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Stockum-Püschen

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Wappen Deutschlandkarte
Datei:Wappen Stockum-Püschen.svg
Stockum-Püschen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Stockum-Püschen hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 50° 36′ N, 7° 54′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|07143298}}Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 50° 36′ N, 7° 54′ O
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Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Westerburg
Höhe: 452 m ü. NHN
Fläche: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km²
Einwohner: {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|07143298}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code QUELLE}}</ref>
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km²
Postleitzahl: 56459
Vorwahl: 02661
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 298
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Neumarkt 1
56457 Westerburg
Website: www.stockum-pueschen.de
Ortsbürgermeister: Pierre Held
Lage der Ortsgemeinde Stockum-Püschen im Westerwaldkreis
Datei:Stockum-Püschen im Westerwaldkreis.png
Karte

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Stockum-Püschen ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Westerburg an.

Geographie

Stockum-Püschen liegt am südlichen Hang des Naturdenkmals Götzenberg neun Kilometer von Westerburg entfernt. Es ist ein bedeutender Standort des Basaltbergbaus. Die höchste Erhebung ist der Götzenberg mit 501 m ü. NHN.

Die Gemeinde besteht aus den beiden Ortsteilen Stockum und Püschen.<ref name="GV2022p78">Vorlage:GemeindeverzeichnisRP/lang</ref>

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung Stockums erfolgte im Jahr 1235. Möglicherweise geht der Name auf das althochdeutsche stoc für Baumstumpf zurück. Der Ort gehörte spätestens ab der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts zum Kirchspiel und Gericht Rotenhain. Aus dem Kirchspiel wurde Stockum 1563 im Zug der Reformation herausgelöst und nach Marienberg umgepfarrt.

Die 1547 erbaute Stockumer Mühle liegt heute in der Gemarkung von Rotenhain. 1801 bestand eine gemeinsame Winterschule für Stockum und Püschen.

Der Ort war Ursprung zweier niederadliger Familien: Die von Stockheim mit dem Lilienwappen sind von 1235 bis 1437 nachgewiesen. Ihr Streubesitz erstreckte sich von Koblenz bis nach Limburg an der Lahn. Die von Krombach genannt von Stockum werden von 1350 bis 1421 erwähnt. Ihre Besitzungen waren auf den Raum Montabaur und Westerburg beschränkt.

Püschen wurde erstmals 1386 urkundlich erwähnt. Für 1721 sind erstmals ein Bürger- oder Bauernmeister sowie ein Wald- und Flurschütze erwähnt. Der Ort gehörte zum Kirchspiel und Gericht Höhn. Für 1525 sind vier Hausgesesse überliefert, für 1665 drei Häuser. 1750 wurden 46 Einwohner gezählt und 1809 76 Einwohner.<ref>Hellmuth Gensicke: Kirchspiel und Gericht Höhn. In: Nassauische Annalen Band 93, 1982, S. 193f.</ref>

Stockum-Püschen wurde am 1. Januar 1969 aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Stockum und Püschen neu gebildet.<ref name="GV2016p179">Vorlage:GemeindeverzeichnisRP/lang</ref>

1545 wurden in Stockum 4 Türkensteuerpflichtige erfasst, 1572 sieben Schatzungspflichtige. 1738 werden zwölf Feuerstellen genannt, 1809 und 1850 jeweils 113 Einwohner.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Stockum-Püschen besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.<ref>Anja Fellinger (Wahlleiterin): Amtlicher Teil: Bekanntmachung des Ergebnisses der Wahl zum Gemeinderat der Ortsgemeinde Stockum-Püschen am 9. Juni 2024. In: Wäller Wochenspiegel – Anzeiger für die Verbandsgemeinde Westerburg, Ausgabe 25/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, 11. Juni 2024, abgerufen am 26. Oktober 2025.</ref>

Bürgermeister

Pierre Held wurde am 26. Juni 2019 Ortsbürgermeister von Stockum-Püschen.<ref>Pierre Held, Anja Fellinger: Niederschrift über die Sitzung des Gemeinderates der Ortsgemeinde Stockum-Püschen am 26. Juni 2019. In: Wäller Wochenspiegel – Anzeiger für die Verbandsgemeinde Westerburg, Ausgabe 28/2019. Abgerufen am 13. Juli 2020.</ref> Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 88,66 % gewählt worden.<ref>Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. Mai 2021; abgerufen am 13. Juli 2020 (siehe Westerburg, Verbandsgemeinde, 21. Ergebniszeile).</ref> Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde er als einziger Bewerber mit 76,9 % für weitere fünf Jahre wiedergewählt.<ref>Stockum-Püschen, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Stockum-Püschen. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 26. Oktober 2025.</ref>

Helds Vorgängerin Anja Fellinger hatte das Amt nach erfolgter Neuwahl seit dem 29. Mai 2018 ausgeübt.<ref>Anja Fellinger: Niederschrift über die Sitzung des Gemeinderates der Ortsgemeinde Stockum-Püschen am 29. Mai 2018. In: Wäller Wochenspiegel – Anzeiger für die Verbandsgemeinde Westerburg, Ausgabe 25/2019. Abgerufen am 13. Juli 2020.</ref>

Sehenswürdigkeiten

Zwischen den Ortsgemeinden Stockum-Püschen, Enspel und Nistertal liegt der Tertiär- und Industrie-Erlebnispark Stöffel, auch Stöffelpark genannt. Hier findet man eine der bedeutendsten Fossillagerstätten und ein sehenswertes Industrie-Ensemble. Am Rande des Stöffelparks wurde ein Aussichtsturm erstellt.

Im Ort befinden sich zwei Brunnenplätze, ein Dorfplatz mit dem restaurierten alten Dorfkreuz von Püschen, ein Dorfplatz mit Kriegerehrenmal und ein Dorfplatz mit Kinderspielgeräten. Insgesamt stehen den Jüngsten zurzeit fünf Kinderspielplätze zur Verfügung. Eine Skateanlage, die weit über die Grenzen des Dorfes bekannt ist, befindet sich im Norden des Dorfes.

Im Ortsteil Püschen befindet sich eine Marienkapelle, die von der Ortsgemeinde erworben und im Jahre 1997 renoviert wurde. In Stockum findet man auch einen alten Bildstock. Ein weiterer Bildstock wurde auf dem Götzenberg errichtet. Im Obergeschoss des Bürgermeisteramtes wurde ein Bildermuseum geschaffen, in dem mittlerweile ca. 500 alte Bilder aus der Vergangenheit des Dorfes ausgestellt sind.

Die Götzenberghalle, die im Herbst 1995 ihrer Bestimmung übergeben wurde, wird von den Bürgern, den Vereinen und der Stöffelmaus-Grundschule genutzt. Ende des Jahres 2000 wurde auf dem Götzenberg von Bergwanderern aus der Gemeinde ein Gipfelkreuz errichtet.

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Wirtschaft und Infrastruktur

Im Stöffel befindet sich eines der größten Basaltabbaugebiete im nördlichen Rheinland-Pfalz. Hier wird seit dem Jahr 1900 Basaltgestein abgebaut.

Verkehr

Literatur

  • Hellmuth Gensicke: Kirchspiel und Gericht Rotenhain. In: Nassauische Annalen. 79. Band, 1968, S. 241–262.
  • Willi Schlag: Stockum-Püschen 1235–1985 in guten und bösen Zeiten. Geschichte eines kleinen Westerwalddorfes. 2 Bände: Chronik und Festschrift. Gemeindeverwaltung Püschen 1985.
  • Hans-Joachim Häbel: Die Kulturlandschaft auf der Basalthochfläche des Westerwaldes vom 16. bis 19. Jahrhundert. Historische Kommission für Nassau, Wiesbaden 1980. (Zahlreiche Erwähnungen von Püschen.)
  • A[malie] Wittmann: Aus der Schule geplaudert. Band II. Verbandsgemeinde Westerburg 2000. S. 90–98, 228–241.

Weblinks

Einzelnachweise

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