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Nelson Évora

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Nelson Évora
Medaillenspiegel
Nelson Évora (2015)
Nelson Évora (2015)

Dreisprung

PortugalDatei:Flag of Portugal.svg Portugal
 Olympische Spiele
Gold 2008 Peking Dreisprung
 Weltmeisterschaften
Gold 2007 Osaka Dreisprung
Silber 2009 Berlin Dreisprung
Bronze 2015 Peking Dreisprung
Bronze 2017 London Dreisprung
 Hallenweltmeisterschaften
Bronze 2008 Valencia Dreisprung
Bronze 2018 Birmingham Dreisprung
 Europameisterschaften
Gold 2018 Berlin Dreisprung
 Halleneuropameisterschaften
Gold 2015 Prag Dreisprung
Gold 2017 Belgrad Dreisprung
Silber 2019 Glasgow Dreisprung
 Universiade
Gold 2009 Belgrad Dreisprung
Gold 2011 Shenzhen Dreisprung
 U23-Europameisterschaften
Bronze 2005 Erfurt Dreisprung
 U20-Europameisterschaften
Gold 2003 Tampere Dreisprung
Gold 2003 Tampere Weitsprung

Nelson Évora (* 20. April 1984 in Abidjan, Elfenbeinküste) ist ein portugiesischer Dreispringer und Olympiasieger.

Leben

Datei:Osaka07 D3A Nelson Evora - 1.jpg
Nelson Évora nach dem Gewinn der Goldmedaille 2007 in Osaka
Datei:Nelson Evora Berlin 2009.JPG
Nelson Évora bei den Weltmeisterschaften 2009 in Berlin

Évora wurde als Kind kapverdischer Eltern in der Elfenbeinküste geboren. Seine Eltern zogen mit ihm nach Portugal weiter, als er fünf Jahre alt war. Er hält die kapverdischen Rekorde im Weitsprung mit 7,57 m, aufgestellt im Mai 2002 in Lissabon, und im Dreisprung mit 16,15 m, aufgestellt im Juni 2001 in Braga. 2002 erhielt er dann die portugiesische Staatsbürgerschaft.

Bei den Junioreneuropameisterschaften 2003 in Tampere gewann er im Weitsprung mit 7,83 m und im Dreisprung mit 16,43 m. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen konnte er sich als 40. der Qualifikation im Dreisprung nicht für das Finale qualifizieren. Ein Jahr später bei den Weltmeisterschaften in Helsinki scheiterte er als 14. knapp in der Qualifikation.

Seine erste Endkampfplatzierung bei großen internationalen Meisterschaften erreichte er in Moskau bei den Hallenweltmeisterschaften 2006. Mit 17,16 m wurde er Sechster im Dreisprung. Im Sommer bei den Europameisterschaften 2006 in Göteborg gelang ihm sowohl im Weitsprung als auch im Dreisprung die Finalteilnahme. Mit 7,91 m wurde er Sechster im Weitsprung, im Dreisprung wurde er mit 17,07 m Vierter, nachdem er in der Qualifikation mit 17,23 m zum dritten Mal in seiner Karriere den portugiesischen Landesrekord verbessert hatte. Im Finale hätten die 17,23 m für Silber hinter dem Schweden Christian Olsson ausgereicht. Zum Saisonausklang gewann er Gold bei den Jogos da Lusofonia 2006.

In Birmingham bei den Halleneuropameisterschaften 2007 wurde Évora mit 16,97 m Fünfter im Dreisprung. Bei den Weltmeisterschaften 2007 in Osaka wuchs er über sich hinaus. Mit dem Landesrekord von 17,74 m gewann er Gold vor dem Brasilianer Jadel Gregório und dem Titelverteidiger Walter Davis aus den USA. Nelson Évora ist nach Carlos Calado, der 2001 WM-Dritter im Weitsprung wurde, erst der zweite Portugiese, der eine WM-Medaille in einem Sprungwettbewerb gewinnen konnte. Mit einer Weite von 17,67 m wurde Évora bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking Olympiasieger.

Bei den Weltmeisterschaften 2009 in Berlin gewann er die Silber- und 2015 in Peking die Bronzemedaille.

Bei den Europameisterschaften 2018 in Berlin wurde er Europameister.

Während der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2020 in Tokio war er gemeinsam mit der Judoka Telma Monteiro der Fahnenträger seiner Nation.

Évora ist 1,81 m groß, wiegt 64 kg und startet für Benfica Lissabon.

Persönliche Bestleistungen

  • Weitsprung: 8,10 m, 23. Juni 2007, Mailand
    • Halle: 8,08 m, 11. Februar 2006, Espinho
  • Dreisprung: 17,74 m, 27. August 2007, Osaka

Literatur

  • Peter Matthews (Hrsg.): Athletics 2007. SportsBooks, Cheltenham 2007, ISBN 978-1-899807-49-9.

Weblinks

Commons: Nélson Évora – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Vorlage:Klappleiste/Anfang 1896: Vereinigte Staaten 44Datei:Flag of the United States (1891-1896).svg James Connolly | 1900: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Meyer Prinstein & Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Ray Ewry (aus dem Stand) | 1904: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Meyer Prinstein & Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Ray Ewry (aus dem Stand) | Zwischenspiele 1906: Vereinigtes Konigreich 1801Datei:Flag of the United Kingdom.svg Peter O’Connor | 1908: Vereinigtes Konigreich 1801Datei:Flag of the United Kingdom.svg Tim Ahearne | 1912: SchwedenSchweden Gustaf Lindblom | 1920: FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Vilho Tuulos | 1924: AustralienAustralien Nick Winter | 1928: Japan 1870Japan Mikio Oda | 1932: Japan 1870Japan Chūhei Nambu | 1936: Japan 1870Japan Naoto Tajima | 1948: SchwedenSchweden Arne Åhman | 1952: Brasilien 1889Datei:Flag of Brazil (1889-1960).svg Adhemar da Silva | 1956: Brasilien 1889Datei:Flag of Brazil (1889-1960).svg Adhemar da Silva | 1960: Polen 1944Datei:Flag of Poland (1928-1980).svg Józef Szmidt | 1964: Polen 1944Datei:Flag of Poland (1928-1980).svg Józef Szmidt | 1968: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Wiktor Sanejew | 1972: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Wiktor Sanejew | 1976: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Wiktor Sanejew | 1980: SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Jaak Uudmäe | 1984: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Al Joyner | 1988: Bulgarien 1971Datei:Flag of Bulgaria (1971-1990).svg Christo Markow | 1992: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mike Conley | 1996: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kenny Harrison | 2000: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jonathan Edwards | 2004: SchwedenSchweden Christian Olsson | 2008: PortugalPortugal Nelson Évora | 2012: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Christian Taylor | 2016: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Christian Taylor | 2020: PortugalPortugal Pedro Pichardo | 2024: SpanienSpanien Jordan Díaz

Liste der Olympiasieger in der Leichtathletik Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1934: Willem Peters | 1938: Onni Rajasaari | 1946: Valle Rautio | 1950: Leonid Schtscherbakow | 1954: Leonid Schtscherbakow | 1958: Józef Szmidt | 1962: Józef Szmidt | 1966: Georgi Stojkowski | 1969: Wiktor Sanejew | 1971: Jörg Drehmel | 1974: Wiktor Sanejew | 1978: Miloš Sreiović | 1982: Keith Connor | 1986: Christo Markow | 1990: Leonid Woloschin | 1994: Denis Kapustin | 1998: Jonathan Edwards | 2002: Christian Olsson | 2006: Christian Olsson | 2010: Phillips Idowu | 2012: Fabrizio Donato | 2014: Benjamin Compaoré | 2016: Max Heß | 2018: Nelson Évora | 2022: Pedro Pichardo | 2024: Jordan Díaz Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Halleneuropameister im Dreisprung

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