Liste der Stolpersteine in Berlin-Alt-Treptow
Die Liste der Stolpersteine in Berlin-Alt-Treptow führt die Stolpersteine im Berliner Ortsteil Alt-Treptow im Bezirk Treptow-Köpenick auf. Sie erinnern an das Schicksal der Menschen, die im Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Spalten der Tabelle sind selbsterklärend. Die Tabelle erfasst 9 Stolpersteine und ist teilweise sortierbar; die Grundsortierung erfolgt alphabetisch nach dem Familiennamen.
| Bild | Name | Standort | Koordinate (Datei:Erioll world.svg) | Verlegedatum | Leben | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Stolperstein Alt-Treptow 1 (Alttr) Alice Archenhold.jpg | Alt-Treptow 1 | Vorlage:DatumZelle | ||||||||
| Datei:Stolperstein Alt-Treptow 1 (Alttr) Friedrich Simon Archenhold.jpg | Alt-Treptow 1 | Vorlage:DatumZelle | ||||||||
| Datei:Stolperstein Alt-Treptow 1 (Alttr) Günter Archenhold.jpg | Alt-Treptow 1 | Vorlage:DatumZelle | ||||||||
| Datei:Stolperstein Alt-Treptow 1 (Alttr) Hilde Archenhold.jpg | Alt-Treptow 1 | Vorlage:DatumZelle | ||||||||
| Datei:Stolperstein Alt-Treptow 1 (Alttr) Horst Archenhold.jpg | Alt-Treptow 1 | Vorlage:DatumZelle | ||||||||
| Datei:Stolperstein Kiefholzstr 21 Werner Kerlekien.JPG | Kiefholzstraße 21 | Welt-Icon
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dim= | globe= | name=Werner Kerlekien, Kiefholzstraße 21 | region=DE-BE | type=landmark
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Vorlage:DatumZelle | Werner Kerlekien, geboren am 8. Oktober 1911, gehörte der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas an.<ref name="abschiedsbriefe" /> Er wurde am 1. April 1940 in Puławy in Polen wegen Kriegsdienstverweigerung hingerichtet. | |
| Datei:Stolperstein Karl-Kunger-Str 22 Elly Sieburg.JPG | Karl-Kunger-Straße 22 (ehem. Graetzstraße 22) |
Welt-Icon
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dim= | globe= | name=Elly Sieburg, Karl-Kunger-Straße 22 | region=DE-BE | type=landmark
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Vorlage:DatumZelle | Elly Cerf wurde am 9. April 1887 in Halle geboren,<ref>Elly Sieburg geborene Cerf auf mappingthelives.org</ref> ihre Eltern waren Max Cerf (ca. 1860–1925) und Hedwig geborene Meyer (1862–1931). Sie hatte noch sechs jüngere Geschwister: Kurt (1888), Walter (1890), Bruno (1891–1893), Werner (1894–1943), Erna (1895, verh. Alexander) und Hertha (1898–1943, verh. Herzfeld). Elly heiratete 1911 in London den nichtjüdischen Arzt und Pharmakologen Ernst Sieburg (1885–1937) und am 27. Juni 1911 wurde ihre Tochter Eva in Hannover-Herrenhausen geboren.<ref>Eva Aronsfeldt geborene Sieburg auf mappingthelives.org</ref> Die Scheidung erfolgte 1914 und Elly zog alleine nach Berlin, in den 1920er Jahren konnte sie Eva nachholen. Sie war von Beruf Posamentenhändlerin und betrieb bis 1938 mit ihrer Tochter ein Wäsche- und Handarbeitsgeschäft in der Graetzstraße 22, das sie nach den Novemberpogromen 1938 wegen Zerstörung aufgeben musste. Mutter und Tochter zogen zusammen in die Wadzeckstraße 1–2 in Berlin-Mitte, Elly musste als Zwangsarbeiterin in einer Textilfabrik arbeiten.<ref>Elly SIEBURG, geb. Cerf in: Gedenkorte Treptow-Köpenick (Seite 50–51, PDF)</ref> Am 27. Februar 1943 wurde sie im Rahmen der Fabrikaktion in das Sammellager Große Hamburger Straße verbracht, jedoch gelang es Eva sie wahrscheinlich im Rahmen des Rosenstraßen-Protests am 3. März 1943 zu befreien.<ref>Stolperstein Elly Sieburg in: Stolpersteine NRW auf wdr.de</ref> Eva teilte im Sammellager Große Hamburger Straße Essen aus, wurde selbst auch zweimal dort interniert. Sie unterstützte andere Verfolgte mit Lebensmitteln oder Medikamenten und besorgte Versteckmöglichkeiten für von der Deportation bedrohte Juden oder geflohene Zwangsarbeiter.<ref>Eyewitness account by Eva Ronsfeld-Sieburg of her resistance work and anti-Nazi activities auf testifyingtothetruth.co.uk</ref> In einem Brief vom 30. Mai 1943 berichtet Eva der nichtjüdischen Verwandtschaft ihres Vaters, Erich Sieburg und seiner Frau Ida, in einem Brief von der Sorge um ihre Mutter, die von schwerer Zwangsarbeit und Deportation bedroht war.<ref>Brief von Eva Sieburg, Berlin, an Erich und Ida Sieburg, Herne, vom 30.5.1943 (Typoskript) in: Deutsches Reich und Protektorat Böhmen und Mähren April 1943 – 1945, Lisa Hauff, Berlin 2020, ISBN 978-3-11-036499-6</ref> Am 10. Januar 1944 wurde Elly Sieburg in das KZ Theresienstadt deportiert, wo sie im Mai 1945 befreit worden ist. Im August 1945 kam sie mit einem Krankentransport zurück nach Berlin und wurde ins Martin-Luther-Krankenhaus gebracht, wo sie am 28. Februar 1946 an den Folgen der KZ-Internierung und Magenkrebs verstarb. Eva Ronsfeld-Sieburg starb 1994, sie war mit Paul Ronsfeld oder Aronsfeld (1908–1992) verheiratet.<ref>Paul Aronsfeld auf mappingthelives.org</ref><ref>Paul Aronsfeld Nummer 18 im Alterstransport 108 nach Theresienstadt, 13.07.1944</ref> | |
| Datei:Stolperstein Karl-Kunger-Str 4 (Alttr) Louis Sonnenfeld.jpg | Karl-Kunger-Straße 4 | Vorlage:DatumZelle | ||||||||
| Datei:Stolperstein Karl-Kunger-Str 4 (Alttr) Marie Sonnenfeld.jpg | Karl-Kunger-Straße 4 | Vorlage:DatumZelle |
Weblinks
Einzelnachweise
<references> <ref name="abschiedsbriefe"> Johannes Wrobel: „Auf Wiedersehen!“ – Abschiedsbriefe von zum Tode verurteilten Zeugen Jehovas im NS-Regime. In: Marcus Herrberger (Hrsg.): Denn es steht geschrieben: „Du sollst nicht töten!“ Die Verfolgung religiöser Kriegsdienstverweigerer unter dem NS-Regime mit besonderer Berücksichtigung der Zeugen Jehovas (1939–1945). Wien 2005, S. 237–326 (jwhistory.net [abgerufen am 2. Februar 2013]). </ref> </references>
Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten
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