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Réchicourt-le-Château

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Réchicourt-le-Château
Datei:Blason Réchicourt-le-Château 57.png
Réchicourt-le-Château (Frankreich)
Réchicourt-le-Château (Frankreich)
Staat FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Moselle (57)
Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins
Kanton Sarrebourg
Gemeindeverband Sarrebourg Moselle Sud
Koordinaten 48° 40′ N, 6° 50′ OKoordinaten: 48° 40′ N, 6° 50′ O
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Höhe 242–333 m
Fläche
Einwohner 550 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 57810
INSEE-Code 57564
Datei:Grand-rue de Réchicourt-le-Château P1130454.jpg
Grand Rue in Réchicourt-le-Château

Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich/Wartung/abweichendes Wappen in Wikidata

Datei:Mairie de Réchicourt-le-Château P1130432.jpg
Rathaus

Réchicourt-le-Château [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ʁeʃikuʁ lə ʃɑto] (deutsch Rixingen) ist ein französisches Dorf und eine Gemeinde mit 550 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Die Gemeinde liegt im Regionalen Naturpark Lothringen.

Geographie

Die Gemeinde liegt im historischen Lothringen am Rhein-Marne-Kanal, 20 Kilometer südwestlich von Sarrebourg (Saarburg) und vier Kilometer nordöstlich von Avricourt. Nordwestlich liegt der Étang de Réchicourt (Rixinger Weiher). Der Niveauunterschied von 16 Meter zwischen diesem und dem höherliegenden Étang de Gondrexange (Gunderchinger Weiher) wird durch eine einzige Schleuse überwunden. Nordöstlich an der Grenze zur Nachbargemeinde Gondrexange (Gunderchingen) liegt der Col des Français (Franzosenpass). Die Ortschaft ist von ausgedehnten Waldgebieten umgeben.

Geschichte

Datei:Sprachgrenze bei Rixingen um 1895.png
Sprachgrenze bei Rixingen um 1895

Der Ort an der romanisch-germanischen Sprachgrenze wurde erstmals 770 urkundlich erwähnt, sowie 1103 als Castrum Richis Curtis und 1273 als Ruchesingne.<ref name="Kraus" /> Er gehörte zum Bistum Metz.<ref name="Huhn">Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde. Stuttgart 1875, S. 466–467 (google.books.de).</ref>

Als vom Herzogtum Lothringen unabhängiges Reichslehen gehörte die Ortschaft ab dem 13. Jahrhundert den Grafen von Leiningen. Dem Deutschen Bellistum zugehörig, umfasste deren Herrschaft Rixingen u. a. die Orte Avricourt, Gondrexange (Gunderchingen) und Xouaxange (Schweixingen). Im Dreißigjährigen Krieg wurde Rixingen zwischen 1628 und 1630 viermal von den Schweden geplündert und verwüstet. 1667 kam Adolf Johann I. von Zweibrücken durch Kauf in den Besitz des Reichslehens Rixingen; im 18. Jahrhundert hatten die Herzöge von Richelieu die Grafschaft in Besitz.<ref name="Kraus">Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen. Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 873 (books.google.de).</ref>

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an das deutsche Reichsland Elsaß-Lothringen, und das Dorf wurde dem Kreis Saarburg im Bezirk Lothringen zugeordnet. Rixingen war Kantonshauptort.<ref name="Huhn" /> Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden und wurde Teil des Département Moselle. Im Zweiten Weltkrieg war die Region von Juni 1940 bis Mitte 1944 von der deutschen Wehrmacht besetzt und stand unter deutscher Verwaltung. Am 18. November 1944 wurde der Ort von US-amerikanischen Streitkräften im Bündnis mit der 44. französischen Infanteriedivision eingenommen,<ref>Eugène Riedweg: La libération de l’'Alsace septembre 1944 – mars 1945. Èditions Tallandier, Paris 2014, ISBN 979-1-02100506-8, S. 173.</ref> worauf die Kämpfe um Elsass und Lothringen folgten.

Réchicourt-le-Château gehörte bis zur Auflösung 2015 zum Wahlkreis (Kanton) Réchicourt-le-Château.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019
Einwohner 935 982 924 931 825 726 561 557

Verkehr

Datei:Gare de Réchicourt-le-Château P1130458.jpg
Ehemaliger Bahnhof

In Réchicourt-le-Château kreuzen sich die Départementsstraßen D 89 (MousseyHéming) und D 91 (AvricourtFribourg), im Ort beginnt die D 40B nach Bataville. Nächste Fernstraße ist die Route nationale 4, die südlich und östlich der Gemeinde verläuft.

1852 erhielt der Ort einen Bahnhof an der Bahnstrecke Paris–Strasbourg. Gebaut wurde er von der Compagnie du chemin de fer de Paris à Strasbourg, die 1854 in der Compagnie des Chemins de fer de l’Est (EST) aufging. Zwischen 1871 und 1919 gehörte er zur Kaiserlichen Generaldirektion der Eisenbahnen in Elsaß-Lothringen, nach dem Ersten Weltkrieg zur Administration des chemins de fer d’Alsace et de Lorraine (AL) und ab 1938 zur staatlichen SNCF. Während der deutschen Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg unterstand er der Deutschen Reichsbahn. 1971 wurde der Bahnhof geschlossen, nächster Bahnhof ist Igney-Avricourt in 5 km Entfernung. Seitdem wurden bis auf die Streckengleise alle Gleise abgebaut, das Empfangsgebäude wurde verkauft.

Bauwerke und Sehenswürdigkeiten

Datei:Réchicourt-le-Château castle 1.JPG
Schloss Réchicourt

Château de Réchicourt

Zum Ort gehört das namengebende Schloss Rixingen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), ein Bau aus dem 15. Jahrhundert, der im 16. Jahrhundert sein heutiges Aussehen im Stil der Renaissance erhielt und ein Sitz der Grafen von Leiningen war.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bebilderte Webseite zu Schloss Rixingen (französisch) (Memento des Vorlage:IconExternal vom 7. September 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mylorraine.fr</ref> Graf Ludwig Eberhard von Leiningen-Westerburg-Rixingen verkaufte es 1669 an den dänischen Lehnsgrafen Friedrich von Ahlefeldt (1623–1686). Die kleine, aber immerhin reichsunmittelbare Herrschaft wurde 1703 von seinem einzigen Sohn aus zweiter Ehe und Nachfolger seines Stiefbruders Frederik (1662–1708) zu Rixingen und Mörsberg, Carl von Ahlefeldt (1670–1722), an dessen Schwager, den Grafen Friedrich Ludwig von Nassau zu Ottweiler verkauft. Nach Zedler war es dann um 1740/1742 wieder im Besitz der Leiningen-Westerburg-Rixingen.<ref>Reichs-Matrickel. In: Johann Heinrich Zedler: Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste. Band 31, Leipzig 1742, Sp. 114–158 („nach dem gegenwärtigen Zustande des Reichs“ also kurz vor 1742).</ref> Von 1751 bis 1789 gehörte es den Herzögen von Fronsac-Richelieu. Heute ist das Schloss teilweise zur Ruine verfallen.

Schleusen

Die zwischen 1960 und 1965 gebaute, ca. 3 km vom Hauptort entfernte Schachtschleuse Écluse de Réchicourt-le-Château Welt-Icon

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  }} im Verlauf des Rhein-Marne-Kanals ersetzt eine Schleusentreppe mit sechs Schleusen.<ref>Ecluse de Réchicourt-le-Château bei structurae, abgerufen am 29. Mai 2016.</ref> Ihre Fallhöhe beträgt, je nach dem Wasserstand des Kanals, 15,45 bis 16,10 Meter. Damit ist sie die höchste französische Schleuse in einem Freycinet-Kanal. Das Volumen der Schleusenkammer beträgt 3768 Kubikmeter. Sie ist 40 Meter lang und 6 Meter breit, die minimale Wassertiefe beträgt 2,6 Meter. Das Obertor ist zweiflügelig, kanalabwärts wurde ein Hubtor installiert, das zum Öffnen hochgezogen wird. Die Passage eines Schiffs dauert, im Gegensatz zu sechs Stunden durch die Schleusentreppe, nur noch rund 30 Minuten.<ref>Infotafel an der Schleuse</ref> Um Wasser zu sparen, ist die Schleuse als Sparschleuse ausgeführt, es wird also ein Teil des abgelassenen Wassers in unterirdischen Reservoirs zwischengespeichert und beim nächsten Schleusengang wiederverwendet. Dies wird auf Schautafeln neben der Schleuse erläutert.

Mit der Schleuse Nr. 7 befindet sich eine weitere Schleuse des Rhein-Marne-Kanals im Gebiet der Gemeinde.

Arboretum

Datei:See und Staumauer von Réchicourt-le-Château.jpg
See und Staumauer
von Réchicourt-le-Château

Mit der Inbetriebnahme der Schachtschleuse wurde der Stausee von Réchicourt um mehrere Meter abgesenkt, da die neue Fahrt durch den See geht, statt außen herum – die Absenkung ist deutlich an der geöffneten Staumauer erkennbar. Dadurch wurden mehrere Hektar trockengelegt, die später in ein Arboretum umgewandelt wurden. Es gibt mehrere Rastplätze, eine Quelle in der Nähe der alten Staumauer und einen Rundweg, der am alten Kanal entlangführt. Die oberste alte Schleuse neben der Schachtschleuse wurde restauriert und kann besichtigt werden.<ref>patrimoinesethistoire.grandest.fr Historisches Erbe der Region Grand Est. Abgerufen am 11. August 2021.</ref> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Vorlage:MerianTopo
  • Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 162 (books.google.de).

Weblinks

Commons: Réchicourt-le-Château – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Aboncourt-sur-Seille | Abreschviller | Achain | Ajoncourt | Alaincourt-la-Côte | Albestroff | Amelécourt | Arzviller | Aspach | Assenoncourt | Attilloncourt | Aulnois-sur-Seille | Avricourt | Azoudange | Bacourt | Barchain | Bassing | Baudrecourt | Bébing | Bellange | Belles-Forêts | Bénestroff | Berling | Bermering | Berthelming | Bettborn | Bezange-la-Petite | Bickenholtz | Bidestroff | Bioncourt | Blanche-Église | Bourdonnay | Bourgaltroff | Bourscheid | Bréhain | Brouderdorff | Brouviller | Buhl-Lorraine | Burlioncourt | Chambrey | Château-Bréhain | Château-Salins | Château-Voué | Chenois | Chicourt | Conthil | Craincourt | Cutting | Dabo | Dalhain | Danne-et-Quatre-Vents | Dannelbourg | Delme | Desseling | Diane-Capelle | Dieuze | Dolving | Domnom-lès-Dieuze | Donjeux | Donnelay | Fénétrange | Fleisheim | Fonteny | Fossieux | Foulcrey | Francaltroff | Fraquelfing | Frémery | Fresnes-en-Saulnois | Fribourg | Garrebourg | Gelucourt | Gerbécourt | Givrycourt | Gondrexange | Gosselming | Grémecey | Guébestroff | Guéblange-lès-Dieuze | Guébling | Guermange | Guinzeling | Guntzviller | Haboudange | Hampont | Hangviller | Hannocourt | Haraucourt-sur-Seille | Harreberg | Hartzviller | Haselbourg | Hattigny | Haut-Clocher | Hellering-lès-Fénétrange | Héming | Henridorff | Hérange | Hermelange | Hertzing | Hesse | Hilbesheim | Hommarting | Hommert | Honskirch | Hultehouse | Ibigny | Imling | Insming | Insviller | Jallaucourt | Juvelize | Juville | Kerprich-aux-Bois | Lafrimbolle | Lagarde | Landange | Laneuveville-en-Saulnois | Laneuveville-lès-Lorquin | Langatte | Languimberg | Lemoncourt | Léning | Lesse | Ley | Lezey | Lhor | Lidrezing | Lindre-Basse | Lindre-Haute | Liocourt | Lixheim | Lorquin | Lostroff | Loudrefing | Lubécourt | Lucy | Lutzelbourg | Maizières-lès-Vic | Malaucourt-sur-Seille | Manhoué | Marimont-lès-Bénestroff | Marsal | Marthille | Métairies-Saint-Quirin | Metting | Mittelbronn | Mittersheim | Molring | Moncourt | Montdidier | Morville-lès-Vic | Morville-sur-Nied | Moussey | Moyenvic | Mulcey | Munster | Nébing | Neufmoulins | Neufvillage | Niderhoff | Niderviller | Niederstinzel | Nitting | Oberstinzel | Obreck | Ommeray | Oriocourt | Oron | Pettoncourt | Pévange | Phalsbourg | Plaine-de-Walsch | Postroff | Prévocourt | Puttigny | Puzieux | Réchicourt-le-Château | Réding | Réning | Rhodes | Riche | Richeval | Rodalbe | Romelfing | Rorbach-lès-Dieuze | Saint-Epvre | Saint-Georges | Saint-Jean-de-Bassel | Saint-Jean-Kourtzerode | Saint-Louis | Saint-Médard | Saint-Quirin | Salonnes | Sarraltroff | Sarrebourg | Schalbach | Schneckenbusch | Sotzeling | Tarquimpol | Tincry | Torcheville | Troisfontaines | Turquestein-Blancrupt | Vahl-lès-Bénestroff | Val-de-Bride | Vannecourt | Vasperviller | Vaxy | Veckersviller | Vergaville | Vescheim | Vibersviller | Vic-sur-Seille | Vieux-Lixheim | Villers-sur-Nied | Vilsberg | Virming | Vittersbourg | Viviers | Voyer | Walscheid | Waltembourg | Wintersbourg | Wuisse | Xanrey | Xocourt | Xouaxange | Zarbeling | Zilling | Zommange Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein