestätigung durch den US-Außenminister Antony Blinken über die Kaufbestätigung von vorerst 20 Stück TR-3, Block4<ref>Mitsotakis welcomes State Depts decision on F-35s. In: Ekathimerini. 27. Januar 2024, abgerufen am 27. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> für 2028 mit Option auf bis zu 20<ref>Die Griechen bauen ihre Luftwaffe weiter massiv aus. In: Militär aktuell. 11. Juli 2023, abgerufen am 1. Oktober 2023.</ref> weitere Flugzeuge.

Beschaffung ausgesetzt

Thailand

Ende 2022 wurde bekannt, dass die Royal Thai Air Force gegenüber den USA im Jahr 2021 ihr Interesse an einer Beschaffung von 12 F-35A zum Ausdruck gebracht habe, deren Auslieferung sich von 2026/27 bis 2034 erstrecken sollte.<ref>Thailand seeks full squadron of F-35s by 2034. Janes, 6. Dezember 2022, abgerufen am 7. Dezember 2022.</ref> Thailand ist aus Sicht des Programms kein Wunschpartner und arbeitet teils mit China zusammen. Vordergründig wegen der Schwierigkeit zu liefern war das Ersuchen vermutlich nicht ernsthaft in Erwägung gezogen worden.<ref>Matthew Fulco, CHEN Chuanren: U.S.-Thai Military Alliance Is At A Crossroads. In: aviationweek.com. Aviation Week Network, Informa PLC., 19. Juli 2023, abgerufen am 27. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Vereinigte Arabische Emirate

Die Luftstreitkräfte der Emirate könnten nach dem Einverständnis seitens Israels mit F-35 Lightning II ausgerüstet werden, jedoch nicht auf dem aktuellen technischen Niveau, um den Vorsprung der israelischen Luftwaffe zu wahren.<ref>Peter Forster: Israel stimmt F-35-Verkauf an Emirate zu. In: bulletin-1.ch. 24. Oktober 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 31. Oktober 2020; abgerufen am 28. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das war der Stand 2020, der jedoch 2021 eingefroren wurde wegen der Zusammenarbeit der VAE mit China.<ref>Elisabeth Gosselin-Malo: Mideast Africa – Emirati F-35 prospects languish amid high-stakes Chinese, US courting. In: defensenews.com. Defense News, 1. Mai 2025, abgerufen am 27. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Taiwan

2018 bekräftigte Taiwan allgemein das Interesse an der Anschaffung von F-35-Kampfflugzeugen. Diese Pläne wurden ungeachtet der Ungewissheit, ob die USA überhaupt zu einer Lieferung bereit wären, zugunsten einer Modernisierung der bestehenden F-16-Modelle vorerst aufgegeben.<ref>Simon Preker: Rüsten gegen die Zwangsvereinigung. In: jungle.world. Jungle World Verlags GmbH, abgerufen am 8. Februar 2025.</ref>

Beschaffung storniert

Türkei

Die Luftwaffe der Türkei wollte ihre F-4-Phantom-Kampfjets durch F-35A ersetzen. Die Türkei war ab 1999 Partner im JSF-Programm und wollte bis zu 136 F-35 beschaffen. Die türkische Luftwaffe plante 120 F-35A und 16 F-35B für die türkische Marine, die dann 2021 auf der Anadolu eingesetzt werden sollten.<ref name="haber.sol.org.tr" /> Die Maschinen sollten ursprünglich ab 2015 ausgeliefert werden. Gleichzeitig hatte die Türkei Zulieferverträge mit einem Volumen von zwölf Milliarden Dollar für türkische Luftfahrtfirmen ausgehandelt.<ref name="bulletin-1.ch">Patrick Zwerger: Türkische F-35A für Griechenland? In: Flugrevue. 29. Oktober 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 24. Mai 2024; abgerufen am 2. Juni 2024.</ref>

Die ersten beiden Maschinen wurden im Juni 2018 offiziell an die Türkei übergeben. Sie blieben aber bis mindestens 2020 in den USA auf der Luke Air Force Base, wo türkisches Personal an ihnen unterwiesen wurde.<ref>Volker K. Thomalla: Lockheed Martin hat erste F-35A an die Türkei übergeben. In: aerobuzz.de. 23. Juni 2018, abgerufen am 24. Juni 2018.</ref>

Am 14. August 2018 blockierte US-Präsident Trump die Auslieferung der bestellten F-35 an die Türkei.<ref>Streit mit Türkei – Trump blockiert Auslieferung von F-35-Kampfjets an Erdogan. In: Der Spiegel (online). 14. August 2018, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 28. September 2023]).</ref> Als Grund wurde die geplante Beschaffung des russischen S-400-Flugabwehrsystems durch die Türkei genannt, das von der US-Seite als „Auge Moskaus“ im NATO-Gebiet zur Erlangung von Daten über die F-35 gesehen wird.<ref>Markus Becker, Matthias Gebauer: S-400 Abwehrraketen – Nato fürchtet Moskaus Auge. In: Der Spiegel (online). 11. Mai 2018, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 28. September 2023]).</ref>

Am 17. Juli 2019 gab die US-amerikanische Regierung bekannt, dass die Lieferung der bestellten F-35 an die Türkei storniert wurde. Zu den Teilelieferungen aus der Türkei wurde keine Aussage getroffen.<ref>Der Tag: USA werfen Türkei endgültig aus F-35-Programm. In: n-tv.de. ntv Nachrichtenfernsehen GmbH, 17. Juli 2019, abgerufen am 17. Juli 2019.</ref><ref>US removes Turkey from F-35 fighter jet programme. In: bbc.com. BBC News, 17. Juli 2019, abgerufen am 17. Juli 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Zulieferverträge aus der Türkei laufen gemäß Vertrag noch bis 2022.<ref name="bulletin-1.ch" /> Im November 2019 war die Umlagerung von 80 Prozent der Teile auf andere Hersteller schon eingeleitet.<ref>John A. Tirpak: Most Turkish-Made F-35 Parts Already Re-Sourced Among US Companies. Lockheed Martin and Pratt & Whitney have largely re-assigned manufacture of the 850 F-35 fighter parts made by Turkey to themselves and a few other US-based companies, with about 20 percent to be built by overseas partners, company officials said Nov. 13. In: airandspaceforces.com. Air & Space Forces Magazine, 13. November 2019, abgerufen am 27. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ursprünglich beschloss das Pentagon im Juli 2020, dass die für die Türkei vorgesehenen Flugzeuge der US Air Force übergeben werden sollten.<ref name="bulletin-1.ch" />

Literatur

  • Lockheed Martin F-35: Top-Fighter im Härte-Test. – Titelgeschichte. In: Flug Revue. Nr. 6/2018, ISSN 0015-4547, S. 50–54.
  • Europa-Debüt der F-35. In: Fliegerrevue. Nr. 9/2016, ISSN 0941-889X, S. 24–27.
  • Bert Chapman: Global Defense Procurement and the F-35 Joint Strike Fighter. Palgrave Macmillan, Basingstoke 2019, ISBN 978-3-030-01366-0 (englisch).

Weblinks

Commons: Lockheed Martin F-35 – Sammlung von Bildern und Videos

Einzelnachweise

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Hubschrauber:

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Seepatrouillen/-aufklärungsflugzeuge:

PBOPVP-2 (P2V)P-3 (P3V)P-7CP-122CP-140S-3

Drohnen (UAVs):

AQM-60MQM-105D-21P-175RQ-3RQ-170

Trainingsflugzeuge:

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Versuchsflugzeuge und Projekte:

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Militärische Baureihen nach Namen:

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