Kemmathen (Flachslanden)
Kemmathen Markt Flachslanden
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(26)&title=Kemmathen 49° 26′ N, 10° 30′ O
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| Höhe: | 395 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 26 (1. Jan. 2023)<ref name="flachslanden">Zahlen & Fakten. In: flachslanden.de. Abgerufen am 18. Juni 2023.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91604 | |||||
| Vorwahl: | 09829 | |||||
Kemmathen (fränkisch: Kämmadn<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 112. Dort folgendermaßen transkribiert: „kémədn“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Flachslanden im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Kemmathen liegt in der Gemarkung Virnsberg.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Durch den Weiler fließt der Kemmathbach, ein rechter Zufluss der Zenn, und südlich des Weilers mündet der Weihergraben als rechter Zufluss in den Kemmathbach. Unmittelbar nordwestlich des Ortes liegt der Schneidmühlweiher. 0,75 km südwestlich liegt das Waldgebiet Neuwiesenschlag, 1 km nordöstlich erhebt sich der Brachberg (420 m ü. NHN). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Virnsberg zur Kreisstraße AN 21 (1 km südöstlich) bzw. nach Sondernohe ebenfalls zur AN 21 (1,5 km nordöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1275 als „Kemenaten“ erstmals urkundlich erwähnt. Dieser Ortsname ist besonders im süddeutschen Raum weit verbreitet.<ref>Siehe dazu: Kemnat, Kemnath, Kemnaten, Kemnathen, daneben auch als Kompositum, z. B. Dorfkemmathen.</ref> Er leitet sich von dem lateinischen Wort „calminata“ ab und bezeichnete ursprünglich ein mit einer Feuerstätte versehenes Gemach.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 112.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Kemmathen zur Realgemeinde Virnsberg. In Kemmathen gab es 4 Anwesen (1 Achtelhof, 1 Zehntelhof, 1 Tropfhaus, 1 Haus). Das Hochgericht übte die Obervogteiamt Virnsberg aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte die Deutschordenskommende Virnsberg.<ref name="H106">H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 106.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Kemmathen dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Virnsberg und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Virnsberg zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> Am 1. Mai 1978 wurde diese im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde in den Markt Flachslanden eingegliedert.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1013.</ref><ref>Flachslanden > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 14. März 2025.</ref>
Ehemalige Baudenkmäler
- abgegangenes Nonnenkloster auf dem Brachfeld<ref name="Fehring">G. P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach, S. 117. Denkmalschutz mittlerweile aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
- ehemaliges Forsthaus des Deutschen Ordens, unter der Landeskomtur der Freiherren von Eyb (bis 1764) errichtet; zweigeschossiger Bau mit Walmdach und Resten von Außenbemalung (Jagdbilder); Bruchsteinmauer mit barocken Torpfosten<ref name="Fehring"/>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.<ref name="H106"/> Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Laurentius (Flachslanden) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Kemmaten. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 75 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 112.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 117.
- Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 106 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
Weblinks
- Ortsteile > Kemmathen. In: flachslanden.de. Abgerufen am 18. Juni 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Kemmathen in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Kemmathen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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