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Hummelstein

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Kreisfreie Stadt Nürnberg
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(11339)&title=Hummelstein 49° 26′ N, 11° 5′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(11339) 49° 26′ 0″ N, 11° 5′ 11″ O
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Höhe: 320 m ü. NHN
Fläche: 73 ha
Einwohner: 11.339 (31. Dez. 2023)<ref name="jb_2016_einw">Stadt Nürnberg, Amt für Stadtforschung und Statistik für Nürnberg und Fürth (Hrsg.): Bezirksdatenblatt nbg 2023 14-Hummelstein. Dezember 2023 (nuernberg.de [PDF; 997 kB; abgerufen am 23. September 2025]).</ref>
Bevölkerungsdichte: 15.533 Einwohner/km²
Postleitzahlen: 90459, 90461
Vorwahl: 0911
Datei:Nürnberg Statistischer Bezirk 14.svg
Karte
Lage des statistischen Bezirks 14 Hummelstein in Nürnberg
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Hummelsteiner Schloss
Hummelsteiner Schloss im Hummelsteiner Park (2017)

Hummelstein (nürnbergisch: Hummlschdah<ref>D. Fastnacht: Nürnberg, S. 166. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „humlšdā“.</ref>) ist ein Stadtteil der kreisfreien Stadt Nürnberg und der Name des statistischen Bezirks 14 im Weiteren Innenstadtgürtel Süd.

Lage

Die Grenzen des statistischen Bezirks 15 bilden im Norden die Gudrunstraße, der Schuckert- und der Maffeiplatz, im Osten die Allersberger Straße, im Süden die Frankenstraße und im Westen die Voltastraße. Der Bezirk ist Teil der Gemarkung 3423 Gibitzenhof und grenzt an die Bezirke Galgenhof, Guntherstraße, Hasenbuck, Katzwanger Straße und Gugelstraße.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 13. August 2025.</ref>

Statistische Nachbarbezirke
Galgenhof
Gugelstraße Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Guntherstraße
Katzwanger Straße Hasenbuck

Geschichte

Im Jahr 1487 erlaubte der Nürnberger Rat einem Niklas Hummel „zu seinem weÿer ein lusthäwslein zu pauen“. 1488 erhielt Hummel zu seinem eben gebauten „weyerheuslein“ etwas Land. 1501 übertrug sich der Familienname des Besitzers auf den Herrensitz, der „Humelstain“ genannt wurde.<ref>D. Fastnacht: Nürnberg, S. 164ff.</ref> In der Folgezeit kamen zum Schlösschen einige Anwesen hinzu. Im Jahre 1721 wurde dem Gasthaus Hummelsteiner Park das Schankrecht verliehen. An Sonntagen war diese Gaststätte ein beliebtes Ausflugsziel für die Nürnberger.<ref name="HBe463">H. Beer: Hummelstein, in: Stadtlexikon Nürnberg, S. 463.</ref>

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Hummelstein aus 7 Anwesen (1 Herrenhaus, 6 Gütlein). Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, was aber vom brandenburg-ansbachischen Oberamt Schwabach bestritten wurde. Alleiniger Grundherr war das Waldamt Laurenzi der Reichsstadt Nürnberg.<ref name="H128">H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 128.</ref> Es gab fünf Untertansfamilien.<ref>Johann Bernhard Fischer: Hummelstein. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 306 (Digitalisat).</ref>

1796 wurde Hummelstein preußischen Besitz über, 1806 gehörte der Ort zu Bayern. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Schwabach. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hummelstein dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Galgenhof und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Galgenhof zugeordnet. Nach deren Auflösung gehörte Hummelstein zu der 1826 gebildeten Ruralgemeinde Gibitzenhof. Am 1. Januar 1899 wurde Hummelstein nach Nürnberg eingemeindet.<ref name="H238">H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 238.</ref><ref>Nürnberg > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 13. August 2025.</ref>

Mit dem Fabrikneubau der MAN entstanden in der Gegend um Hummelstein viele Arbeiterwohnhäuser. Die niedrige, teilweise villenartige Bebauung rund um das Schlösschen Hummelstein prägt bis heute das Zentrum dieses Stadtteils. Anno 1914 wurde das Sperberschulhaus fertiggestellt, das sich unmittelbar hinter dem Schlösschen Hummelstein befindet. 1925 wurde ein großer Teil des Schlossparks zur Musterschulanlage für die Stadt umgebaut.<ref name="HBe463" />

Baudenkmäler

Im Statistischen Bezirk Hummelstein gibt es 12 Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Nürnberg (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>

  • Poststadt
  • Hummelsteiner Schlösschen
  • Ehemaliges Forstamt Süd
  • Villen, Wohnhäuser

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Einwohnerentwicklung

Jahr 001818 001824 001836 001840 001861 001871 001885
Einwohner 56 54 46 75 59 96 78
Häuser<ref>Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 und 1824 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1836 und 1885 als Wohngebäude.</ref> 9 18 9 13 11
Quelle <ref>Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 44 (Digitalisat).</ref> <ref name="H238" /> <ref>Vorlage:Meyer Rezatkreis 1837</ref> <ref>Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 206 (Digitalisat).</ref> <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1065, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1229, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1163 (Digitalisat).</ref>

Religion

Hummelstein ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Lorenz gepfarrt,<ref name="H128" /> seit 1920 ist die Gustav-Adolf-Gedächtniskirche zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Verklärung Christi (Nürnberg) gepfarrt.<ref name="HBe463" /><ref>D. FastnachT: Nürnberg, S. 164.</ref>

Literatur

Weblinks

Commons: Hummelstein (Nürnberg) – Sammlung von Bildern und Audiodateien

Fußnoten

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