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Liste historischer Stromausfälle

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Die Liste historischer Stromausfälle umfasst Ereignisse, bei denen es zu einem großflächigen Stromausfall aufgrund einer Unterbrechung der Versorgung mit elektrischer Energie kam.

Große historische Stromausfälle

Datum nach Ortszeit.

Datum Region Vorfall
09. November 1965 Nordosten der USA

Bei dem Stromausfall in Nordamerika im November 1965 im Nordosten der USA und in Teilen Kanadas fiel am 9. November 1965, 17:45 Uhr, der Strom aus. Etwa 30 Millionen Menschen waren davon betroffen. Viele befürchteten in den Zeiten des Kalten Kriegs, dass ein Atomkrieg die Ursache gewesen sei. Erst nach sechs Tagen wurde der Auslöser, ein defektes Strom-Relais in Ontario (Kanada), gefunden.

13. Juli 1977 New York City, NY, USA In New York City und in Gebieten des Westchester County nördlich von New York fiel in der Nacht durch Blitzeinschläge der Strom aus. Es kam zu Plünderungen und Unruhen, 3800 Menschen wurden festgenommen, und die Feuerwehr musste über 1000 Feuer löschen.
30. Dezember 1978 –
03. Januar 1979

und
13.–18. Februar 1979
Nord-, Mittel- und Ostdeutschland

Im Katastrophenwinter 1978/79 knickten viele Strommasten um; in der DDR brach die Braunkohleversorgung der Kraftwerke zusammen.

13. März 1989 Québec, Kanada (auch USA?) Nach einem Sonnensturm waren 6 Mio. Menschen für 9 Stunden ohne Strom. Darauf folgte ein geomagnetischer Sturm.<ref>Sonnenstürme : Grazer Station für das Weltraumwetter orf.at, 16. November 2022, abgerufen am 28. November 2022.</ref>
9. Mai 2000 Südportugal Am 9. Mai 2000 kurz nach 22:00 Uhr fiel in Südportugal einschließlich Lissabon über zwei Stunden lang der Strom aus. Electricidade de Portugal (EDP), zuvor teilprivatisiert mit nur noch halb so vielen Mitarbeitern, bzw. Netzbetreiber Redes Energéticas Nacionais (REN) berichteten später, der Auslöser des Ausfalls sei ein Storch gewesen, der gegen eine Hochspannungsleitung in Lavos (Figueira da Foz, ungefähr Landesmitte) geprallt sei, was einen Brand im großen Umspannwerk „Subestação de Rio Maior“ verursacht habe. Infolgedessen erschien die Geschichte um den „o apagão da cegonha“ (der Blackout des Storchs) im Panoramateil europäischer Zeitungen, die teils auch noch 2025<ref>„Manche Menschen in Portugal fühlten sich an einen Blackout im Jahr 2000 erinnert. Damals fiel der Strom im gesamten Süden des Atlantikstaats aus …“ – sueddeutsche.de: Notfallpläne aktiviert: Blackout legt Spanien und Portugal lahm. 28. April 2025, 19:30 Uhr.</ref><ref>https://observador.pt/2025/04/28/portugal-ja-ficou-as-escuras-por-causa-de-uma-cegonha-e-de-um-incendio-em-franca/</ref> darauf Bezug nehmen. Störche verursachen zwar öfters Stromausfälle, doch meist lokal begrenzt ohne Kettenreaktionen.
2000 Kalifornien, USA In Kalifornien gab es regelmäßig Stromausfälle aufgrund von Energieknappheit. Insbesondere im Jahr 2000 kam es vermehrt zu Stromausfällen durch nicht ausreichende Stromerzeugungskapazitäten. Erst nach der Enron-Pleite 2003 wurde bekannt, dass einige Betreiber die Knappheit künstlich herbeigeführt hatten, um die Marktpreise zu manipulieren.
03. April 2003 Bagdad, Irak Infolge des Irakkriegs lag die Fünf-Millionen-Metropole nahezu vollständig im Dunkeln.
14. August 2003 Nordosten der USA und Teile von Kanada Am 14. August 2003 kam es zu einem großflächigen Stromausfall im Nordosten der USA sowie in Teilen Kanadas. Der Ausfall war die Folge einer Marktaufsplittung und mangelnder Investitionen nach der Deregulierung des Strommarktes. Jahrzehnte alte Netze mit schlechter Wartung konnten die ständig steigende Last nicht mehr verkraften. Ein Zusammenbruch war schon seit Jahren vorausgesagt worden.
23. September 2003 Schweden In Südschweden und Ostdänemark fiel um 12:36 der Strom aus, wovon knapp 4 Millionen Menschen über mehrere Stunden betroffen waren; ca. 6,5 GW Leistung fehlten. Als Ursache wird eine Verkettung von mehreren Fehlern gesehen. Das Netz befand sich in einem normalen Betriebszustand, allein zwei HGÜ-Verbindungen waren zu Wartungszwecken deaktiviert. Zuerst kam es wegen eines defekten Dampfventils zu einer Schnellabschaltung im schwedischen Kernkraftwerk Oskarshamn. Einige Minuten später trat in einem Westküsten-Umspannwerk ein doppelter Sammelschienenfehler auf. Dies führte zum Abschalten von Übertragungsleitungen sowie weiterer Kraftwerke, so dass in Südschweden ein Leistungsdefizit auftrat. Die letzte noch aktive 400-kV-Leitung, die Südschweden mit dem Rest der NORDEL-Zone verband, wurde überlastet und eine Schutzabschaltung trennte das Netz auf. Daraufhin entwickelte sich im unterversorgten, isolierten Netzsegment Südschwedens und dem verbundenen Ostteil Dänemarks ein Frequenzkollaps.<ref>Hassan Haes Alhelou, Mohamad Esmail Hamedani-Golshan, Takawira Cuthbert Njenda, Pierluigi Siano: A Survey on Power System Blackout and Cascading Events: Research Motivations and Challenges. In: Energies. Band 12, Nr. 4, 2019, S. 682, doi:10.3390/en12040682.</ref><ref>Alberto Stefanini, Marcelo Masera: Electric System vulnerabilities: a state of the art of defense technologies. In: Joint Research Centre. European Commission, 2005, S. 8 (europa.eu [PDF]).</ref>
28. September 2003 Italien<ref>UCTE – Final Report of the Investigation Committee on the 28 September 2003 Blackout in Italy (PDF; 2,3 MB).</ref> In Italien und der Vatikanstadt kam es am 28. September 2003, 3:30 Uhr zu einem Stromausfall. Ursache war die Unterbrechung zweier Stromleitungen aus Frankreich und der Schweiz nach einem Lichtbogen zwischen Baum und Leitung an der Lukmanierleitung auf dem Gebiet der Gemeinde Ingenbohl. Da es am Wochenende und mitten in der Nacht geschah, kam es aber zu keinen größeren Zwischenfällen. Die Feier zur Weißen Nacht – eine Kulturnacht mit Opernaufführungen und Konzerten in Rom – endete allerdings ganz plötzlich, als die Lichter überall ausgingen.
12. Juli 2004 Athen, Griechenland In Athen und Umgebung kam es knapp einen Monat vor den Olympischen Spielen zu einem stundenlangen Stromausfall.
Die Ursache für den Stromausfall in Athen war ein sogenannter Spannungskollaps. Bei einem Spannungskollaps verringert sich die elektrische Spannung im elektrischen Netz aufgrund zu geringer Blindleistungseinspeisung. Da die Spannungen in untergelagerten Verteilnetzen in der Regel automatisch geregelt werden, entziehen diese mit steigender Belastung dem übergeordneten Verbundnetz Blindleistung, die nicht mehr gedeckt werden kann. Es kommt zum Zusammenbruch der Spannung und damit zur Unterbrechung der Stromversorgung. Im Juli 2004 waren zwar genügend Wirkleistungsreserven vorhanden, aber die Blindleistungskapazitäten waren nicht ausreichend.
Grund für diese Entwicklung dürfte die zunehmende elektrische Last durch zunehmende Klimatisierung sein. Kleinklimaanlagen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie einen hohen Bedarf an Blindleistung aufweisen, ein Effekt, der auch den „Blackout“ in den USA im August 2003 begünstigte.
22. Juni 2005 Schweiz<ref>SBB – Bericht zur Strompanne vom 22. Juni 2005. (@1@2Vorlage:Toter Link/www.sbb.chPDF (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot).</ref> Das gesamte Eisenbahnnetz der Schweizerischen Bundesbahnen SBB wurde erstmals um 17:35 Uhr wegen einer durch Überlast automatisch abgeschalteten 132-kV-Übertragungsleitung vollständig lahmgelegt.<ref name="eri-2005-373">Der Blackout bei den SBB. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 8–9/2005, S. 373–379.</ref> Zur Überlastung kam es, da von drei Verbindungen zwischen den Kraftwerken im Alpengebiet und der Zentralschweiz gleichzeitig zwei wegen Bauarbeiten an der Autobahn A2 außer Betrieb waren. Die Übertragungskapazität der verbleibenden dritten Leitung wurde durch falsche Angaben in der Anlagendokumentation um 30 MW zu hoch eingeschätzt, so dass die Schutzgeräte die Leitung abschalteten, obwohl noch Reservekapazität angenommen wurde. Das Hochspannungsnetz wurde dadurch in zwei Teile geteilt: Während sich im Süden die Kraftwerke wegen fehlender Last abschalteten, fehlten in der restlichen Schweiz rund 200 MW. Auch die beiden Leitungen aus Deutschland konnten die fehlende Leistung nicht ausgleichen, so dass sich nach und nach die restlichen Kraftwerke wegen Überlast abschalteten. 200.000 Pendler steckten in rund 1500 Zügen fest und mussten bei hochsommerlichen Temperaturen ohne Klimaanlage ausharren. Nach drei Stunden konnte die Stromversorgung wiederhergestellt werden.
Bei der Untersuchung des Vorfalls stellte sich heraus, dass ein Grund für den großflächigen Ausfall eine falsche Netzsteuerung war: Hätte man frühzeitig einige kleinere Bereiche abgeschaltet, hätte man Angebot und Nachfrage eher wieder in Übereinstimmung bringen können, und der ganz große Ausfall hätte vermieden werden können.
25. November 2005 Münsterland, Deutschland

Nach heftigen Schneefällen ereignete sich im Norden Nordrhein-Westfalens sowie in Teilen Südwest-Niedersachsens einer der größten Stromausfälle in der Geschichte der Bundesrepublik. Besonders betroffen war das westliche Münsterland mit den Kreisen Borken, Coesfeld und Steinfurt. Von rund 250.000 betroffenen Menschen waren viele bis zu drei Tage lang völlig ohne Strom, einzelne Gehöfte und Ortschaftsteile über fünf Tage, bis sie mit Notstromaggregaten versorgt oder provisorisch wieder an das Stromnetz angeschlossen werden konnten. Erste Schätzungen der IHK Nord-Westfalen gingen von einem wirtschaftlichen Schaden von 100 Millionen Euro aus.
Ursache für den Stromausfall waren eingeknickte Strommasten und gerissene oder sehr tiefhängende Hochspannungsleitungen. Der sehr nasse Schnee setzte sich auf den Leitungen außergewöhnlich fest und umhüllte sie mit einem Eispanzer, dessen Durchmesser ein Vielfaches des Durchmessers der Leitungen annahm. Hinzu kam kräftiger Wind, der diese durch die vergrößerte Windangriffsfläche in Schwingungen versetzte. Dem hohen Gewicht des Schnees und den auftretenden Schwingungen hielten viele Masten und Leitungen nicht stand und knickten ein oder rissen.

04. November 2006 Europa<ref>UCTE (2007): Final Report – System Disturbance on 4 November 2006 (PDF).</ref>

Um 22:09 Uhr kam es zu einem größeren Stromausfall in Europa. Teile von Deutschland, Frankreich, Belgien, Italien, Österreich und Spanien waren teilweise bis zu 120 Minuten ohne Strom, und sogar in Marokko waren die Auswirkungen spürbar.
Auslöser war die planmäßige zeitweilige Abschaltung einer von E.ON betriebenen 380-kV-Hochspannungsleitung bei Weener am Abend des 4. November 2006 für die Ausschiffung der Norwegian Pearl, eines auf der Meyer Werft in Papenburg gebauten Kreuzfahrtschiffes.

2008 Neuseeland <ref>STATEMENT OF EVIDENCE OF FRASER SCOTT WHINERAY. (PDF 2,3 MB archiv-url=https://web.archive.org/web/20150126055852/http://waikatoregion.govt.nz/PageFiles/21512/10%20May/May%2010%20Item%202.pdf)+Waikato Regional Council, S. 8–10, 19–20, 24, abgerufen am 26. Juni 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Originalwebseite nicht mehr verfügbar. Datum nach Mai 2010.).</ref>
26. Februar 2008 Florida, USA Durch einen Störfall in einem Umspannwerk des US-Energieversorgers Florida Power & Light im US-Bundesstaat Florida brach die Energieversorgung im Großraum Miami zusammen. Über das betroffene Umspannwerk sind drei der Blöcke der Kraftwerkanlage Turkey Point angeschlossen. Die beiden Kernreaktoren wurden aufgrund des Lastabwurfes automatisch heruntergefahren.<ref>FPL announces preliminary findings of outage investigation; 29. Februar 2008. Florida Power & Light Company, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Juli 2010; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Infolge des Zwischenfalls fielen acht weitere Kraftwerke in Florida mit einer Gesamtleistung von 3,4 GW aus und über 3 Millionen Menschen waren ohne elektrische Energieversorgung.
11. März 2011 Osten und Nordosten von Japan Im Zuge des Tōhoku-Erdbebens 2011 um 14.46 Uhr Ortszeit mit anschließendem Tsunami und dem Schnellabschalten von 11 Reaktoren wurde vom Betreiber TEPCO um 15.42 Uhr ein erster nuklearer Notfall im Kraftwerk Fukushima gemeldet. Insgesamt waren 5,5 Millionen Haushalte ohne Strom.
08. September 2011 Kalifornien, Arizona, USA und Mexiko Aufgrund einer Panne bei einer 500-Kilovolt-Leitung zwischen Kalifornien und Arizona kam es in Kalifornien, Arizona und im Norden von Mexiko zu einem Stromausfall, von dem 1,4 Millionen Haushalte bzw. 5,7 Millionen Menschen betroffen waren.<ref>Massiver Stromausfall trifft Millionen Amerikaner. In: spiegel.de. 9. September 2011, abgerufen am 22. Dezember 2021.</ref>
31. Juli 2012 Indien Der bisher größte Stromausfall in der Geschichte der Menschheit betraf über 600 Millionen Menschen in Nord- und Ostindien. Dieser ereignete sich aufgrund einer Überlastung des Stromnetzes in 20 von 28 Bundesstaaten Indiens.<ref>600 Millionen Menschen in Indien ohne Strom. In: n24.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Februar 2013;.</ref> Bereits am Tag zuvor brach in diesen Regionen für mehrere Stunden das Stromnetz großflächig zusammen, wovon etwa 300 Millionen Menschen betroffen waren.
19. Februar 2019 Berlin-Köpenick, Deutschland Am 19. Februar kam es zum bis dahin längsten Stromausfall im Berliner Stadtgebiet seit dem Ende des 2. Weltkrieges.

Bauarbeiter hatten bei Abrissarbeiten an der Salvador-Allende-Brücke zwei 110-Kilovolt-Stromkabel durchtrennt. Dadurch kam die Stromversorgung in allen Gebieten Köpenicks zum Erliegen, die sich südlich bzw. östlich der Flüsse Dahme und Müggelspree befinden. Betroffen waren deshalb 31.500 Haushalte und 2.000 Gewerbeeinheiten in u. a. der Altstadt, Wendenschloß, Salvador-Allende-Viertel I + II, Kietzer Feld, Müggelheim, Schmöckwitz, Grünau und Bohnsdorf (seit 1938 Treptow). Zum besonders großen Problem wurde es, weil für dieses Gebiet keine alternative Stromanbindung existiert. Die Stromversorgung konnte dadurch erst nach der vollständigen Reparatur der Stromkabel erfolgen. Der Stromausfall begann am 19. Februar 2019 um 14:10 Uhr. Anfänglich wurde gemeldet, dass die Stromversorgung erst wieder gegen 3:00 Uhr erfolgen wird. Später wurde daraus 15:00 Uhr und am Ende dauerte es sogar bis 21:00 Uhr (nach knapp 31 Stunden).

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16. Juni 2019
Argentinien, Uruguay Eine Unterbrechung in der Stromversorgung, vermutlich durch Unwetter, hatte einen Ausfall im gemeinsamen Verbundnetz von Argentinien und Uruguay verursacht. Angrenzende Bereiche von Brasilien, Chile und Paraguay waren betroffen. Die Störung begann Sonntag gegen 07:07 Uhr Ortszeit und fiel jahreszeitlich in die beginnende Winterzeit der Südhalbkugel. Die Hauptenergieerzeuger im Verbundnetz beider Staaten sind die Staudämme Salto Grande und Yacyretá. Über 47 Millionen Menschen waren vom Elektrizitätsausfall betroffen, der neben den privaten Haushalten das öffentliche Leben stilllegte. Nur Teile des Inselarchipels von Feuerland blieben unbetroffen. Problematisch waren dabei die landesweiten Auswirkungen auf die Wasserversorgung. Zum Nachmittag konnte in einigen Städten und Regionen die Stromversorgung wiederhergestellt werden.<ref>SDA: 48 Millionen Menschen ohne Strom. Riesiger Blackout in Argentinien und Uruguay www.blick.ch, 16. Juni 2019.</ref><ref>Tjerk Brühwiller, Carl Moses: Massiver Stromausfall in Südamerika www.faz.net, 16. Juni 2019.</ref><ref>Tom Phillips: Millions across South America hit by massive power cut theguardian.com, 16. Juni 2019 (englisch).</ref> Der Ausfall des argentinischen Verbundnetzes ist laut Aussage des Energieversorgers Edesur auf eine Stromübertragungsverbindung zwischen den Kraftwerken Yacyretá und Salto Grande in der argentinischen Region Litoral (entlang der Ostgrenze zu Uruguay) zurückzuführen.<ref name="Edesur-16062019">Normalización del servicio. 16. Juni 2019, abgerufen am 17. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 17. Juni war die Stromversorgung weitgehend wieder hergestellt.<ref>Argentinien und Uruguay haben wieder Strom. In: zeit.de. 17. Juni 2019, abgerufen am 22. Dezember 2021.</ref>
13. Juli 2019 New York City, NY, USA

Der Stromausfall begann Sonntag gegen 19 Uhr Ortszeit und wurde etwa um Mitternacht repariert. Betroffen war vor allem Midtown Manhattan und die Upper West Side. Betroffen waren rund 70.000 Personen, ein Teil des U-Bahnnetzes stand still.<ref>Exakt zum Blackout-Jahrestag : Manhattan nach Stromausfall im Dunkeln orf.at, 14. Juli 2019, abgerufen am 14. Juli 2019.</ref>

20. Oktober 2022 gesamte Ukraine Während dem russischen Überfall auf die Ukraine wurde ein Großteil der Energieinfrastruktur beschädigt. Es kam landesweit zu Stromausfällen und Stromabschaltungen. Zuvor kam es zu Stromausfällen bei der Belieferung des Kernkraftwerks Saporischschja.<ref>Energieanlagen angegriffen: Landesweite Stromabschaltungen in Ukraine orf.at, 20. Oktober 2022, abgerufen am 20. Oktober 2022.</ref> Am 27. Oktober 2022 fielen 30 % der Stromversorgung der Region Kiew aus.<ref>Region Kiew: 30 Prozent der Stromversorgung ausgefallen orf.at, 27. Oktober 2022, abgerufen am 27. Oktober 2022.</ref> Am 21. Juni 2023 kam es erneut zu Stromausfällen in Kiew, von denen 100.000 Haushalte in 5 Bezirken betroffen waren, die Straßenbahnen standen still. Laut Stromversorger DTEK war die Ursache ein „Systemausfall im Stromnetz“.<ref>Mehrere Stromausfälle in Kiew orf.at, 21. Juni 2023, abgerufen am 21. Juni 2023.</ref>
23. Januar 2023, früh große Teile von Pakistan Nach Abfall der Netzfrequenz fiel für die meisten der 230 Mio. Bewohner des Landes für Stunden der Strom aus.<ref>Große Teile Pakistans ohne Strom orf.at, 23. Januar 2022, abgerufen am 23. Januar 2022.</ref>
18.–21. Oktober 2024 Kuba

Nachdem das thermoelektrische Kraftwerk Antonio Guiteras ungeplant vom Netz ging, kam es am 18. (Freitag) und 19. Oktober 2024 zu einem landesweiten Stromausfall.<ref>Totaler Blackout – Stromnetz auf Kuba bricht komplett zusammen srf.ch, 18. Oktober 2024, abgerufen am 18. Oktober 2024.</ref><ref>Zweiter Blackout – Kubas Stromnetz bricht abermals zusammen – die Hintergründe srf.ch, 19. Oktober 2024, abgerufen am 19. Oktober 2024.</ref> Der Stromausfall dauerte am 21. in weiten Teilen des Landes noch an und ist in Kuba der „größte seit 50 Jahren“. Laut OECD-Daten wurden 2022 83 % des Stroms aus Erdöl, 12 % aus Erdgas und nur 5 % aus Erneuerbaren erzeugt.<ref>Klaus Ehringfeld: Nach dem Stromausfall kam der Sturm. In: Kleine Zeitung, Print, 22. Oktober 2024, S. 8 f.</ref>

28.–29. April 2025 Spanien, Portugal, Andorra und Grenzregion in Südfrankreich

Besonders großer Stromausfall in Europa, ausgelöst durch Überspannung im Netz.<ref>Historischer Stromausfall im April : Überspannung führte zu Spaniens Blackout. In: orf.at. 17. Juni 2025, abgerufen am 18. Juni 2025.</ref>

4. März 2026 17.21 UTC Irak – flächendeckend Im Zuge des Irankriegs fällt die Gasversorgung des Gaskraftwerks Rumaila in Basra aus.<ref>Stromausfall im gesamten Irak gemeldet. In: orf.at. 4. März 2026, abgerufen am 4. März 2026.</ref><ref>Stromausfall im Irak: Gasmangel ist Ursache. In: orf.at. 4. März 2026, abgerufen am 4. März 2026.</ref>
16. und 21. März 2026 Kuba – flächendeckend Die USA bekämpfen das Öllieferland Venezuela und belegen Kuba mit einem Öllieferembargo. Die Versorgung mit Diesel für Kraftwerke fällt dadurch aus.<ref>US-Ölembargo : Totaler Stromausfall in Kuba. In: orf.at. 17. März 2026, abgerufen am 17. März 2026.</ref><ref>Kuba: Erneut inselweiter Stromausfall. In: orf.at. 22. März 2026, abgerufen am 22. März 2026.</ref>
Datum Region Vorfall

Großflächige Störungen im Verbundsystem (ohne Stromausfall)

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Datum Region Vorfall
28. Februar 2018 –
06. März 2018
Europäisches Verbundsystem (UCTE)

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Es kam zu einer über Wochen andauernden, im Mittel minimalen Unterfrequenz, welche durch die Quartärregelung nicht ausgeglichen wurde.<ref>Starke Abweichungen der Netzfrequenz. In: netzfrequenz.info. 28. Februar 2018, abgerufen am 9. März 2018.</ref> Die Abweichung führte bei Synchronuhren (Uhren, die ihre Taktung aus der Netzfrequenz ableiten) dazu, dass sich bei ihnen von Januar bis Anfang März 2018 die Verzögerungen aufsummierten und sie am Ende bis zu sechs Minuten nachgingen.<ref>Manuela Nyffenegger: Warum Ihre Backofenuhr plötzlich nachgeht – und vielleicht bald vorgehen wird. In: Neue Zürcher Zeitung. 5. März 2018, abgerufen am 9. März 2018.</ref> Ursache für die Abweichung der Netzfrequenz war ein Problem in der Regelzone „Serbien, Montenegro und Mazedonien“ (SMM) zwischen Netzbetreibern im Kosovo und Serbien;<ref>Continuing frequency deviation in the Continental European Power System originating in Serbia/Kosovo. ENTSO-E, 6. März 2018, abgerufen am 9. März 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Pressemitteilung).</ref> ein kosovarischer Stromerzeuger produzierte weniger Strom (aufsummiert insgesamt 113 GWh) als er verpflichtet gewesen wäre, was serbische Stromerzeuger nicht ausglichen, obwohl sie dazu verpflichtet gewesen wären.<ref name="2018Ursache">Manuela Nyffenegger: Die Backofenuhr dürfte bald wieder richtig gehen – die Sünder zeigen sich einsichtig In: Neue Zürcher Zeitung. 8. März 2018, abgerufen am 15. Januar 2021.</ref>

08. Januar 2021, 14:05–15:30 MEZ Europäisches Verbundsystem (UCTE) Um 14:05 kam es innerhalb des UCTE-Netzverbundes zu einer plötzlichen und deutlichen Netzfrequenzabweichung und in unmittelbarer Folge zu einer automatischen Auftrennung des Europäischen Verbundsystems in einen südöstlichen Teil (Balkanländer bis Griechenland) mit einer Überfrequenz von rund 50,3 Hz, dies ist Ausdruck von einem Überangebot an elektrischer Momentanleistung, und einen westlichen Teil mit einer Unterfrequenz von rund 49,75 Hz und einem Unterangebot an Erzeugerleistung. In diesem Bereich mit Unterfrequenz befand sich auch D-A-CH. Nach ca. einer Stunde konnten die beiden getrennten europäischen Netzteile, nach Lastabwurf in Italien und Frankreich und einer Reduktion der Kraftwerkseinspeisung in Serbien und Bosnien-Herzegowina, wieder synchronisiert werden. Ursächlich für den Fehler war die Auslösung eines Sammelschienenkupplers in der kroatischen Umspannanlage Ernestinovo.<ref>System Separation in the Continental Europe Synchronous Area on 8 January 2021. ENTSO-E, 15. Januar 2021, abgerufen am 15. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>System separation in the Continental Europe Synchronous Area on 8 January 2021 – 2nd update. ENTSO-E, 26. Januar 2021, abgerufen am 2. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>illwerke vkw hat zur Netzstabilisierung beigetragen. In: illwerkevkw.at. Abgerufen am 12. Januar 2021.</ref>

Stromausfälle mit besonderen Ursachen

Datum Region Vorfall
23. Dezember 2015 Oblast Iwano-Frankiwsk, Ukraine Etwa 230.000 Kunden in der westukrainischen Region Iwano-Frankiwsk waren von dem Hacker-verursachten Stromausfall betroffen.
12. September 2021 Dresden, Deutschland Vom Stromausfall waren 300.000 Haushalte betroffen. Ein metallisierter Ballon hatte sich im Umspannwerk Dresden-Süd verfangen und löste die Störung aus.<ref>Berliner Kurier vom 14. September 2021</ref>
02. September 2022 Provinz Flevoland, Niederlande Im noch nicht fertiggestellten Umspannwerk Olsterpad kam es zu einem elektrischen Kurzschluss. Nicht funktionierende Schutzeinrichtungen führten im Umspannwerk zu einem Brand und zu thermischer Überlastung einer Freileitung, wodurch Leiterseile zu rauchen begannen und es durch die thermische Ausdehnung stellenweise zu Bodenberührungen kam. Folgeschäden beeinträchtigten den Bahnverkehr auf der Bahnstrecke zwischen Dronten und Lelystad noch bis Dezember 2022.<ref>Vanaf midden december weer treinen tussen Lelystad en Dronten. In: prorail.nl. ProRail B.V., 15. September 2022, abgerufen am 10. November 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
03.–7. Januar 2026 Berlin-Steglitz-Zehlendorf, Deutschland Ursache des Stromausfalls im Südwesten Berlins war ein Brandanschlag auf eine Kabelbrücke in Lichterfelde. Mehr als 100.000 Abnehmer blieben bis zu vier Tage ohne Strom.<ref>S. von Alten u. a: Stromausfall durch Brandanschlag: Berliner Südwesten zittert weiter – Stromnetz will In tagesspiegel.de vom 3. Januar 2026</ref> Dies war der längste Stromausfall in Berlin seit dem Kriegsende 1945.<ref>Louisa Thönig: Terrorverdacht: Generalbundesanwalt Rommel übernimmt Ermittlungen. In: morgenpost.de. 6. Januar 2026, abgerufen am 6. Januar 2026.</ref>

Siehe auch

Einzelnachweise

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