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Virnsberg

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Virnsberg
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(262)&title=Virnsberg 49° 25′ N, 10° 31′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(262) 49° 25′ 21″ N, 10° 30′ 42″ O
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Höhe: 436 (406–465) m ü. NHN
Einwohner: 262 (1. Jan. 2023)<ref name="flachslanden">Zahlen & Fakten. In: flachslanden.de. Abgerufen am 18. Juni 2023.</ref>
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 91604
Vorwahl: 09829
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Datei:St. Dionysius Kirche.jpg
St.-Dionysius-Kirche
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Ehemaliges Schulhaus
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Fronhaus
Datei:Alter Turm (Virnsberg).jpg
Alter Turm

Virnsberg (fränkisch: Fiansch-berch<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 189. Dort folgendermaßen transkribiert: „fiʳnschberch“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Flachslanden im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Virnsberg hat eine Fläche von 4,737 km². Sie ist in 620 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 7639,86 m² haben.<ref>Gemarkung Virnsberg (093231). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 18. September 2024.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Boxau und Kemmathen.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>

Geografie

Das Pfarrdorf liegt am Fuße der Petersberg-Virnsberg-Höhen, die Teil der Nördlichen Frankenhöhe sind. Im Norden wird durch den Kemmathbach, einem rechten Zufluss der Zenn, ein Tal gebildet. Zwei Oberläufe dieses Baches (Virnsberger Bach, Weihergraben) haben ihre Quellen westlich und östlich des Ortes, der mit dem nordöstlich gelegenen Boxau eine geschlossene Siedlung bildet.

Die Kreisstraße AN 21 führt nach Sondernohe (1,8 km nördlich) bzw. Richtung Süden die Staatsstraße 2245 kreuzend an Neustetten vorbei nach Flachslanden zur Staatsstraße 2253 (2,5 km südlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Kemmathen (1 km nordwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Geschichte

Südlich von Virnsberg verlief eine Hochstraße (die heutige Staatsstraße 2245), die von der Reichsstadt Nürnberg zur Reichsstadt Rothenburg führte.

Das Schloss Virnsberg wurde 1235 als „Virnsperc“ erstmals urkundlich erwähnt. Eine Ansiedlung, die „Steinweg“ genannt wurde, kam erst später dazu. Der Ortsname bezieht sich auf den in der Nähe gelegenen Vircunniawald, der bereits 786 in einer Klosterurkunde Karls des Großen genannt wurde.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 189 ff.</ref> Die Burg war ursprünglich in Besitz der Reichsministerialen von Uffenheim. Nach der Teilnahme von Ludwig von Virnsberg an einer Erhebung gegen Kaiser Friedrich II. musste dieser 1235 seine Hälfte des Besitzes an die Grafen von Hohenlohe abtreten, die ihn noch im selben Jahr an die Nürnberger Burggrafen verkauften.<ref>Monumenta Zollerana, Bd. 1, Urk. XXIII, S. 40</ref> 1259 wurde die zweite Hälfte vom Burggrafen Konrad I. gekauft und blieb bis 1294 im Besitz der Burggrafschaft Nürnberg. 1294 wurde sie dem Deutschen Orden samt Zugehörungen übereignet.<ref>Monumenta Zollerana, Bd. 1, Urk. LXIII, S. 95</ref> Virnsberg stand dann von 1294 bis 1806 unter der Herrschaft der Deutschherren. Das deutschordische Amt Virnsberg gehörte ursprünglich zur Kommende Nürnberg. Von 1525 bis 1806 bestand die Kommende Virnsberg in der Deutschordensballei Franken. Nach der Reformation bildete die Kommende Virnsberg eine katholische Enklave im protestantischen Fürstentum Ansbach.

Im Bayerischen Krieg (1459–1463) gegen den Markgrafen Albrecht Achilles fiel Herzog Ludwig IX. (Bayern) im September 1461 in dessen Besitztümer in Franken ein. Dabei plünderte und brandschatzte er unter anderem den Ort Virnsberg.<ref>Manfred Keßler: Der Rittersitz zu Dettelsau im hohen und späten Mittelalter. Dissertation. Erlangen 2009, DNB 998940933, S. 78, Anmerkung 299 (PDF; 11,1 MB).</ref> 1532 erbaute die Deutschordenskommende ein Spital.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bildete Virnsberg eine Realgemeinde mit Boxau und Kemmathen. In Virnsberg gab es 38 Anwesen (Schloss mit zwei Häusern, Ökonomiegebäuden, Amtshaus, Schäferei, Hospital, Kirche, Pfarrhaus, einem Sechstelhof, drei Sechszehntelhöfen, einem Zweiunddreißigstelhof, 20 Häusern und vier Gnadenhäuslein). Das Hochgericht übte die Obervogteiamt Virnsberg aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte die Deutschordenskommende Virnsberg.<ref name="H138">H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 138.</ref>

1806 kam Virnsberg an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 der Steuerdistrikt Virnsberg gebildet, zu dem Berglein, Boxau, Dörflein, Hainklingen, Kemmathen, Lockenmühle, Neustetten, Obernbibert, Schmalnbühl und Wippenau gehörten. Die Ruralgemeinde Virnsberg entstand 1811<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> und entsprach dem Steuerdistrikt. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Ansbach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ansbach (1919 in Finanzamt Ansbach umbenannt).

Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Wippenau nach Flachslanden und Obernbibert nach Unternbibert umgemeindet, während Sondernohe nach Virnsberg eingemeindet wurde. Am 12. Juni 1824 wurden drei Ruralgemeinden gebildet:<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 949.
K. Rosenhauer: Der Landkreis Ansbach, S. 10.</ref>

  • Neustetten mit Berglein, Dörflein, Hainklingen, Lockenmühle und Schmalnbühl;
  • Sondernohe;
  • Virnsberg mit Boxau und Kemmathen.

1833 beantragten Götteldorf, Sondernohe, Unternbibert und Virnsberg einen Wechsel ins Landgericht Markt Erlbach, was jedoch abgelehnt wurde.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 949.
H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 176.</ref> Die Schneidmühle wurde 1837 erstmals namentlich erwähnt.<ref>Vorlage:Meyer Rezatkreis 1837</ref> Ab 1862 gehörte Virnsberg zum Bezirksamt Ansbach (1939 in Landkreis Ansbach umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb bis 1870 beim Landgericht Ansbach, von 1870 bis 1879 war das Stadt- und Landgericht Ansbach zuständig, seit 1880 ist es das Amtsgericht Ansbach.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1013.</ref> Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 4,746 km².<ref name="OV 1961" /> Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde im Zuge der Gebietsreform in Bayern in den Markt Flachslanden eingegliedert.<ref> </ref><ref>Flachslanden > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 14. März 2025.</ref>

Historische Beschreibungen

Im Geographischen statistisch-topographischen Lexikon von Franken (1804) wird der Ort folgendermaßen beschrieben:

Virnsberg auch Viernsberg, in ältern Zeiten eine feste Burg, von Rittern dieses Namens besessen, gelangte von diesen an Gottfried von Hohenlohe, und zwar mit Kaiser Friedrichs II. Genehmigung pro recompensatione damni a Ludovico de Virnsberg Gotfrido de Hohenlohe illati.
Gottfried von Hohenlohe verkaufte im Jahre 1235 die Feste Viernsberg an Konrad II. Burggrafen zu Nürnberg. S. Hanselmanns diplomatischer Beweis der Hohenlohischen Landeshoheit etc. Seite 78 und 400.
Vom Burggrafen Konrad III. und seiner Gemahlin Agnes wurde Viernsberg mit allen seinen Rechten, Gerechtigkeiten, Zu- und Eingehörungen im Jahre 1204 an den teutschen Orden, nachdem Konrads III. Söhne Friedrich, Konrad und Gottfried in den teutschen Orden aufgenommen wurden, abgetreten und übergeben. Den Schenkungsbrief siehe in Select. Norimberg. VIter Theil S. 109. Falckensteins IV. Theil. Nordgauische Alterthümer Nro. 77. S. 87.
Viernsberg ist ein schönes Bergschloß, mit einem vortrefflichen Garten, welches ehehin eigene Commenthuren bewohnten, nun aber der Sitz des Justiz- und Cameralbeamtens ist.
Das Viernsberger Amt hat einen weitläufigen verstainten Fraischbezirk, worüber mit dem fürstlichen Hause Ansbach und Bayreuth in den Jahren 1731 und 1754 wichtige Verträge abgeschlossen worden sind. [...]
Das Amt Virnsberg ist fruchtbar an Getreide, hat beträchtliche Waldungen, guten Wieswachs und dahero auch vortreffliche Viehzucht.“<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 27–29.</ref>

Im Topo-geographisch-statistischen Lexicon vom Königreiche Bayern (1832) wird der Ort folgendermaßen beschrieben:

Virnsberg, Viernsberg, Kirchdorf mit 1 Lokalkaplanei im Dek[anat] Gebsattel und L[an]dg[ericht Ansbach, 314 St[unden] von Ansbach und 4 St[unden] von Wilhermsdorf entfernt. Es enthält 92 H[äuser] mit 172 E[inwohnern], die Bocksmühle und 1 schönes Schloß mit Garten. Die feste Burg Virnsberg hatte ihren eigenen Adel, von welchem der Ort an Gottfried v. Hohenlohe und dann im J[ahre] 1235 mit dem dominum directum an den Burggrafen Konrad II. zu Nürnberg gelangte; das dominum utile besaßen die Herren v. Uffenheim. Im J[ahre] 1294 kam derselbe an den Teutschen Orden, der die volle Landeshoheit darüber verlangte, und war zuletzt der Sitz eines weitläufigen Amtes.“<ref>Joseph Anton Eisenmann, Karl Friedrich Hohn (Hrsg.): Topo-geographisch-statistisches Lexicon vom Königreiche Bayern. Band 2: M–Z. Palm und Enke, Erlangen 1832, OCLC 258665698, S. 934 (Digitalisat).</ref>

In einem Artikel der Bayerischen Volkszeitung (1925) wird ein Historienbezug in die Antike hergestellt:

„Über die Deutung des Namens Virnsberg wurde schon manches geschrieben. In den Urkunden heißt es einmal Virsberg, dann Fürnsberg. Unter ‚Firsberg‘ dachte man sich ‚Feuerberg‘, jedenfall um eine namensbedeutende Beziehung zu einem heidnischen Opferberg zu haben. Die Abstammung dürfte wohl mit den weiten Föhrenwäldern zusammenhängen, die Virnsberg umsäumen, also ‚Föhrenberg‘. Die prächtigen Wälder hießen in allerältester Zeit ‚Vircuna‘, jedenfalls eine Entstellung von Virngrund, also Föhrengrund. In unserer Umgebung haben wir ein ‚Fürnried‘ in der Oberpfalz und dürften ähnliche Ortsnamen noch öfters zu finden sein. In der Sage geht die Geschichte der Burg bis in die Heidenzeit zurück. Das Volk lässt die Burg von zwei Riesen erbauen, das Gestein dazu, so sagt der Volksmund, wurde auf dem Rücken von Maultieren herbeigeschafft. Man nimmt an, dass an der Stelle der Burg ein altdeutscher Kultplatz gewesen sei und bringt damit den in der Nähe befindlichen angeblich 1200 Jahre alten Speierlingsbaum in Verbindung, über den später noch einiges gesagt werden soll. Der hochgelehrte Emanuel Wilhelm Detter lässt in der Geschichte der Burggrafen von Nürnberg den Ursprung der Burg in die römische Zeit zurück gehen. Nach diesem ist das benachbarte Burgbernheim, das früher Schönburg hieß, von Mark Aurel Antonin, römischer Kaiser um 170 oder 171 nach Christi Geburt, gegründet und dabei auch schon ‚Fyrnsberg‘ erwähnt worden. Es soll darüber eine Urkunde vorhanden sein, die von Kaiser Karl dem Großen stammen und 1128 von Kaiser Lothar bestätigt worden sein soll.“<ref>Bayerische Volkszeitung. 24. Oktober 1925.</ref>

Baudenkmäler

In Virnsberg gibt es 17 Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Flachslanden (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>

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  • Datei:Schloss Virnsberg.jpg
    Schloss Virnsberg, ehemalige Deutschordensburg
    ehemalige Deutschordensburg
  • Friedhof mit ehemaliger Gruft, jetzt Kapelle
  • Schafhof: Heiliges Grab
  • Schafhof 1: ehemaliges Fronhaus und Gefängnis des Deutschen Ordens, erbaut unter Landeskomtur Franz Sigismund Adalbert von Lehrbach (1769–1787)
  • Schafhof 3, 5: Ehemaliges Schäferhaus
  • Schafhof 6: Von der ehemaligen Zehntscheune des Deutschen Ordens ist der tonnengewölbte Keller erhalten.
  • Schloßgarten 3: Quadermauer des ehemaligen Schlossgartens
  • Schloßstraße: Martersäule und Holzfigur des heiligen Nepomuk
  • Schloßstraße 4: Wappen an der ehemaligen Post
  • Schloßstraße 16: Haus mit Tordurchfahrt des Weges nach Kemmathen
  • Schloßstraße 17: römisch-katholische Pfarrkirche St. Dionysius, 1915 errichtet. Die Innenausstattung stammt aus der um 1715 entstandenen, hauptsächlich gegen Mitte des 18. Jahrhunderts eingerichteten Kapelle des Deutschordensschlosses.
  • Schloßstraße 19 (Gasthaus zum Kreuz): zweigeschossiger Fachwerkbau mit Nebengebäuden (Tor bezeichnet 1730). An der Fassade Barockmadonna, wohl frühes 18. Jahrhundert, auf Akanthuskonsole. Im Erdgeschoss Ofen mit gusseisernen Platten (Darstellung des verlorenen Sohnes), im Obergeschoss Ofen mit gusseisernen Platten (heiliger Georg und Wappen bezeichnet 1774) und Decke mit Rahmenstuck. Auf dem Speicher Platten eines Ofens mit Wappen bezeichnet 1771.
  • Schloßstraße 21: Türsturz und Hausfigur
  • Schloßstraße 23: Wappenstein
  • Schlotfegergasse 1: Schulhaus, ehemals Spital des Deutschordens, mit Inschriftstein von 1532, jetzige Gestalt unter der Komtur der Freiherren von Eyb (bis 1764) durch Baumeister Johann Georg Scholl: Zweigeschossiger verputzter Bau mit Sandsteingliederung, rustizierten Ecklisenen, Putzfeldern und Mansarddach; stichbogige Fenstergewände auf Konsolen. Im einachsigen Mittelrisalit Stichbogenportal mit Eyb’schem Wappen, darüber gerade Verdachung mit Deutschordenswappen und Trophäen, daneben auf Konsolen Sandsteinfiguren der hl. Elisabeth und des heiligen Georg (durch Kriegseinwirkung beschädigt und Kopf verloren). Rückeingang mit Deutschordens-Wappenstein, bezeichnet 1532. Im Erdgeschoss kreuzgrat-gewölbter Raum; ferner großer Saal mit Stuckdecke: in Bändelwerk Deutschordenskreuz, Auge Gottes und Initialen Christi.
  • Steige 7: spätgotischer Sandstein-Bildstock; unter gotischem Blendfries Kreuzigungsrelief mit Maria und Johannes; auf der Rückseite Christuskopf und Deutschordenswappen; an den Seiten leere Nischen

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ehemaliges Baudenkmal
  • Haus Hofmann: ehemaliges Schulhaus des Deutschen Ordens, unter Landeskomtur Philipp Waldecker von Kempf (1750ff.) errichtet, einfacher Massivbau mit verwittertem Wappen.<ref>G. P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach, S. 149. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Virnsberg

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970
Einwohner 742 257 343 335 321 314 319 315 340 341 330 324 347 329 310 311 313 306 286 347 348 336 380 348
Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> 132 47 56 57 62 66 60 64 69
Quelle <ref name="OV 1818">Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 98 (Digitalisat). Für die Gemeinde Virnsberg zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Berglein (S. 9), Boxau (S. 11), Dörflein (S. 19), Hainklingen (S. 35), Kemmathen (S. 47), Lockenmühle (S. 55), Neustetten (S. 68), Schmalnbühl (S. 82) und Sondernohe (S. 87).</ref> <ref name="OV 1846">Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 46 (Digitalisat). Laut Historischen Gemeindeverzeichnis hatte die Gemeinde 378 Einwohner.</ref> <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 165, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV" /> <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 986, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>

Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 152 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1152, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1092 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1156 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1194 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="HGV" /> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1031 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 758 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 172 (Digitalisat).</ref>

Ort Virnsberg

Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2010 2017 2022
Einwohner 172 198 246 251 263 269 237 266 298 257 280 289 261 267
Häuser<ref name="Häuser" /> 31 36 45 53 47 51 54 76
Quelle <ref name="OV 1818" /> <ref name="OV 1846" /> <ref name="OV 1861" /> <ref name="OV 1875" /> <ref name="OV 1885" /> <ref name="OV 1900" /> <ref name="OV 1925" /> <ref name="OV 1950" /> <ref name="OV 1961" /> <ref name="OV 1970" /> <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 327 (Digitalisat).</ref> <ref name="flachslanden" /> <ref name="flachslanden" />

Religion

Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und Sitz der Pfarrei St. Dionysius.<ref name="H138" /> Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Laurentius (Flachslanden) gepfarrt.<ref name="OV 1961" />

Wanderwege

Durch Virnsberg führen die Fernwanderwege Deutschherrenweg, Grünes Schlüsselloch, Jean-Haagen-Weg und Zollernweg des Fränkischen Albverein.

Kultur

Das Kulturleben des Dorfes ist maßgeblich von den Vereinen geprägt. Im Ort sind folgende Vereine tätig: Blaskapelle, Freiwillige Feuerwehr, Kolpingfamilie, Krieger- und Soldatenverein, Obst- und Gartenbauverein, Schützenverein. Zusätzlich gestaltet die Dorfjugend das Kulturleben, u. a. beim jährlichen Osterfeuer oder der Virnsberger Kirchweih mit Kerwaumzug.

Literatur

Weblinks

Commons: Virnsberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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