Die Grüne Huschspinne (Micrommata virescens) ist eine Spinne aus der Familie der Riesenkrabbenspinnen (Sparassidae). Sie ist paläarktisch verbreitet, dabei jedoch als xerophile (wärmeliebende) in den südlichen Breiten ihres Vorkommensgebiets häufiger und bewohnt bevorzugt trockenwarme Habitate (Lebensräume). Ferner ist die Grüne Huschspinne die einzige in Mitteleuropa natürlich vorkommende Riesenkrabbenspinne. Die Art ist eine mittelgroße Spinne und erhält ihren Trivialnamen durch die vor allem beim Weibchen ausgeprägte Grünfärbung, während das Männchen vermehrt olivgrüne bis gelbe wie auch rote Farbelemente aufweist. Bei der Grünen Huschspinne handelt es sich wie bei allen Huschspinnen (Micrommata) und somit im Gegensatz zu den meisten anderen Riesenkrabbenspinnen um eine tagaktive Art, die sich bevorzugt in niedrigem Gebüsch oder höheren Gräsern aufhält, wo sie aufgrund ihrer Färbung gut getarnt ist. Sie ernährt sich wie alle Spinnen räuberisch und erlegt wie für Riesenkrabbenspinnen üblich Beutetiere freilaufend und somit ohne ein Fangnetz. Der Paarung geht eine ausgeprägte Balz voraus und ein begattetes Weibchen fertigt im Sommer einen Brutgespinst an, in dem es seinen Eikokon deponiert. Es betreibt Brutpflege und bewacht sowohl das Eigelege als auch die frisch geschlüpften Nachkommen, ehe diese sich selbstständig verstreuen und selbstständig über mehrere Fresshäute (Häutungsstadien) heranwachsen. Die Arachnologische Gesellschaft kürte die Grüne Huschspinne zur Spinne des Jahres 2004.
Die Gewöhnliche Fischernetzspinne (Segestria senoculata), manchmal wie die Familie nur als Fischernetzspinne bezeichnet, ist eine Webspinne aus der Familie der Fischernetzspinnen (Segestriidae). Sie ist paläarktisch verbreitet und bewohnt vorzugsweise Wälder. Wie alle Fischernetzspinnen zeichnet sie sich durch das langgestreckte Erscheinungsbild, die charakteristische Beinstellung der drei nach vorne gerichteten Beinpaare und die sechs (anstelle der bei Spinnen üblichen acht) Augen aus. Die Art ist eine mittelgroße Spinne mit mehrheitlich brauner Färbung. Auch das Verhalten der Gewöhnlichen Fischernetzspinne entspricht grundsätzlich dem anderer Fischernetzspinnen. Sie legt demnach ein Trichternetz an, das sich weiter hinten zu einer Wohnröhre verjüngt, die der Spinne als Aufenthaltsort dient. Von dort aus gehen trichterförmig mehrere wie Stolperdrähte funktionierende Spinnfäden aus. Sie dienen der der Spinne dazu, Beutetiere zu immobilisieren und deren Lokalisierung seitens der Spinne zu ermöglichen. Geortete Beute wird dann schnell gepackt und in die Wohnröhre zum Verzehr transportiert. Vor der Paarung findet eine Balz statt. Ein begattetes Weibchen legt daraufhin einen Eikokon an und bewacht ihn in seiner Wohnröhre. Die geschlüpften Jungtiere wachsen anschließend selbstständig über mehrere Häutungsstadien heran. Die Arachnologische Gesellschaft (AraGes) wählte die Gewöhnliche Fischernetzspinne zur Spinne des Jahres 2025.
Die Südliche Schwarze Witwe (Latrodectus mactans), meist nur Schwarze Witwe genannt, ist eine Spinne aus der Familie der Kugelspinnen (Theridiidae). Die anpassungsfähige Spinne bewohnt eine Vielzahl an Habitaten (Lebensräumen) auf dem amerikanischen Doppelkontinent und ist aufgrund ihrer Synanthropie (Anpassung an menschliche Siedlungsbereiche) auch in und an Gebäuden sowie weiteren vom Menschen geschaffenen Nutzflächen häufig anzutreffen. Sie war ursprünglich im Südosten Nordamerikas sowie in Teilen Mittelamerikas heimisch, wurde jedoch in Asien und Südamerika eingeführt. Die Art ist ein mittelgroßer Vertreter der Echten Webspinnen (Araneomorphae) und wie alle Echte Witwen (Gattung Latrodectus) eine vergleichsweise große Kugelspinne, wobei das Weibchen wie auch bei anderen Arten der Gattung wesentlich größer als das Männchen wird. Das Weibchen der Südlichen Schwarzen Witwe teilt mit anderen Arten der Echten Witwen die schwarze Grundfarbe, was zur deutschsprachigen Bezeichnung „Schwarze Witwen“ geführt hat, während das kontrastreicher gefärbte Männchen mehrheitlich verschiedene Brauntöne aufweist. Die Spinne besitzt auf der ventralen (unteren) Fläche des Opisthosomas (Hinterleibs) die dort für Echte Witwen typische und im Falle dieser Art orange oder rötliche Sanduhrzeichnung. Wie alle Spinnen lebt die Südliche Schwarze Witwe räuberisch. Die Südliche Schwarze Witwe zählt zu den bekanntesten Giftspinnen überhaupt und zu den wenigen Spinnen weltweit, deren Biss auch für einen gesunden erwachsenen Menschen mit lebensbedrohlichen Komplikationen einhergehen kann.
Die Große Rindenspringspinne oder einfach Rindenspringspinne (Marpissa muscosa), auch Rindenstreckspringer genannt, ist eine Spinne aus der Familie der Springspinnen (Salticidae). Sie ist paläarktisch verbreitet und besiedelt vor allem sonnige Baumstämme, Pfosten oder Holzstapel. Die Art zählt dank ihrer Anpassungsfähigkeit zu den in Mitteleuropa häufigen Vertretern ihrer Familie und fällt durch ihre für Springspinnen stattliche Größe auf. Ihre Trivialnamen erhielt die Spinne durch ihr gehäuftes Auftreten auf Baumrinde. Bei der Rindenspringspinne handelt es sich um eine tagaktive Art, die als Aufenthaltsort für die Nacht ein Wohngespinst etwa unter Rinde anlegt. Beutetiere werden von der wie alle Spinnen räuberisch lebenden Rindenspringspinne nach Eigenart der Familie im Sprung erbeutet. Auffällig ist die innerartliche Hierarchie, die beim Jagdverhalten zum Vorschein kommt. Zum Beutespektrum zählen beliebige Insekten, auch solche, die größer als die Spinne selbst sind. Vor der Paarung findet eine für Springspinnen typisch ausgeprägte Balz statt. Ein begattetes Weibchen der Rindenspringspinne legt mehrere Eikokons ab, deponiert sie in seinem Wohngespinst und bewacht diese dort, betreibt also Brutpflege. Die geschlüpften Jungtiere werden nach dem Schlupf selbstständig und wachsen innerhalb zweier Jahre über mehrere Fresshäute (Häutungsstadien) heran.