Kellern (Flachslanden)
Kellern Markt Flachslanden
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(24)&title=Kellern 49° 23′ N, 10° 30′ O
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dim=10000 | globe= | name=Kellern | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 421 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 24 (1. Jan. 2023)<ref name="flachslanden">Zahlen & Fakten. In: flachslanden.de. Abgerufen am 18. Juni 2023.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91604 | |||||
| Vorwahl: | 09829 | |||||
Kellern (<templatestyles src="IPA/styles.css" />, fränkisch umgangssprachlich: Keslhof bzw. Keslmil<ref name="Fechter">E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 111.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Flachslanden im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Kellern gliedert sich in den Wohnplätzen Kesselhof und Kesselmühle. Kellern liegt in der Gemarkung Flachslanden.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Der Weiler liegt am Borsbach, der als linker Zufluss in die Fränkische Rezat mündet, die westlich des Ortes fließt. 1,25 km südöstlich im Forst Birkenfels liegt der Heßberg (489 m ü. NHN), 0,75 km nordöstlich liegt das Kellerholz, 0,5 km nordwestlich das Hochholz.
Eine Gemeindeverbindungsstraße führt an der Rangenmühle vorbei nach Borsbach zur Kreisstraße AN 21 (1,4 km östlich) bzw. nach Rosenbach (0,7 km nordwestlich). Dort kann über eine Zubringerstraße die Staatsstraße 2253 erreicht werden, die unmittelbar westlich am Ort vorbeiführt.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Im Jahre 1402 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung als „Keler“. Der Ortsname lässt erkennen, dass die Siedlung bei einem Keller angelegt wurde. 1498 wurde der Ort aufgrund seiner Lage in einem Talkessel „Kesselmüllner“ genannt – die in der Umgangssprache bis heute geläufige Bezeichnung. 1809 wurde erstmals die heutige Form bezeugt, eine Pluralform, mit der die Einöden Kesselmühle, Kesselhof, zuweilen auch die Einöden Hummelhof und Rohrmühle, bezeichnet wurden.<ref name="Fechter"/>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Kellern vier Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Alle Anwesen hatten das brandenburg-ansbachische Vogtamt Birkenfels als Grundherrn.<ref name="J874">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 874.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 988.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Kellern dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Flachslanden und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Flachslanden zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref><ref>Flachslanden > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 14. März 2025.</ref>
Baudenkmal
- Kesselmühle, Haus Nr. 1: zweigeschossige Wassermühle mit Krüppelwalm; Portalschlussstein mit brandenburgischem Wappen und Mühlrad, bezeichnet 1799<ref>Denkmalliste für Flachslanden (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
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Einwohnerentwicklung
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Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Laurentius (Flachslanden) gepfarrt.<ref name="J874"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Keller. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 811 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 111–112.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 117.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Ortsteile > Kellern. In: flachslanden.de. Abgerufen am 18. Juni 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Kellern in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Kellern im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Birkenfels | Borsbach | Boxau | Flachslanden | Hainklingen | Hummelhof | Kellern | Kemmathen | Kettenhöfstetten | Lockenmühle | Neustetten | Rangenmühle | Rohrmühle | Rosenbach | Ruppersdorf | Schmalnbühl | Sondernohe | Virnsberg | Wippenau
Sonstige Wohnplätze: Kesselmühle | Schneidmühle