Kaltengreuth
Kaltengreuth Kreisfreie Stadt Ansbach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Kaltengreuth 49° 18′ N, 10° 37′ O
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dim=10000 | globe= | name=Kaltengreuth | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 452 m ü. NHN | |||||
| Postleitzahl: | 91522 | |||||
| Vorwahl: | 0981 | |||||
Kaltengreuth (fränkisch: Kaldn-graid<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 106. Dort folgendermaßen transkribiert: „kaldngraíd“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Kaltengreuth liegt in der Gemarkung Eyb.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Durch das Dorf fließt der Peuntgraben, ein linker Zufluss des Eichenbachs, der links in die Fränkische Rezat fließt. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Eyb zur Kreisstraße ANs 3 (0,7 km westlich) bzw. nach Hirschbronn (1 km östlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Untereichenbach (1 km nördlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 21. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1316 als „ze dem kalten gereute“ erstmals urkundlich erwähnt. Da kalt ein Synonym für schlecht ist, kann man aus dem Ortsnamen ableiten, dass der Boden damals schwer und unergiebig war.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 106.</ref> Laut dem Salbuch der Deutschordenskommende Nürnberg aus dem Jahr 1343 gehörten „7 Lehen und Greut“ dem Stadtvogteiamt Eschenbach.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Reichsstadt Nürnberg, Salbuch 134 (= Gerhard Pfeifer (Bearb.): Die ältesten Urbare der Deutschordenskommende Nürnberg, Neustadt/Aisch 1981, S. 55–78). Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 1, S. 531.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Kaltengreuth vier Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Rittergut Neuendettelsau der Herren von Eyb. Grundherren waren das Rittergut Neuendettelsau (2 Halbhöfe) und das Rittergut Frohnhof der Herren von Eyb (2 Halbhöfe).<ref name="J873">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 873.</ref> Es gab drei Untertansfamilien.<ref>Johann Bernhard Fischer: Kaltengreuth. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 20 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 56.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J987">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 987 f.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Kaltengreuth dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Eyb und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Eyb zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–1817. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden zwei Anwesen von 1822 bis 1836 dem Patrimonialgericht Frohnhof.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 971 und 987.</ref>
Kaltengreuth wurde am 1. Oktober 1970, also noch vor der Gebietsreform in Bayern, in die Stadt Ansbach eingegliedert.<ref name="J987"/><ref>Ansbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 17. März 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
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Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Johannis (Ansbach) gepfarrt,<ref name="J873"/> seit 1809 ist die Pfarrei St. Lambertus (Eyb) zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Kaltenkreuth. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 56 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 106.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Kaltengreuth in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Kaltengreuth im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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