Weinberg (Ansbach)
Weinberg Kreisfreie Stadt Ansbach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(5)&title=Weinberg 49° 19′ N, 10° 34′ O
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dim=10000 | globe= | name=Weinberg | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 430–470 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 5 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91522 | |||||
| Vorwahl: | 0981 | |||||
Weinberg (<templatestyles src="IPA/styles.css" />, fränkisch: Wai-bärch<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 198. Dort folgendermaßen transkribiert: „waibęrch“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Weinberg liegt in der Gemarkung Hennenbach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Die ehemalige Einöde Weinberg bildet mit Ansbach eine geschlossene Siedlung. Nördlich des Orts liegt die Flur Weiherranken und das Waldgebiet Tiergarten.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 21. Juli 2023.</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1732 in den Oberamtsbeschreibungen des Johann Georg Vetter als „Weinberg“ erstmals schriftlich erwähnt.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 198.</ref> Die geschichtlichen Wurzeln reichen jedoch bis ins frühe 16. Jahrhundert zurück, als ein Weinberg angelegt wurde, um eine Alternative zu den Main- und Tauberweinen zu haben, die bis dahin kostspielig nach Ansbach verfrachtet werden mussten. Wegen Ungenießbarkeit des Weines wurde der Weinberg jedoch bald wieder aufgegeben. Im Jahre 1524 ging der Weingarten samt Einöde in Privatbesitz über.<ref name="Biernoth">A. Biernoth: 25 Jahre Eingemeindungen in die Stadt Ansbach, [ohne Seitenangabe].</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Weinberg zur Realgemeinde Hennenbach. In Weinberg gab es zwei Anwesen (ein Haus, eine Wirtschaft). Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Beide Anwesen hatten das Hofkastenamt Ansbach als Grundherrn.<ref name="J926">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 926.</ref> Es gab zu dieser Zeit eine Untertansfamilie.<ref>Johann Bernhard Fischer: Weinberg bey Anspach. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 28 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 130.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J994">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 994.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Weinberg dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Hennenbach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Hennenbach zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref>
Ab 1853 wurde das kleine Landgut Weinberg für die Jugendpflege als „Rettungsanstalt“ genutzt. Diese ging zwar wenige Jahre später wieder ein, hatte aber wegen der guten Bewirtschaftung reiche Erträge gebracht, so dass mit den Erlösen wenige Jahre später in der Humboldtstraße in Ansbach ein neues Erziehungsheim gebaut werden konnte.<ref name="Biernoth"/>
In der Nachkriegszeit wurde bei Weinberg eine Siedlung angelegt, die bereits 1963 nach Ansbach eingemeindet wurde.<ref name="Biernoth"/> Am 1. Juli 1972 wurde dann auch die Einöde im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Ansbach eingegliedert.<ref name="J994"/><ref>Ansbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 17. März 2025.</ref> Die bis dahin fast einen Kilometer vom Stadtrand entfernte Einöde ist nach reger Neubautätigkeit bis in die Achtzigerjahre ins zusammenhängende Stadtgebiet integriert.
Baudenkmäler
- zweigeschossiges Gasthaus des 18. Jahrhunderts, zum Teil Fachwerk, mit Walmdach<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Ansbach (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Zehntscheune des 18. Jahrhunderts, Fachwerk mit Krüppelwalm<ref name="Denkmalliste"/>
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Einwohnerentwicklung
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Religion
Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Johannis (Ansbach) gepfarrt.<ref name="J926"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.
Literatur
- Vorlage:Biernoth Ansbach
- Johann Kaspar Bundschuh: Weinberg. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 130 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 198.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 151.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Weinberg in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Weinberg im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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