Türkische Marine
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Türkische Marine | |
|---|---|
Wappen der türkischen Marine | |
| Aufstellung | 10. Juli 1920 |
| Staat | Datei:Flag of Turkey.svg Türkei |
| Streitkräfte | Türkische Streitkräfte |
| Typ | Teilstreitkraft (Marine) |
| Stärke | 46.400<ref>Länderinformation des österr. Verteidigungsministeriums</ref> |
| Oberbefehlshaber | |
| Oberbefehlshaber der türkischen Marine | Admiral Ercüment Tatlıoğlu |
| Insignien | |
| Seekriegsflagge | Datei:Flag of Turkish Naval Forces Command.svg |
Die türkische Marine ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) bildet die Marine der türkischen Streitkräfte.
Der Marine gehören 46.400 Soldaten an, darunter 34.500 Wehrpflichtige. Neben der Marine besteht die türkische Küstenwache, deren 3.250 Angehörige jedoch dem türkischen Innenministerium unterstehen.
Das Kabinett Erdoğan nutzt die Marine mit ihrer Doktrin „Blaues Vaterland“ stark zur Sicherung der wirtschaftlichen Interessen des Landes. Damit wurden die türkischen Seestreitkräfte erheblich aufgewertet.<ref name="Czarnowska">Martyna Czarnowska: Türkischer Traum vom „blauen Vaterland“. Abgerufen am 30. Oktober 2020.</ref>
Geschichte
In ihrer eigenen Geschichtsschreibung bezieht sich die türkische Marine auf die Seestreitmacht des Osmanischen Reiches und zieht eine direkte Linie zu den ersten türkischen Flotten, die die Ägäis im 11. Jahrhundert befahren haben, nachdem Çaka Bey in Izmir für etwa ein Jahrzehnt einen Piratenstaat gegründet hatte. Sie gibt daher ihre Gründung im Jahr 1081 n. Chr. an.
Die Marine der Republik Türkei wurde am 10. Juli 1920 als Direktorat für Seeangelegenheiten während des Türkischen Unabhängigkeitskrieges von Mustafa Kemal Atatürk geschaffen. Seit Juli 1949 nennt sich die Teilstreitkraft offiziell Türk Deniz Kuvvetleri. Die türkische Marine war innerhalb der modernen Türkei sehr wechselhaft bedeutend für die Sicherheitspolitik des Landes. Nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches erreichte die türkische Marine nie wieder die bedeutende Stellung als Seestreitmacht.
Im Zuge der Vorgängen nach dem Putschversuch vom 15. Juli 2016 kam es zu „Säuberungen“ innerhalb der türkischen Seestreitkräfte. Obwohl der Marine keinerlei Putschbeteiligung nachgewiesen werden konnte, wurden sehr viele Marineoffiziere und Admiräle entlassen oder inhaftiert. Der türkische Militärexperte Metin Gürcan gibt an, dass 58 Prozent der Admiräle entlassen wurden, mehr als bei den Landstreitkräften (44 Prozent) und der Luftwaffe (42 Prozent).<ref>Michael Martens: Erdogans Türkei – Die Republik der Entlassenen. In: faz.net. 8. Juli 2018, abgerufen am 30. Oktober 2020.</ref>
Das Kabinett Erdoğan nutzt die Marine laut Beobachter stärker. Mit dem Konzept des „Blaues Vaterland“ (Mavi Vatan) verfolgt die Marine nun auch die Sicherung der wirtschaftlichen Interessen des Landes und wurde erheblich aufgewertet.<ref name="Czarnowska" />
Im Oktober 2019 startete der Bau erster heimischer U-Boote. Bis 2040 sollen sie an die türkischen Marine ausgeliefert werden. Der Hubschrauberträger TGC Anadolu wurde zum ersten türkischen Flugzeugträger erweitert. Von der TGC Anadolu Können nicht nur Hubschrauber, sondern auch Drohnen wie die Bayraktar TB3 starten. Sie wurde im April 2023 als solcher in Dienst gestellt. Im Januar 2025 begann der Bau der Mugem Klasse, eines ersten richtigen Flugzeugträgers, welcher neben den TB3-Drohnen auch Bayraktar Kızılelma Drohnen, TAI Hürjet und TAI Kaan Jets mitführen soll.
Neue Marinestützpunkte sollen im nördlichen, von der Türkei besetzten Teil Zyperns entstehen. Am Horn von Afrika, am Roten Meer in Sawakin und am Persischen Golf bestehen bereits türkische Marinestützpunkte.
2019/2020 nahm die türkische Marine an der Türkischen Militärintervention in Libyen teil. Seitdem nutzt sie auch dauerhafte Stützpunkte im westlichen Libyen wie in Tripolis und Misrata.
Beim Gasstreit im Mittelmeer spielt die türkische Marine eine wesentliche Rolle und wird politisch durch die Regierung Erdoğan zur Verteidigung der ökonomischen und territorialen Interessen des Landes genutzt.
Organisation
Vorlage:Hinweisbaustein Dem türkischen Marineoberkommando (HQ Izmir) unterstehen zwei Regionalkommandos, ein Flottenkommando (Gölcük) und ein Ausbildungskommando (Altınovayalova).
Das Regionalkommando Nord (Istanbul) ist für das Schwarze Meer inklusive des Marmarameers zuständig und verfügt über Stützpunkte in Bartın, Canakkale, Erdek, Ereğli, Gölcük, Istanbul, Samsun und Trabzon.
Das Regionalkommando Süd (Izmir) ist für das Mittelmeer inklusive des Ägäischen Meers zuständig und verfügt über Stützpunkte in Aksaz, Antalya, Foça, İskenderun, Izmir und Mersin.
Ferner verfügt die türkische Marine über eine Brigade Marineinfanterie (drei Infanteriebataillone und ein Artilleriebataillon), Marinefliegereinheiten und Werften in Gölcük, Izmir und Pendik.
Ausrüstung
Fregatten und Korvetten
- 4 Fregatten der Yavuz-Klasse
- 4 Fregatten der Barbaros-Klasse
- 8 Fregatten der Gabya-Klasse
- 8 Fregatten der Istanbul-Klasse (im Zulauf)
- 5 Korvetten der Burak-Klasse
- 4 Korvetten der Ada-Klasse
U-Boote
- 4 Boote der Atilay-Klasse
- 8 Boote der Preveze/Güz-Klasse
- 1 Boote der Reis-Klasse (fünf weitere in Bau/Erprobung)
Patrouillenfahrzeuge
- 4 FK-Schnellboote der Doğan-Klasse
- 4 FK-Schnellboote der Rüzgar-Klasse
- 2 FK-Schnellboote der Yıldız-Klasse
- 9 FK-Schnellboote der Kılıç-Klasse
- 16 Patrouillenboote der Tuzla-Klasse
Minenabwehrfahrzeuge
- 5 Minenjagdboote der Engin-Klasse
- 6 Minenjagdboote der Aydın-Klasse
Amphibische Einheiten
- 1 Amphibisches Angriffsschiff der Anadolu-Klasse
- 2 Panzerlandungsschiffe der Sarucabey-Klasse
- 1 Panzerlandungsschiff der Osmangazi-Klasse
- 2 Panzerlandungsschiffe der Bayraktar-Klasse
Luftfahrzeuge
Die Marineflieger der türkischen Marine betreiben 11 Flugzeuge, 37 Hubschrauber und 21 unbemannte Luftfahrzeuge (Stand Ende 2022).<ref>World Air Force 2023. Flight International, November 2022, abgerufen am 16. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Tayfun Ozberk: Turkish Navy acquires 3rd Aksungur MALE UCAV. In: navalnews.com. 6. August 2022, abgerufen am 17. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
| Luftfahrzeuge | Herkunft | Bild | Verwendung | Version | Aktiv | Bestellt | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Flugzeuge | |||||||
| ATR 72 | Datei:Flag of Italy.svg Italien/ Datei:Flag of France.svg Frankreich |
Datei:ATR C-72-600TMPA TurkishNavy Teknofest2021 (2).jpg | Seefernaufklärer Transportflugzeug |
2 3 |
|||
| CASA CN-235 | Datei:Flag of Spain.svg Spanien | Datei:CASA CN235-200M Turkish Navy Teknofest2019 (1).jpg | Seefernaufklärer | 6 | |||
| Hubschrauber | |||||||
| Sikorsky UH-60 | Datei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten | Datei:Sikorsky S-70 SeaHawk TurkishNavy Teknofest2021 (3).jpg | Mehrzweckhubschrauber | S-70 | 24 | ||
| Bell 212 | Datei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten | Datei:AB 212 sağ ön.JPG | Mehrzweckhubschrauber | 13 | |||
| Unbemannte Luftfahrzeuge | |||||||
| TAI Aksungur | Datei:Flag of Turkey.svg Türkei | Datei:TAI Aksungur Teknofest2019 (1).jpg | Kampfdrohne | 3 | |||
| Bayraktar TB2 | Datei:Flag of Turkey.svg Türkei | Datei:PlatformKalkisTaktik.JPG | Kampfdrohne | 10 | |||
| TAI Anka | Datei:Flag of Turkey.svg Türkei | Datei:TAI ANKA-S.jpg | Aufklärungsdrohne | Anka-B Anka-S |
4 4 |
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Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
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