Lindach (Rügland)
Lindach Gemeinde Rügland
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(74)&title=Lindach 49° 23′ N, 10° 35′ O
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dim=10000 | globe= | name=Lindach | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 464 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 74 (Jan. 2014)<ref name="Rügland">www.ruegland.de</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91622 | |||||
| Vorwahl: | 09828 | |||||
Lindach (fränkisch: Linda<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 127.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Rügland im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Lindach liegt in der Gemarkung Rügland.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
0,5 km nordöstlich des Dorfes liegt die Flur Geißleiten, 0,75 km westlich liegt das Waldgebiet Haag. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Staatsstraße 2255 (0,8 km südwestlich), die nach Rügland (2,5 km nordöstlich) bzw. nach Ansbach führt (8,5 km südlich), bzw. zur Kreisstraße AN 9 (1,2 km östlich), die nach Haasgang (1 km nordöstlich) bzw. Neubronn führt (1 km südlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1240 als „Lindach“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet Siedlung bei dem Lindenbestand. Die Endung „-ach“ leitet sich von dem althochdeutschen Kollektivsuffix „-ahi“ ab, das in Verbindung mit Baumnamen besonders häufig anzutreffen ist.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 127. Vgl. dazu auch Birkach.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Lindach 15 Anwesen (1 Drittelhof, 2 Halbhöfe, 9 Köblergüter, 3 Leerhäuser). Das Hochgericht übte das Rittergut Rügland der Herren von Crailsheim im begrenzten Umfang aus. Es hatte ggf. an das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Rittergut Rügland.<ref name="J884">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 884.</ref> Es gab zu dieser Zeit 14 Untertansfamilien.<ref>Johann Bernhard Fischer: Linden. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 22 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 373.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1007.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Lindach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Rügland und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Rügland zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref><ref>Rügland > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 13. März 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Margaretha (Rügland) gepfarrt.<ref name="J884"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Linden. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 373 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Lindach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 833 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 127.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Lindach. In: ruegland.de. Abgerufen am 19. Juli 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Lindach in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Lindach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Sonstiger Wohnplatz: Obermühle
Wüstung: Ebenhof