Zum Inhalt springen

Oberwesterwaldkreis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 8. November 2025 um 10:15 Uhr durch imported>CamelBot (Bot: link replacement; siehe WP:Bots/Anfragen#Ersatz für Verlinkung statistischer Jahrbücher auf digizeitschriften.de).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wappen Deutschlandkarte
Datei:Oberwesterwaldkreis Vektor.png
Basisdaten (Stand 1974)
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:adm2nd(79085) 50° 34′ N, 7° 58′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:adm2nd(79085) 50° 34′ N, 7° 58′ O
 {{#coordinates:50,563888888889|7,9725|primary
dim= globe= name= region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=adm2nd
  }}
Bestandszeitraum: 1867–1974
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Regierungsbezirk: Koblenz
Verwaltungssitz: Westerburg
Fläche: 568,77 km²
Einwohner: 79.085 (30. Jun. 1972)
Bevölkerungsdichte: 139 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: WEB
Kreisschlüssel: 07 1 39
Kreisgliederung: 115 Gemeinden
Datei:Ehemalige preußische Landkreise von 1867 bzw. 1886 im Gebiet des heutigen Westerwaldkreises.gif
In Blau der Oberwesterwaldkreis von 1886 bis 1932 innerhalb des heutigen Westerwaldkreises
Datei:Ehemalige preußische bzw. rheinland-pfälzische Landkreise von 1932 im Gebiet des heutigen Westerwaldkreises.gif
In Blau der Oberwesterwaldkreis von 1932 bis 1974 innerhalb des heutigen Westerwaldkreises

Der Oberwesterwaldkreis war bis 1974 ein Landkreis in Rheinland-Pfalz. Seine Kreisstadt war Westerburg.

Geographie

Der Landkreis grenzte Anfang 1969 im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend an den Landkreis Altenkirchen (Westerwald) (in Rheinland-Pfalz), an den Kreis Siegen (in Nordrhein-Westfalen), an den Dillkreis, den Oberlahnkreis und den Landkreis Limburg (alle in Hessen) sowie an den Unterwesterwaldkreis und an den Landkreis Neuwied (beide wiederum in Rheinland-Pfalz).

Geschichte

Der Oberwesterwaldkreis entstand im Jahr 1867 nach der Annexion des Herzogtums Nassau durch Preußen in Folge des Deutschen Krieges. Dabei wurde die Provinz Hessen-Nassau in die zwei Regierungsbezirke Kassel für das Kurfürstentum Hessen und Wiesbaden für das Herzogtum Nassau aufgeteilt. Die Regierungsbezirke wurden wiederum in Kreise unterteilt. Der Oberwesterwaldkreis hatte seinen Sitz bis 1932 in Bad Marienberg. 1886 schied das ehemalige nassauische Amt Rennerod aus dem Oberwesterwaldkreis aus und wurde Teil des neuen Kreises Westerburg.

Zum Zwecke von Einsparungen bei den öffentlichen Haushalten wurde am 1. Oktober 1932 in Preußen eine Kreisreform durchgeführt, bei der zahlreiche kleinere Kreise aufgelöst wurden. Die drei bestehenden Westerwaldkreise wurden zu zwei Kreisen zusammengefasst. Der Nordteil des Kreises Westerburg wurde dabei mit dem Oberwesterwaldkreis zu einem neuen Kreis zusammengeschlossen. Der ursprünglich für den neuen Kreis vorgesehene Name Westerburg wurde durch Beschluss des Preußischen Staatsministeriums vom 27. September 1932 in Oberwesterwaldkreis geändert.<ref>Verordnung über die Neugliederung von Landkreisen vom 1. August 1932, Preußische Gesetzsammlung 1932 S. 263</ref><ref>Erlass des Preußischen Staatsministeriums vom 27. September 1932; Ministerialblatt für die preußische innere Verwaltung 1932, S. 1036</ref> Westerburg wurde Kreisstadt.

1944 wurde die Provinz Hessen-Nassau aufgeteilt, wobei der Oberwesterwaldkreis in die Provinz Nassau eingegliedert wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Kreis Teil der französischen Besatzungszone. Diese wurde später in mehrere Länder aufgeteilt, wobei der Oberwesterwaldkreis zu Rheinland-Pfalz kam. Der zuständige Regierungsbezirk war bis 1968 Montabaur und danach der Regierungsbezirk Koblenz.

Durch die 1969 beginnenden Gebietsreformen in Rheinland-Pfalz verringerte sich die Zahl der Gemeinden des Kreises bis 1974 von ursprünglich 151 auf 115.<ref name="demand" /><ref name="GV2006">Vorlage:GemeindeverzeichnisRP/lang</ref> Die Gemeinde Berod bei Hachenburg wechselte am 7. November 1970 aus dem Oberwesterwaldkreis in den Landkreis Altenkirchen. Gleichzeitig wechselte die Gemeinde Düringen aus dem Oberwesterwaldkreis in den Unterwesterwaldkreis und wurde dort nach Wölferlingen eingemeindet. Am 29. Januar 1971 wechselten auch die Gemeinden Niedersayn und Sainerholz in den Unterwesterwaldkreis.<ref name="GV2006p159">Vorlage:GemeindeverzeichnisRP/lang</ref>

Der Oberwesterwaldkreis fusionierte am 16. März 1974 mit dem Unterwesterwaldkreis zum Landkreis Westerwald.<ref name="GV2006p167">Vorlage:GemeindeverzeichnisRP/lang</ref> Dieser wurde bereits am 1. August 1974 in Westerwaldkreis umbenannt.<ref></ref>

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1871 34.906 <ref name="Gemeindelexikon1871">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1871</ref>
1900 24.380 <ref name="demand">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
1910 27.343 <ref name="demand" />
1925 31.457 <ref name="demand" />
1939 56.969 <ref name="demand" />
1950 62.417 <ref name="demand" />
1960 64.900 <ref name="demand" />
1970 77.300 <ref>Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1972</ref>
1972 79.085

Persönlichkeiten

Landräte

Vertreter des Kreises im Nassauischen Kommunallandtag

Von 1866 bis zur Verwaltungsreform 1885/86 waren jeweils zwei Vertreter des Kreises im Nassauischen Kommunallandtag vertreten. Danach wurde die Direktwahl eingeführt. Die vom Kreistag gewählten Mitglieder waren:

Gemeinden

Der Landkreis umfasste zuletzt drei Städte und 112 Ortsgemeinden:

In den Jahren 1969 und 1971 verloren die folgenden Gemeinden ihre Eigenständigkeit:

Die Gemeinde Rotenhain hieß bis 1937 Rotzenhahn und die Gemeinde Neuhochstein hieß bis 1927 Kackenberg.

Kfz-Kennzeichen

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen WEB zugewiesen. Es leitet sich von der ehemaligen Kreisstadt Westerburg ab und wurde bis zum 15. März 1974 ausgegeben.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Hinweisbaustein