VW Phaeton
| Volkswagen | |
|---|---|
VW Phaeton (2001–2007)
| |
| Phaeton | |
| Produktionszeitraum | 2001–2016 |
| Klasse | Oberklasse |
| Karosserieversionen | Limousine |
| Motoren | Ottomotoren: 3,2–6,0 Liter (177–331 kW) Dieselmotoren: 3,0–5,0 Liter (165–230 kW) |
| Länge | 5055–5175 mm |
| Breite | 1903 mm |
| Höhe | 1450 mm |
| Radstand | 2881–3001 mm |
| Leergewicht | 2089–2598 kg
|
| Nachfolgemodell | VW Phideon (nur in China) |
Der VW Phaeton ist eine viertürige Stufenheck-Limousine der Oberklasse der Marke Volkswagen. Die Herstellung war ein Gemeinschaftsprojekt des Volkswagenwerks Zwickau mit der Gläsernen Manufaktur Dresden, wo die Endmontage großteils in Handarbeit erfolgte. Vom Produktionsstart am 11. Dezember 2001 bis zum Produktionsende am 18. März 2016<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gläserne Manufaktur wird neu ausgerichtet: Schaufenster für Elektromobilität und Digitalisierung entsteht ( vom 29. März 2016 im Internet Archive), Pressemitteilung der Volkswagen AG zum Produktionsende des Phaeton, abgerufen am 18. März 2016.</ref> wurden 84.235 Fahrzeuge gebaut.<ref name="faz">Boris Schmidt: Phantom Phaeton: Das gescheiterte Luxusprojekt von VW. In: FAZ.net. 20. März 2016, abgerufen am 20. März 2016.</ref>
Herkunft der Modellbezeichnung
Die Studie des Phaeton wurde auf der IAA 1999 – damals noch mit Schrägheck – unter dem Namen „Concept D“ der Öffentlichkeit präsentiert. Gleichzeitig wurde erstmals der neue V10-TDI-Dieselmotor vorgestellt. Während der Entwicklung war der Phaeton unter dem Projektnamen „D1“ bekannt – dies ist auch die interne Typbezeichnung für den Phaeton der ersten Generation.
Phaeton ist der Name des Sohnes des Sonnengottes Helios. Als Modellbezeichnung ist der Name nicht neu. Phaeton nannte man früher schon die Bauweise für offene herrschaftliche Pferdekutschen, bei denen die Herrschaft selbst lenkte. Diese Bezeichnung wurde dann später für die offenen Tourenwagen übernommen. Nach dem Jahr 1900 gab es einen Benz Phaeton. 1915 brachte Horch einen "Phaeton" auf den Markt. In den 1920er Jahren fertigte Packard einen Pkw mit dem Namen Phaeton. Im Jahr 1930 gab es auch bei Škoda diese Modellbezeichnung. An die Tradition des Audi-Vorläufers Horch anknüpfend wählte man diese Modellbezeichnung für die Oberklasselimosine des VW-Konzerns.<ref>MDR Fernsehen vom 11. Mai 2004 in Zwickau; Rede von Bernd Pischetsrieder (damals VW-Vorstandsvorsitzender) zur Festveranstaltung „100 Jahre Automobilbau in Zwickau“; Zitat: „… und der Phaeton, nun unter der Marke Volkswagen, der hier in Mosel in der Karosserie gebaut wird, nebenbei bemerkt: Die Internationalität dieses Standorts zeigt sich ja auch dadurch, dass die Karosserie des Bentley hier gebaut wird, aber Tradition zu bewahren heißt eben nicht die Asche aufzubewahren, sondern das Feuer am Leben zu erhalten …“.</ref>
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Heckansicht
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Volkswagen Concept D auf der IAA 1999 in Frankfurt
Charakteristik
Der VW Phaeton war ab Mai 2002 auf dem Markt. Ab November 2002 wurde er auch in einer Langversion angeboten, die größere Beinfreiheit im Fond bot. Charakteristische Merkmale des Phaeton sind sein luxuriöses Interieur und der permanente Allradantrieb „4Motion“. Er hat einige technische Besonderheiten, wie beispielsweise:
- das selbstleuchtende Nummernschild; (dieses wurde bei Nachfolgemodellen durch eine Kennzeichenbeleuchtung mit Leuchtdioden ersetzt)
- die zugfrei arbeitende, für jeden Passagier einzeln einstellbare Klimaautomatik
- die damals höchste je erreichte Torsionssteifigkeit (37.000 Nm/Grad) einer Pkw-Karosserie<ref>Der neue Phaeton - Interieur. Abgerufen am 4. Januar 2023.</ref>
- ein Bluetooth-Autotelefon mit SIM-Access-Profile (Vorteil: Keine Mobilfunkabstrahlung innerhalb der Fahrzeugzelle dank Außenantenne)
- Abstandsregeltempomat mit „Umfeldbeobachtung“ und Aktivbereich von 0 km/h bis 200 km/h (30 km/h bis 180 km/h bei erster Serie)
- Spurwechselassistent „SideAssist“ (ab GP1)
- schlüsselloser Zugriff und Start „Keyless Access“ (Sonderausstattung)
- elektrische Heckklappenbetätigung (Sonderausstattung)
- LED-Tagfahrlicht (ab GP1)
Alternativ war auch eine Vier-Sitzer-Variante und/oder eine Version mit verlängertem Radstand erhältlich. Die Plattform des Phaeton diente auch als Basis für den Bentley Continental GT, den Bentley Continental GTC, den Bentley Continental Flying Spur und den Porsche Panamera. Diese Plattform wurde im Volkswagenwerk Zwickau hergestellt und nach Großbritannien geliefert, wo die drei Bentley-Modelle komplettiert wurden.
Motoren und technische Daten
Schon zu Beginn bot Volkswagen einen 12-Zylinder-Ottomotor (W12) an. Die stärkeren Motorisierungen verfügten serienmäßig über den permanenten Allradantrieb 4Motion, alle Modelle über Luftfederung Airmotion.<ref name="autobild-2002-10">Auto-Katalog: Einstieg zum Aufstieg. In: autobild.de. 2. Oktober 2002, abgerufen am 25. Juni 2021.</ref><ref>Pressemappe VW Phaeton 2006 abgerufen bei auto.de am 25. Juni 2021.</ref><ref name="managermag-2002-11">Michael O. R. Kröher: Aufstieg ins Oberhaus. (PDF; 0,2 MB) In: Manager Magazin 11/02. 31. Oktober 2002, abgerufen am 25. Juni 2021.</ref> Frühere Modelle wurden auch mit Frontantrieb und manuellem Getriebe angeboten, was den langen vorderen Überhang erzwang. Der erst im Jahr 2004 erschienene schwächste Motor – ein V6 TDI – ließ die Zulassungszahlen deutlich steigen und wurde das meistgekaufte Phaeton-Modell. Der V10 TDI wurde seit dem Modelljahr 2006 – fünf Jahre nach Erscheinen – nicht mehr angeboten, da er die damals aktuelle Abgasnorm Euro 4 nicht einhalten konnte und ein Dieselpartikelfilter erforderlich geworden wäre. Dieser passt in Verbindung mit dem V10 TDI nicht unter die Phaeton-Plattform.<ref>Genickbruch durch Euro 4. Aus für VW Phaeton V10 TDI. bei autobild.de, 5. Juli 2006.</ref> Eine Alternativlösung erschien der Konzernleitung als zu teuer. Seit dem Jahr 2009 war ein Partikelfiltersystem für den V10 TDI erhältlich, das die Zuteilung der grünen Feinstaubplakette für Fahrten in alle Umweltzonen bewirkte.<ref>B&B Automobiltechnik GmbH: Dieselpartikelfilter VW Phaeton V10 TDI (serienmäßige Motorleistung)</ref> Nachfolgende Informationen beziehen sich jeweils auf das Basismodell.
Ottomotoren
| Phaeton | 3.0 V6<templatestyles src="FN/styles.css" /> (1) | 3.2 V6 | 3.6 V6 FSI | 4.2 V8 | 6.0 W12 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bauzeitraum | 01/2013–03/2016 | 12/2001–10/2008 | 10/2008–04/2015 | 05/2003–10/2008 | 10/2008–04/2015 | 04/2015–03/2016 | 12/2001–05/2005 | 05/2005–01/2011 |
| Motorbaureihe | VW EA390 | BGH | VW EA398 | |||||
| Motortyp | VR6-Ottomotor | V8-Ottomotor | W12-Ottomotor | |||||
| Hubraum | 2975 cm³ | 3189 cm³ | 3597 cm³ | 4172 cm³ | 5998 cm³ | |||
| max. Leistung | 184 kW (250 PS) bei 6400/min |
177 kW (241 PS) bei 6200/min |
206 kW (280 PS) bei 6250/min |
246 kW (335 PS) bei 6500/min |
309 kW (420 PS) bei 6000/min |
331 kW (450 PS) bei 6050/min | ||
| max. Drehmoment | 310 Nm bei 3500/min |
315 Nm bei 2400/min |
370 Nm bei 3500/min |
430 Nm bei 3500/min |
550 Nm bei 3000/min |
560 Nm bei 2750–5200/min | ||
| Antriebsart, serienmäßig | Frontantrieb | Frontantrieb | Allradantrieb (4Motion) | |||||
| Antriebsart, optional | – | Allradantrieb (4Motion) | – | |||||
| Getriebe, serienmäßig | 6-Stufen-Automatikgetriebe | 5-Stufen-Automatikgetriebe<templatestyles src="FN/styles.css" /> (2) | 6-Stufen-Automatikgetriebe | 5-Stufen-Automatikgetriebe | ||||
| Fahrwerk | Luftfederung AIRMOTION | |||||||
| Beschleunigung, 0–100 km/h |
10,2 s | 9,4 s | 8,6 s | 6,9 s | 6,1 s | |||
| Höchstgeschwindigkeit | 240 km/h | 239 km/h | 250 km/h | 250 km/h (abgeregelt) | ||||
| Kraftstoffverbrauch auf 100 km (kombiniert) |
11,6 l Super | 12,1 l Super Plus | 11,4 l Super | 13,0 l Super Plus | 12,5 l Super | 12,3–12,8 l Super | 15,7 l Super Plus | 14,5 l Super Plus |
| CO2-Emission, kombiniert | 276 g/km | 288 g/km | 265 g/km | 310 g/km | 290 g/km | 289–297 g/km | 374 g/km | 348 g/km |
| Abgasnorm nach EU-Klassifikation |
– | Euro 4 | Euro 5 | Euro 4 | Euro 5 | Euro 6 | Euro 4 | Euro 5 |
|
<templatestyles src="FN/styles.css" /> (1) Nur für den chinesischen Markt bestellbar. (2) Anfänglich serienmäßig mit 6-Gang-Schaltgetriebe | ||||||||
| <ref>Der Phaeton. Technische Daten und Ausstattung. Modelljahr 2006</ref><ref>Der Phaeton. Technische Daten und Ausstattung. Modelljahr 2008</ref><ref>Der Phaeton. Technik und Preise, gültig für das Modelljahr 2012.</ref><ref name="auto_2016">Der Phaeton. Technik und Preise, gültig für das Modelljahr 2016.</ref><ref>Technische Daten VW China , abgerufen am 24. Januar 2016.</ref> | ||||||||
Dieselmotoren
| Phaeton | 3.0 V6 TDI | V10 TDI | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Bauzeitraum | 09/2004–03/2007 | 03/2007–10/2008 | 06/2008–09/2013 | 09/2013–06/2015 | 11/2002–10/2006 |
| Motorbaureihe | VW EA896 | VW EA188 | |||
| Motorkennbuchstaben | BMK | CARA | CEXA | CEXB | AJS |
| Motortyp | V6-Dieselmotor (CR), VTG-Turbolader | V10-Dieselmotor (PD), zwei VTG-Turbolader | |||
| Hubraum | 2967 cm³ | 4921 cm³ | |||
| max. Leistung | 165 kW (225 PS) bei 4000/min |
171 kW (233 PS) bei 4000/min |
176 kW (240 PS) bei 4000/min |
180 kW (245 PS) bei 4000/min |
230 kW (313 PS) bei 3750/min |
| max. Drehmoment | 450 Nm bei 1400–3250/min |
450 Nm bei 1500–3500/min |
500 Nm bei 1500–3000/min |
750 Nm bei 2000/min | |
| Antriebsart, serienmäßig | Allradantrieb (4Motion) | ||||
| Getriebe, serienmäßig | 6-Stufen-Automatikgetriebe | ||||
| Fahrwerk | Luftfederung AIRMOTION | ||||
| Beschleunigung, 0–100 km/h |
8,8 s | 8,4 s | 8,3 s | 6,9 s | |
| Höchstgeschwindigkeit | 234 km/h | 237 km/h | 238 km/h | 250 km/h (abgeregelt) | |
| Kraftstoffverbrauch auf 100 km (kombiniert) |
9,6 l Diesel | 9,4 l Diesel | 8,5 l Diesel (bis 2010 9,0 l) |
8,5 l Diesel | 11,4 l Diesel |
| CO2-Emission, kombiniert | 259 g/km | 248 g/km | (239) 224 g/km | 224 g/km | 308 g/km |
| Abgasnorm nach EU-Klassifikation |
Euro 4 | Euro 5 | werkseitig Euro 3,<ref>VW Phaeton: V10-Diesel vor dem Aus? In: RP online. 25. Oktober 2005, abgerufen am 7. Juni 2025.</ref> Nachrüst-DPF-Einbausatz zur Hochstufung auf Euro 4 nur im Zubehörhandel lieferbar | ||
„Große Produktpflege“
GP1
Im März 2007 wurde die überarbeitete Version des Phaeton der Öffentlichkeit präsentiert. Das erste Facelift (bei VW „große Produktpflege“ (GP) genannt) umfasste folgende Neuerungen:
- LED-Tagfahrlicht
- dynamisches und statisches Kurvenfahrlicht für die Bi-Xenon-Scheinwerfer
- DVD-Navigationssystem
- neuer Abstandsregeltempomat mit „Follow-to-Stop“-Funktion sowie Umfeldbeobachtung „Front Assist“
- Spurwechselassistent „Side Assist“
- Überarbeitung des V6 TDI: Leistungssteigerung auf 233 PS, Verbrauchsreduzierung
- dezente optische Retuschen (Chromzierleiste um Nebelscheinwerfer vorn, kirschrote Heckleuchten)
- Wegfall des V10 TDI-Motors
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VW Phaeton (2007–2010)
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Heckansicht
GP2
Die zweite große Produktpflege (GP2) war ab November 2008 erhältlich:
- Multimedia-Navigations-System mit Touchscreen und serienmäßiger 30-GB-Festplatte zum Speichern von MP3- und WMA-Musiktiteln
- Rückfahrkamera „Rear Assist“
- Schminkspiegel im Dachhimmel des Fonds serienmäßig bei verlängertem Radstand
- Keramik-Bremsen für Motorisierung W12
- Überarbeitung des V6 TDI: Leistungssteigerung auf 175 kW (238 PS), Verbrauchsreduzierung sowie Zulassung nach Abgasnorm EURO 5
GP3
Die dritte große Produktpflege (GP3) wurde im April 2010 auf der Auto China 2010 in Peking präsentiert.<ref>Die Wahrheit liegt im Reich der Mitte. Beitrag in Welt Online vom 13. Juni 2010.</ref> Offiziell wurde das überarbeitete Fahrzeug als „Der neue Phaeton“ angeboten.
Die Änderungen sind:<ref>Peter Eck: Der neue VW Phaeton soll endlich Erfolg einfahren. Beitrag in Welt Online vom 22. April 2010.</ref>
- geänderte Frontpartie im aktuellen Volkswagen-Design, Standlicht und Abbiegelicht in LED
- geänderte Heckpartie mit neuen LED-Rückleuchten in „M-Form“ (ab Mitte 2012 abgedunkelt)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Webseite VW mit Serienausstattung Phaeton ( vom 4. Oktober 2013 im Internet Archive) Abgerufen am 11. Juni 2013.</ref>
- Dynamische Fernlichtregulierung „Dynamic Light Assist“ (maskiertes Dauerfernlicht)
- Verkehrszeichenerkennung durch Multifunktionskamera im Innenspiegelbereich
- LED-Nebelscheinwerfer
- Dachhimmel in Farbe Anthrazit verfügbar
- Rundumlackierung
- neue Außenfarben „Serpentino Grey“ und „Deep Black“
- geändertes Lenkraddesign
- Mobiltelefonanbindung auch via Hands-Free-Profile möglich (ab Modelljahr 2014 mit integriertem SIM-Kartenleser)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Serienausstattung Phaeton ( vom 4. Oktober 2013 im Internet Archive), Website VW, abgerufen am 11. Juni 2013.</ref>
- Radio-Navigationssystem RNS 810 optional mit Google Maps erweiterbar
- neue 18-Zoll-Leichtmetallräder „Experience“ in Sterling-Silber
- Verbrauchsreduzierung des V6 TDI (8,5 l statt bisher 9 l nach EU-Norm)
- Wegfall des W12-Motors Mitte Januar 2011 (für China aber weiterhin in Produktion)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Phaeton Trimlevel Overview ( vom 4. Oktober 2013 im Internet Archive), Volkswagen China, abgerufen am 12. April 2012.</ref>
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VW Phaeton (2010–2016)
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Heckansicht
GP4
Die vierte große Produktpflege (GP4) wurde ab Modelljahr 2014 durchgeführt.<ref name="auto_2014">Der Phaeton. Technik und Preise, gültig für das Modelljahr 2014.</ref>
Die Änderungen waren:
- geänderte Frontpartie mit durchgehender Chromspange
- ab Modelljahr 2015 mit Poltrona-Frau-Style-Lederausstattung erhältlich<ref>Der Phaeton. Technik und Preise, gültig für das Modelljahr 2015.</ref>
- neues Klimabedienteil im Fond (Sonderausstattung 5-Sitzer; Serienausstattung 4-Sitzer)
- neuer Holztyp Pappelmaser grau<ref name="auto_2014" />
- neuer Ledersitzbezug „St. Tropez“
- Sitzeinstellungstasten mit Chromrand umfasst
- integriertes Telefonmodul mit eigenem SIM-Karten-Slot in der Armlehne
- WLAN-Hotspot (über Sonderausstattung „Mobiltelefonvorbereitung Premium“)
- geänderter Schalthebel
- geänderte Schaltkulisse
- geändertes Lenkraddesign
- Umstellung der Kennzeichenbeleuchtung auf LED
- neue indirekte Innenraumbeleuchtung auf LED-Basis
- neue Außenfarben „Purpure Silk“ (Modelljahr 2014)<ref name="auto_2014" /> und „Gentle Gold“ (Modelljahr 2016)<ref name="auto_2016" />
- Leistungssteigerung V6 TDI auf 180 kW (245 PS)
- Umstellung der Abgasnorm beim V8 auf Euro 6 (Modelljahr 2016)
- Entfall 3.6-V6-FSI-Motor ab 04/2015 (Modelljahr 2016)
- Entfall 3.0-TDI-Motor ab 06/2015
Produktionszahlen
Insgesamt wurden von 2001 bis 2016 inklusive der Vorserie 84.235 Phaeton gebaut.<ref>VW beendet Produktion des Phaeton. In: stern.de. 18. März 2016, abgerufen am 20. März 2016.</ref>
| Jahr | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl | 371 | 3.403 | 5.885 | 5.485 | 6.001 | 5.024 | 5.711 | 6.189 | 4.071 | 7.477 | 11.166 | 10.190 | 5.812 | 4.061 | 2.924 | 452 |
| Quelle | <ref>Volkswagen AG Geschäftsbericht 2001. (PDF) Volkswagen AG, 12. März 2002, S. 41, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. März 2016; abgerufen am 8. Oktober 2015.</ref> | <ref>Volkswagen AG Geschäftsbericht 2002. (PDF) Volkswagen AG, 8. März 2003, S. 76, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. März 2016; abgerufen am 8. Oktober 2015.</ref> | <ref>Volkswagen AG Geschäftsbericht 2003. (PDF) Volkswagen AG, 9. März 2004, S. 85, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. März 2016; abgerufen am 8. Oktober 2015.</ref> | <ref>Volkswagen AG Geschäftsbericht 2004. (PDF) Volkswagen AG, 8. März 2005, S. 89, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. März 2016; abgerufen am 8. Oktober 2015.</ref> | <ref>Volkswagen AG Geschäftsbericht 2005. (PDF) Volkswagen AG, 8. März 2006, S. 39, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. März 2016; abgerufen am 8. Oktober 2015.</ref> | <ref>Volkswagen AG Geschäftsbericht 2006. (PDF) Volkswagen AG, 9. März 2007, S. 43, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. März 2016; abgerufen am 8. Oktober 2015.</ref> | <ref>Volkswagen AG Geschäftsbericht 2007. (PDF) Volkswagen AG, 13. März 2008, S. 81, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. März 2016; abgerufen am 8. Oktober 2015.</ref> | <ref>Volkswagen AG Geschäftsbericht 2008. (PDF) Volkswagen AG, 12. März 2009, S. 81, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. März 2016; abgerufen am 8. Oktober 2015.</ref> | <ref>Volkswagen AG Geschäftsbericht 2009. (PDF) Volkswagen AG, 11. März 2010, S. 91, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. März 2016; abgerufen am 8. Oktober 2015.</ref> | <ref>Volkswagen AG Geschäftsbericht 2010. (PDF) Volkswagen AG, 10. März 2011, S. 109, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. März 2016; abgerufen am 8. Oktober 2015.</ref> | <ref>Volkswagen AG Geschäftsbericht 2011. (PDF) Volkswagen AG, 12. März 2012, S. 113, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. März 2016; abgerufen am 8. Oktober 2015.</ref> | <ref>Volkswagen AG Geschäftsbericht 2012. (PDF) Volkswagen AG, 14. März 2013, S. 107, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. März 2016; abgerufen am 8. Oktober 2015.</ref> | <ref>Volkswagen AG Geschäftsbericht 2013. (PDF) Volkswagen AG, 13. März 2014, S. 25, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. März 2016; abgerufen am 8. Oktober 2015.</ref> | <ref>Volkswagen AG Geschäftsbericht 2014. (PDF) Volkswagen AG, 12. März 2015, S. 25, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. März 2016; abgerufen am 8. Oktober 2015.</ref> | <ref>Volkswagen AG Geschäftsbericht 2015. (PDF) Volkswagen AG, 28. April 2016, S. 25, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 21. August 2016; abgerufen am 28. April 2016.</ref> | <ref>VW-Geschäftsbericht 2016. VW, 2017, abgerufen am 14. Juli 2024.</ref> |
Neuzulassungen/Verkaufszahlen
Zwischen 2002 und 2018 wurden in der Bundesrepublik Deutschland insgesamt 31.988 VW Phaeton neu zugelassen. Mit 3.211 Einheiten war 2005 das erfolgreichste Verkaufsjahr. Die Zahl der Neuzulassungen lag in jedem Jahr unter der der Wettbewerber Audi A8/S8, BMW 7er und Mercedes-Benz S-Klasse.
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Der VW-Konzern wollte ursprünglich weltweit 20.000 Phaeton im Jahr absetzen. Jedoch blieb der Absatz des Phaeton im gesamten Produktionszeitraum weit hinter den Erwartungen zurück.<ref>zeit.de (2006): Teurer Phaeton </ref>
Wegen des zu geringen Umsatzes stellte VW den Verkauf des Phaeton in den USA nach rund 3500 verkauften Exemplaren im Sommer 2006 ein.<ref>Wegen Misserfolg: Phaeton-Aus in USA auf focus.de, 14. November 2005</ref> Im Jahr 2007 wurde eine Wiedereinführung für das Jahr 2009 geplant<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />VW Phaeton: 2009 zurück in die USA ( vom 25. April 2009 im Internet Archive), auto-motor-sport.de</ref>; die Wirtschaftskrise bis 2009/10 machte diese Pläne jedoch obsolet.
In China entwickelte sich der Markt für den Phaeton positiv. Von Januar bis Oktober 2009 wurden dort 1400 Neufahrzeuge abgesetzt, für 2010 wurden 2000 Verkäufe erwartet.<ref>VW im Reich der Mittel auf welt.de, 21. November 2009</ref> Die hohe Nachfrage in Asien führte im Jahr 2010 zu einer Steigerung der Produktion um 30 Prozent. Damit wurde ein Absatzrekord von rund 7500 Stück erzielt.<ref>VW Phaeton-Rekordabsatz: China sorgt für Phaeton-Boom auf auto-motor-sport.de, 26. Januar 2011</ref>
Insgesamt blieben die Verkaufszahlen weit hinter den Erwartungen zurück. Der Phaeton gilt als eines der verlustreichsten Pkw-Modelle der jüngeren Vergangenheit. Der Verlust pro verkauftem Fahrzeug wird auf 28.000 Euro geschätzt.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Aus für VW-Phaeton: Produktion von Prestigemodell läuft aus – tagesschau.de.] In: tagesschau.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 16. Dezember 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Ende der Produktion
Am 18. März 2016 endete offiziell die Produktion des Volkswagen Phaeton nach insgesamt 84.235 gebauten Exemplaren. Die Welt berichtete: „Mitten in der Abgas-Krise mit ihren noch unabsehbaren finanziellen Folgen hat die Vorstandsspitze um Matthias Müller die Reißleine gezogen. […] Wenn möglich, wäre [für die Gläserne Manufaktur von Volkswagen in Dresden] eine Ausstellungswelt zur E-Mobilität wünschenswert.“Vorlage:": Ungültiger Wert: ref=
Nachfolgemodell
Im Juli 2022 zeigte Volkswagen ein fahrfähiges Modell, das als Nachfolger des Phaeton hätte dienen können und bereits im Jahr 2013 entstanden war. Der Hersteller entschied sich dann aber im Jahr 2015 – insbesondere wegen des Abgasskandals – gegen eine weitere Phaeton-Generation.<ref name="autobild-699109">Andreas May: VW Phaeton 2: Diese Details schafften es trotzdem in die Serie. In: autobild.de. 7. Juli 2022, abgerufen am 8. Juli 2022.</ref> In China wurde allerdings zwischen 2016 und 2023 der VW Phideon auf Basis des Audi A6L/A7 als Nachfolgemodell vermarktet.<ref name="autobild-066253">Wolfgang Gomoll: VW Phideon (2016) im Test: Vorstellung und Fahrbericht. In: autobild.de. 19. August 2016, abgerufen am 8. Juli 2022.</ref>
Bekannte Nutzer
Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider kam in der Nacht zum 11. Oktober 2008 im Südwesten der Landeshauptstadt Klagenfurt (Lage)
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|name=Unfallort lt. Skizze in den OÖN vom 13. Oktober 2008
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}} auf der Loiblpass-Straße bei einem Verkehrsunfall mit seinem VW Phaeton ums Leben. Nach dem Besuch mehrerer Veranstaltungen und Gaststätten hatte sich Haider, stark alkoholisiert (1,8 ‰ Blutalkoholkonzentration), allein auf den Weg zu seinem Haus im Bärental gemacht. Nach Angaben des Leiters der Staatsanwaltschaft Klagenfurt fuhr Haider bei Nebel mit stark überhöhter Geschwindigkeit mit seinem Dienstwagen. In einem 70-km/h-Bereich kam er, knapp nach Klagenfurt, nach einem Überholvorgang um 1:15 Uhr nachts von der Straße ab. Sein Wagen zerschellte an einer Garteneinfassung. Nach den von VW-Technikern ausgelesenen Informationen des Steuergeräts, in dem die letzten 30 Sekunden der Fahrt gespeichert waren, hatte die zuletzt gemessene Geschwindigkeit bei 142 km/h gelegen.<ref name="alk">Petzner: Haider war zum Unfallzeitpunkt alkoholisiert. Der Standard, abgerufen am 15. Oktober 2008.</ref>
Literatur
- VW Phaeton, Sonderausgabe von ATZ und MTZ, Wiesbaden, Juli 2002
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Offizielle Website ( vom 28. Dezember 2015 im Internet Archive)
Einzelnachweise
<references responsive />
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