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Estnische Marine

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Streitkräfte Eesti Kaitsevägi

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Truppengattung

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Typ Marine

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Gliederung

Maerevaebaas Laevastik

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Mereväekool

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Truppenteile

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Stärke 350 aktive Soldaten

1500 Reservisten }}

Unterstellung Estnisches Verteidigungsministerium

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Ehemalige Standorte

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Herkunft der Soldaten

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Spitzname

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Inhaber

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Schutzpatron

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Traditionsfolge

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Stammliste

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Stammnummer

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Marsch Jää vabaks, Eesti meri!

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Maskottchen

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Jahrestage 21. November 1918

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Auszeichnungen

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Battle honours

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Insignien

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Luftfahrzeuge

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Schlachtflugzeug

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Bomber

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Elektronische
Kampfführung

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Kampfflugzeug/
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Abfangjäger

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Patrouille

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Aufklärungsflugzeug/
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Ausbildung

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Transportflugzeug/
-hubschrauber

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Die Estnische Marine ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=et|SCRIPTING=Latn|SERVICE=estnisch}} Eesti Merevägi) ist der maritime Teil der estnischen Streitkräfte. Das Herzstück des Verbandes ist die Minenkriegsabteilung (Miinisõja divisjon) mit der EOD Tuukrigrupp – einer Taucherabteilung für Kampfmittelbeseitigung.

Geschichte

Die Zeit vor 1940

Die Eesti merejõud, als Vorläufer der heutigen Marine, wurden am 21. November 1918 aufgestellt. Im Dezember desselben Jahres wurde Johan Pitka zum Oberbefehlshaber der Seestreitkräfte ernannt. Die Gründung und Entwicklung der estnischen Marine basiert größtenteils auf der britischen Marine, welche als Verbündeter Estlands während des Estnischen Freiheitskrieges im Golf von Finnland operierte. Die ersten estnischen Marineschiffe, die Zerstörer Lennuk und der Zerstörer Wambola, wurden von der Royal Navy übergeben, nachdem die der russischen Baltischen Flotte angehörigen Schiffe 1919 erbeutet wurden. Beide Schiffe wurden 1933 an Peru weiterverkauft.

Küstenbatterien

Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts begann das Russische Kaiserreich, Küstenfestungen und maritime Festen in Estland, welches 1721 nach dem Großen Nordischen Krieg annektiert wurde, zu errichten. Tallinn, historisch ein wichtiges Handelszentrum zwischen dem Osten und Westen, wurde einer der Hauptstützpunkte der Baltischen Flotte des Kaiserreichs. Ein systematisches Küstenverteidigungsnetzwerk – die Seefestung Imperator Peter der Große – und die Installation von Marinegeschützen wurden befohlen, die Konstruktionsarbeiten begannen Ende 1890 und waren bis zum Ende des Ersten Weltkriegs nicht abgeschlossen worden.

Während des Estnischen Freiheitskrieges und nach dem Frieden von Dorpat begann die Estnische Marine mit dem Wiederaufbau und der Weiterentwicklung des Küstenverteidigungsnetzwerks. Von 1918 bis 1940 investierte Estland Millionen Estnische Kronen in die Erneuerung der Küstenverteidigung. Im Jahr 1939 präsentierten die Küstenbatterien eine beachtliche Marinestreitkraft und gehörten zu den Elitetruppen der Estnischen Marine. Während des Zweiten Weltkrieges und der folgenden sowjetischen Okkupation ist wenig von den Küstenverteidigungslinien und Festungen erhalten geblieben. Heute können einige Gebäude und Feuerstellungen, allen voran die am besten erhaltenen auf der Insel Aegna, besichtigt werden.

Marineinfanterie

Das historische Meredessantpataljon war ein kurzlebiges Marineinfanteriebataillon der estnischen Streitkräfte, welches der Marine unterstellt war. Es wurde von den Besatzungen der estnischen Kriegsschiffe rekrutiert und war in Tallinn stationiert.

Flottille auf dem Peipussee

Beim Unabhängigkeitskrieg erbeutete Estland 1919 zumeist auf der zugefrorenen Emajõgi eine Anzahl Kanonenboote; die von 1919 bis 1940 eine Division auf dem Peipussee, der den Großteil der Ostgrenze Estlands bedeckte, bildeten. Basen bestanden in Kallaste und Mustvee.

Hierzu gehörten:

  • Kanonenboot Vanemuine – Flaggschiff im Peipussee
  • Kanonenboot Ahti
  • Kanonenboot Tartu
  • Kanonenboot Uku
  • Kanonenboot Ilmatar
  • Kanonenboot Taara
  • Kleine Kanonenboote Kõu und Maru

Neuaufbau nach 1993

Seit der Neugründung der Estnischen Streitkräfte am 3. September 1991 waren die ersten Monate und Jahre der Estnischen Marine geprägt von Aufräumarbeiten und dem Wiederaufbau der militärischen Infrastruktur (primär auf der 1994 von Russland übernommenen Marinebasis in Tallinn). Erschwerend zu der Tatsache, dass die Seestreitkräfte neu aufgebaut werden mussten, kam der Punkt, dass Estland (trotz geringer Größe und begrenzter Ressourcen) begonnen hatte Marineverbände aufzubauen, die unabhängig voneinander Aufgaben in den Bereichen des Seeamtes und des Grenzschutzes übernahmen. Diese waren bereits etabliert, als das Hauptquartier der Streitkräfte am 1. Juli 1993 begann, erste Strukturen für den Wiederaufbau der Marine zu schaffen und man am 1. Februar 1994 Roland Leit zum Befehlshaber der Seestreitkräfte ernannte.<ref>First Years of the Re-establishment of Estonia’s Naval Defence, abgerufen am 5. April 2020 (englisch)</ref> Dieser äußerte sich in einem Interview mit Jane’s Defence Weekly am 9. Juli 1994 wie folgt über die Probleme beim Wiederaufbau:

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„Als die Sowjetische Marine die Marinebasis Tallinn verließ, sabotierte sie die bestehenden Einrichtungen und versenkte zehn ihrer Schiffe im Hafen. Sie zerstörten alles: Fenster, Heizungen, Ausrüstung für Elektrizität. Als sie 1939 kamen, übernahmen sie unsere Hafenanlagen in einem guten Zustand. Jetzt haben sie uns ein Chaos hinterlassen. Wir haben nichts von der russischen Marine bekommen. Die Patrouillenboote der Grif-Klasse haben wir nicht von denen bekommen, sondern von einer russischen Firma, die zunächst die Schiffsrümpfe gekauft hatte. Ihre Navigations- und Funksysteme sind ebenfalls unbrauchbar. Wir hoffen, dass wir bis zum Ende des Jahres alles reparieren und die Boote in Dienst stellen können.“{{#if: || <ref>The Jane’s Interview with Commodore Roland Leit. Jane's Defence Weekly, 9 July 1994, p.32</ref> }}

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Vor diesem Hintergrund der fehlenden Möglichkeiten und Notwendigkeiten ist es nicht verwunderlich, dass der Aufbau nur sehr langsam voranging und man bei der Ausrüstung des Verbandes zunächst auf Spenden aus dem Ausland angewiesen war. So erhielt man beispielsweise 1994 mit der Komet und Meteor aus Deutschland sowie der Mallemukken aus Dänemark Schiffe, die dort nicht mehr benötigt wurden und/oder als veraltet galten, die in Estland aber noch einige Jahre betrieben wurden. Dies galt auch für die Minensuchboote, die in den nächsten Jahren (ebenfalls aus Deutschland) zugingen. Neben diesen Schiffen, die hauptsächlich im Bereich der Minenbekämpfung eingesetzt waren, nutzte die Marine in den ersten Jahren Patrouillenboote sowjetischer und finnischer Herkunft.

Entwicklung im 21. Jahrhundert

Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts (insbesondere seit dem NATO-Beitritt des Landes im Jahr 2004) sind die Bewaffnung und die Ausrüstung der Seestreitkräfte kontinuierlich verbessert worden. So hat man weitere Schiffe (entweder als Spende aus dem Ausland oder gebraucht in Deutschland, Großbritannien oder Dänemark erworben) in Dienst gestellt, die die veralteten Einheiten nach und nach ersetzten. Dabei bemühte man sich die vorhandenen finanziellen Ressourcen zielgerichtet einzusetzen und sich primär auf die Minenbekämpfung zu konzentrieren. Daher verfügt man inzwischen über eine Minenschiff- und eine Taucherabteilung, deren technische Ausstattung vergleichbar mit der anderer NATO-Partner ist.

Nach der Modernisierung der Flotte, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, wurde sich in den letzten Jahren auf Erhaltungsmaßnahmen und Investitionen im Bereich der Infrastruktur konzentriert. So war schon im Verteidigungsentwicklungsplan für die Jahre 2013–2022 nur der Erhalt und die Modernisierung der Minenabwehrdivision (drei Minenjagdboote, Tauchergruppe und ein Hilfsschiff) vorgesehen. Ab 2018 wurde begonnen die drei Minenjagdboote der Sandown-Klasse zu modernisieren. Diese Modernisierung sorgte dafür, dass die Schiffe bis 2035 einsatzfähig bleiben.<ref>Estonia complements ammunition stores Onlinemeldung auf news.postimees.ee vom 13. Oktober 2020, abgerufen am 14. Oktober 2020 (englisch)</ref> Zuvor wurde bereits Miinisadam (die Marinebasis in Tallinn) modernisiert, so dass die Lebens- und Trainingsbedingungen dort für alle Soldaten nun aktuellen (NATO-)Standards entsprechen.

Zu einer weiteren großen Veränderung kam es zum Jahreswechsel 2022/2023. Zum 3. Januar 2023 wurde vier Schiffe des Polizei- und Grenzschutzamtes und deren Aufgaben in die Marine eingegliedert. Damit verbunden war u. a. die Übernahme der gesamten Küstenüberwachung und die Kontrolle der Seegrenzen durch die Marine.<ref>Four former PPA vessels now under naval command Onlinemeldung und Bildergalerie auf news.err.ee vom 3. Januar 2023, abgerufen am 8. Januar 2023 (englisch)</ref>

Befehlshaber

Folgende Personen waren Kommandanten der estnischen Marine:

Name Dienstzeit Bemerkung
N.N.
Johan Pitka (1872–1944) 16. Dezember 1918 bis 28. November 1919
N.N.
Hermann von Salza (1885–1946) 1925–1932
N.N. 1932 ff.
Roland Leit (1928–2017) 1994–1998
Jaan Kapp (* 1956) 1998–2003
Ahti Piirimägi & Peeter Ivask 2003–2007 kommissarisch, im Wechsel
Igor Schvede (* 1970) 21. November 2007 bis 22. Juli 2012 zuvor bereits kommissarisch
Sten Sepper (* 1971) 23. Juli 2012 bis 23. November 2016
Jüri Saska (* 1974) 1. Februar 2017 bis 28. Juni 2024 kommissarisch bereits seit 23. November 2016
Ivo Värk (* 1974) seit 28. Juni 2024

Aufgaben und Organisation

Aufgaben

Die estnische Marine hat den Auftrag, die territorialen Gewässer der Republik Estland zu beschützen. Im Falle einer Krisensituation muss sie in der Lage sein, Häfen, Küsten und Unterwasserkommunikationseinrichtungen zu verteidigen und mit verbündeten Truppen zu kooperieren.

Die höchste Priorität nimmt für die Marine die Entwicklung von Ressourcen und Fähigkeiten zur Minenabwehr ein. Während des Ersten und Zweiten Weltkrieges wurden in der Ostsee mehr als 80.000 Minen verlegt. Seit 1995 haben mehrfach Minenräum-Operationen in Kooperation mit anderen Marineverbänden der Ostseeregion in estnischen Gewässern stattgefunden, um diese Minen aufzuspüren und zu beseitigen und somit an einer sicheren Seeschifffahrt beizutragen.

Organisationsstruktur

Seit 1. Januar 2023 (Eingliederung des bis dahin eigenständigen Marinestabs in die Flotte) gliedert sich die Marine wie folgt:

  • Lahinguteeninduse divisjon (Unterstützungsabteilung)
  • Miinisõja divisjon (Minenkriegsabteilung)
    • Tuukrigrupp (Minentaucher)
  • Lahinguteeninduse divisjon (Patrouillenschiffabteilung)
  • Rannikukaitse divisjon (Küstenüberwachungsabteilung)
  • Mereväekool (Marineschule)

Häfen und Stützpunkte

Datei:Merevaebaas.jpg

Die Merejõud hat etliche Marinestützpunkte und Kriegshäfen betrieben, wobei sich die meisten an der Westküste und an den Inseln befunden haben. Bis 1939 gab es mehr als zehn größere und kleinere Kriegshäfen und Marinebasen, zum Beispiel Aegna, Paldiski, Virtsu, Rohuküla, Mõntu, Kuressaare, Kõiguste, Papissaare poolsaar, Jaagurahu, Tagalaht, Küdema, Sõru, Kärdla, Kallaste, Mustvee und der Hafen von Tallinn.

Derzeit wird von der Lahinguteeninduse divisjon als einziger Stützpunkt der Militärhafen Miinisadam, welcher sich im nördlichen Tallinn befindet, betrieben. Miinisadam ist dabei Sitz des Hauptquartiers der Marineeinheiten und Stützpunkt der Flotte.

Minenkriegsabteilung

Datei:Divisjon2.jpg

Der Flotte der Minenkriegsabteilung gehören derzeit vier Schiffe an, welche in zwei Arten (drei Minenjagd- und ein Hilfsschiff) unterteilt werden können.<ref>Miinisõja divisjon, abgerufen am 29. Juli 2023 (estnisch)</ref> Zum Bereich der Flotte gehören neben den Kriegsschiffen auch die Minentaucher (Tuukrigrupp). Der Verband entstand aus der Miinilaevade Divisjon, was sich bis heute im Wappen widerspiegelt.

Minentaucher
Datei:Tuukrigrupi-embleem-300x292.png

Die Hauptaufgabe der Minentaucher der Tuukrigrupp besteht darin, Sprengkörper an der Wasseroberfläche und unter Wasser zu suchen, zu identifizieren und unschädlich zu machen. Sie können jedoch auch Schiffsrümpfe auf Beschädigungen untersuchen.

Zur Erfüllung dieser Aufgaben stehen der Tauchergruppe moderne amagnetische Taucheranzüge und Taucherausrüstung zur Verfügung, mit denen bis in eine Tiefe von 55 Meter für bis zu 4 Stunden getaucht werden kann. Für Behandlungen gegen Barotrauma steht eine mobile Dekompressionskammer zur Verfügung. Die Ausbildung zum Minentaucher erfolgt am Baltic Naval Diving Training Centre in Liepāja, Lettland.<ref name="mevtuukrid">Miinituukrid, Info auf der Internetseite der Estnischen Marine, abgerufen am 12. Februar 2021 (estnisch)</ref>

Patrouillenschiffabteilung

Datei:Patrull-laevade-divisjonankrud.png

Die Patrull-laevade divisjon entstand im Januar 2023 durch die Eingliederung maritimer Aufgaben sowie der größeren Schiffe und Boote des Polizei- und Grenzschutzamtes. Derzeit gehören zur Abteilung drei Schiffe, die für Patrouilleaufgaben sowie zum Teil für die Schadstoffbekämpfung eingesetzt werden können.<ref>Patrull-laevade divisjon, abgerufen am 29. Juli 2023 (estnisch)</ref>

Ausbildung

Im Jahr 2003 hat die Marine die Mereväekool, ihr international als Centre of Naval Education and Training (CNET) bezeichnetes Ausbildungszentrum, eröffnet. Diese hat die Aufgabe, die Marineausbildung zu koordinieren, vereinheitlichen, überwachen und weiterzuentwickeln sowie die Versorgung des Marinepersonals sicherzustellen. An dieser Marineschule werden neben Kommunikationspersonal auch Marinespezialisten ausgebildet. Zudem werden auch Englisch-Sprachlehrgänge angeboten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />{{#if:20070609181314

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Wehrpflichtige durchlaufen während der ersten Monate den Marine-Grundkurs MBK an der Mereväekool. Bei diesem werden Grundkenntnisse im Marinewesen und Verteidigungswesen erworben. Außerdem bereitet dieser Grundkurs die Marinerekruten auf ihre 11-monatige Verwendung auf den Schiffen vor. Es gibt jedoch auch Wehrpflichtige, die ihren Dienst an Land in der Marinebasis verrichten. Diese leisten nur einen 8-monatigen Wehrdienst.

Unteroffiziere erhalten ihre Ausbildung ebenfalls an der Mereväekool. Dort erwerben sie neben einer militärischen Ausbildung auch Expertenwissen. Der Großteil der estnischen Marineoffiziere wurde bisher an europäischen oder amerikanischen Marineakademien ausgebildet.

Combined Baltic Naval Specialist Training

Die baltischen Staaten teilen ihre limitierten Ausbildungsressourcen untereinander, so zum Beispiel stellt Estland Kommunikationsausbildung an der Baltic Naval Communications School in der Marinebasis Tallinn während Lettland mit dem Baltic Naval Diving Training Centre in Liepāja eine Taucherausbildungsstätte betreibt.

Letzteres wurde eingerichtet, um die autarke Fähigkeit zur Ausbildung von Minentauchern zu erhalten. Das Schulungszentrum wird von der norwegischen Marine durch Ausbilder unterstützt. Angehende Marinetaucher erwerben in einen ersten 5-wöchigen Kurs schiffsbezogenes notwendiges Know-how. Daran schließt sich die eigentliche Minentaucherausbildung von einer Dauer von 4 Monaten an, in welcher ständig Prüfungen stattfinden. Es ist mittlerweile angedacht, dass Wehrpflichtige zu Schiffstauchern ausgebildet werden. Nach einigen Übungseinsätzen können sich diese dann für die 4-monatige Minentaucherausbildung bewerben.<ref name="mevtuukrid" />

Dienstgrade und Dienstgradabzeichen

Offiziere

Dienstgradgruppe Flaggoffiziere Stabsoffiziere Subalternoffiziere
Ärmelabzeichen
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Datei:Mereväekontraadmiral.png
Datei:Mereväekommodoor.png
Datei:Mereväekapten.png
Datei:Mereväekaptenleitnant.png
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Datei:Mereväevanemleitnant.png
Datei:Mereväeleitnant.png
Datei:Mereväenooremleitnant.png
Datei:Mereväelipnik.png
Dienstgrad Admiral Viitseadmiral Kontradmiral Kommodoor Mereväekapten Kaptenleitnant Kaptenmajor Vanemleitnant Leitnant Nooremleitnant Lipnik
Dienstgrad
(Bundeswehr)
Admiral Vizeadmiral Konteradmiral Flottillenadmiral Kapitän zur See Fregattenkapitän Korvettenkapitän Kapitänleutnant Oberleutnant zur See Leutnant zur See kein Äquivalent
NATO-Rangcode OF-9 OF-8 OF-7 OF-6 OF-5 OF-4 OF-3 OF-2 OF-1

Unteroffiziere und Mannschaften

Dienstgradgruppe Unteroffiziere mit Portepee Unteroffiziere ohne Portepee Mannschaften
Ärmelabzeichen
Datei:Mereväeülemveebel.png
Datei:Mereväestaabiveebel.png
Datei:Mereväevanemveebel.png
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Datei:Mereväenooremveebel.png
Datei:Mereväevanemmaat.png
Datei:Mereväemaat.png
Datei:Mereväenooremaat.png
Datei:Mereväevanemmadrus.png
Datei:Mereväemadrus.png
Dienstgrad Ülemveebel Staabiveebel Vanemveebel Veebel Nooremveebel Vanemmaat Maat Nooremmaat Vanemmadrus Madrus
Dienstgrad
(Bundeswehr)
Oberstabsbootsmann Stabsbootsmann Hauptbootsmann Oberbootsmann/
Bootsmann
Obermaat/
Maat
Oberstabsgefreiter/
Stabsgefreiter
Gefreiter Matrose
NATO-Rangcode OR-9 OR-8 OR-7 OR-6 OR-5 OR-4 OR-2 OR-1

Ausrüstung

Flotte zwischen 1918 und 1940

Die ersten estnischen Marineschiffe, von der Royal Navy erbeutete Schiffe der russischen Baltischen Flotte, wurden von dieser 1919 gespendet.

Name Foto Herkunft Schiffsklasse Verwendung Gebaut Indienststellung (estn. Marine) Außerdienststellung (estn. Marine) Anmerkungen
Lennuk Datei:Hävitaja (miiniristleja) Lennuk.jpg Datei:Flag of Russian Empire for private use (1914–1917) 3.svg Russisches Kaiserreich Zerstörer der Isjaslaw-Klasse Minenkreuzer 1915 1919 1933 Gebaut als Awtroil. Kapitulierte im Dezember 1918 vor britischen Einheiten. Am 2. Januar 1919 Übergabe an Estland und Umbenennung in Lennuk. Am 23. August 1933 Weiterverkauf nach Peru.
Wambola Datei:Wambola1924.jpg Datei:Flag of Russian Empire for private use (1914–1917) 3.svg Russisches Kaiserreich Zerstörer der Leitenant-Iljin-Klasse Minenkreuzer 1915 1919 1933 Gebaut als Kapitan Kingsbergen. Kapitulierte im Dezember 1918 vor britischen Einheiten. Am 2. Januar 1919 Übergabe an Estland und Umbenennung in Wambola. Am 23. August 1933 Weiterverkauf nach Peru.
Lembit Datei:Lembit1918-1927a.jpg Datei:Flag of Russian Empire for private use (1914–1917) 3.svg Russisches Kaiserreich Giljak-Klasse Kanonenboot 1906 1919 1927 Gebaut als Bobr. 1918 von Deutschland übernommen und nach dem Ersten Weltkrieg an Estland übergeben. Dort 1927 außer Dienst und abgewrackt.
Meeme Datei:Suurtükilaev-miintraaler Meeme - MMF1852 1 1.jpg Kanonenboot
Mardus Datei:Suurtükilaev-miinitraaler Mardus - MMF1852 2 1.jpg Kanonenboot
Tasuja Kanonenboot
Ahti Kanonenboot 1908 1919 Teil der Peipussee-Flottille
Ilmatar Kanonenboot Teil der Peipussee-Flottille
Taara Kanonenboot 1913 1919 1920 Teil der Peipussee-Flottille
Tartu Kanonenboot 1908 1919 Teil der Peipussee-Flottille
Uku Kanonenboot 1912 1919 1920 Teil der Peipussee-Flottille
Vanemuine Kanonenboot 1914 1919 1920 Teil der Peipussee-Flottille
Ristna Datei:Miiniveeskaja-traaler Ristna merel.jpg Datei:Flag of Russian Empire for private use (1914–1917) 3.svg Russisches Kaiserreich Minenleger 1905 Erbaut 1905 als Passagierdampfer Apostol Pyotr in Glasgow und 1915 in die Baltische Flotte aufgenommen. Im März 1918 an Finnland übergeben und 1922 nach Estland gelangt. Dort 1926 zum Minenleger umgebaut und 1940, bei der Besetzung Estlands durch die Sowjetunion, wieder von der Baltischen Flotte übernommen.
Suurop Datei:Flag of Russian Empire for private use (1914–1917) 3.svg Russisches Kaiserreich Minenleger Erbaut als Passagierdampfer Apostol Pavel in Glasgow. Bei der Besetzung Estlands durch die Sowjetunion 1940 von der Baltischen Flotte übernommen.
Vaindlo Minensuchboot
Keri Minensuchboot
Tahkona Minensuchboot
Lehtma Minensuchboot
Sulev Datei:Sulev1923-1940.jpg Deutsches Kaiserreich Deutsches Kaiserreich Küstentorpedoboot der A-Klasse Torpedoboot 1916 1923 Gebaut als SMS A 32. Während der Schlacht im Moon-Sund gestrandet. Von der estnischen Marine geborgen und als Sulev in Dienst gestellt. Nach der Besetzung Estlands durch die Sowjetunion 1940 in deren Baltischer Flotte.
Kalev Datei:Allveelaev Kalev.jpg Vereinigtes Konigreich[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: {{#ifeq:|#  [[:{{#if:|{{{Ziel}}}|{{#if:|{{{1}}}|Vereinigtes Königreich}}|{{#if:|{{{2}}}|Vereinigtes Königreich}}}}]]}}{{#ifeq: 0 | 0 |
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Kalev-Klasse U-Boot 1936 1937 Bei Vickers-Armstrongs Ltd. für die Estnische Marine gebaut. Bei der Besetzung Estlands durch die Sowjetunion 1940 von der Baltischen Flotte übernommen.
Lembit Datei:Lembit postcard.jpg Vereinigtes Konigreich[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: {{#ifeq:|#  [[:{{#if:|{{{Ziel}}}|{{#if:|{{{1}}}|Vereinigtes Königreich}}|{{#if:|{{{2}}}|Vereinigtes Königreich}}}}]]}}{{#ifeq: 0 | 0 |
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Kalev-Klasse U-Boot 1936 1937 Bei Vickers-Armstrongs Ltd. für die Estnische Marine gebaut. Bei der Besetzung Estlands durch die Sowjetunion 1940 von der Baltischen Flotte übernommen.
Laine Datei:Laine.jpg Datei:Flag of Russian Empire for private use (1914–1917) 3.svg Russisches Kaiserreich Hilfsschiff 1912 1918 erstes Schiff der estnischen Marine, Verwendung als Patrouillenschiff und U-Bootbegleitschiff
Kompass Hilfsschiff Kabelleger
Lood Hilfsschiff Forschungsschiff

Flotte seit 1993

Beim Wiederaufbau der Flotte wurden zunächst ausgemusterte Einheiten ausländischer Seestreitkräfte übernommen. Vor dem Hintergrund des NATO-Beitritts, unterzog sich die estnische Marine einer Modernisierung. Hierbei wurde vor allem die Ausrüstung im Bereich der Minenabwehr verbessert.

Ehemalige Schiffe

Name (Rumpfnummer) Foto Herkunft Schiffsklasse Verwendung Gebaut Indienststellung (estn. Marine) Außerdienststellung (estn. Marine) Anmerkungen
Lembit Datei:Allveelaev Lembit.jpg Vereinigtes Konigreich[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: {{#ifeq:|#  [[:{{#if:|{{{Ziel}}}|{{#if:|{{{1}}}|Vereinigtes Königreich}}|{{#if:|{{{2}}}|Vereinigtes Königreich}}}}]]}}{{#ifeq: 0 | 0 |
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SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg{{#ifeq:|#|| {{#if:|[[{{{Ziel}}}]]|Sowjetunion}}}}

Kalev-Klasse U-Boot 1936 1994 2011 Rückgabe durch die Sowjetische Marine am 27. April 1992 – heute Museumsschiff im Estnischen Meeresmuseum
Grif (P401) Datei:Grif Tallinna lennusadamas 2012.jpg SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg{{#ifeq:|# [[{{{Ziel}}}]]|Sowjetunion}}}} Zhuk-Klasse (Projekt 1400M) Patrouillenboot 1976 1994 2001 zuvor Patrouillenboot des Estnischen Verteidigungsbundes
Sulev (M412) Deutschland Demokratische Republik 1949[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: {{#ifeq:|# [[{{{Ziel}}}]]|Deutsche Demokratische Republik}}}}/
Deutschland{{#ifeq:{{#ifeq:|#
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}}

Kondor-Klasse Minensuchboot/Kommandoschiff 1972 1994 2000 Ex-Meteor der Volksmarine – zusammen mit der Komet 1994 an Estland verschenkt<ref>Belgien wollte von der NVA nur ein MG und eine Patrone – Nachrichten DIE WELT – DIE WELT Welt online, 2/1996, Peter Schmalz, abgerufen am 5. Juli 2009</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />{{#if:20070609172939 * Vorlage:Webarchiv/Wartung/Stern{{#if: MINEHUNTERS OF ESTONIAN NAVY | {{#invoke:WLink|getEscapedTitle|MINEHUNTERS OF ESTONIAN NAVY}} | {{#invoke:Webarchiv|getdomain|http://www.mil.ee/merevagi/miinijahtijad_eng.pdf}} }} (Archivversionen) 20070609172939}} {{#if: }}Vorlage:Webarchiv/Wartung/DatumDer Wert des Parameters {{#if: wayback | wayback | Datum }} muss ein gültiger Zeitstempel der Form YYYYMMDDHHMMSS sein! {{#invoke:WLink|getEscapedTitle|MINEHUNTERS OF ESTONIAN NAVY}} | {{#invoke:Webarchiv|getdomain|http://www.mil.ee/merevagi/miinijahtijad_eng.pdf}} }}] {{#ifeq: | [] | [ | ( }}Memento{{#if: {{#if: | {{{archiv-bot}}} | }} | des Vorlage:Referrer }} vom {{#time: j. F Y|20070609172939}} im Internet Archive{{#if: | ; }}{{#ifeq: | [] | ] | ) }}
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Ahti (A431) Danemark[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: {{#ifeq:|#  [[:{{#if:|{{{Ziel}}}|{{#if:|{{{1}}}|Dänemark}}|{{#if:|{{{2}}}|Dänemark}}}}]]}}{{#ifeq: 0 | 0 |
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Maagen-Klasse Hilfsschiff 1960 1994 2009 Ex-Mallemukken der Dänischen Marine
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Frauenlob-Klasse Minensuchboot 1966 1997 2003 Ex-Minerva (M 2663) der Deutschen Marine – heute Museumsschiff im Estnischen Meeresmuseum
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}}

Frauenlob-Klasse Minensuchboot 1966 1997 2005 Ex-Diana (M2664) der Deutschen Marine. 2008 Versteigerung geplant.<ref name="postimees">Meldung auf www.postimees.ee zur geplanten Versteigerung, abgerufen am 3. August 2014 (estnisch)</ref>
Suurop (P421) Datei:P421 Suurop in Lennusadam Tallinn 29 October 2014.JPG FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg{{#ifeq:|# [[{{{Ziel}}}]]|Finnland}}}} Rihtniemi-Klasse Patrouillenboot 1956 1999 2005 Ex-Rymättylä (51) der Finnischen Seestreitkräfte
Ristna (P422) Datei:P422 Ristna at Pier A1 Lennusadam Tallinn 19 August 2015.JPG FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg{{#ifeq:|# [[{{{Ziel}}}]]|Finnland}}}} Rihtniemi-Klasse Patrouillenboot 1956 1999 2005 Ex-Rihtniemi (52) der Finnischen Seestreitkräfte, danach als Schulungsschiff des Estnischen Verteidigungsbundes genutzt
Wambola (M311) Datei:M311 Wambola Bow Tallinn 12 July 2013.JPG Deutschland{{#ifeq:{{#ifeq:|#  [[:{{#if:|{{{Ziel}}}|{{#if:|{{{1}}}|Deutschland}}|{{#if:|{{{2}}}|Deutschland}}}}]]}}{{#ifeq: 0 | 0 |
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Lindau-Klasse Minenjagdboot 1959 2000 2009 Ex-Cuxhaven (M1078) der Deutschen Marine
Sulev (M312) Datei:M312 Sulev Port Side Lennusadam Tallinn 14 July 2013.JPG Deutschland{{#ifeq:{{#ifeq:|#  [[:{{#if:|{{{Ziel}}}|{{#if:|{{{1}}}|Deutschland}}|{{#if:|{{{2}}}|Deutschland}}}}]]}}{{#ifeq: 0 | 0 |
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Lindau-Klasse Minenjagdboot 1958 2000 2009 Ex-Lindau (M1072) der Deutschen Marine
Admiral Pitka Datei:A230 Admiral Pitka at Quay 6 in Miinisadam Tallinn 12 July 2013.jpg Danemark[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: {{#ifeq:|#  [[:{{#if:|{{{Ziel}}}|{{#if:|{{{1}}}|Dänemark}}|{{#if:|{{{2}}}|Dänemark}}}}]]}}{{#ifeq: 0 | 0 |
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Beskytteren-Klasse Unterstützungsfregatte 1975 2000 2013 Ex-Beskytteren der Dänischen Marine. Nach Außerdienststellung wurden Teile der Ausrüstung an der Estnischen Marineakademie zu Ausbildungszwecken weiterverwendet.<ref name="delfi.ee">Meldung auf www.delfi.ee zur Weiterverwendung der Admiral Pitka, abgerufen am 3. September 2017 (estnisch)</ref>
Vaindlo (M416) Deutschland{{#ifeq:{{#ifeq:|#  [[:{{#if:|{{{Ziel}}}|{{#if:|{{{1}}}|Deutschland}}|{{#if:|{{{2}}}|Deutschland}}}}]]}}{{#ifeq: 0 | 0 |
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Frauenlob-Klasse Minensuchboot 1966 2003 2005 Ex-Undine (M2662) der Deutschen Marine. 2008 Versteigerung geplant.<ref name="postimees" />
Tasuja (A432) Datei:ENS Tasuja (6209081722).jpg Danemark[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: {{#ifeq:|#  [[:{{#if:|{{{Ziel}}}|{{#if:|{{{1}}}|Dänemark}}|{{#if:|{{{2}}}|Dänemark}}}}]]}}{{#ifeq: 0 | 0 |
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Lindormen-Klasse Kommando- und Hilfsschiff 1977 2006 2016 Versorger & Kommandoschiff, Unterstützungsschiff für Minentaucher
Lood (A530)<ref name="Ajalugu">Ajalugu, abgerufen am 31. Oktober 2014 (estnisch)</ref> Datei:A530 Lood at Pier A2 in Lennusadam Tallinn 2 January 2020.jpg Hilfsschiff 2000 2012 2019 Unterstützungsschiff für (Minen)taucher, zuvor als EVA-321 beim estnischen Seeamt
Roland (P01) Datei:Estonian Navy patrol boat near Port of Pärnu.jpg EstlandDatei:Flag of Estonia.svg{{#ifeq:|# [[{{{Ziel}}}]]|Estland}}}} Navy 18 WP-Klasse Patrouillenboot 2020 2021 2024 17,25 m lang; Material: Marine-Aluminium teilweise ballistisch geschützt; Höchstgeschwindigkeit bis zu 33 Knoten; Ausrüstung: ein ferngesteuertes 12,7-mm-Maschinengewehr + zwei 7,62-mm-Maschinengewehre. Wurden 2024 an die Ukraine übergeben.<ref>The boats donated by Estonia were named “Irpin” and “Reni” and were commissioned into the Ukrainian Navy, abgerufen am 5. Mai 2024 (englisch)</ref>
Risto (P02) EstlandDatei:Flag of Estonia.svg{{#ifeq:|# [[{{{Ziel}}}]]|Estland}}}} Navy 18 WP-Klasse Patrouillenboot 2020 2021 2024
Pikker (P6753) Datei:PVL-103 Pikker 2019 Tallinna laht.jpg EstlandDatei:Flag of Estonia.svg{{#ifeq:|# [[{{{Ziel}}}]]|Estland}}}} Patrouillenboot 1996 2023 2025

Aktuelle Schiffe

Name (Rumpfnummer) Foto Herkunft Schiffsklasse Verwendung Gebaut Indienststellung (estn. Marine) Anmerkungen
Admiral Cowan (M6731) Datei:Admiral Cowan, 2010.jpg Vereinigtes Konigreich[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: {{#ifeq:|#  [[:{{#if:|{{{Ziel}}}|{{#if:|{{{1}}}|Vereinigtes Königreich}}|{{#if:|{{{2}}}|Vereinigtes Königreich}}}}]]}}{{#ifeq: 0 | 0 |
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Sandown-Klasse Minenjagdboot 1988 2007 2019 als erstes der drei baugleichen Schiffe modernisiert (Thales Sonar 2193 etc.)<ref>Babcock completes upgrade work on Estonian Navy minehunter Onlinemeldung auf naval-technology.com vom 4. Februar 2019, abgerufen am 13. Februar 2019 (englisch)</ref>
Sakala (M314) Datei:M-06 Tālivaldis, M314 Sakala NOCO 2014 04.JPG Vereinigtes Konigreich[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: {{#ifeq:|#  [[:{{#if:|{{{Ziel}}}|{{#if:|{{{1}}}|Vereinigtes Königreich}}|{{#if:|{{{2}}}|Vereinigtes Königreich}}}}]]}}{{#ifeq: 0 | 0 |
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Sandown-Klasse Minenjagdboot 1990 2008
Ugandi (M6733) Datei:Latvian Independence Day military parade 480 (26774621005).jpg Vereinigtes Konigreich[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: {{#ifeq:|#  [[:{{#if:|{{{Ziel}}}|{{#if:|{{{1}}}|Vereinigtes Königreich}}|{{#if:|{{{2}}}|Vereinigtes Königreich}}}}]]}}{{#ifeq: 0 | 0 |
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Sandown-Klasse Minenjagdboot 1992 2009
Wambola (A433) Datei:A433 Wambola at Quay 6 in Miinisadam Tallinn 6 November 2016.jpg Danemark[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: {{#ifeq:|#  [[:{{#if:|{{{Ziel}}}|{{#if:|{{{1}}}|Dänemark}}|{{#if:|{{{2}}}|Dänemark}}}}]]}}{{#ifeq: 0 | 0 |
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Lindormen-Klasse Kommando- und Hilfsschiff 1977 2016 Versorger & Kommandoschiff, Unterstützungsschiff für Minentaucher
Kindral Kurvits (P6731) Datei:Kevadtorm 2024 - EML Kindral Kurvits (P6731) (53799316561) (cropped).jpg FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg{{#ifeq:|# [[{{{Ziel}}}]]|Finnland}}}} Hochseepatrouillenschiff / Schadstoffunfallbekämpfung 2012 2023
Raju (P6732) Datei:Raju P6732 DSC05514.jpg EstlandDatei:Flag of Estonia.svg{{#ifeq:|# [[{{{Ziel}}}]]|Estland}}}} Patrol 45 WP-Klasse Multifunktionspatrouillenschiff 2018 2023
Valve (P6754) Datei:PVL-112Valve.JPG EstlandDatei:Flag of Estonia.svg{{#ifeq:|# [[{{{Ziel}}}]]|Estland}}}} Patrol 24-Klasse Patrouillenboot 2008 2023

Modernisierung

Datei:HN-Gabriel-launcher-x3-1.jpg
vergleichbares ASM-System

Im Verteidigungsentwicklungsplan für die Jahre 2017–2026 war für die Marine lediglich eine Weiterentwicklung im Bereich der Minenabwehr geplant.<ref>National defence development plan 2017–2026 auf www.kaitseministeerium.ee, abgerufen am 13. April 2020 (englisch)</ref> Daher kam es überraschend, dass im April 2020 die Beschaffung von zwei neuen Patrouillenbooten aus heimischer Produktion verkündet wurde. Der Staat plante diesem Auftrag im Wert von 3,9 Mio. € u. a. auch als Belebungsmaßnahme für die von der COVID-19-Pandemie getroffene heimische Wirtschaft.<ref>Onlinemeldung auf www.kaitseministeerium.ee, abgerufen am 18. April 2020 (englisch)</ref> Bereits im Dezember desselben Jahres wurden die Boote der Marine zur Erprobung übergeben.<ref>Ceremony launches two new, Estonian-built force protection Navy vessels Onlinemeldung auf news.err.ee vom 10. Dezember 2020, abgerufen am 11. Dezember 2020 (englisch)</ref> Im März 2021 wurden sie offiziell in Dienst gestellt.<ref>Estonian-built naval protection vessels arrive at Tallinn harbor Onlinemeldung auf news.err.ee vom 31. März 2021, abgerufen am 4. Mai 2021 (englisch)</ref>

Das mobile Anti-Schiffs-Raketensystem „Blue Spear“ Küstenflugkörpern zur Stärkung der Verteidigung der Hoheitsgewässer ist im Februar 2024 in Estland eingetroffen.<ref>Long-range anti-ship missile system arrives in Estonia Onlinemeldung auf news.err.ee vom 10. Februar 2024, abgerufen am 12. März 2024 (englisch)</ref><ref>The shipment of the Blue Spear 5G SSM anti-ship missile system at the outset of this year represents a quantum leap in Estonia’s maritime warfare capabilities Onlinemeldung auf www.kaitseinvesteeringud.ee vom 9. Februar 2024, abgerufen am 12. März 2024 (englisch)</ref> Estland investierte 100 Millionen Euro in das Projekt. Ein entsprechender Abschluss mit Proteus Advanced Systems im Oktober 2021 war bereits ein Vorgriff auf den im Dezember desselben Jahres präsentierten neuen Verteidigungsentwicklungsplan.<ref>National Defence Development Plan 2031 Onlinemeldung des estnischen Verteidigungsministeriums, abgerufen am 19. Dezember 2021 (englisch)</ref>

Einsätze und international Zusammenarbeit

Datei:Admiral Pitka in Helsinki.jpg
Admiral Pitka zu Besuch in Helsinki

Seit 1995 hat die estnische Marine bei den meisten der internationalen Manövern und Operationen in der Ostsee teilgenommen. Obwohl sie erst 1993 neu gegründet wurde und trotz des Umstandes, dass sie eine der kleinsten Flotten der Welt umfasst, haben die jungen Besatzungen der Schiffe ausgezeichnete Fähigkeit zur Zusammenarbeit während internationalen Übungen demonstriert und sich als gleichwertiger Partner gegenüber Flotten anderer Länder bewährt.

Von Mai 2005 bis März 2006 war die Fregatte Admiral Pitka (A230) als Führungsschiff der Standing NATO Mine Countermeasures Group 1 (SNMCMG1) der NATO zugeteilt. Admiral Pitka war somit das erste Schiff der baltischen Staaten, welches an diesem Marineverband der NATO Response Force teilnahm. SNMCMG1 ist einer der NATO-Hauptpartner der estnischen Marine.<ref name="Ajalugu" />

BALTRON

Im Jahr 1998 wurde die Baltic Naval Squadron (BALTRON) gegründet. Die Hauptaufgabe von BALTRON beinhaltet die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Baltischen Staaten in den Bereichen der maritimen Verteidigung und Sicherheit. BALTRON arbeitet eng mit der NATO zusammen und sichert dieser eine ständige Bereitschaft von Einheiten bei eventuellen Operationen zu.

Jeder Baltische Staat bestimmt ein bis zwei Schiffe für einen bestimmten Zeitraum und Stabspersonal für die Dauer eines Jahres. Das Mitwirken bei Baltron liefert sowohl den Besatzungen als auch den Stabsoffizieren eine Gelegenheit, im internationalen Umfeld zu arbeiten und Erfahrungen in der Minenabwehr auszutauschen. Estland betreibt für BALTRON Einrichtungen an der Küste, welche durch den multinationalen Stab genutzt werden.<ref name="Ajalugu" />

Im Jahr 2015 zog sich Estland aus den gemeinsamen Seeoperationen im Bereich der Minenabwehr zurück, um sich hier zukünftig ausschließlich auf Operationen unter NATO-Kommando zu konzentrieren.<ref>Onlinemeldung auf "the baltic course" vom 9. Januar 2015, abgerufen am 24. April 2015 (englisch)</ref> Lettland und Litauen und setzen die Flottenmanöver seitdem alleine fort.<ref>Meldung auf der Internetseite der Litauischen Marine vom 22. April 2015, abgerufen am 24. April 2015 (englisch)</ref>

Operation Atalanta

Am 12. November 2010 erhielten Angehörige der estnischen Marine durch Generalleutnant Ants Laaneots den Auftrag, an der EU NAVFOR Somalia teilzunehmen. Das 10-köpfige Team hatte im Vorfeld einen Lehrgang abgeschlossen, bei dem sie im Kampf kleiner Einheiten, Taktiken der Militärpolizei und im Abseilen aus Hubschraubern geschult wurden sowie QCB und Waffenausbildung vertieft hatten. Die Crew wurde von Leitnant Rait Luks kommandiert und war bis April 2011 auf der Fregatte Hamburg stationiert, wo sie eng mit der Deutschen Marine zusammenarbeitete.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />{{#if:20120719233349

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Das Team agierte dabei als Mobile Protection Element (MPE) und Vessel Protection Detachment (VPD). Als MPE hatten die Esten den Auftrag, die Fregatte gegen Bedrohungen im Nahbereich – etwa durch Speedboote – zu schützen. Der Hauptauftrag der estnischen Soldaten war der Schutz von Schiffen der WFP und der AMISOM. Das Team konnte als VPD mittels Bordhubschrauber oder Schlauchboot an Bord von Handelsschiffen verbracht werden und autark agieren. Ein Rettungsassistent gewährleistete dabei die medizinische Versorgung des Trupps.

Literatur

  • Eric Wertheim: The Naval Institute Guide to Combat Fleets of the World: Their Ships, Aircraft, and Systems, US Naval Institute Press, 2007, ISBN 1-59114-955-X, S. 182 ff.

Weblinks

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Einzelnachweise

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