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Bernd Schneider (Rennfahrer)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Bernd Schneider
Bernd Schneider 2008
Nation: DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Schneiders Helm im Jahr 1989
Schneiders Helm im Jahr 1989
Formel-1-Weltmeisterschaft
Erster Start: Großer Preis von Mexiko 1988
Letzter Start: Großer Preis der USA 1990
Konstrukteure
1988–1989 Zakspeed • 1990 Arrows
Statistik
WM-Bilanz: keine WM-Platzierung
Starts Siege Poles SR
9
WM-Punkte:
Podestplätze:
Führungsrunden:
DTM
Erstes Rennen: Zolder 1986
Letztes Rennen: Hockenheimring 2008
Teams (Hersteller)
1986–1988 Grab • 1989 Eggenberger (alle Ford) • 1991 Zakspeed • 1992–1996 AMG • 2000–2008 HWA (alle Mercedes-Benz)
Statistik
Starts Siege Poles SR
236 (167) 43 25 59
Podestplätze: 110
Gesamtsiege: 5 (1995, 2000, 2001, 2003, 2006)
Punkte: 1615,5

Bernd Robert Schneider (* 20. Juli 1964 in St. Ingbert) ist ein deutscher Automobilrennfahrer. Er startete zwischen 1986 und 2008 zu über 200 Rennen in der DTM (vormals Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft) und gewann dort die Rekordzahl von fünf Meistertiteln. Von 1988 bis 1990 versuchte Schneider sich zudem in der Formel 1, blieb dabei jedoch glück- und erfolglos.

Karriere

Seine Karriere begann er im Kartsport, den er von 1976 bis 1983 betrieb. Er wurde hier 1980 Deutscher Meister, zwei Jahre später Europameister mit der Nationalmannschaft und 1983 afrikanischer Kartmeister. 1984 wechselte er in die Formel Ford und 1986 die Formel 3, wo er 1987 die Deutsche Meisterschaft gewinnen konnte. Für Ford bestritt er von 1986 bis 1989 auch Tourenwagenrennen auf einem Ford Sierra. Er startete gelegentlich in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft und gewann 1989 das 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps.

In den Jahren 1988 bis 1990 fuhr Schneider für das deutsche Team Zakspeed und für das Arrows-Team in der Formel 1, qualifizierte sich jedoch in dieser Zeit für nur 9 Grand Prix. Seit 1992 fuhr er in verschiedenen Rennserien für das Team AMG Mercedes, unter anderem in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft und der FIA-GT-Meisterschaft. In der DTM-Saison 2008 fuhr er im HWA-Team für Mercedes-Benz.

Zu seinen Erfolgen zählen der Gewinn der DTM in den Jahren 1995, 2000, 2001, 2003 und 2006 sowie der Gewinn der FIA-GT-Meisterschaft im Jahr 1997. Darüber hinaus wurde er 2002 Vize-Champion in der DTM hinter Laurent Aïello, 1998 Vize-Weltmeister in der FIA-GT-Meisterschaft hinter Klaus Ludwig und 1995 Meister in der ITC sowie 1996 Vize-Meister in der ITC hinter Manuel Reuter. Mit fünf Titeln ist Schneider der erfolgreichste DTM-Fahrer, ebenso nach der Zahl der Pole-Positions und der Rennsiege. In der ewigen Punktewertung liegt er auf Platz zwei hinter Klaus Ludwig.

Am 21. Oktober 2008 gab Schneider seinen Rücktritt vom aktiven Motorsport zum Saisonende bekannt. Er kündigte an, zukünftig als Botschafter, Instruktor und Testfahrer für AMG-Mercedes tätig zu sein.<ref>"Mister DTM" Schneider tritt zurück. In: Neue Zürcher Zeitung. Neue Zürcher Zeitung, 21. Oktober 2008, abgerufen am 26. April 2023.</ref><ref>dtm.com: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein., 21. Oktober 2008</ref> Bernd Schneider war zur Zeit seines Rücktritts der dienstälteste Werksfahrer bei Mercedes-Benz.

In den Jahren 2010 und 2011 war Schneider als Testfahrer entscheidend an der Entwicklung des Mercedes-Benz SLS AMG GT3 beteiligt und startet seitdem gelegentlich bei Langstreckenrennen, wie den 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring<ref>Viel Prominenz auf dem Nürburgring. Motorsport-Total.com, 14. Mai 2012, abgerufen am 17. Januar 2013.</ref> und in Spa-Francorchamps<ref>24 Stunden Spa: Mercedes mit drei AMG-Kundenteams am Start. Motorsport-Total.com, 25. Juli 2012, abgerufen am 17. Januar 2013.</ref>, aber auch vereinzelt bei Rennen der VLN<ref>Schneider und Bleekemolen jubeln über Sieg. motorsport-total.com, 29. September 2012, abgerufen am 17. Januar 2013.</ref> oder der australischen GT-Serie.<ref>Schneider landet Doppelsieg in Sydney. Motorsport-Total.com, 2. Dezember 2012, abgerufen am 17. Januar 2013.</ref>

2013 gewann er sowohl das 24-Stunden-Rennen von Dubai als auch das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring mit einem SLS AMG GT3 des Black-Falcon-Teams.<ref>Black Falcon triumphiert: "Dachte, wir müssten einpacken". Motorsport-Total.com, 12. Januar 2013, abgerufen am 22. Mai 2013.</ref><ref>Black Falcon beschert Mercedes historischen Triumph. Motorsport-Total.com, 20. Mai 2013, abgerufen am 22. Mai 2013.</ref> Mit einem SLS AMG GT3 des Teams Erebus Motorsport gewann er das 12-Stunden-Rennen von Bathurst.<ref>Bathurst: Schneider/Jäger/Roloff triumphieren. Motorsport-Total.com, 10. Februar 2013, abgerufen am 22. Mai 2013.</ref> Ebenso konnte er das 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps in einem SLS AMG GT3 des HTP-Motorsport Teams für sich entscheiden. Auch das 12-Stunden-Rennen von Abu Dhabi konnte Schneider, wieder in einem SLS AMG GT3 des Black-Falcon-Teams, gewinnen.<ref>Schneider gewinnt Zwölf-Stunden-Rennen in Abu Dhabi. Motorsport-Total.com, 14. Dezember 2013, abgerufen am 14. Dezember 2013.</ref>

Privates

Schneider lebt mit seiner Ehefrau und der gemeinsamen Tochter in Monaco und seit 2008 in Bottighofen am Bodensee.

Mit Ex-Ehefrau Nicole Bierhoff (Schwester des Fußballers Oliver Bierhoff) hat er eine Tochter und einen Sohn.

Auszeichnungen

Statistik

Le-Mans-Ergebnisse

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1991 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Joest Racing Porsche 962C Vorlage:FRA-1974 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Louis Krages Ausfall überhitzter Zylinder
1998 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg AMG Mercedes Mercedes-Benz CLK LM AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Mark Webber DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Klaus Ludwig Ausfall Motorschaden
1999 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg HWA AG Mercedes-Benz CLR PortugalDatei:Flag of Portugal.svg Pedro Lamy Vorlage:FRA-1974 zurückgezogen

Sebring-Ergebnisse

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1991 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Joest Porsche Racing Porsche 962C Vorlage:FRA-1974 Bob Wollek Vorlage:ITA-1946 Massimo Sigala Rang 3
1992 DeutschlandDeutschland Joest Racing Porsche 962C DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Louis Krages DeutschlandDeutschland Frank Jelinski Ausfall Motorschaden

Einzelergebnisse in der Sportwagen-Weltmeisterschaft

Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8 9
1990 Kremer Racing Porsche 962 Japan 1870Japan SUZ Vorlage:ITA-1946 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg SIL BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg SPA Vorlage:FRA-1974 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg NÜR Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg DON KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg MOT MexikoDatei:Flag of Mexico.svg MEX
13 9 5 9 18 9 4 7
1991 Joest Racing Porsche 962 Japan 1870Japan SUZ Vorlage:ITA-1946 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg SIL Vorlage:FRA-1974 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg NÜR Vorlage:FRA-1974 MexikoDatei:Flag of Mexico.svg MEX Japan 1870Japan AUT
DNF 3

Galerie

Weblinks

Commons: Bernd Schneider – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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