Rosenberg (Rügland)
Rosenberg Gemeinde Rügland
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(58)&title=Rosenberg 49° 24′ N, 10° 36′ O
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| Höhe: | 449 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 58 (Jan. 2014)<ref name="Rügland">www.ruegland.de</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91622 | |||||
| Vorwahl: | 09828 | |||||
Rosenberg (fränkisch: Rosnberch<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 159. Dort folgendermaßen transkribiert: „rōsnberch“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Rügland im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Rosenberg liegt in der Gemarkung Rügland.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Unmittelbar nördlich des Dorfes erhebt sich der Rosenberg (458 m ü. NHN). Die Staatsstraße 2255 führt nach Rügland (0,4 km südwestlich) bzw. nach Frickendorf (1,6 km nordöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Götteldorf (2 km östlich), eine weitere nach Neustetten (5,5 km westlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ortsname leitet sich von der Burg Rosenberg ab, deren Besitzer Eberhart von Rosenbergk 1398 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Beim Burgnamen handelt es sich um einen Fantasienamen, der nicht auf eine reale Gegebenheit verweist, wie es bis ins 13. Jahrhundert noch üblich war. Daraus kann geschlossen werden, dass die Burg wohl erst im 14. Jahrhundert erbaut wurde, als solche Fantasiebezeichnungen aufkamen. Der Ort selbst wurde 1442 als „Roßenberg“ erstmals urkundlich erwähnt.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 159f.</ref>
Rosenberg war von Anfang an im Besitz der Herren von Vestenberg zu Rosenberg, bis diese Linie 1586 mit dem letzten Nachkommen Ritter Crafft von Vestenberg zu Rosenberg und Elpersdorf ausstarb. Zu diesem Zeitpunkt war die kleine Abschnittsburg bereits baufällig. Erhalten geblieben sind lediglich der Burgstall, einige Wälle und eine Eckturmruine aus Blasensandstein.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Rosenberg 13 Anwesen (1 Gut mit Wirtschafts- und Backgerechtigkeit, 2 Köblergüter, 10 Leerhäuser). Das Hochgericht übte das Rittergut Rügland der Herren von Crailsheim im begrenzten Umfang aus. Es hatte ggf. an das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Rittergut Rügland. Neben den Anwesen gab es herrschaftliche (Bauhof, Schafhaus) und kommunale Gebäude (Hirtenhaus).<ref name="J903">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 903.</ref> Es gab zu dieser Zeit 14 Untertansfamilien.<ref>Johann Bernhard Fischer: Rosenberg. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 24 (Digitalisat).</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1007.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Rosenberg dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Rügland und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Rügland zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstand der ganze Ort von 1820 bis 1848 dem Patrimonialgericht Rügland.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 972, 1007.</ref>
Baudenkmäler
- Burgstall, wohl von einer ehemaligen Abschnittsburg, Eckturmruine mit Spitzbogenfenster, Bruchmauerwerk, Sandstein, mit Wällen, Mauern und Graben<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Rügland (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Haus Nr. 11, ein ehemaliger Gutshof der Herren von Crailsheim, ein zweigeschossiger Bau des 18. Jahrhunderts mit Walmdach, Ladeerker und Schleppgauben<ref name="Denkmalliste"/>
- Ziehbrunnen zu Haus Nr. 4: wohl des 18. Jahrhunderts mit Rechteckbecken sowie Gebälkaufbau mit Brunnenrad und Ziegeldach<ref name="Denkmalliste"/>
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Margaretha (Rügland) gepfarrt.<ref name="J903"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Wanderwege
Durch Rosenberg führen die Fernwanderwege Ansbacher Weg und Deutschherrenweg; ebenso der Rundwanderweg Bibertrundweg.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Rosenberg. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 588 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 159–160.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 134.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Vorlage:Landgericht Ansbach 1809
Weblinks
- Rosenberg. In: ruegland.de. Abgerufen am 19. Juli 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Rosenberg in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Rosenberg im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
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Sonstiger Wohnplatz: Obermühle
Wüstung: Ebenhof