Mündersbach
| Wappen | Deutschlandkarte | |||||
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| Datei:DEU Mündersbach COA.svg |
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| Basisdaten | ||||||
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 50° 36′ N, 7° 44′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|07143268}}
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| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |||||
| Landkreis: | Westerwaldkreis | |||||
| Verbandsgemeinde: | Hachenburg | |||||
| Höhe: | 310 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km² | |||||
| Einwohner: | {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|07143268}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | QUELLE}}</ref> | ||||
| Bevölkerungsdichte: | Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km² | |||||
| Postleitzahl: | 56271 | |||||
| Vorwahl: | 02680 | |||||
| Kfz-Kennzeichen: | WW | |||||
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 43 268 | |||||
| LOCODE: | DE 5HL | |||||
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Gartenstraße 11 57627 Hachenburg | |||||
| Website: | www.muendersbach.de | |||||
| Ortsbürgermeisterin: | Iris Arens | |||||
| Lage der Ortsgemeinde Mündersbach im Westerwaldkreis | ||||||
Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata
Mündersbach ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hachenburg an.
Geographische Lage
Die Gemeinde liegt zwischen Hachenburg und Herschbach und ist von den Waldgebieten Roßbacher Wald, Höchstenbacher Wald und Kuheck (Marother Wald) umgeben. Nachbargemeinden sind Höchstenbach im Norden, Schenkelberg im Osten, Freirachdorf im Süden und Roßbach im Westen der Gemeinde. Im Osten erhebt sich der Hartenfelser Kopf. Bei Mündersbach entspringt der Holzbach.
Geschichte
Der Ort wurde erstmals 1247 urkundlich erwähnt, als Theoderich der Jüngere von Isenburg seine Güter in Mündersbach verschenkte.<ref name="homepage">Volker Ecker: Mündersbach Dorfporträt. Aus: Mündersbach von der Hofsiedlung zum Industriestandort 1247-1998. Ortsgemeinde Mündersbach, abgerufen am 9. Oktober 2021.</ref>
Mündersbach gehörte zum Kirchspiel Höchstenbach und bis Ende des 18. Jahrhunderts landesherrlich zur Grafschaft Sayn. Die Einwohner wurden nach der Einführung der Reformation in der Grafschaft Sayn erst lutherisch und später reformiert.<ref>Daniel Schneider: Die Entwicklung der Konfessionen in der Grafschaft Sayn im Grundriss, in: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 58 (2015), S. 74–80.</ref> Nach der Landesteilung der Grafschaft Sayn im 17. Jahrhundert gehörte Mündersbach zur Grafschaft Sayn-Hachenburg.
1799 kam die Grafschaft auf dem Erbweg an die Fürsten von Nassau-Weilburg. Im Zusammenhang mit der Bildung des Rheinbundes kam die Region und damit auch Mündersbach 1806 an das neu errichtete Herzogtum Nassau. Unter der nassauischen Verwaltung war Mündersbach dem Amt Hachenburg zugeordnet. Nach der Annexion des Herzogtums Nassau, kam der Ort 1866 an das Königreich Preußen und gehörte von 1868 an zur Provinz Hessen-Nassau und zum Oberwesterwaldkreis. Seit 1946 ist Mündersbach Teil des Landes Rheinland-Pfalz.
- Bevölkerungsentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Mündersbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:<ref name="regionaldaten">Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 9. Oktober 2021</ref>
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Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat in Mündersbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender.<ref>Wiebke Szczesny-Bersch (Wahlleiterin): Bekanntmachung des Ergebnisses zur Wahl des Gemeinderates Mündersbach am 9. Juni 2024. In: Inform – Wochenzeitung der Verbandsgemeinde Hachenburg, Ausgabe 25/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, 14. Juni 2024, abgerufen am 1. Oktober 2025.</ref>
Bürgermeister
Iris Arens wurde am 20. Januar 2025 Ortsbürgermeisterin von Mündersbach.<ref name="Wahl_2025">Iris Arens (Ortsbürgermeisterin): Wahl einer neuen Gemeindespitze. In: Inform – Wochenzeitung der Verbandsgemeinde Hachenburg, Ausgabe 5/2025. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, abgerufen am 1. Oktober 2025.</ref> Da bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 kein gültiger Wahlvorschlag eingereicht wurde,<ref>Mündersbach, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Mündersbach. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 1. Oktober 2025.</ref> oblag die Neuwahl des Bürgermeisters gemäß rheinland-pfälzischer Gemeindeordnung dem Rat, der jedoch zunächst keinen Bewerber finden konnte. Die bisherige Ortsbürgermeisterin kandidierte nicht erneut. Daher wurde im Juli 2024 von der Kommunalaufsicht gemäß § 124 GemO mit Marco Dörner, Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde, ein Beauftragter eingesetzt, der die notwendigen Amtsgeschäfte zunächst fortführte.<ref>Wiebke Szczesny-Bersch (Ortsbürgermeisterin): Konstituierende Sitzung des Gemeinderates der Ortsgemeinde Mündersbach. In: Inform – Wochenzeitung der Verbandsgemeinde Hachenburg, Ausgabe 26/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, abgerufen am 1. Oktober 2025.</ref><ref>Sitzung des Ortsgemeinderates von Mündersbach am 08. August 2024. In: Inform – Wochenzeitung der Verbandsgemeinde Hachenburg, Ausgabe 33/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, abgerufen am 1. Oktober 2025.</ref> Diese Verwaltung endete im Januar 2025 mit der einstimmigen Wahl von Iris Arens zur neuen Ortsbürgermeisterin.<ref name="Wahl_2025" />
Die Vorgängerin Wiebke Szczesny-Bersch hatte das Amt am 31. Januar 2022 übernommen, nachdem sie die Aufgabe bereits seit September 2021 als Beigeordnete kommissarisch ausgeübt hatte.<ref>Wolfgang Rabsch: Wiebke Szczesny-Bersch ist neue Bürgermeisterin in Mündersbach. In: WW-Kurier. MVV Medienverlag Westerwald-Sieg UG & Co. KG, Wissen, 1. Februar 2022, abgerufen am 7. März 2022.</ref> Bei einer ersten Direktwahl am 26. September erreichte der einzige Bewerber die notwendige Mehrheit nicht.<ref>Thomas Sonnenschein: Mündersbach ohne neuen Bürgermeister. In: WW-Kurier. MVV Medienverlag Westerwald-Sieg UG & Co. KG, Wissen, 29. September 2021, abgerufen am 9. Oktober 2021.</ref> Bei der Wiederholungswahl am 23. Januar 2022 konnte sich Szczesny-Bersch mit einem Stimmenanteil von 71,04 % durchsetzen.<ref>Kai Neuer: Bekanntmachung des Ergebnisses der Wahl der Ortsbürgermeisterin/des Ortsbürgermeisters der Ortsgemeinde Mündersbach am 23. Januar 2022. In: Inform – Wochenzeitung der Verbandsgemeinde Hachenburg, Ausgabe 4/2022. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, 25. Januar 2022, abgerufen am 7. März 2022.</ref>
Szczesny-Berschs Vorgänger Helmut Kempf hatte das Amt am 1. Mai 2011 angetreten.<ref name="Wahl3Dörfer">In drei Dörfern im Westerwald gibt es neue Ortsbürgermeister. In: Westerwälder Zeitung. Mittelrhein-Verlag GmbH, Koblenz, 27. März 2011, abgerufen am 7. Juni 2020.</ref> Zuletzt bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 83,89 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.<ref>Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Hachenburg, Verbandsgemeinde, 24. Ergebniszeile. Abgerufen am 7. Juni 2020.</ref> Zum 30. September 2021 legte Kempf sein Amt jedoch aus ortspolitischen Gründen vorzeitig nieder, wodurch eine Neuwahl erforderlich wurde.<ref>Nadja Hoffmann-Heidrich: Wegen fehlender Mehrheit im Rat: Helmut Kempf tritt als Mündersbacher Ortschef zurück. In: Westerwälder Zeitung. Mittelrhein-Verlag GmbH, Koblenz, 24. Juli 2021, abgerufen am 7. März 2022 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).</ref> Kempfs Vorgänger Winfried Himmerich hatte das Amt 2011 aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben.<ref name="Wahl3Dörfer" />
Wappen
| [[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen von Mündersbach]] | Blasonierung: „Gespalten von Rot und Silber. Vorn ein gestürztes silbernes Schwert mit schwarz-silbernem Griff, rundem goldenem Knauf und mit runden schwarzen Knöpfen an der goldenen Parierstange. Hinten eine blaue Wellenleiste, darüber eine schwarze Glocke, darunter ein achtspeichiges schwarzes Mühlrad.“ |
| Wappenbegründung: Das Wappen spielt in seiner rot-weißen Farbgebung auf das im Ort begüterte Adelsgeschlecht von Isenburg an. Das Schwert symbolisiert die Tradition der Ortschaft als Gerichtsstandort. Die Glocke steht für die Antoniuskapelle im Ort. Das blaue Wellenband nimmt Bezug auf die Gewässer in der Ortsgemeinde und spielt gleichzeitig auf den Ortsnamen an. Das Mühlrad stellt die Tradition als Mühlenstandort dar.<ref name="homepage" /><ref>Zur geschichtlichen Entwicklung der Mühlen in der Grafschaft Sayn vgl. Daniel Schneider: Das Mühlengewerbe in der Grafschaft Sayn-Altenkirchen. In: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 59. 2016, S. 219–237.</ref> |
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Kulturdenkmäler
Mündersbacher Kirche
Das Kirchengebäude entstand 1901/1902 als zweiklassige Volksschule. Nach der Schulreform 1973 und dem Ende des Schulbetriebes in Mündersbach erwarb die Kirchengemeinde das Gebäude und richtete es als Kirche her.<ref>Hansalfred Köhler: Mündersbacher Kirche. Ortsgemeinde Mündersbach, abgerufen am 9. Oktober 2021.</ref>
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
- Die Gemeinde liegt direkt an der B 413 von Bendorf nach Hachenburg.
- Die nächsten Autobahnanschlussstellen sind in Dierdorf, Neuwied sowie Ransbach-Baumbach an der A 3 Köln–Frankfurt am Main, jeweils etwa 15 Kilometer entfernt.
- Der nächstgelegene ICE-Halt ist der Bahnhof Montabaur an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main. Beide Ballungszentren erreichen die Züge in 30 bis 40 Minuten.
Von 1901 bis 1950 verkehrte in Mündersbach die Kleinbahn Selters–Hachenburg. (Selters - Wahlrod - Hattert - Hachenburg).
Öffentliche Einrichtungen
Die Gemeinde verfügt über einen Sportplatz mit Flutlichtanlage und eine Tennisanlage mit drei Plätzen. Die Kinder des Dorfes vergnügen sich auf öffentlichen Bolz- und Spielplätzen. Die Ortsgemeinde Mündersbach unterhält ein Gemeindehaus (Mehrzweckhalle) und einen Kindergarten in kommunaler Trägerschaft.
Persönlichkeiten
- Benjamin Daniel (* 1983), Journalist, wuchs in Mündersbach auf
Siehe auch
Literatur
- Volker Ecker: Mündersbach. Von der Hofsiedlung zum Industriestandort. 1247–1998, Mündersbach 1998.
- Daniel Schneider: Die Entwicklung der Konfessionen in der Grafschaft Sayn im Grundriss, in: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 58 (2015), S. 74–80.
Weblinks
- Website der Ortsgemeinde Mündersbach
- Ortsgemeinde Mündersbach auf den Webseiten der Verbandsgemeinde Hachenburg
- Literatur über Mündersbach in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie
Einzelnachweise
<references />
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Alpenrod | Astert | Atzelgift | Borod | Dreifelden | Gehlert | Giesenhausen | Hachenburg | Hattert | Heimborn | Heuzert | Höchstenbach | Kroppach | Kundert | Limbach | Linden | Lochum | Luckenbach | Marzhausen | Merkelbach | Mörsbach | Mudenbach | Mündersbach | Müschenbach | Nister | Roßbach | Steinebach an der Wied | Stein-Wingert | Streithausen | Wahlrod | Welkenbach | Wied | Winkelbach
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Städte: Bad Marienberg (Westerwald) | Hachenburg | Höhr-Grenzhausen | Montabaur | Ransbach-Baumbach | Rennerod | Selters (Westerwald) | Westerburg | Wirges
Gemeinden: Ailertchen | Alpenrod | Alsbach | Arnshöfen | Astert | Atzelgift | Bannberscheid | Bellingen | Berod bei Wallmerod | Berzhahn | Bilkheim | Boden | Bölsberg | Borod | Brandscheid | Breitenau | Bretthausen | Caan | Daubach | Deesen | Dernbach (Westerwald) | Dreifelden | Dreikirchen | Dreisbach | Ebernhahn | Eitelborn | Elbingen | Ellenhausen | Elsoff (Westerwald) | Enspel | Ettinghausen | Ewighausen | Fehl-Ritzhausen | Freilingen | Freirachdorf | Gackenbach | Gehlert | Gemünden | Giesenhausen | Girkenroth | Girod | Goddert | Görgeshausen | Großholbach | Großseifen | Guckheim | Hahn am See | Hahn bei Marienberg | Halbs | Hardt | Hartenfels | Härtlingen | Hattert | Heilberscheid | Heiligenroth | Heimborn | Helferskirchen | Hellenhahn-Schellenberg | Hergenroth | Herschbach | Herschbach (Oberwesterwald) | Heuzert | Hilgert | Hillscheid | Höchstenbach | Hof | Höhn | Holler | Homberg | Horbach | Hübingen | Hüblingen | Hundsangen | Hundsdorf | Irmtraut | Kaden | Kadenbach | Kammerforst | Kirburg | Kölbingen | Kroppach | Krümmel | Kuhnhöfen | Kundert | Langenbach bei Kirburg | Langenhahn | Lautzenbrücken | Leuterod | Liebenscheid | Limbach | Linden | Lochum | Luckenbach | Mähren | Marienrachdorf | Maroth | Marzhausen | Maxsain | Merkelbach | Meudt | Mogendorf | Molsberg | Mörlen | Mörsbach | Moschheim | Mudenbach | Mündersbach | Müschenbach | Nauort | Nentershausen | Neuhäusel | Neunkhausen | Neunkirchen | Neustadt/Westerwald | Niederahr | Niederelbert | Niedererbach | Niederroßbach | Niedersayn | Nister | Nisterau | Nister-Möhrendorf | Nistertal | Nomborn | Nordhofen | Norken | Oberahr | Oberelbert | Obererbach | Oberhaid | Oberrod | Oberroßbach | Ötzingen | Pottum | Quirnbach | Rehe | Roßbach | Rotenhain | Rothenbach | Rückeroth | Ruppach-Goldhausen | Salz | Salzburg | Schenkelberg | Seck | Sessenbach | Sessenhausen | Siershahn | Simmern | Stahlhofen | Stahlhofen am Wiesensee | Staudt | Steinebach an der Wied | Steinefrenz | Steinen | Stein-Neukirch | Stein-Wingert | Stockhausen-Illfurth | Stockum-Püschen | Streithausen | Unnau | Untershausen | Vielbach | Wahlrod | Waigandshain | Waldmühlen | Wallmerod | Weidenhahn | Welkenbach | Welschneudorf | Weltersburg | Weroth | Westernohe | Wied | Willingen | Willmenrod | Winkelbach | Winnen | Wirscheid | Wittgert | Wölferlingen | Zehnhausen bei Rennerod | Zehnhausen bei Wallmerod