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Airbus Helicopters UH-72

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Airbus Helicopters UH-72 Lakota
Datei:UH-72 Lakota2.jpg
UH-72A „Lakota“ der United States Army
Typ Mehrzweckhubschrauber
Entwurfsland
Hersteller Airbus Helicopters
Erstflug 12. Juni 1999
Indienststellung Dezember 2006
Produktionszeit

Seit 2006 in Serienproduktion

Stückzahl geplant: 412<ref name="auslieferung">Airbus Helicopters liefert 400. UH-72A an US-Army. FlugRevue.de, 9. Oktober 2017, abgerufen am 10. Oktober 2017.</ref>
produziert: 400<ref name="official">Airbus Helicopters delivers 400th UH-72A Lakota to U.S. Army. Airbus.com, 9. Oktober 2017, abgerufen am 10. Oktober 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
(Stand: Oktober 2017)

Der UH-72 Lakota ist ein leichter zweimotoriger Mehrzweckhubschrauber von Airbus Helicopters. Die werksseitig als UH-145M bezeichnete Maschine stellt eine an militärische Erfordernisse angepasste Variante der EC 145 dar. Sie wird für Aufgaben in den Bereichen Krankentransport (MedEvac), Such- und Rettungsflüge (SAR) und für allgemeine Material- und Passagiertransporte eingesetzt.

Geschichte

Im Jahr 2006 hatte EADS mit der UH-145 die Ausschreibung der United States Army und der Army National Guard für den neuen leichten Mehrzweckhubschrauber gewonnen. Die von den Streitkräften der Vereinigten Staaten als UH-72A Lakota bezeichnete Maschine löst die letzten veralteten Mehrzweckhubschrauber Bell UH-1 Iroquois ab.<ref>Huey Finally Bows Out Strategy Page, abgerufen am 20. August 2021.</ref>

Anbieter der UH-72A als Hauptvertragspartner der US-Armee ist EADS North America Defense, eine Geschäftssparte von EADS North America, deren hundertprozentige Tochter American Eurocopter den Hubschrauber in Columbus (US-Bundesstaat Mississippi) herstellt. Neben anderen Ausrüstern sind u. a. diese Firmen als Partner des LUH-Programms beteiligt: Sikorsky für Logistik und Support, Westwind Technologies für Systemintegration und Ingenieursdienstleitungen sowie CAE (Kanada), die für den Cockpittrainer zuständig ist.

Es wurden zunächst 322 Exemplare bestellt.<ref>EADS.com @1@2Vorlage:Toter Link/www.classic.eads.netPressemitteilung (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2023. Suche im Internet Archive ) vom 9. November 2006</ref> Die ersten Maschinen wurden in Deutschland hergestellt und in den Vereinigten Staaten endmontiert, bis die Produktionslinie im August 2007 vollständig für die Serienproduktion ausgebaut war. Der Stückpreis soll 5,57 Mio. US-Dollar betragen.

Datei:UH-72 Volk field.jpg
Ein UH-72A als medizinischer Rettungshubschrauber der Nebraska Army National Guard

Bei Testflügen der United States Army für Krankentransporte wurden im Innern des UH-72 zu hohe Temperaturen festgestellt. Zum Betrieb als Rettungshubschrauber mit zwei Krankentragen wurden deshalb Klimaanlagen eingebaut, die auch in der zivilen EC 145 benutzt werden. Patienten bzw. Verwundete werden durch die beiden Hecktüren in den Hubschrauber geladen. Zusätzlich wurde die Rettungsversion des UH-72 mit militärischen Funksystemen und zum Teil mit Fremdkörperabscheidern für die Lufteinläufe ausgestattet.

Fünf Maschinen mit der Bezeichnung H-72A im Auftragswert von 21,7 Mio. US-Dollar wurden darüber hinaus am 12. September 2008 von der United States Navy für ihre Testpilotenschule (United States Naval Test Pilot School) bestellt<ref>UH-72A for NTPS, AIR International, 11/2008, S. 12.</ref> und sind bereits ausgeliefert. Sie ersetzten dort Hubschrauber, die von der United States Army ausgeliehen waren. Das erste Exemplar wurde am 12. November 2009 an die United States Navy ausgeliefert. Die H-72A unterscheidet sich von der UH-72A durch abwerfbare Türen, eine Faltvorrichtung für den Hauptrotor und ein Flugverkehrshinweissystem (traffic advisory system). Außerdem wurde ein Flugschreiber eingebaut.<ref>First H-72A delivered to US Navy, AIR International, 5/2010, S. 15.</ref>

Die ersten fünf Maschinen für die United States Army in Europa wurden im April 2010 auf der Ramstein Air Base an das {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) ausgeliefert.<ref>DefPro.com <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />U.S. Army’s UH-72A helicopters now flying in Europe (Memento vom 29. April 2010 im Internet Archive) vom 26. April 2010</ref>

Als Schulungsmaschine wurden im Jahr 2014 100 UH-72A für die United States Army nachbestellt.<ref name="defensenews.com">defensenews.com: @1@2Vorlage:Toter Link/www.defensenews.comAirbus: US Army’s Extra Lakota Helicopter Buy Boosts Foreign Sale Potential (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im September 2022. Suche im Internet Archive )</ref> Im Jahr 2015 verlegte die United States Army über 50 Hubschrauber nach Fort Rucker, Alabama, um dort die Ausbildung auf diesem Muster vorzubereiten.<ref>Zwölf weitere UH-72A. In: Europäische Sicherheit & Technik 1/2016. S. 76.</ref> Im Januar 2016 wurde bekannt, dass die United States Army Airbus Helicopters mit der Lieferung von zwölf weiteren Lakotas beauftragt hat. Die zusätzlichen Hubschrauber werden ebenfalls bei Airbus Helicopters Inc. in Columbus, Mississippi, wo bereits knapp 350 Hubschrauber dieses Typs montiert wurden, fertiggestellt und sollen ab August 2017 ausgeliefert werden. Zwei weitere Bestellungen über 35 und 16 UH-72A erteilten die USA im März 2018.<ref>Columbus Aircraft Facility awarded $273.2M Army helicopter contract, USA Today, 9. März 2018</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />US Army ups Lakota helo buy again, Janes, 22. März 2018 (Memento vom 31. Mai 2018 im Internet Archive)</ref>

Im September 2021 wurde die erste UH-72B Lakota an die US Army ausgeliefert. Die größte und auch auffälligste Neuheit bei der UH-72B Variante ist der ummantelte Heckrotor.<ref name="Reim210907">Garrett Reim: Airbus delivers first UH-72B Lakota, with shrouded tail rotor, to the US Army National Guard. In: Flightglobal. 7. September 2021, abgerufen am 8. September 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Varianten

Militärische Nutzer

ThailandDatei:Flag of Thailand.svg Thailand
Royal Thai Army: 6 UH-72A (9 weitere geplant)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
United States Army/Army National Guard: 480, 463 UH-72A (im Zulauf bis 2022<ref>US Army ups Lakota helo buy again. Janes, 4. März 2020</ref>), 17 UH-72B<ref>US Army to accept Airbus UH-72B Lakotas with shrouded tail rotors in 2021. Flightglobal, 31. August 2020</ref> (Zulauf seit 2021<ref name="Reim210907"/>)
United States Navy: 5 H-72A

Technische Daten

Datei:National Guard Unveils New Lakota Helicopters at Fort Indiantown Gap.jpg
UH-72A als Schulungshubschrauber der Nationalgarde der Vereinigten Staaten.
Kenngröße Daten UH-72A
Abmessungen<ref>Flug Revue November 2008, S. 54–57, Eurocopter EC-145 trägt Uniform</ref> Länge über alles 12,98 m
Rumpflänge 10,16 m
Rotordurchmesser 11,00 m
Heckrotordurchmesser 1,96 m
Höhe 3,42 m
Breite 3,12 m (Rumpf: 1,85 m)
Kabine (L × B × H) 3,12 × 1,70 × 1,27 m
Antrieb und Leistungen Triebwerke 2 × Turboméca Arriel 1E2 mit je 550 kW
Höchstgeschwindigkeit 268 km/h
Reisegeschwindigkeit ~240 km/h
max. Reichweite 685 km ohne Reserve
Schwebeflug 3445 / 2745 m (mit/ohne Bodeneffekt)
Dienstgipfelhöhe 5240 m
Steigrate 8,1 m/s
Massen max. Startmasse 3585 kg
Leermasse ~1800 kg
Nutzlast 6 Personen oder bis zu 1793 kg (einschließlich Pilot 80 kg und Treibstoff)
oder max. 1500 kg Außenlast (an Winde 270 kg)
Bewaffnung 4 Raketen (militärische Version)

Siehe auch

Weblinks

Commons: Airbus Helicopters UH-72 Lakota – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Hubschrauber der USN/USMC bis 1962:

HSLHSSHCHHOEHOKHOSHO2SHO3SHO4SHO5SHNSHTEHTKHTLHRBHRHHRPHRSHR2SHR3SHJD/HJHHJP/HUPHJSHUKHU2KHULHUMHUSHU2SHOG/RONROE

Tragschrauber des USAAC von 1935 bis 1939:

G-1G-2

Hubschrauber der USAAF von 1941 bis 1947:

XR-1XR-2XR-3R-4R-5A bis R-5ER-5F bis R-5HR-6XR-7XR-8XR-9XR-10XR-11R-12XR-13R-14XR-15

Hubschrauber der US-Army von 1956 bis 1962:

HC-1A / HC-1BHO-1HO-2YHO-3YHO-4YHO-5HO-6HU-1VZ-1 (YHO-1)HZ-1 (YHO-2)

USAF-System 1948 bis heute (ab 1962 für US-Streitkräfte):

H-4H-5A bis H-5EH-5F bis H-5HH-6XH-9XH-10XH-11H-12H-13XH-15H-16XH-17YH-18H-19XH-20H-21H-22H-23YH-24H-25XH-26XH-28XH-29YH-30YH-31YH-32XH-33H-34XH-35CH-37XH-39X/YH-40CH-41XH-42H-43CH-46CH-47XH-48XH-49QH-50XH-51HH-52CH-53 (CH-53K) • CH-54TH-55AH-56TH-57OH-58XH-59UH-60YUH-61XCH-62YAH-63AH-64HH-65RAH-66TH-67MH-68ARH-70VH-71UH-72TH-73MH-90H-92

Parallel verwendetes System der US-Streitkräfte seit 1962:

AH-1 / UH-1H-2H-3YOH-4YOH-5OH-6 (AH-6 / MH-6)

Vorlage:Klappleiste/Ende<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang
Zivile Baureihen:

H120H125H130H135H140H145H155H160H175H225AS 332 Super PumaAS 350/AS 355 ÉcureuilSA 360/AS 365 DauphinVahanaCityAirbus

Militärische Baureihen:

AS 532 CougarAS 550/AS 555 FennecAS 565 PantherH135MH145MH160MH225M CaracalH665 TigerNH90UH-72 LakotaVSR700

Versuchshubschrauber:

X3RACER

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