Untere Mühle (Rügland)
Untere Mühle Gemeinde Rügland
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(13)&title=Untere+M%C3%BChle 49° 25′ N, 10° 36′ O
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dim=10000 | globe= | name=Untere Mühle | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 379 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 13 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91622 | |||||
| Vorwahl: | 09828 | |||||
Untere Mühle (fränkisch umgangssprachlich: Schbohza-mil<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 183. Dort folgendermaßen transkribiert: „schbōtsəmíl“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Rügland im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Untere Mühle liegt in der Gemarkung Unternbibert.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Der Weiler liegt an der Bibert und dem Stockheimer Bach, der dort als rechter Zufluss in die Bibert mündet. 1 km südwestlich erhebt sich der Rüglander Berg (445 m ü. NHN). Die Kreisstraße AN 24 führt nach Unternbibert (0,7 km westlich) bzw. nach Frickendorf zur Staatsstraße 2255 (1,3 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
In der sogenannten Biberturkunde aus dem Jahr 810 wurde bezeugt, dass ein Graf Eckibert das Dorf „Piparodi“ (Unternbibert) mit allem Zubehör, darunter auch eine Mühle, dem Regensburger Bischof Adalwin übertrug. Nach Elisabeth Fechter ist damit wahrscheinlich die Untere Mühle gemeint, womit sie die älteste bezeugte Mühle im Landkreis Ansbach wäre. Seit 1478 ist der Name „under mülen“ bezeugt.<ref name="Fechter">E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 183.</ref> Ende des 18. Jahrhunderts wurde sie auch „Görchsenmühle“ genannt.<ref name="J919"/> Der umgangssprachliche Name „Schbōtsəmíl“ leitet sich von den Besitzern, den Gebrüdern Spatze, ab, die die Mühle in neuerer Zeit (Anfang 20. Jahrhundert?) erworben hatten.<ref name="Fechter"/>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Untere Mühle zur Realgemeinde Unternbibert. Die Mühle hatte das brandenburg-ansbachische Vogtamt Unternbibert als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Untere Mühle die Hausnummer 34 des Ortes Unternbibert.<ref name="J919">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 919.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J1011">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1001.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde die Untere Mühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Unternbibert und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Unternbibert zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1977 nach Rügland eingemeindet.<ref name="J1011"/><ref>Rügland > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 13. März 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
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Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Unternbibert) gepfarrt.<ref name="J919"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 183.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Mühle (untere) in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Mühle (untere) im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Äußere Mühle | Daubersbach | Fladengreuth | Kräft | Lindach | Obernbibert | Pilsmühle | Rosenberg | Rügland | Stockheim | Unternbibert | Untere Mühle
Sonstiger Wohnplatz: Obermühle
Wüstung: Ebenhof