Rosenbach (Flachslanden)
Rosenbach Markt Flachslanden
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(130)&title=Rosenbach 49° 24′ N, 10° 30′ O
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dim=10000 | globe= | name=Rosenbach | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 464 (422–471) m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 130 (1. Jan. 2023)<ref name="flachslanden">Zahlen & Fakten. In: flachslanden.de. Abgerufen am 18. Juni 2023.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91604 | |||||
| Vorwahl: | 09829 | |||||
Rosenbach (fränkisch: Äjba-rosaba bzw. für die Siedlung am Bahnhof Rosaba<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 158. Dort folgendermaßen transkribiert: „ęibərósəba“ bzw. „rǫsəba“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Flachslanden im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Rosenbach liegt in der Gemarkung Flachslanden.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Durch das Dorf fließt das Rosenbächlein, das als linker Zufluss in die Fränkische Rezat mündet, die unmittelbar westlich der Siedlung fließt. Im Nordwesten liegt das Schlagholz, im Nordosten das Weiherholz, 0,5 km südwestlich das Kellerholz, 0,75 km westlich jenseits der Rezat das Hochholz. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Dörflein (2 km nordwestlich) bzw. nach Kellern (0,7 km südöstlich). Parallel dazu verläuft die Bahnstrecke Treuchtlingen–Würzburg. Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt nach Flachslanden zur Staatsstraße 2253 (1,2 km nordöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1204 als „Rossebach“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich von einem gleichlautenden Gewässernamen ab, dessen Bestimmungswort Ross ist. Es wurde also ein Bach bezeichnet, an dem Pferde getränkt wurden. Als im 19. Jahrhundert eine Siedlung an der Bahnstation entstand, wurde diese im Volksmund Rosenbach genannt und der ursprüngliche Ort Oberrosenbach.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 158f.</ref>
Das Kloster Heilsbronn erwarb dort zehn Anwesen, die 1632 im Dreißigjährigen Krieg alle abgebrannt bzw. verödet waren.<ref>G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 358.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Rosenbach 11 Anwesen (10 Güter, 1 Leerhaus) und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das Rittergut Unternzenn der Herren von Seckendorff-Aberdar im begrenzten Umfang aus. Es hatte ggf. an das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Rittergut Unternzenn.<ref name="J902">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 902 f.</ref><ref>Nach Johann Bernhard Fischer: Rosenbach. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 24 (Digitalisat). (= J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 296) gab es zehn Untertansfamilien.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 988.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Rosenbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Flachslanden und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Flachslanden zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstand der gesamte Ort von 1820 bis 1848 dem Patrimonialgericht Unternzenn.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 988.
Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 234 (Digitalisat).</ref>
Baudenkmal
- Haus Nr. 6: Wappenstein, 1779<ref>Denkmalliste für Flachslanden (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Laurentius (Flachslanden) gepfarrt.<ref name="J902"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Rosenbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 587 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 158–159.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 358 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
Weblinks
- Ortsteile > Rosenbach. In: flachslanden.de. Abgerufen am 18. Juni 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Rosenbach in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Rosenbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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