Dombach im Loch
Dombach im Loch Kreisfreie Stadt Ansbach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(68)&title=Dombach+im+Loch 49° 17′ N, 10° 32′ O
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| Höhe: | 470 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 68 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91522 | |||||
| Vorwahl: | 0981 | |||||
Dombach im Loch (fränkisch: Dumba-loch<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 66. Dort folgendermaßen transkribiert: „dumbəʳlóch“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Dombach im Loch liegt in der Gemarkung Elpersdorf bei Ansbach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Unmittelbar westlich des Dorfs entspringt der Dombach. Der Ort liegt im Dombacher Grund und ist nordwestlich vom Ansbacher Stadtwald umgeben. Im Norden liegt der Zeilberg, im Südosten der Teufelsgraben. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Elpersdorf zur Staatsstraße 2248 (1,3 km westlich) bzw. zur Staatsstraße 1066 (0,4 km nördlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 21. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1320 als „Tanbach“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich von einem gleichlautenden Gewässernamen ab, dessen Bestimmungswort die Baumgattung Tanne ist. Erst seit 1732 ist die Form Dombach im Loch bezeugt, wobei mit Loch die versteckte Tallage des Ortes bezeichnet wird.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 66f.</ref>
Im 16-Punkte-Bericht des Oberamtes Ansbach von 1684 wurden für Dombach fünf Mannschaften verzeichnet. Alle Anwesen unterstanden dem Stiftsamt Ansbach. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus, die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Stiftsamt Ansbach inne.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 127, 583. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 681.</ref>
Auch gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Dombach im Loch fünf Anwesen (2 Höfe, 1 Halbhof, 1 Köblergut, 1 Tropfhaus). Das Hochgericht übte das Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Stiftsamt Ansbach inne. Alle Anwesen hatten das Stiftsamt Ansbach als Grundherrn. Neben diesen Anwesen gab es noch kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).<ref name="J848">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 848.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Dombach im Loch. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 17 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 629.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J985">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 985 f.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Dombach im Loch dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Elpersdorf und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Elpersdorf zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> 1833 stellten Bernhardswinden, Dombach, Kurzendorf und Meinhardswinden einen Antrag zur Gemeindebildung. Dieser wurde allerdings abgelehnt.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 946 f.</ref> Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde Elpersdorf samt zugehörigen Gemeindeteilen im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Ansbach eingegliedert.<ref name="J985"/><ref>Ansbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 17. März 2025.</ref>
Baudenkmal
- Steinkreuz aus Blasensandstein am Fußweg nach Ansbach, 500 Meter östlich der Ortschaft<ref>Denkmalliste für Ansbach (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Johannis (Ansbach) gepfarrt,<ref name="J848"/> seit 1967 ist die Pfarrei Friedenskirche (Ansbach) zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Vorlage:Biernoth Ansbach
- Johann Kaspar Bundschuh: Dombach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 629 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 66–67.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 92.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Vorlage:Landgericht Ansbach 1809
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Dombach i.Loch in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Dombach i.Loch im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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