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Hartha (Schmölln)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Hartha
Stadt Schmölln
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(111)&title=Hartha 50° 56′ N, 12° 15′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(111) 50° 56′ 21″ N, 12° 14′ 31″ O
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Höhe: 280 m ü. NN
Fläche: 2,47 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Hartha, Stadt Schmölln. In: GEOindex. Abgerufen im November 2025.</ref>
Einwohner: 111 (2024)<ref>Statistik 2024. (PDF; 7,8 MB) In: Stadt Schmölln. S. 4, abgerufen im November 2025.</ref>
Bevölkerungsdichte: 45 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1950
Eingemeindet nach: Lumpzig
Postleitzahl: 04626
Vorwahl: 034495
Lage von Hartha in Thüringen
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Hartha ist ein Ortsteil von Schmölln im Landkreis Altenburger Land in Thüringen. Er gehörte bis zum 31. Dezember 2018 zur Gemeinde Lumpzig. Für die aufgelöste Gemeinde Lumpzig (mit Hartha) gibt es eine Ortsteilverfassung nach der Thüringer Kommunalordnung und damit einen Ortsteilrat und Ortsteilbürgermeister.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 529 kB) § 3 und 4. In: Webauftritt. Stadt Schmölln, abgerufen im Januar 2026.</ref>

Geographische Lage

Hartha liegt südwestlich von Lumpzig und auch westlich von Altenburg im Altenburger-Zeitzer-Lösshügelland, einem Teilstück der Leipziger Tieflandbucht. Die Landesstraße 1362 verbindet den Ortsteil verkehrsmäßig. Westlich des Orts befindet sich die Kreisgrenze zum thüringischen Landkreis Greiz und zum Burgenlandkreis im Land Sachsen-Anhalt. Dort ist auch der südlichste Punkt von Sachsen-Anhalt.

Geschichte

Im Jahr 1336 wurde Hartha erstmals urkundlich erwähnt.<ref>Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 110.</ref> Der Ort gehörte zum wettinischen Amt Altenburg<ref>Das Amt Altenburg im Buch „Geographie für alle Stände“, ab S. 201. Abgerufen am 8. April 2020.</ref><ref>Adolf Stieler: Die Orte des Amts Altenburg in „Geographische Übersicht der sachsen-ernestinischen, schwarzburgischen, reußischen und der anliegenden Lande“, Gotha 1826, ab S. 83. Abgerufen am 8. April 2020.</ref>, welches ab dem 16. Jahrhundert aufgrund mehrerer Teilungen im Lauf seines Bestehens unter der Hoheit folgender Ernestinischer Herzogtümer stand: Herzogtum Sachsen (1554 bis 1572), Herzogtum Sachsen-Weimar (1572 bis 1603), Herzogtum Sachsen-Altenburg (1603 bis 1672), Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg (1672 bis 1826). Bei der Neuordnung der Ernestinischen Herzogtümer im Jahr 1826 kam der Ort wiederum zum Herzogtum Sachsen-Altenburg. Nach der Verwaltungsreform im Herzogtum gehörte Hartha bezüglich der Verwaltung zum Ostkreis (bis 1900)<ref>Der Ostkreis des Herzogtums Sachsen-Altenburg im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. April 2023; abgerufen am 29. Juli 2025.</ref> bzw. zum Landratsamt Ronneburg (ab 1900).<ref>Das Landratsamt Ronneburg im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. September 2024; abgerufen am 29. Juli 2025.</ref> Das Dorf gehörte ab 1918 zum Freistaat Sachsen-Altenburg, der 1920 im Land Thüringen aufging. 1922 kam es zum Landkreis Altenburg.

Am 1. Juli 1950 wurde Hartha nach Lumpzig eingemeindet.<ref>Hartha im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref> Bei der zweiten Kreisreform in der DDR wurden 1952 die bestehenden Länder aufgelöst und die Landkreise neu zugeschnitten. Somit kam Hartha als Ortsteil der Gemeinde Lumpzig mit dem Kreis Schmölln an den Bezirk Leipzig; jener gehörte seit 1990 als Landkreis Schmölln zu Thüringen und ging bei der thüringischen Kreisreform 1994 im Landkreis Altenburger Land auf. 100 Einwohner lebten 2012 im Ortsteil. Am 1. Januar 2019 wurde die Gemeinde Lumpzig aufgelöst und Hartha ein Ortsteil der Stadt Schmölln.

Sehenswürdigkeiten

Etwas abseits des Ortes in Richtung Dobra/Wildenbörten befindet sich die letzte Bockwindmühle des Altenburger Landes. Häufig als Lumpziger Bockwindmühle bezeichnet steht sie auf Harthaer Gemarkung. Sie wurde 1732 erbaut und wird häufig als älteste Bockwindmühle Thüringens bezeichnet, allerdings existiert im Thüringer Freilichtmuseum in Hohenfelden im Weimarer Land eine aus Großmehlra bei Mühlhausen/Thüringen stammende Bockwindmühle aus dem Jahr 1729.

Gewerbe

Im Ort gibt es eine Käserei, die den regiontypischen Altenburger Ziegenkäse herstellt.

Verkehr

Durch die Ortslage Hartha verläuft die Bahnstrecke Meuselwitz–Ronneburg, auf der zwischen 1887 und 1972 Personenverkehr durchgeführt wurde. Die auf Harthaer Flur liegende Bahnstation trug bis 1953 den Namen Großbraunshain, danach bis zur Stilllegung im Jahr 1972 den Namen Lumpzig. Seit 1974 wird der erhalten gebliebene Streckenteil nur noch im Güterverkehr bedient.<ref>Die Haltestelle Lumpzig. In: www.sachsenschiene.net. Abgerufen am 8. April 2020.</ref>

Die günstige Verkehrsverbindung von Hartha an der Landesstraße 1362 wurde zur Belastung der Bürger. Deshalb wurde eine Ortsumgehung gebaut.

Weblinks

Commons: Hartha (Schmölln) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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