Donnelay
Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich
Donnelay (deutsch Dunningen) ist eine französische Gemeinde mit Vorlage:Str replace Einwohnern (Stand {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins, zum Kanton Le Saulnois und zum Kommunalverband Saulnois.
Geographie
Donnelay liegt in Lothringen, 65 Kilometer südöstlich von Metz, 19 Kilometer südöstlich von Château-Salins und zwölf Kilometer südöstlich von Vic-sur-Seille (Vic an der Seille) im Saulnois (Salzgau) auf einer Höhe zwischen 206 und 259 Metern über dem Meeresspiegel. Das 13,02 km² umfassende Gemeindegebiet ist Teil des Regionalen Naturparks Lothringen. Zu Donnelay gehört der Ortsteil Brû (Bruch) am Stauweiher Étang de Brû (Brucher Weiher). Das Gemeindegebiet wird vom Flüsschen Nard durchquert.
Geschichte
Die Ortschaft gehörte einst zum Herzogtum Lothringen und kam dann an das Bistum Metz. Im Jahr 736 erhielt das Kloster Neuweiler im Elsass hier Güter, das sich noch im 12. Jahrhundert im Besitz des Dorfs befand.<ref name="Huhn">Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 516 (google.books.de).</ref>
Donnelay wurde 1178 als Villa de Dunningen<ref name="Kraus">Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 101 (books-google.de).</ref> urkundlich im Kopialbuch des Stifts von Fénétrange (Finstingen) erwähnt. Spätere Ortsbezeichnungen sind Donnereys (1183), Donneris (1273), Donneney (1553) und Domeley (1594)<ref name="lepage">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>, Duningen (1322)<ref>Adolf Schiber - Die fränkischen und alemannischen Siedlungen in Gallien</ref>, Dunninga (1311), Donnyngen (1461), Dynnyngen (1513).<ref>Onoma 36 - (2001)</ref> Donnelay war im 15. Jahrhundert noch deutschsprachig. Gerichtsakten in deutscher Sprache aus dem Jahre 1416 waren im 19. Jahrhundert noch vorhanden.<ref>H. Witte: Das deutsche Sprachgebiet Lothringens und seine Wandlungen. Verlag von J. Engelhorn, Stuttgart 1894, S. 458.</ref>
1461 kaufte Johann von Finstingen (Fénétrange) den Landbesitz des Klosters Saint-Pierre-et-Saint-Paul in Neuwiller-lès-Saverne in den Ortschaften Donnelay, Ley und Abaucourt auf. Er schenkte das Land, mit dem auch einige seigneuriale Rechte verbunden waren, dem Stift von Fénétrange. 1565 wurde Fénétrange reformiert, wodurch das Stift seine dortigen Güter verlor und sich nach Donnelay zurückzog.<ref name="zwoelf">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Bis Dezember 1593 gehörte Donnelay dem Bistum Metz, danach dem Herzogtum Lothringen. Kardinal Charles de Lorraine (1567–1607) trat Herzog Charles III. de Lorraine (1543–1608) die Ortschaften Geuvelise, Haraucourt-sur-Seille, Saint-Médard und Donnelay im Tausch für die Ortschaften Réméréville, Velènes, Herbéviller und Buissoncourt ab.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Verwaltet wurde Donnelay im Herzogtum Lothringen von der Kastellanei von Marsal, die 1698 zur Bailliage erhoben wurde.<ref name="lepage" /> 1602 wurde das Stift in Donnelay aufgelöst und seine Besitztümer an die Pfarreien der jeweiligen Ortschaften verteilt. Im selben Jahr wurden hier ein Mann und eine Frau wegen angeblicher Hexerei verbrannt.<ref name="Huhn" />
Im Jahr 1661 wurde Donnelay durch den Vertrag von Vincennes Frankreich einverleibt. 1667 gründete Charles Henri de Lorraine-Vaudémont (1649–1723) das Stift erneut und verschaffte ihm die alten Besitztümer, darunter auch die Ländereien in Donnelay. Das Stift bestand bis zur Französischen Revolution (1789–1799). 1790 wurden seine Besitztümer versteigert.<ref name="zwoelf" />
1793 erhielt Donnelay im Zuge der Französischen Revolution als Donneley den Status einer Gemeinde und 1801 unter dem heutigen Namen das Recht auf kommunale Selbstverwaltung. Von 1801 bis 1871 gehörte sie zum früheren Département Meurthe, das 1871 in Département Meurthe-et-Moselle umbenannt wurde.
Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an das deutsche Reichsland Elsaß-Lothringen, und das Dorf wurde dem Kreis Château-Salins im Bezirk Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreide-, Gemüse-, Obst- und Hopfenbau. Am Ort gab es eine Spinnerei, eine Färberei, eine Brauerei und eine Mühle.<ref name="Huhn" />
Donnelay gehörte als französischsprachige Ortschaft im Ersten Weltkrieg zu den 247 letzten Gemeinden, deren Name am 2. September 1915, dem Jahrestag der Schlacht von Sedan, eingedeutscht wurde: bis 1919 galt der amtliche Ortsname Dunningen.<ref>Les 247 dernières communes à noms français, débaptisées seulement le 2 septembre 1915 (französisch) Abgerufen am 4. Mai 2010</ref>
Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden und wurde Teil des Département Moselle.<ref name="cassini">Donnelay auf cassini.ehess.fr (französisch) Abgerufen am 5. Mai 2010</ref> Im Zweiten Weltkrieg wurde die Region im Zuge des Westfeldzugs von der deutschen Wehrmacht besetzt und unter deutsche Zivilverwaltung gestellt (CdZ-Gebiet Lothringen). Von 1940 bis 1944 trug die Gemeinde den von den deutschen Behörden erfundenen Namen Karpfendorf.
Demographie
Unter den 683 Einwohnern des Jahres 1871 befanden sich 60 Juden.<ref name="Huhn" /><ref>Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 182 (books.google.de).</ref> Die Volkszählung von 1910 ergab 455 Einwohner. Die höchste Einwohnerzahl hatte Donnelay 1836 (847), seitdem ist die Einwohnerzahl rückläufig.
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2008 | 2019 |
| Einwohner | 308 | 280 | 264 | 216 | 216 | 218 | 200 | 189 |
| Quellen: Cassini und INSEE | ||||||||
Wappen
Das Wappen der Gemeinde ist rot und zeigt zwei diagonal gekreuzte, goldene Schlüssel. Über den Schlüsseln steht ein silbernes Schwert mit goldenem Knauf auf einem silbernen liegenden Mond. Die metallischen Farben silber und gold werden auf Wappen als weiß und gelb dargestellt.<ref>Union des Cercles Génealogiques Lorrains (französisch) Abgerufen am 10. Juli 2022</ref>
Literatur
- Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 182 (books.google.de).
Weblinks
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Einzelnachweise
<references />
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- Ort in Grand Est
- Donnelay
- Ersterwähnung 1178