Schockenmühle
Schockenmühle Kreisfreie Stadt Ansbach
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(7)&title=Schockenm%C3%BChle 49° 18′ N, 10° 37′ O
{{#coordinates:49,2975|10,615556|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Schockenmühle | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 407 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 7 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987" /> | |||||
| Postleitzahl: | 91522 | |||||
| Vorwahl: | 0981 | |||||
Schockenmühle (fränkisch: Schoknmil<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 171. Dort folgendermaßen transkribiert: „schǫknmíl“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Schockenmühle liegt in der Gemarkung Eyb.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Die Einöde liegt am Eichenbach, einem linken Zufluss der Fränkischen Rezat. Ein Anliegerweg führt nach Eyb (0,2 km westlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 21. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1410 als „Hupffenmül“ erstmals urkundlich erwähnt und seit 1732 als „Schocken Mühl“. Benannt wurde die Mühle nach dem Familiennamen des Gründers Hupf bzw. Hüpf. Spätestens 1732 wurde sie nach dem Familiennamen des damaligen Besitzers Schock umbenannt.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 171.</ref> Die heutige Mühle wurde 1752 erbaut, möglicherweise als Ersatz für eine Mühle, die ca. 100 Meter bachabwärts gestanden haben muss. Sie diente bis 1970 als Getreide- und Sägemühle.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Schockenmühle zur Realgemeinde Untereichenbach. Die Mühle hatte das brandenburg-ansbachische Stiftsamt Ansbach als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Schockenmühle die Hausnummer 1 des Ortes Untereichenbach.<ref name="J917">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 917.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Schockenmühl. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 24 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 166.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J987">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 987f.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Schockenmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Eyb und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Eyb zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> Diese wurde am 1. Oktober 1970 in die Stadt Ansbach eingegliedert.<ref name="J987"/><ref>Ansbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 17. März 2025.</ref>
Baudenkmal
- Wassermühle, Untereichenbach Haus Nr. 1: zweigeschossiger Bau mit Zwerchgiebel, Portal bezeichnet „1752“, Anbau bezeichnet „1776“. Scheune von 1848 mit Schleppgauben.<ref>Denkmalliste für Ansbach (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Einwohnerentwicklung
<templatestyles src="FN/styles.css" />
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Alban (Sachsen bei Ansbach) gepfarrt,<ref name="J917"/> seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Pfarrei St. Lambertus (Eyb) zuständig.<ref>Vorlage:Bayern Evangelisch 1821</ref> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Schockenmühl. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 166 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 171.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 140.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Schockenmühle in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Schockenmühle im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Aumühle | Bernhardswinden | Brodswinden | Claffheim | Dautenwinden | Deßmannsdorf | Dombach im Loch | Dornberg | Egloffswinden | Elpersdorf b.Ansbach | Eyb | Fischhaus | Galgenmühle | Geisengrund | Gösseldorf | Hammerschmiede | Heimweg | Hennenbach | Höfen | Höfstetten | Hohe Fichte | Höllmühle | Käferbach | Kaltengreuth | Kammerforst | Katterbach | Kurzendorf | Liegenbach | Louismühle | Meinhardswinden | Mittelbach | Neudorf | Neuses b.Ansbach | Oberdombach | Obereichenbach | Pfaffengreuth | Rabenhof | Schalkhausen | Scheermühle | Schockenmühle | Steinersdorf | Strüth | Untereichenbach | Walkmühle | Wallersdorf | Wasserzell | Weinberg | Wengenstadt | Windmühle (bei Elpersdorf) | Windmühle (bei Pfaffengreuth) | Winterschneidbach | Wolfartswinden | Wüstenbruck
Sonstige Wohnplätze: Brodswindener Mühle | Höfstetter Mühle | Neudorfer Mühle | Untereichenbacher Mühle | Wasserzeller Mühle
Wüstungen: Fallhaus | Voggenhof | Voggenmühle | Weidenmühle | Ziegelhütte