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Liste der Stolpersteine in Berlin-Frohnau

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Die Liste der Stolpersteine in Berlin-Frohnau enthält die Stolpersteine im Berliner Ortsteil Frohnau im Bezirk Reinickendorf, die an das Schicksal der Menschen erinnern, die im Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Spalten der Tabelle sind selbsterklärend. Die Tabelle erfasst insgesamt 32 Stolpersteine und ist teilweise sortierbar; die Grundsortierung erfolgt alphabetisch nach dem Familiennamen.

Bild Name Standort Verlege­datum Leben
Datei:Stolperstein Hainbuchenstr 20 (Frohn) Wolfgang Besig.jpg Hainbuchenstraße 20 Vorlage:DatumZelle Wolfgang Besig kam 1914 als Sechsjähriger mit seiner Familie nach Frohnau. Am 6. Mai 1940 – seinem 32. Geburtstag – wurde er zur Wehrmacht eingezogen. 15 Monate später beging er Fahnenflucht und versteckte sich auf dem Dachboden seines Elternhauses. Nachdem Nachbarn ihn verrieten, wurde er 1942 verhaftet, wegen Fahnenflucht verurteilt und am 14. Juli 1942 hingerichtet.<ref>Stolperstein-Verlegung am 9. November. In: CDU Frohnau (Hrsg.): Unser Frohnau. Nr. 95, Dezember 2019, S. 6.</ref>
Datei:Stolperstein Knappenpfad 7 (Frohn) Edith Anita Freund.jpg Knappenpfad 7 Vorlage:DatumZelle<ref>Vorlage:Stolpersteine-berlin.de</ref>
Datei:Stolperstein Knappenpfad 7 (Frohn) Else Freund.jpg Knappenpfad 7 Vorlage:DatumZelle<ref>Vorlage:Stolpersteine-berlin.de</ref>
Datei:Stolperstein Knappenpfad 7 (Frohn) Gerhard Freund.jpg Knappenpfad 7 Vorlage:DatumZelle<ref>Vorlage:Stolpersteine-berlin.de</ref>
Datei:Stolperstein Markgrafenstr 22 (Frohn) Ellen Grün.jpg Markgrafenstraße 22 Vorlage:DatumZelle<ref name="presse_coppi">Stolpersteinverlegung am 05.08.2011 für die Widerstandskämpfer Hans und Hilde Coppi in Anwesenheit des Sohnes Hans Coppi und Kulturstaatssekretär André Schmitz. Bezirksamt Reinickendorf von Berlin, 2. August 2011, abgerufen am 22. November 2012.</ref>
Datei:Stolperstein Markgrafenstr 22 (Frohn) Erna Grün.jpg Markgrafenstraße 22 Vorlage:DatumZelle<ref name="presse_coppi" />
Datei:Stolperstein Markgrafenstr 22 (Frohn) Leo Grün.jpg Markgrafenstraße 22 Vorlage:DatumZelle<ref name="presse_coppi" />
Datei:Stolperstein Markgrafenstr 64 (Frohn) David Heimann.jpg Markgrafenstraße 64 Vorlage:DatumZelle David Heimann wurde am 13. März 1864 im schlesischen Festenberg (heute Twardogóra / Polen) geboren. David Heimann war ein erfolgreicher Kaufmann für Lederwaren. 1904 siedelte er mit seiner Familie nach Berlin über. Während des Ersten Weltkrieges verlegte Heimann seinen Wohnsitz nach Frohnau. Er war stark in der Jüdischen Gemeinde engagiert, u. a. als Vorsitzender der Synagogengemeinde sowie Kuratoriumsmitglied des Jugend-, Mädchen- und Altersheimes in Berlin-Hermsdorf. 1940 musste er sein Haus unter Wert verkaufen und wurde aus dem Haus vertrieben. Am 11. September 1942 wurde er verhaftet und drei Tage später mit dem „62. Alterstransport“ nach Theresienstadt deportiert. David Heimann wurde vermutlich im KZ Minsk umgebracht.<ref>Vorlage:Stolpersteine-berlin.de</ref><ref name="hagalil_heimann" /><ref name="markgrafenstr" />
Datei:Stolperstein Markgrafenstr 64 (Frohn) Rosa Heimann.jpg Markgrafenstraße 64 Vorlage:DatumZelle Rosa Heimann, geb. Arnfeld, verw. Scheer, wurde am 12. Februar 1870 in Bad Polzin in Pommern (heute: Połczyn-Zdrój / Polen) geboren. Als 1924 ihre ältere Schwester Clara, Ehefrau des Kaufmannes David Heimann, mit 57 Jahren starb, heiratete sie in zweiter Ehe ihren verwitweten Schwager. 1940 mussten sie ihr Haus unter Wert verkaufen und wurden aus dem Haus vertrieben. Rosa Heimann starb am 1. Januar 1942 und wurde auf dem Jüdischen Friedhof in Weißensee neben ihrem ersten Ehemann bestattet.<ref>Vorlage:Stolpersteine-berlin.de</ref>
Datei:Stolperstein Im Amseltal 29 (Frohn) Julius Herrmann.jpg Im Amseltal 29 Vorlage:DatumZelle<ref name="presse_coppi" />
Datei:Stolperstein Im Amseltal 29 (Frohn) Paula Herrmann.jpg Im Amseltal 29 Vorlage:DatumZelle<ref name="presse_coppi" />
Datei:Stolperstein Ludolfingerweg 42 (Frohn) Rudolf Herzfeld.jpg Ludolfingerweg 42 Vorlage:DatumZelle Rudolf Herzfeld wurde am 7. August 1895 in Horn/Westfalen geboren und hatte zwei Brüder. Er kam vermutlich 1915 nach Berlin und wohnte zunächst in Schöneberg. Er war als Fabrikant tätig und erwarb mit dem Fabrikanten Siegmund Fendler das Grundstück Franziskaner Weg 19–21 in Berlin-Frohnau, heute Ludolfinger Weg 40–44. Rudolf Herzfeld betrieb eine Firma für Import, Export und war im Bank- und Finanzierungsgeschäft tätig. Vor seiner Deportation wohnte Rudolf Herzfeld in Charlottenburg. Am 17. November 1941 wurde Rudolf Herzfeld zusammen mit 1005 weiteren Personen vom Bahnhof Berlin-Grunewald mit dem „6. Osttransport“ nach Kowno in Litauen deportiert und dort am 25. November 1941 erschossen.<ref>Vorlage:Stolpersteine-berlin.de</ref>
Datei:Stolperstein Am Eichenhain 37 (Frohn) Anna Hornik.jpg Am Eichenhain 37 Vorlage:DatumZelle Anna Hornik wurde 1889 als Anna Cohn in Berlin geboren. Sie war gelernte Schneiderin und hatte 1913 in der Reinickendorfer Straße 95 eine Firma für Damenkonfektion gegründet, dessen letzte Adresse noch 1939 die Leipziger Straße 67 war. Nach ihrer Heirat mit Max Hornik zog sie zunächst zu ihm in die Lodystraße 41, heute Gollanczstraße 3. Zu Beginn der 1930er Jahre baute die Familie ein Haus in der Straße Am Eichenhain. Später wurden Anna und Max Hornik in ein Judenhaus in der GroߟŸen Frankfurter Straße zwangsverwiesen, bevor beide am 25. Januar 1942 mit dem X. Osttransport nach Riga deportiert wurden, wo sie verschollen sind.<ref name="nord-berliner" />
Datei:Stolperstein Am Eichenhain 37 (Frohn) Heinz Hornik2014.jpg Am Eichenhain 37 Vorlage:DatumZelle Heinz Hornik wurde am 19. Oktober 1910 in Berlin geboren. Er litt bereits im Kindesalter unter epileptischen Anfällen und galt als schwer erziehbar. Mit 14 Jahren verließ er die Schule und wurde in der Anstalt für Epileptische Wuhlgarten behandelt, 1925 wurde für ihn eine vorläufige Fürsorgeerziehung angeordnet. Am 31. Oktober 1931 wurde sein Vater Max Hornik offiziell zum Vormund ernannt, nachdem Heinz wegen Geistesschwäche entmündigt wurde; 1934 wurde er zwangssterilisiert. Heinz lebte weiterhin bei seinen Eltern in Frohnau und machte eine Ausbildung zum Gärtner. Einen festen Beruf fand er dann in der Bau- und Möbeltischlerei Wilhelm Albetzki in Spandau. Jedoch geriet er mit seinem Arbeitgeber in einen Streit, der sich zu einer tätlichen Auseinandersetzung auswuchs. Daraufhin wurde er am 8. Dezember 1941 in die Wittenauer Heilstätten eingewiesen. Er wurde am 17. April 1942 in die Landesanstalt Görden verlegt, am 2. November 1944 sollte er in eine zentrale Pflegeanstalt für Juden verlegt werden. Es ist zwar belegt, dass die Gestapo den Abtransport der Patienten durchführte, über weitere Einzelheiten das Transports und das Schicksal der betroffenen Patienten ist jedoch nichts bekannt.<ref name="nord-berliner" />
Datei:Stolperstein Am Eichenhain 37 (Frohn) Max Mayer Hornik.jpg Am Eichenhain 37 Vorlage:DatumZelle Max Mayer Hornik wurde am 29. September 1879 in Dynow geboren. Der Kaufmann heiratete Serafine Kiesler, mit der er einen Sohn, Hermann Eberhard Hornik, hatte. Dieser studierte Medizin und wanderte in den 1930er Jahren in die USA aus. Max Hornik heiratete ein zweites Mal, dieses Mal die zehn Jahre jüngere Anna Cohn, die zunächst zu ihm in die Lodystraße 41, heute Gollanczstraße 3, zog. Zu Beginn der 1930er Jahre baute die Familie ein Haus in der Straße Am Eichenhain. Später wurden Anna und Max Hornik in ein Judenhaus in der GroߟŸen Frankfurter Straße zwangsverwiesen, bevor beide am 25. Januar 1942 mit dem X. Osttransport nach Riga deportiert wurden, wo sie verschollen sind.<ref name="nord-berliner" />
Datei:Stolperstein Kreuzritterstr 12a (Frohn) Artur Israel.jpg Kreuzritterstraße 12a Vorlage:DatumZelle
Datei:Stolperstein Kreuzritterstr 12a (Frohn) Herta Israel.jpg Kreuzritterstraße 12a Vorlage:DatumZelle
Datei:Stolperstein Tannenstr 7 (Frohn) Gertraud Kuppenheim.jpg Tannenstraße 7 Vorlage:DatumZelle
Datei:Stolperstein Tannenstr 7 (Frohn) Hans Kuppenheim.jpg Tannenstraße 7 Vorlage:DatumZelle
Datei:Stolperstein Tannenstr 7 (Frohn) Ilse Kuppenheim.jpg Tannenstraße 7 Vorlage:DatumZelle
Datei:Stolperstein Kreuzritterstr 16 (Frohn) Gerhard Lazarus.jpg Kreuzritterstraße 16 Vorlage:DatumZelle Dr. Gerhard Lazarus emigrierte nach Großbritannien, hielt sich jedoch im Mai 1940 zum Zeitpunkt des Überfalls der Wehrmacht in Belgien auf. Er wurde inhaftiert, 1942 nach Auschwitz deportiert und starb dort kurz darauf.<ref name="cdu-frohnau-sept-2014" />
Datei:Stolperstein Am Rosenanger 21 (Frohn) Max Levi.jpg Am Rosenanger 21 Vorlage:DatumZelle
Datei:Stolperstein Am Rosenanger 21 (Frohn) Olga Levi.jpg Am Rosenanger 21 Vorlage:DatumZelle
Datei:Stolperstein Im Amseltal 29 (Frohn) Ingeborg Löbl.jpg Im Amseltal 29 Vorlage:DatumZelle<ref name="presse_coppi" />
Datei:Stolperstein Markgrafenstr 64 (Frohn) Else Michaelis.jpg Markgrafenstraße 64 Vorlage:DatumZelle
Datei:Stolperstein Markgrafenstr 64 (Frohn) Hans Michaelis.jpg Markgrafenstraße 64 Vorlage:DatumZelle
Datei:Stolperstein Zeltinger Str 65 (Frohn) Karl Neuhof.jpg Zeltinger Straße 65 Vorlage:DatumZelle Finanziert wurde der Stolperstein von der VVN-BdA Reinickendorf und der Partei Die Linke Reinickendorf.<ref name="Linke_RDorf" />
Datei:Stolperstein Markgrafenstr 64 (Frohn) Bertha Nördlinger.jpg Markgrafenstraße 64 Vorlage:DatumZelle
Datei:Stolperstein Ludolfingerweg 35 (Frohn) Johanna Rudolphson.jpg Ludolfingerweg 35 Vorlage:DatumZelle Die Familie von Johanna Rudolphson gehörte mit zu den ersten Einwohnern Frohnaus. Um die nach der Pogromnacht 1938 auferlegte Sühnesteuer zahlen zu können, musste Johanna Rudolphson ihr Haus verkaufen. Sie wurde 1943 nach Theresienstadt deportiert und 1944 in Auschwitz ermordet.<ref name="cdu-frohnau-sept-2014">Gordon Huhn: Weitere Stolpersteine in Frohnau verlegt. In: CDU Frohnau (Hrsg.): Unser Frohnau. September 2014, S. 4.</ref>
Datei:Stolperstein Ludolfingerweg 35 (Frohn) Margarete Rudolphson.jpg Ludolfingerweg 35 Vorlage:DatumZelle Margarete Rudolphson ist die Tochter von Johanna Rudolphson. Sie floh nach den Pogromen ins Ausland und beging 1941 in London Selbstmord.<ref name="cdu-frohnau-sept-2014" />
Datei:Stolperstein Oranienburger Chaussee 53 (Frohn) Annemarie Wolff.jpg Oranienburger Chaussee 53 Vorlage:DatumZelle Annemarie Wolf (geb. Richter) machte in Berlin eine Ausbildung als Röntgenassistentin. Hier lernte sie den Nervenarzt Fritz Künkel kennen und ließ sich als Individualpsychologin und Heilpädagogin ausbilden. Mit 26 Jahren eröffnete Annemarie Wolf ihr erstes 'Kinderheim für schwererziehbare Mädchen und Jungen'. Aufnahme fanden gesunde und psychisch kranke Kinder meist aus zerrütteten Familien (häufig in Folge von Arbeitslosigkeit und finanzieller Notlage). Bereits im März 1933 erfolgte die erste Verhaftung und Annemarie Wolff wurde mit einem Berufsverbot belegt. Daraufhin führte sie ihr Heim verdeckt an verschiedenen Standorten bis zur Verhaftung 1937 weiter. Nach einer Flucht nach Kroatien konnte ihr sie ein Kinderheim bis zur Okkupation Kroatiens durch die deutsche Wehrmacht 1941 weiter führen. Im Sommer 1944 wurde Annemarie Wolff von der Gestapo aufgespürt, in das KZ Jasenovac gebracht und dort Anfang 1945 ermordet.<ref>Vorlage:Stolpersteine-berlin.de</ref>
Datei:Stolperstein Markgrafenstr 22 (Frohn) Röschen Woyde.jpg Markgrafenstraße 22 Vorlage:DatumZelle<ref name="presse_coppi" />

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="hagalil_heimann"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />David Heimann, 1934: Jeroschalajim. (Memento vom 18. August 2011 im Internet Archive) hagalil.com </ref> <ref name="markgrafenstr"> Klaus Pegler: Stolpersteine in der Markgrafenstraße. In: klauspegler.de. Abgerufen am 31. Januar 2013. </ref> <ref name="nord-berliner"> 127 Zeichen gegen das Vergessen. In: Der Nord-Berliner. 26. Juli 2012 (nord-berliner.de [abgerufen am 22. November 2012]). </ref> <ref name="Linke_RDorf"> Ein Stolperstein für Karl Neuhof. Die Linke Bezirksverband Reinickendorf, 17. März 2011, abgerufen am 31. Januar 2013. </ref> </references>

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