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Evangelische Allianz in Deutschland

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Vorlage:Infobox Evangelische Allianzen

Die Evangelische Allianz in Deutschland (EAD; früher: Deutsche Evangelische Allianz) ist ein Netzwerk evangelikaler Christen aus verschiedenen Kirchen und Gemeinschaften, die sich auf einer gemeinsamen Glaubensbasis verbunden fühlen. Es handelt sich um den deutschen Zweig einer internationalen Einheitsbewegung, die 1846 in London ihren Ursprung hatte. Ziel war damals wie heute die Einheit der Christen, gemeinsames Beten, gemeinsamer Glaube, gemeinsames Bezeugen des Evangeliums und die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung.<ref>Netzwerk und Struktur. Abgerufen am 21. März 2023.</ref>

Rechtlich ist die Evangelische Allianz Deutschland als eingetragener Verein mit Sitz in Bad Blankenburg in Thüringen organisiert; der Verein bildet die Klammer eines Netzwerks aus rund 900 „Ortsallianzen“ sowie 370 ideell mit der Allianz verbundenen Vereinen und Werken, die indes juristisch-organisatorisch nicht von der EAD abhängig sind.<ref>Die Evangelische Allianz vor Ort, auf ead.de</ref>

Die EAD gehört zum Netzwerk der Europäischen Evangelischen Allianz und der Weltweiten Evangelischen Allianz. Regelmäßiges Publikationsorgan ist das Quartalsmagazin EiNS.

Theologische Basis

Die theologische Basis der Evangelischen Allianz Deutschland betont:<ref name=":0">Über uns. Abgerufen am 21. März 2023.</ref>

  • die Allmacht, Gnade, Schöpfung, Offenbarung, Erlösung, Endgericht und Vollendung durch den biblisch bezeugten Gott
  • die göttliche Inspiration der Heiligen Schrift und ihre völlige Zuverlässigkeit und höchste Autorität in allen Fragen des Glaubens und der Lebensführung
  • die Erlösungsbedürftigkeit, das heißt völlige Sündhaftigkeit und Schuld der Menschen, die ihn Gottes Zorn und Verdammnis aussetzen
  • Erlösung des Menschen allein durch Gottes Gnade aufgrund des Opfertodes Jesu
  • Bekehrung und Wiedergeburt des Menschen durch den Heiligen Geist
  • das Priestertum aller Gläubigen, das zur Verkündigung des Evangeliums verpflichtet
  • die sichtbare Wiederkunft Jesu Christi, leibliche Auferstehung der Toten zu Gericht und ewigem Leben der Erlösten

Damit wird die Evangelische Allianz Deutschland ebenso wie ihre Dachverbände dem Evangelikalismus zugeordnet und versteht sich auch selbst als Netzwerk evangelikaler Christen aus unterschiedlichen Kirchen, Gemeinden und Gruppen.<ref>Deutsche Evangelische Allianz. BEFG, abgerufen am 30. Juli 2023.</ref> Jürgen Werth, ehemaliger Vorsitzender der Allianz, definierte evangelikal gemeinsam mit Fritz Laubach folgendermaßen: „Sie sammeln sich um Bibel und Gebet und betonen die Notwendigkeit einer bewussten Glaubensentscheidung. Leben im Glauben bedeutet für sie gemeinsames missionarisches Zeugnis und soziales Engagement. Kritischen Anfragen an den christlichen Glauben und das kirchliche Bekenntnis stehen sie offen gegenüber und suchen nach konstruktiven Antworten. Sie halten an der Vertrauenswürdigkeit der Bibel und am Bekenntnis fest.“ Er definiert evangelikal weiter als „evangelisch“ im Ursprungssinne der reformatorischen Grundsätze: Sola fide, Sola scriptura, Sola gratia, Solus Christus.<ref>Christlicher Medienverbund KEP: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kirchentagsdebatte: Werth über Fundamentalismus und Schuld im Umgang mit Homosexuellen (Memento vom 28. April 2015 im Internet Archive) In: die-Evangelikalen.de vom 14. Juni 2011.</ref> 2018 wurde die gemeinsame Basis des Glaubens sprachlich überarbeitet.<ref name=":0" />

Geschichte

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August Tholuck
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Gottfried Wilhelm Lehmann
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Anna von Weling
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Georg von Viebahn

Vom 1. bis 3. Oktober 1845 fanden sich in Liverpool insgesamt 216 Vertreter von zwanzig verschiedenen britischen Denominationen zusammen, um eine Gründungskonferenz für eine internationale Evangelische Allianz vorzubereiten. In diesem Zusammenhang wurden auch Einladungen an deutsche Kirchenvertreter ausgesprochen. Die Adressaten der Einladungsschreiben sind jedoch nicht mehr alle bekannt. Aus der Liste der Konferenzteilnehmer 1846 lassen sich nur die Namen derer ermitteln, die diese Einladung annahmen. Zu ihnen gehörte unter anderen der evangelische Pfarrer Christian Gottlob Barth, der Calvin-Forscher Jules Bonnet, der protestantische Theologieprofessor August Tholuck und Johann Gerhard Oncken, der Begründer der deutschen Baptistenbewegung.<ref>Erich Beyreuther: Der Weg der Evangelischen Allianz in Deutschland. Wuppertal 1969, S. 13.</ref> Auch die streng lutherisch ausgerichtete Berliner Theologische Fakultät hatte eine Einladung nach London erhalten. In ihren Akten befindet sich der nicht veröffentlichte Entwurf eines Antwortschreibens, das von dem Alttestamentler Ernst Wilhelm Hengstenberg verfasst worden war: Es [ergänze: Eine Teilnahme an der Gründungskonferenz] heiße die Kirche verraten, wenn mann sich mit den Cananitern, Hethitern, Amoritern, Pheresitern und Jebusitern der Neuzeit verbrüdern und verschwägern wolle. Nicht 'Friede, Friede!' rufen, sondern 'Hie Schwert des Herrn und Gideon!' .<ref>Zitiert nach: Erich Beyreuther: Der Weg der Evangelischen Allianz in Deutschland. Wuppertal 1969, S. 14.</ref> Der Kirchengeschichtler August Neander, ebenfalls Lehrstuhlinhaber der Berliner Universität und ein Vertreter der deutschen Erweckungsbewegung, widersprach Hengstenberg, nahm an der Gründungskonferenz teil und machte seinen Schüler Johann Hinrich Wichern, Begründer der Inneren Mission auf die Allianzbewegung aufmerksam. Wichern nahm den Gedanken einer evangelischen Allianz zunächst begeistert auf,<ref>Martin Gerhardt: Ein Jahrhundert Innere Mission. Band I (Die Wichernzeit). 1948, S. 191.</ref> wandte sich aber später enttäuscht davon ab, da die Allianzbemühungen seiner Einschätzung nach eher eine geistliche als eine praktisch-diakonische Zusammenarbeit zum Ziel hatten.<ref>Vgl. Erich Beyreuther: Der Weg der Evangelischen Allianz in Deutschland. Wuppertal 1969, S. 14f.</ref> Sein geistiger Ziehvater Tholuck blieb gegenüber der Gründung eines deutschen Zweiges der Allianz eher indifferent, war aber bis ins hohe Alter Gast und gern gehörter Referent bei den Konferenzen der Weltweiten Evangelischen Allianz.<ref>Erich Beyreuther: Der Weg der Evangelischen Allianz in Deutschland. Wuppertal 1969, S. 17.</ref>

1851 fand in London die zweite Konferenz der Weltweiten Evangelischen Allianz statt. Der Kreis der deutschen Teilnehmer hatte sich erweitert. Neben Georg Treviranus, Pastor der Bremer St.-Martini-Gemeinde, hatten sich auch der reformierte Elberfelder Theologe Friedrich Wilhelm Krummacher, der Berliner Baptistenprediger Gottfried Wilhelm Lehmann und der evangelische Karlsruher Pfarrer Jakob Theodor Plitt<ref>Zu Plitt siehe <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Iserlohnerin Luise von Scheibler (1778 bis 1853). Ihr Weg von der Brüdergemeine in der Grafschaft Mark zu Johann Christoph Blumhardt in Möttlingen und Bad Boll. S. 12 (Anmerkung 38) (Memento vom 8. November 2013 im Internet Archive) (PDF; 377 kB); eingesehen am 28. September 2010.</ref> nach England begeben. Nach Deutschland zurückgekehrt gründeten die norddeutschen Teilnehmer das Komitee des Norddeutschen Zweiges der Evangelischen Allianz.<ref>Erich Beyreuther: Der Weg der Evangelischen Allianz in Deutschland. Wuppertal 1969, S. 18.</ref>

Norddeutscher Zweig

Das erste norddeutsche Allianz-Komitee entwickelte offensichtlich keine bedeutenden Aktivitäten, denn einige Zeit später erfolgte im Jahr 1851 in Berlin unter dem Namen Norddeutscher Zweig der Evangelischen Allianz eine Neugründung.<ref>Erich Beyreuther: Der Weg der Evangelischen Allianz. 1969, S. 23.</ref> Initiatoren waren der evangelische Pfarrer Eduard Wilhelm Theodor Kuntze<ref>Karl Heinz VoigtKuntze, Eduard Wilhelm Theodor. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 4, Bautz, Herzberg 1992, ISBN 3-88309-038-7, Sp. 826–828.</ref> und der bereits erwähnte Baptistenprediger Gottfried Wilhelm Lehmann. Der norddeutsche Zweig der Evangelischen Allianz nannte sich in der Öffentlichkeit zunächst Evangelischer Bund.<ref>Erich Beyreuther: Der Weg der Evangelischen Allianz in Deutschland. Wuppertal 1969, S. 19.</ref> Man traf sich zunächst einmal pro Monat im Pfarrhaus an der Berliner Elisabeth-Kirche und erlebte ein rasches Wachstum. Neben weiteren Gliedern der Landeskirche kamen Methodisten und Angehörige der Brüdergemeinde hinzu, so dass die monatlichen Treffen ins Missionshaus an der Sebaststraße verlegt wurden. Ein dort beschlossenes Statut, in dem das 1846 beschlossene Glaubensbekenntnis der Evangelischen Allianz aufgenommen und durch weitere Beschlüsse bezüglich Mitgliedschaft und Zielsetzungen erweitert worden war, wurde von folgenden Personen unterschrieben: Eduard Wilhelm Theodor Kuntze (Pastor an der St.-Elisabeth-Kirche), Salomon Lachs (Professor am Königlichen Taubstummen-Institut), Kollberg (Hilfsprediger an der St.-Elisabeth-Kirche), Lobeck (Generalagent der Berliner Lebens-Versicherungs-Gesellschaft), Gottfried Wilhelm Lehmann (Ältester der Baptistengemeinde), Wünsche (Prediger der Brüdergemeinde), Nickel (Rentier) und Ferdinand Bues (Prediger der Baptistengemeinde).<ref>Erich Beyreuther: Der Weg der Evangelischen Allianz in Deutschland. Wuppertal 1969, S. 20ff.</ref>

Im Jahr 1853 formte sich ein Allianzkreis in Hamburg, möglicherweise unter Mithilfe von Johann Gerhard Oncken, dem Wegbereiter des deutschen Baptismus. Oncken hatte an der Gründungsversammlung der Evangelischen Allianz im Jahr 1846 in London teilgenommen.<ref>Erich Beyreuther: Der Weg der Evangelischen Allianz in Deutschland. Wuppertal 1969, S. 23.</ref>

Allianzkonferenz 1857 in Berlin

Die dritte Konferenz der internationalen Evangelischen Allianz, die vom 9. bis zum 17. September 1857 in der Berliner Garnisonkirche stattfand und vom Evangelischen Bund mitorganisiert worden war, brachte für die deutsche Allianzbewegung den entscheidenden Durchbruch. Fast tausend Theologen und ca. 300 Laien nahmen an der Versammlung teil. Schirmherr wurde der preußische König Friedrich Wilhelm IV., entgegen der Warnung von Friedrich von Maltzan (Rostock), nicht „die kirchliche Union zwischen lutherischen und reformierten Gemeinden in Preußen weiterhin zu fördern“.<ref>Erich Beyreuther: Der Weg der Evangelischen Allianz in Deutschland. Wuppertal 1969, S. 25.</ref> Der Monarch unterstützte die Organisation der Veranstaltung mit 200 Friedrich d’or, der Magistrat der Stadt Berlin beteiligte sich mit 1.500 Talern.<ref>Erich Beyreuther: Der Weg der Evangelischen Allianz in Deutschland. Wuppertal 1969, S. 30.</ref> Am 11. September 1857 lud der König die Konferenzteilnehmer, rund 800 Personen, zu einem Empfang ins Schloss Sanssouci ein.

Auf der Berliner Konferenz hatten sich die Abgeordneten aller Kirchen zu ihrer eigenen Kirche bekannt, jedoch auch ihren Willen eines gemeinsamen Bruderbundes bekundet. Landeskirchliche wie auch freikirchliche Vertreter hatten ihren Willen zur Mission geäußert und der Ruf nach einer staatsfreien Volkskirche war verstärkt worden.<ref>Erich Beyreuther: Der Weg der Evangelischen Allianz in Deutschland. Wuppertal 1969, S. 43 ff.</ref>

Entwicklung ab 1858

Als Folge der Berliner Konferenz bildete sich 1858 ein Württembergischer Zweig der Evangelischen Allianz, der als „Verein zur Förderung der Liebe und Eintracht unter den Christen“ gegründet worden war. Die erste Württembergische Allianzversammlung fand am 2. Februar 1859 in Ludwigsburg statt.<ref name="Beyreuther-45">Erich Beyreuther: Der Weg der Evangelischen Allianz in Deutschland. Wuppertal 1969, S. 45.</ref>

Die erste Allianzgebetswoche wurde für das Jahr 1860 ausgerufen. Dabei bediente man sich der Texte, die von der britischen Allianz zur Verfügung gestellt wurden. Die Gebetsanliegen wurden durch zwei Referenten vorgetragen. Zwei andere Referenten beteten dann im Namen aller Versammelten.<ref>Erich Beyreuther: Der Weg der Evangelischen Allianz in Deutschland. Wuppertal 1969, S. 47 f.</ref>

Um 1860 entstand ein rheinischer Zweig, an dessen Spitze Pfarrer Gräber, Präses der Barmer Missionsgesellschaft, stand.<ref name="Beyreuther-45" /> Zudem bildete sich eine Gruppe von Allianzfreunden in Berlin, die 1875 von dem Vorsitzenden Graf Egloffstein und dem Sekretär Hermann Meßner geleitet wurde. Im Rahmen eines Besuches von James Davis, einem Vertreter der englischen Allianz, im Jahr 1876 kam es zu einem Treffen mit dem deutschen Reichskanzler Otto von Bismarck. Der sah den Wert der Allianz in einer gemeinsamen Plattform für wechselseitigen Austausch und vereinigtes Handeln zur Verteidigung der Prinzipien bürgerlicher und religiöser Freiheit.<ref>Gerhard Lindemann: Für Frömmigkeit in Freiheit. Die Geschichte der Evangelischen Allianz im Zeitalter des Liberalismus (1846–1879). LIT Verlag, Münster 2011, ISBN 978-3-8258-8920-3, S. 919.</ref>

Am 6. Oktober 1880 wurden in Barmen der Vorstand der inzwischen gegründeten „Freien Evangelischen Vereinigung“ und der „Westdeutschen Evangelischen Allianz“ vereinigt zum „Westdeutschen Komitee der Evangelischen Allianz“. Vorsitzender für die nächsten neun Jahre wurde Theodor Christlieb, sein Stellvertreter wurde der Barmer Missionsinspektor Friedrich Fabri. Seitdem gab es Westdeutsche Allianzkonferenzen. Die Konferenz fand jedes zweite Jahr in Siegen statt, in den dazwischen liegenden Jahren an verschiedenen anderen Orten im nördlichen Rheinland und dem westlichen Westfalen.<ref>Erich Beyreuther: Der Weg der Evangelischen Allianz in Deutschland. Wuppertal 1969, S. 54.</ref>

Im November 1881 rief das Komitee des deutschen Zweiges der Evangelischen Allianz zur allgemeinen Teilnahme an der Allianzgebetswoche im folgenden Jahr auf. Graf Bismarck-Bohlen und Andreas Graf Bernstorff unterschrieben den Aufruf. In 192 Orten wurde das Gebetsprogramm dann in der Zeit vom 1. bis 7. Januar 1882 durchgeführt.<ref>Erich Beyreuther: Der Weg der Evangelischen Allianz in Deutschland. Wuppertal 1969, S. 57.</ref>

Blankenburger Allianzkonferenz

Datei:-2 Konferenzhalle Bad Blankenburg 08.jpg
Die denkmalgeschützte Konferenzhalle in Bad Blankenburg

Die Initiatorin, Anna von Weling, war durch die Teilnahme an Konferenzen der Heiligungsbewegung, etwa der Mildmay-Konferenz in der Nähe Londons, bestrebt, ähnliche Veranstaltungen auch in Deutschland durchzuführen.<ref>Stephan Holthaus: Heil – Heilung – Heiligung. Die Geschichte der deutschen Heiligungs- und Evangelisationsbewegung (1874–1909). Theologische Verlagsgemeinschaft (TVG) im Brunnen Verlag, Giessen 2005, ISBN 3-7655-9485-7, S. 177.</ref> Vom 13. bis 15. September 1886 fand auf ihre Einladung hin in Bad Blankenburg die erste deutsche Allianzkonferenz unter dem Titel „Allianzkonferenz zur Vertiefung des Glaubenslebens“ unter der Leitung von Heinrich Peter Ziemann mit 28 Teilnehmern statt.<ref>Karl Heinz Voigt: Anna Thekla von Weling. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 13, Bautz, Herzberg 1998, ISBN 3-88309-072-7, Sp. 710–715.</ref><ref name="ELTG">Werner Beyer: Blankenburger Allianzkonferenz. In: Helmut Burkhardt, Uwe Swarat (Hrsg.): Evangelisches Lexikon für Theologie und Gemeinde. Band 1. R. Brockhaus Verlag, Wuppertal 1992, ISBN 3-417-24641-5, S. 281.</ref> Während sie im ersten Jahrzehnt ihres Bestehens neben der Berliner Allianz ihren Anteil am Aufbau der deutschen evangelischen Allianz leistete, entwickelte sie sich in der zweiten Dekade ihrer Existenz zu einem Gegenpol der nord- und der inzwischen auch entstandenen westdeutschen Allianzen. Erich Beyreuther beschreibt insbesondere ihre Zeit zwischen 1900 und 1910 als eine Epoche, in der die Blankenburger Allianzkonferenz nicht nur „gesammelt“ und „aufgebaut“, sondern auch „verwirrt“ und „abgestoßen“ hat.<ref>Erich Beyreuther: Der Weg der Evangelischen Allianz in Deutschland. Wuppertal 1969, S. 61.</ref> Gründe für diese gegenläufigen Einschätzungen waren einerseits die in Blankenburg vehement geäußerte Kritik an aller verfassten Kirchlichkeit, die sich sowohl gegen die evangelischen Landes- als auch an die Adresse der traditionellen Freikirchen richtete. Diese wurden geschürt durch die bedeutenden Blankenburger Redner Friedrich Wilhelm Baedeker und Georg von Viebahn, der aus der Landeskirche ausgetreten war. Gerade Letzterer hatte indes ein sehr differenziertes Bild von der Allianzkonferenz, wo er den „brüderlichen“ Kontakt mit vielen anderen Christen schätzte und ihnen „mit dem teuren Wort Gottes zu dienen“ beabsichtigte. Er wurde jedoch nie Mitglied der Allianz und warnte davor, die Allianz als „gottgewollte Lösung der ersehnten Einheit der Gläubigen“ misszuverstehen und sie mit der „in Christo vorhandenen, von Gott gemachten Einheit des Leibes“ zu verwechseln.<ref>Georg von Viebahn – (1840–1915) – kurzer Lebenlauf – Biographie. Abgerufen am 10. März 2023.</ref>

Ein anderer Problemherd zwischen Blankenburg und den anderen Regionalallianzen lag im Aufkommen der Pfingstbewegung. Während die Blankenburger Konferenzen Anfang des 20. Jahrhunderts stark unter den Einfluss dieser Bewegung gerieten, waren die anderen Allianzkreise eher kritisch-distanziert. Gemeinsam mit der deutschen Gemeinschaftsbewegung lösten sich allerdings dann auch die Blankenburger von den Pfingstlern. Verantwortliche der Blankenburger Allianzkonferenz initiierten eine Konferenz am 15. September 1909 in Berlin, auf der man sich in der sogenannten Berliner Erklärung von der entstehenden Pfingstbewegung distanzierte.<ref>Werner Beyer: Blankenburger Allianzkonferenz. In: Helmut Burkhardt, Uwe Swarat (Hrsg.): Evangelisches Lexikon für Theologie und Gemeinde. Band 1. R. Brockhaus Verlag, Wuppertal 1992, ISBN 3-417-24641-5, S. 282.</ref>

In den Konfliktzusammenhang gehört auch das von Anna von Weling im Jahr 1890 gegründete und bis in das Jahr 1940 erscheinende Evangelische Allianzblatt. Die Redaktion leitete ab 1903 Bernhard Kühn, der einen „scharf kritischen Ton“ gegen die Kirche anschlug.<ref name="ELTG" /> Kühns Nachfolger wurde im Jahr 1914 Otto Dreibholz. Seine Arbeit war ein erster Schritt zu einer Normalisierung des Verhältnisses zwischen Kirche und Allianz und auch der verschiedenen Richtungen der Allianzen untereinander. Die entscheidende Wende trat ein, als Gustav Friedrich Nagel (1868–1944), Prediger des Bundes Freier evangelischer Gemeinden, 1919 die Leitung des Allianzblattes übernahm. 1924 wurde er zunächst zum zweiten und 1926 schließlich zum ersten Vorsitzenden des Deutschen Zweiges der Evangelischen Allianz gewählt.<ref>Werner Beyer: Blankenburger Allianzkonferenz. In: Helmut Burkhardt, Uwe Swarat (Hrsg.): Evangelisches Lexikon für Theologie und Gemeinde. Band 1. R. Brockhaus Verlag, Wuppertal 1992, ISBN 3-417-24641-5, S. 281.</ref> Seit dieser Zeit tagte der Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz während der Blankenburger Konferenzen und machten so die Brücke sichtbar, die zwischen den getrennten Allianzen geschlagen worden war. Ebenfalls im Jahr 1924 wurde das Allianzblatt zum offiziellen Organ des deutschen Allianz-Gesamtverbandes.<ref>Vergleiche dazu Erich Beyreuther: Der Weg der Evangelischen Allianz in Deutschland. Wuppertal 1969, S. 87.</ref>

Zeit des Nationalsozialismus

Das Verhältnis der Deutschen Evangelischen Allianz zum Nationalsozialismus war zunächst durch Abwarten, dann aber durch ein Schweigen bestimmt, das später unter anderem vom frei-evangelischen Prediger Friedrich Heitmüller, Mitglied im Nachkriegsvorstand der DEA, als „schuldhaft“ bewertet wurde.<ref>Friedrich Heitmüller: Aus 40 Jahren Dienst am Evangelium. Bundes-Verlag, Witten (Ruhr) 1950, DNB 451934245, S. 28f.</ref> Bereits auf die Machtergreifung Adolf Hitlers reagierte die Evangelische Allianz in ihrem Veröffentlichungsorgan, dem Ev. Allianzblatt, nicht. Als nach der Ernennung Alfred Rosenbergs zum Reichsschulleiter die organisatorische Lahmlegung des Christentums deutlich wurde, setzte man sich von der Bekennenden Kirche ab und mied den Kontakt mit von der Gestapo auf Grund ihrer Verkündigung Verfolgten.<ref>Beyreuther: Der Weg der Evangelischen Allianz, S. 37, 97f.; in Aufnahme Friedrich Heitmüller: Aus 40 Jahren Dienst am Evangelium. Bundes-Verlag, Witten (Ruhr) 1950, DNB 451934245, S. 28f.: „Man wird sagen müssen, dass der Weg der Evangelischen Allianz im Dritten Reich nicht nur schwierig, sondern auch schuldhaft war […] als man sich ferner vom Weg der ‚Bekennenden Kirche‘ betont absetzte und alle die mied, die infolge ihrer freimütigen Verkündigung des ganzen Ratschlusses Gottes der Bestrafung durch die Gestapo verfallen waren.“</ref> Der erste Vorsitzende des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes, Pfarrer Walter Michaelis, vertrat ab 1936 die Auffassung, dass man vonseiten der Allianzverantwortlichen die Situation „verharmlose“. Michaelis, Vertreter des damals größten deutschen Gemeinschaftsverbandes mit rund 500.000 Mitgliedern, trat am 3. April 1937 aus dem Hauptvorstand der Evangelischen Allianz aus.<ref>Beyreuther: Der Weg der Evangelischen Allianz. 1969, S. 97–98.</ref>

1938 kam es zum Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich. Über Aktivitäten und Äußerungen des Allianzkreises in Wien sind wir sogar für die Kriegsjahre, mit ihrer für die Kirchengeschichte des Deutschen Reiches sonst ungünstigeren Quellenlage, gut informiert.<ref>Franz Graf-Stuhlhofer: Die Evangelische Allianz Wiens in dunklen Zeiten. Über CVJM, Juden- und Volksmission sowie Volks- und feikirchen bis 1945. VTR, Nürnberg 2015, S. 69–109 (über die Kriegsjahre).</ref> Vom Baptistenprediger Arnold Köster sind zahlreiche Predigten mit nationalsozialismuskritischen Aussagen erhalten. Als das Deutsche Reich am Höhepunkt seiner militärischen Macht war, sprach er in einer Andacht anhand des Propheten Obadja über die Selbstherrlichkeit Edoms und zog eine aktuelle Parallele:

„Wenn die Führer unseres Volkes so selbstsicher reden und so vermessen, dann kann die Gemeinde Jesu Christi das nur mit bangem Herzen hören und hat schlaflose Nächte darüber, weil sie das Gericht Gottes nahen spürt!“<ref>So am 8. Dezember 1941. Siehe Graf-Stuhlhofer: Die Evangelische Allianz Wiens in dunklen Zeiten. 2015, S. 79.</ref>

Die Nachkriegszeit

Datei:Tafel Wald Dr. Heinrich Grüber Zuschnitt.jpg
Tafel im Jerusalemer Wald, die ein von der DEA in den 1950ern gestiftetes Waldstück als Freundschaftswald der DEA widmet, neben anderen Tafeln

Ende des Jahres 1946 blickte der neue 1. Vorsitzende Walter Zilz<ref>Zilz war Vorsitzender von 1946 bis 1954. Michael Diener: Kurshalten in stürmischer Zeit: Walter Michaelis (1866–1953). Ein Leben für Kirche und Gemeinschaftsbewegung. In: (TVG Kirchengeschichtliche Monographien). Brunnen Verlag, Gießen 1998, ISBN 3-7655-9422-9, S. 558 (Siehe Fußnote 142).</ref> in dem ersten nach dem Krieg veröffentlichten Flugblatt der Evangelischen Allianz selbstkritisch zurück:<ref name="TRE">Joachim Cochlovius: Evangelische Allianz. 1982, S. 655.</ref>

„Wir bekennen, daß das Zeugnis der Evangelischen Allianz oft nicht klar und geistesmächtig genug gewesen ist. Wir sind den Mächten des Unglaubens in unserem Volk nicht stark und mutig genug entgegengetreten und haben auch die Bedürfnisse unserer Zeit zu wenig in treuer Fürbitte priesterlich vor Gott gebracht.“<ref>Walter Zilz: 100 Jahre Evangelische Allianz. Pinneberg 1946, S. 2.</ref>

Das Programm der Gebetswoche 1947 enthielt ein Schuldbekenntnis.<ref name="TRE" />

Nach dem Krieg belebte sich die Arbeit der DEA. So fand ab 1946 wieder die jährliche Gebetswoche statt, ebenso wurden Allianzkonferenzen an zahlreichen Orten veranstaltet. Zum Schwerpunkt der DEA in den fünfziger und sechziger Jahren entwickelte sich die Mission im Inland, mit der die „entchristlichten Massen“ erreicht werden sollten.<ref></ref> So initiierte die DEA ab dem Jahr 1953 evangelistische Massenveranstaltungen mit dem US-amerikanischen Evangelisten Billy Graham in deutschen Städten. Auf Anraten von Graham (er vertrat die Auffassung: „Deutschland muss durch Deutsche evangelisiert werden.“<ref>vgl. Friedhelm Jung: Die deutsche evangelikale Bewegung. 2001, S. 56.</ref>) wurde der Verein „Großevangelisation der Deutschen Evangelischen Allianz“ ins Leben gerufen, der in Abstimmung und Zusammenarbeit mit örtlichen Allianzkreisen Evangelisationen mit Gerhard Bergmann durchführte.

Prägenden Einfluss auf die Nachkriegsentwicklung der Allianz hatte als langjähriger Zweiter Vorsitzender der westfälische Pfarrer und Evangelist Paul Deitenbeck, dessen Paul-Deitenbeck-Gedächtnis-Stiftung sich in erster Linie um das Allianzhaus in Bad Blankenburg kümmert.

Datei:Pavillon of Hope (Manfred Röben).jpg
Expo-2000-Wahrzeichen: Pavillon der Hoffnung (Expowal) von WVD, CVJM und DEA.

Im Zusammenhang mit der deutschen Wiedervereinigung war es wesentlich der damalige Generalsekretär der westdeutschen Allianz, Hartmut Steeb, der – nach umgekehrtem Muster wie bei der staatlichen Wiedervereinigung – die Wiedervereinigung der beiden deutschen Allianzen betrieb, indem die westdeutsche Allianz der der DDR beitrat. Somit wurde 1991 der Hauptsitz wieder Bad Blankenburg; die Geschäftsstelle blieb noch bis 2004 in Stuttgart und wurde dann ebenfalls nach Bad Blankenburg verlegt.

Im Gegensatz zu ihrer früheren Positionierung öffnete sich die Deutsche Evangelische Allianz nunmehr auch für die Pfingstbewegung. Mit Ekkehart Vetter wurde 2016 erstmals einer ihrer Vertreter zum Vorsitzenden gewählt.

Im Jahr 2000 beteiligte sich die Allianz gemeinsam mit World Vision Deutschland und dem CVJM-Gesamtverband mit dem Projekt Pavillon der Hoffnung an der Expo 2000,<ref>Wal gestrandet: Spatenstich für den „Pavillon der Hoffnung“ auf der Expo Hannover. BauNetz, 25. Juni 1999, abgerufen am 13. Juli 2010.</ref> eigener Thementag war der 31. Juli 2000.<ref>Pavillon der Hoffnung e. V. (CVJM, World Vision, Deutsche Evangelische Allianz). Exposeum e. V., archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Juni 2004; abgerufen am 29. Juli 2010.</ref>

Vorsitzende und Generalsekretäre in der Nachkriegszeit

Die Vorsitzenden der westdeutschen Evangelischen Allianz nach dem Krieg waren:

Langjähriger Vorsitzender der Evangelischen Allianz in der DDR war

  • Manfred Kern (1979–1988)

Seit 1972 gab es bei der westdeutschen und seit 1988 bei der Allianz der DDR einen hauptamtlichen Generalsekretär. In Westdeutschland war dies:

Einziger hauptamtlicher Generalsekretär der Allianz der DDR war wiederum:

  • Manfred Kern (1988–1991)

Die Vorsitzenden der wiedervereinigten Deutschen Evangelischen Allianz waren:

Generalsekretäre nach der Wiedervereinigung waren:

  • Hartmut Steeb (1991–2019)
  • Reinhardt Schink (2019–2022)

Struktur

Bis 2022 bildete der sog. Hauptvorstand das geistliche Leitungsgremium der Deutschen Evangelischen Allianz. Ihm gehörten etwa 60 Vertreter der evangelikalen Bewegung aus unterschiedlichen Kirchen, Verbänden und Werken an,<ref>Im Januar 2019 gab die Internetseite der Evangelischen Allianz die Zahl von 59 Personen an; s. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Struktur und Arbeitsweise (Memento des Vorlage:IconExternal vom 11. Januar 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ead.de, ead.de, abgerufen am 10. Januar 2019.</ref> die für jeweils sechs Jahre gewählt waren. Sie waren zugleich auch die Mitglieder des Vereins Deutsche Evangelische Allianz e. V.<ref>Die Deutsche Evangelische Allianz weitet ihr Netzwerk aus, ead.de, Meldung vom 1. Juni 2015.</ref> Der Hauptvorstand leitete die Arbeit der Deutschen Evangelischen Allianz mit dem Ziel, die Einheit der Gemeinde Jesu zu fördern, Initiativen zu entwickeln, Stellungnahmen zu aktuellen theologischen und gesellschaftlichen Fragen herauszugeben und internationale Beziehungen zur Europäischen und zur Weltweiten Evangelischen Allianz zu pflegen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hauptvorstand (Memento vom 19. August 2022 im Internet Archive), ead.de, abgerufen am 10. Januar 2019.</ref> Zum Geschäftsführenden Vorstand gehörten neun<ref name="Erfolg">Hartmut Steeb: Was der Erfolg der Evangelischen Allianz ist, ead.de, abgerufen am 23. März 2019.</ref> gewählte Vertreter des Hauptvorstands an:<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschäftsführender Vorstand (Memento des Vorlage:IconExternal vom 11. Januar 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ead.de, ead.de, abgerufen am 10. Januar 2019.</ref> Der Generalsekretär sowie die beiden Vorsitzenden waren jeweils einzeln vertretungsberechtigt.

Die Mitgliederversammlung in Bad Blankenburg beschloss 2022 eine Strukturreform. Die bisherige klassische Gremienstruktur wurde zugunsten eines agilen, schlanken und projektorientierten Netzwerks, das schnellere Prozesse ermöglicht, weitgehend aufgelöst (Näheres siehe unten).

Gegenwart

Organisationsstruktur

Die Evangelische Allianz versteht sich als Netzwerk bzw. Bewegung von Christen. Von diesem Selbstverständnis her sammelt sie keine Mitglieder. Trotzdem wurden organisatorische Mindeststrukturen geschaffen, um die Allianzarbeit zu ermöglichen.

Seit Ende 2022 gilt folgende Organisationsstruktur:<ref>Konvent. Abgerufen am 21. März 2023.</ref><ref>Allianz schlägt „neues Kapitel“ auf, ideaschweiz.ch, Artikel vom 28. März 2023.</ref>

  • Vorstand: Doppelspitze
  • Mitgliederversammlung: 15 Mitglieder (darunter der Vorstand)
  • Konvent: Beratergremium für die Mitgliederversammlung, bestehend aus rund 70 Leitungspersonen aus dem Netzwerk (5 davon sind zugleich auch in der Mitgliederversammlung)

Die offizielle Einführung der Amtsträger fand am 21. März 2023 bei einem Festakt in Bad Blankenburg statt, womit die Umstrukturierung zugleich ihren Abschluss fand.<ref>21.03.2023 Fest der Evangelischen Allianz: Ein neues Kapitel wird aufgeschlagen. Abgerufen am 21. März 2023.</ref> Eine 15-köpfige und damit deutlich kleinere Mitgliederversammlung als bisher (siehe oben) verantwortet alle rechtlichen und finanziellen Themen sowie die grundlegenden Positionierungen. Daneben arbeitet der Konvent als theologisches Beratungsgremium mit etwa 70 Vertretern der Ortsallianzen, Werke und Verbände zusammen. Sprecherin des Konvents ist Pfarrerin Maike Sachs, Studienleiterin am Albrecht-Bengel-Haus in Tübingen. In einem Netzwerk von „Runden Tischen“ bilden sich die Gruppen, Arbeitskreise, Projekte und Initiativen ab, um an Ideen und Themen weiterzuarbeiten. Alle drei Jahre findet ein wegweisendes EAD-Forum statt, das innovative Impulse zur Weiterentwicklung des Engagements der EAD sowie der beteiligten rund 900 lokalen Netzwerke, setzt.

Datei:Frank Heinrich Porträt.jpg
Frank Heinrich (2015)
Datei:Reinhardt Schink 01.jpg
Reinhardt Schink (2018)

Beauftragter für Theologie, Evangelisation und Gemeindeentwicklung ist seit 2023 Alexander Garth.<ref>Alexander Garth künftig für die EAD tätig, ead.de, Meldung vom 16. Februar 2023.</ref>

Institut für Islamfragen

Das der EAD angeschlossene Institut für Islamfragen bietet Informationen über den Islam aus evangelikaler Perspektive. Es wurde am 19. Oktober 1999 unter dem Dach der Lausanner Bewegung gegründet und wird seit 2004 gemeinschaftlich von den Evangelischen Allianzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz getragen.<ref>Gegründetes „Institut für Islamfragen“ unter dem Dach der Deutschen Evangelischen Allianz. 26. April 2004, abgerufen am 4. März 2022.</ref> Erster Vorsitzender ist Frank Hinkelmann, den zweiten Vorsitz hat Dietrich Kuhl inne; wissenschaftliche Leiterin ist Christine Schirrmacher. Das Institut bietet online ein Fatwa-Archiv.

Nahestehende Organisationen

Rund 350 Werke und Einrichtungen gelten als „nahestehende Organisationen“, die nach dem Grad der Verbundenheit in drei Kategorien eingeteilt werden:

  • Kategorie I: „Selbständige Werke, die eng mit dem Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz zusammenarbeiten, da sie entweder direkt von der EAD oder mit Unterstützung der EAD gegründet worden sind oder später bewusst als solche der EAD angeschlossen wurden“
  • Kategorie II: „Selbständige diakonische, evangelistische, missionarische und seelsorgerliche Werke, die überregional arbeiten und sich in ihren Satzungen mit der Zusammenarbeit der Evangelischen Allianz verbunden fühlen und regelmäßigen Kontakt zur Geschäftsstelle der EAD halten“
  • Kategorie III: „Werke und Einrichtungen, die der Evangelischen Allianz nahestehen, die Glaubensbasis der EAD in ihren Satzungen oder Grundsätzen jedoch nicht offiziell erwähnen“

Die letzte Kategorie umfasst auch Freikirchen und kirchliche Gemeinschaftsverbände. Nicht kategorisiert ist die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland, in der die Allianz Beobachterstatus hat.

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Clearingstelle

Nachdem 2014 Vorwürfe laut geworden waren, in einzelnen Organisationen mit Kontakt zur Evangelischen Allianz habe es geistlichen Machtmissbrauch gegeben, wurde eine sogenannte Clearingstelle (Aufklärungsstelle) eingerichtet, um entsprechenden Hinweisen nachzugehen und Konflikte beizulegen,<ref>Die Evangelische Allianz will gegen Missbrauch angehen, idea.de, Meldung vom 14. September 2015.</ref> Eine der treibenden Kräfte war der damalige Vorsitzende der Evangelischen Allianz, Michael Diener. Insbesondere wollte man für Opfer von geistlichem Missbrauch und sexueller Gewalt einen Anlaufpunkt schaffen. Gründungsmitglieder der Clearingstelle waren sechs ehrenamtlich tätige Fachleute: der ehemalige Beauftragte zur Beratung über neue religiöse Bewegungen im Dekanatsbezirk und Kirchenkreis München, Diakon Rudi Forstmeier (München), der Leiter der Beratungsstelle „Leben im Kontext“, Rolf Gersdorf (Dortmund), die Theologin und psychologische Beraterin Martina Kessler (Gummersbach), die Klinikseelsorgerin Gudrun Siebert (Hemer), der Leiter des Evangelischen Fachverbandes für Sexualethik und Seelsorge Weißes Kreuz, Rolf Trauernicht (Ahnatal bei Kassel), und der Vorsitzende des Stille- und Seelsorgezentrums Betberg, Hanspeter Wolfsberger (Betberg bei Freiburg).<ref>Klärungsstelle gegründet: Evangelische Allianz will geistlichen Missbrauch in Gemeinden bekämpfen. 15. September 2015, abgerufen am 10. März 2023.</ref>

Allerdings wurde die Clearingstelle in der Folge nur sehr selten in Anspruch genommen.<ref>Wie häufig kommt es zu geistlichem Missbrauch? Bericht aus idea über die neue Clearingstelle der Deutschen Evangelischen Allianz. Evangelische Allianz Deutschland, 30. August 2016, abgerufen am 8. März 2023.</ref> Von der Grundkonzeption her setzt die Clearingstelle auf den Willen aller Beteiligten zur Zusammenarbeit und daher kaum mit Machtmitteln ausgestattet, was im Einzelfall auch Gegenstand von Kritik wurde.<ref>Anna Lutz: Clearingstelle der Allianz in der Kritik. In: PRO | Das christliche Medienmagazin. 26. Juni 2018, abgerufen am 10. März 2023.</ref><ref>Anna Lutz: Allianz verteidigt Arbeit der Clearingstelle. In: PRO | Das christliche Medienmagazin. 27. Juni 2018, abgerufen am 10. März 2023.</ref> 2021 wurde bekannt, dass die Clearingstelle ihre Arbeit ausweiten und auch im Sinne von Vorbeugung von religiösem Machtmissbrauch vermehrt öffentlichkeitswirksam tätig sein will.<ref>26.03.2021 Clearingstelle der Evangelischen Allianz will Arbeit ausweiten. Abgerufen am 10. März 2023.</ref> Offiziell ist sie einer der offiziellen Arbeitskreise der EAD (siehe oben) und nennt sie sich nunmehr „Plattform Religiöser Machtmissbrauch“; die Leitung hat seit der Gründung Martina Kessler inne.<ref>Ansprechpartner beim Arbeitskreis „Religiöser Machtmissbrauch“. Abgerufen am 10. März 2023.</ref>

Veranstaltungen der EAD

Die Evangelische Allianz Deutschland organisiert jährlich drei Hauptveranstaltungen:

Zusätzlich ist die Evangelische Allianz Deutschland einer der wesentlichen Initiatoren und Unterstützer des „30-Tage-Gebets für die islamische Welt“, das jeweils parallel zum islamischen Ramadan stattfindet.

Spendenprüfzertifikat

Die Deutsche Evangelische Allianz vergibt ein Spendensiegel an Organisationen, bei denen die Verwendung der anvertrauten Spendengelder in ihrem Sinne sichergestellt ist. Eine Liste der Organisationen, die das Spendensiegel erhalten haben, kann online abgerufen werden.<ref>Deutsche Evangelische Allianz: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. Liste aller Organisationen, die das Spendensiegel der Evangelischen Allianz Deutschland tragen</ref><ref>Spendenprüfzertifikat. Abgerufen am 10. März 2023.</ref>

Evangelisches Allianzhaus in Bad Blankenburg

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Das historische Eingangsportal zur Konferenzhalle mit dem ins Fachwerk integrierten Kreuzsymbol
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Die zum Komplex des Allianzhauses gehörige Villa Frieden

Im thüringischen Bad Blankenburg befindet sich bereits seit dem neunzehnten Jahrhundert die Zentrale der Deutschen Evangelischen Allianz, das „Evangelische Allianzhaus“. Anna Thekla von Weling ließ hier – unweit des Fröbel-Hauses – seinerzeit die ehemalige Villa Greifenstein zu einer Tagungsstätte umbauen und weitere Gebäude errichten, um die Allianzkonferenzen beherbergen zu können. Dabei wurde auch ein großer Konferenzsaal, ein Fachwerkbau, errichtet, der – äußerlich wenig verändert – bis heute seine Funktion erfüllt. Das historische Ensemble wurde im Laufe der Zeit – unter behutsamem Umgang mit der alten Bausubstanz – großzügig ausgebaut und beherbergt unter anderem die Geschäftsstelle der Deutschen Evangelischen Allianz. Zugleich dient der Gebäudekomplex als Schulungs- und Tagungszentrum sowie als nationales und internationales Freizeit- und Begegnungszentrum, wobei auch ein Hotel und fünf Gästehäuser angeschlossen sind.<ref>Vetter: Den Menschen nicht die Bibel um die Ohren hauen, idea.de, Artikel vom 1. August 2021.</ref>

Von 1906 bis 1910 hatte Ernst Modersohn die Leitung inne.

Politische und gesellschaftliche Positionen

Die EAD bezieht Stellung zu weltanschaulichen, ethischen, wirtschaftlichen und politischen Themen, beispielsweise zu Religionsfreiheit, Christenverfolgung, Menschenhandel, sozialer Gerechtigkeit, Abtreibung oder Homosexualität und vertritt dabei weitgehend konservative<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />EKD: Jahreskonferenz der Evangelischen Allianz ab Mittwoch in Thüringen (Memento vom 29. September 2007 im Internet Archive).</ref> Positionen.

In Anknüpfung an die in der Präambel des Grundgesetzes genannte Verantwortung vor Gott und das historische politische Engagement der evangelischen Allianz gegen Sklaverei und wirtschaftliche Ausbeutung und für Religionsfreiheit fordert die EAD die evangelische Christenheit auf, sich politisch für ihr Land zu engagieren.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Christen wählen Werte (Memento vom 22. Januar 2016 im Internet Archive), ead.de, Meldung vom 21. Juli 2005.</ref>

Die Allianz beruft seit 1999 einen „Beauftragten am Sitz des Deutschen Bundestages und der Bundesregierung“ und ist eine von über 2000 auf der Lobbyliste beim Deutschen Bundestag eingetragenen Organisationen. Die bisherigen Beauftragten:

  • 1999–2016: Wolfgang Baake (bis 2014 ehrenamtlich)
  • 2016–2022: Uwe Heimowski
  • seit 2022: Frank Heinrich in seiner Funktion als Vorstand der Allianz

Eine ausführliche Stellungnahme zum Verhältnis von Christsein und Politik wurde 2009 unter der Überschrift Sucht der Stadt Bestes herausgegeben. In einem Vorwort<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gott segne unser Land (Memento des Vorlage:IconExternal vom 22. Januar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/agentur-hp.de</ref> schrieb der damalige Generalsekretär Hartmut Steeb: „Die Anhänger sollten in Parteien mitarbeiten und dort biblisch-ethische Wertmaßstäbe bewusst einbringen“; bereit sein „zur Übernahme öffentlicher Verantwortung in Haus, Schule, Betrieb, Bezirksbeirat, Stadtrat, als Schöffe …“; „den Mund auftun im persönlichen Umkreis, im Unterricht, im Betrieb, bei Veranstaltungen, im Gespräch mit politisch Verantwortlichen“; „Leserbriefe an Zeitungen und Zeitschriften, Rundfunkanstalten und Fernsehsender schreiben“.

Als ihren kirchenpolitischen Auftrag sieht die Allianz laut Hartmut Steeb, „so weit als möglich darauf hinzuwirken, dass die Selbstbindung an Bibel und Bekenntnis beachtet bleibt“ und „auf unbiblische Bewegungen mit theologisch fundierten öffentlichen Stellungnahmen und kritischer Auseinandersetzung [zu] reagieren“.<ref>Evangelische Allianz: Auf „unbiblische Bewegungen“ reagieren</ref>

Es gehe darum, meinte Steeb, „dass sich unsere Gesellschaft zur ,christlichen Leitkultur' stellt“. Ein weltanschaulich neutraler Staat habe keine gute Zukunft. „Werteungebundene Toleranz macht Deutschland zum gefundenen Fressen einer auf Expansion und Aufrichtung einer islamischen ,Gottes-Staat-Ideologie' ausgerichteten islamischen Weltsicht.“<ref>Peter Wensierski: Aufschwung Jesu. In: Der Spiegel. Nr. 18, 2008, S. 38 ff. (online).</ref>

Als Verfechter einer allgemeinen Religionsfreiheit distanzierte sich die Allianz 2010 deutlich vom International Burn a Koran Day<ref name="WEA2">Geoff Tunnicliffe: Secretary General of the World Evangelical Alliance condemns burning of Qur’an. World Evangelical Alliance, 9. September 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. September 2010; abgerufen am 9. September 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „The WEA, on behalf of its member churches, Christian organisations and bodies, strongly condemns the Dove World Outreach Center’s plans to burn copies of the Qur’an.“  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.worldevangelicals.org</ref><ref>Jürgen Werth: Deutsche Evangelische Allianz distanziert sich von der Verbrennung eines Korans. Deutsche Evangelische Allianz, 8. September 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. August 2014; abgerufen am 8. September 2010: „Wir hoffen, dass diese Gruppe in den USA von ihrem unsinnigen Vorhaben ablässt. Mit christlichem Glauben hat das jedenfalls überhaupt nichts zu tun! Das Recht auf Religionsfreiheit ist unteilbar und kann nicht allein von einer bestimmten Gruppe unter Ausschluss anderer in Anspruch genommen werden.“  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ead.de</ref>; andererseits ist sie wesentlicher Initiator des „30-Tage-Gebetes für die islamische Welt“ in Deutschland. Die 2018 von der Bundesregierung beschlossene Einrichtung der Stelle eines Beauftragten für weltweite Religions- und Weltanschauungsfreiheit sieht die Allianz im Wesentlichen als Ergebnis ihrer Lobbyarbeit.<ref>Jesus de Team: Christliche Lobbyarbeit: „Mehr ‚Wumms‘ als man wahrnimmt“. 2. März 2023, abgerufen am 21. März 2023.</ref><ref>Resolution zur Religionsfreiheit und Solidarität mit der verfolgten Kirche. Nachricht auf der Seite der Deutschen Evangelischen Allianz vom 5. Dezember 2008. Vgl. auch PDF-Version des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit: Resolution zur Religionsfreiheit und Solidarität mit der verfolgten Kirche der Weltweiten Evangelischen Allianz. (PDF) WEA, 30. Oktober 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. September 2010; abgerufen am 8. September 2010: „Die WEA steht für die Freiheit ein, irgendeine oder gar keine Religion auszuüben.“  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.iirf.eu</ref>

Zur Homosexualität äußert sich die EAD überwiegend kritisch.<ref>Deutsche Evangelische Allianz: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Steeb: Unterstützung der Homo-Bewegung schwächt das Vertrauen in die Politik (Memento vom 12. Januar 2014 im Internet Archive)</ref><ref>„Konversionstherapien“: Seelsorge-Organisationen kritisieren Grünen-Vorstoß auf idea.de, 25. März 2013, abgerufen am 26. März 2013.</ref> Jedoch entschuldigte sich der damalige Vorsitzende Jürgen Werth 2011 auf dem Evangelischen Kirchentag in Dresden bei den Homosexuellen für Respektlosigkeit und schlimme Erfahrungen durch einzelne Evangelikale.<ref>Christlicher Medienverbund KEP: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kirchentagsdebatte: Werth über Fundamentalismus und Schuld im Umgang mit Homosexuellen (Memento vom 13. November 2011 im Internet Archive) In: die-Evangelikalen.de vom 14. Juni 2011.</ref> Im Jahr 2015 ging der Vorsitzende der EAD, Michael Diener, auf die gegenteilige Position zu und sprach sich für die Anerkennung von Menschen aus, „die ihre Homosexualität geistlich für sich geklärt haben und sich von Gott nicht zur Aufgabe dieser Prägung aufgefordert sehen“. Diener vertrat damit ausdrücklich einen pluralen Standpunkt und löste eine weitreichende innerevangelikale Diskussion aus, die im Nachrichtenmagazin Idea öffentlich ausgetragen wurde. Letztlich gab Michael Diener eine einlenkende Erklärung ab.<ref name="welt-151661751">Matthias Kamann: Evangelikale: Michael Diener löst Streit über Homosexualität aus. In: welt.de. 30. Januar 2016, abgerufen am 7. Oktober 2018.</ref>

Die 2006 in die Kritik geratenen Versuche einiger Lehrer, kreationistische Inhalte in die schulische Ausbildung einfließen zu lassen, verteidigte die EAD mit dem Verweis auf die Meinungsfreiheit.<ref>Deutsche Evangelische Allianz: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Evolution: Wenn Lehrer keine Fragen mehr stellen dürfen (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive), 10. Oktober 2006.</ref>

Siehe auch

Literatur

  • Rudolf Westerheide: EINS – Wie wir als Christen glaubwürdig werden. Impulstour 2004. Born-Verlag, Januar 2004, ISBN 3-417-24817-5.
  • Reinhard Hempelmann (Hrsg.): Handbuch der evangelistisch-missionarischen Werke, Einrichtungen und Gemeinden. Christliches Verlagshaus, Stuttgart 1997, ISBN 3-7675-7763-1, S. 134 ff.
  • Joachim CochloviusEvangelische Allianz. In: Theologische Realenzyklopädie (TRE). Band 10, de Gruyter, Berlin / New York 1982, ISBN 3-11-008575-5, S. 650–656.
  • Erich Beyreuther: Der Weg der Evangelischen Allianz in Deutschland. R. Brockhaus, Wuppertal 1969, ISBN 3-417-00006-8.
  • Fritz Laubach: Aufbruch der Evangelikalen. R. Brockhaus, Wuppertal 1972, ISBN 3-417-00401-2.
  • Karl Heinz Voigt: Die Evangelische Allianz als ökumenische Bewegung: Freikirchliche Erfahrungen im 19. Jahrhundert. Christliches Verlagshaus, Stuttgart 1990, ISBN 3-7675-7743-7.
  • Gerhard Lindemann: Für Frömmigkeit in Freiheit. Die Geschichte der Evangelischen Allianz im Zeitalter des Liberalismus (1846–1879). LIT-VERLAG Dr. W. Hopf, Berlin 2011, ISBN 978-3-8258-8920-3.
  • Johannes Traichel: Evangelikale und Homosexualität. Für eine Kulturreform. Jota Publikationen, Muldenhammer 2022, ISBN 978-3-949069-02-4.

Weblinks

Einzelnachweise

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