Ruppersdorf (Flachslanden)
Ruppersdorf Markt Flachslanden
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(26)&title=Ruppersdorf 49° 24′ N, 10° 34′ O
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| Höhe: | 410–420 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 26 (1. Jan. 2023)<ref name="flachslanden">Zahlen & Fakten. In: flachslanden.de. Abgerufen am 18. Juni 2023.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91604 | |||||
| Vorwahl: | 09828 | |||||
Ruppersdorf (fränkisch: Rubbasch-dorf<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 163. Dort folgendermaßen transkribiert: „rubbəschdorf“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Flachslanden im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Ruppersdorf liegt in der Gemarkung Kettenhöfstetten.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Dorf liegt am Mettlachbach. Im Westen grenzt die Flur Ebenleiten an, 0,75 km südöstlich erhebt sich der Hohe Berg (459 m ü. NHN). Im Norden grenzt das Ebenholz an, 0,5 km südlich liegt das Waldgebiet Haag. Am Rande des Ebenhofwaldes befindet sich der Obstlehrgarten des Gartenbauvereins Flachslanden, in dem es mehr als 100 verschiedene Apfel-, Birnen- und sonstige Obstsorten gibt.
Die Kreisstraße AN 17 führt nach Rügland zur Staatsstraße 2255 (2,5 km östlich) bzw. nach Kettenhöfstetten (1,7 km südwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1242 in einer Kaufurkunde als „Rupoldesdorf“ erstmals erwähnt (Namensbedeutung: Zum Dorf des Rupold).<ref>1479 wird er erstmals als „Rupperßdorf“ bezeichnet. E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 163.</ref> In dieser wurde bestätigt, dass das Kloster Heilsbronn in dem Ort hohenlohische Güter erworben hatte. 1308 kaufte das Kloster Äcker von Ramungus von Vestenberg. Während des Dreißigjährigen Krieges verödeten alle neun der damals bestehenden heilsbronnische Anwesen.<ref>G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 358 f.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Ruppersdorf 9 Anwesen (6 Güter, 1 Mühle, 2 Leerhäuser). Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Markt Erlbach im begrenzten Umfang aus. Es hatte ggf. an das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das brandenburg-bayreuthische Kastenamt Neuhof. Neben diesen Anwesen gab es noch kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).<ref name="J905">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 905.</ref> Es gab acht Untertansfamilien.<ref>Johann Bernhard Fischer: Ruppersdorf. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 24 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 693.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J998">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 998.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Ruppersdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Flachslanden und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Flachslanden zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> Am 24. August 1830 wurde Ruppersdorf in die neu gebildete Gemeinde Kettenhöfstetten umgemeindet.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 948.</ref> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1972 in den Markt Flachslanden eingegliedert.<ref name="J998"/><ref>Flachslanden > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 14. März 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Laurentius (Flachslanden) gepfarrt,<ref name="J905"/> seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Pfarrei St. Margaretha (Rügland) zuständig.<ref name="OV 1867"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Ruppersdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 693 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 163.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Band 2. Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8, S. 905.
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 358–359 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
Weblinks
- Ortsteile > Ruppersdorf. In: flachslanden.de. Abgerufen am 18. Juni 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Ruppersdorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Ruppersdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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