Stockheim (Rügland)
Stockheim
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(40)&title=Stockheim 49° 24′ N, 10° 34′ O
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dim=10000 | globe= | name=Stockheim | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 423–440 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 40 (Jan. 2014)<ref name="Rügland">www.ruegland.de</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91622 | |||||
| Vorwahl: | 09828 | |||||
Stockheim (fränkisch: „Schdougum“<ref name="Fechter">E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 178.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Rügland im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Stockheim liegt in der Gemarkung Unternbibert.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Der Weiler liegt am Stockheimer Bach, einem rechten Zufluss der Bibert. Im Südwesten grenzt das Ebenholz an, 0,75 km nordöstlich liegt die Flur Vockenloch, 0,75 km südöstlich liegt die Steinleiten. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Unternbibert zur Kreisstraße AN 24 (1,3 km nordöstlich) bzw. zu einer Gemeindeverbindungsstraße (0,6 km südöstlich), die nach Rosenberg zur Staatsstraße 2255 (1,5 km östlich) bzw. nach Neustetten führt (4 km westlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Es ist anzunehmen, dass Stockheim wie die anderen Orte in dieser Gegend, die mit -heim enden (z. B. Görgsheim und Sauernheim), von fränkischen Siedlern im 8. Jahrhundert gegründet wurde.<ref>Konrad Rosenhauer u. a. (Hrsg.): Der Landkreis Ansbach. Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft Hoeppner, Aßling-Pörsdorf 1964, DNB 450093387, OCLC 17146040, S. 23.</ref> Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1250 als „Stockheim“ mit der Bedeutung Zur Wohnstätte bei den ausgestockten Feldern. Es handelt sich also um ein Gebiet, das durch Rodung gewonnen wurde.<ref name="Fechter"/>
Der Würzburger Augustinereremit und Magister Johannes von Karlstadt († 1413)<ref>Erich Schneider: Augustinereremiten in Würzburg. Klöster in Bayern</ref> kaufte im 14. Jahrhundert für 80 Talente in Stockheim ein Gefälle samt den sieben bestehenden Anwesen und schenkte es dem Kloster Heilsbronn. Im Dreißigjährigen Krieg blieb der Ort weitestgehend verschont.<ref>G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 364 f.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Stockheim 8 Anwesen und 1 Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Markt Erlbach im begrenzten Umfang aus. Es hatte ggf. an das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das brandenburg-bayreuthische Kastenamt Neuhof inne. Grundherren waren das Kastenamt Neuhof (2 Höfe, 1 Dreiviertelhof, 3 Güter, 1 Leerhaus) und das Rittergut Rügland der Herren von Crailsheim (1 Gut).<ref name="J914">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 914.</ref> Es gab zu dieser Zeit 7 Untertansfamilien.<ref>Johann Bernhard Fischer: Stockheim. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 25 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 452.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J1011"/>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Stockheim dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Unternbibert und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Unternbibert zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstand ein Anwesen von 1820 bis 1848 dem Patrimonialgericht Rügland.
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Stockheim am 1. Januar 1977 nach Rügland eingemeindet.<ref name="J1011">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 972 und 1011.</ref><ref>Rügland > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 13. März 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Unternbibert) gepfarrt.<ref name="J914"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Stockheim. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 452 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 178.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 364–365 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
Weblinks
- Stockheim. In: ruegland.de. Abgerufen am 19. Juli 2023.
- Stockheim auf der Website bibert.de
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Stockheim in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Stockheim im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Äußere Mühle | Daubersbach | Fladengreuth | Kräft | Lindach | Obernbibert | Pilsmühle | Rosenberg | Rügland | Stockheim | Unternbibert | Untere Mühle
Sonstiger Wohnplatz: Obermühle
Wüstung: Ebenhof